HOCHSOMMERMORD von JOCHEN FRECH – Meine Rezension …

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: btb Verlag (9. Dezember 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442744644
ISBN-13: 978-3442744640
Autor: Jochen Frech
Teil 1 der „Moritz Kepplinger“-Reihe, im August 2017 erschien „Dezembermord“

Meine Meinung:
Jochen Frech hat einen neuen Fan gewonnen, denn dieser Krimi hat einfach alles, was ich mir von spannender Lektüre wünsche: einen sympathischen, interessanten Protagonisten, eine gut durchdachte, spannende Story und das nötige Maß an Emotionen.

Im Mittelpunkt steht Moritz Kepplinger, dem als ganz frisch gebackener Kriminalkommissar sofort die Leitung eines Vermisstenfalles übertragen wird. Hilfe bei der Aufklärung bekommt er nicht nur von seinen durchgehend sympathischen Kollegen, sondern auch von Lea, einer Streifenpolizistin. Alle arbeiten so wunderbar zusammen, es gibt kein Kompetenzgerangel und keine Rivalität, was zur Abwechslung mal ganz tröstlich ist.

Der Fall ist sehr fesselnd und da das Opfer ein unschuldiges Mädchen ist, auch etwas tragisch. Es ist zwar schon ein Ermittlerkrimi, aber es wird an keiner Stelle langweilig, die nötige Action ist auch vorhanden. Die Figuren wirken genauso lebendig wie die Schauplätze und die Dialoge. Ein toller Schreibstil, der dafür sorgt, dass man das Buch nicht mehr weglegen möchte. Das hohe Maß an Authentizität ist auch ein Pluspunkt, schließlich weiß der Autor aus eigener Erfahrung, worüber er da schreibt.

Mich hat dieser Krimi absolut bestens unterhalten und ich freue mich schon auf den zweiten Teil, der sofort auf meine Wunschliste gewandert ist. Von mir eine klare Leseempfehlung.

Bewertung:

VOR HUNDERT JAHREN UND EINEM SOMMER von JÜRGEN-THOMAS ERNST – Meine Rezension …

Gebundene Ausgabe: 500 Seiten
Verlag: Braumüller Verlag (1. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3992001393
ISBN-13: 978-3992001392
Autor: Jürgen-Thomas Ernst

Meine Meinung:
Der Autor erzählt uns die sehr atmosphärische und detailreiche Lebensgeschichte von Annemie und Jonathan, die gemeinsam bei Zieheltern aufwuchsen. In einem fast märchenhaft beschriebenen Tal, an dessen malerischen Hängen Kirschbäume gedeihen, verbringen sie ihre Jugend bevor sie das Schicksal in die Ferne treibt.
Ein hartes, aber ereignisreiches Leben beginnt für Annemie, die wir auf ihrer Reise in den Süden begleiten dürfen. Schlimme Erfahrungen lassen sie oft verzweifeln und manchmal ist sie dem Tod näher als dem Leben, aber schließlich findet sie nach Hause zu ihrem Ziehvater, der sie mit offenen Armen empfängt. Nicht nur sie kehrt heim, auch Jonathan taucht wieder auf und eine wundervolle Zeit beginnt.
Doch dann ziehen erneut Schatten auf: der Krieg bricht über das Land herein, Jonathan muss wieder fort … ob es ein erneutes Happy End geben kann?

Lest selbst, wie die Geschichte von Annemie, ihrer Mutter Sofie, ihren Zieheltern und Jonathan ausgeht. Es ist eine fesselnde und sehr ausführlich erzählte Story mit lebendigen Protagonisten und sehr anschaulichen Beschreibungen der Schauplätze. Eine Menge Emotionen und zuweilen auch etwas humorvolle und skurrile Szenen runden alles ab, einzig der etwas altertümlich anmutende Schreibstil hat mich zuweilen gestört. Wer mit diesem zurecht kommt, wird große Freude an diesem Buch haben. Eine Szene nehme ich dem Autor aber übel: der arme Hund … 🙁

Bewertung:

LONDON STALKER von OLIVER HARRIS – Meine Rezension …

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Karl Blessing Verlag (13. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3896675605
ISBN-13: 978-3896675606
Originaltitel: The House of Fame (Belsey 3)
LESEPROBE (PDF)

Teil 3 der „Nick Belsey“-Reihe nach diesen beiden Büchern:

Meine Meinung:
Nachdem ich bereits die ersten beiden Teile der Reihe mit großer Begeisterung gelesen habe, musste ich natürlich wissen, wie es mit Nick Belsey weitergeht. Für Neueinsteiger: lasst euch die Vorgängerbände nicht entgehen und haltet die Reihenfolge ein, es lohnt sich!

Nick Belsey ist inzwischen vom Dienst suspendiert und sein Revier wurde geschlossen. Kurzerhand besetzt er das Gebäude und wohnt dort heimlich, bis eine Frau an die geschlossene Eingangstür klopft. Sie wurde von jemandem hergeschickt und sucht nach ihm, damit er ihr behilflich ist, ihren verschwundenen Sohn zu finden. Wer weiß von seinem Versteck? Das erste Fragzeichen in einer wahren Flut von Rätseln, in die Nick hineingerät.
Es folgt ein atemloses Abenteuer, das sich dermaßen fesselnd und unglaublich liest, dass man das Buch nur noch schwer aus der Hand legen kann. Und alles wird so eindrücklich geschildert, dass es wie ein megaspannender Thriller vor dem inneren Auge abläuft. Man kann nur hoffen, dass diese Reihe irgendwann einmal verfilmt wird.

Nick ist sicher kein unverletzlicher Superheld, aber er ist so smart und gerissen, dass er immer einen Ausweg aus jeder Situation findet. Er scheint oft wie ein Fisch, den alle fangen wollen und der ihnen ständig wieder aus den Händen gleitet. Dabei ist er durchaus sympathisch und setzt sich immer für die Schwächeren ein. Er schert sich aber auch nicht groß um Recht und Gesetz, wenn ein anderer Weg schneller ans Ziel führt. Es macht einfach Spaß, ihn bei seinen Abenteuern zu begleiten.

Oliver Harris serviert uns hier eine Story, die sehr komplex und absolut toll durchdacht ist. Bis zur allerletzten Seite extrem spannend und fesselnd. Die wahren Hintergründe kristallisieren sich erst ganz langsam heraus, ständig sorgen neue Wendungen für Überraschungen. Nicks Spießrutenlauf zwischen privater Ermittlung und Unterstützung der Polizei liest sich einfach grandios. Schon heute freue ich mich auf eine Fortsetzung, denn gemeinerweise endet die Geschichte mit einem astreinen Cliffhanger, der noch viele Fragen offen lässt. Der Fall an sich ist aber abgeschlossen und kann theoretisch auch unabhängig von der Reihe gelesen werden.

Einer der besten Thriller, die ich in diesem Jahr lesen durfte, vielleicht sogar der Beste! Kann ich nur empfehlen!

Bewertung:

LOST PLACES von JOHANNES GROSCHUPF – Meine Rezension …

Taschenbuch: 250 Seiten
Verlag: Oetinger Taschenbuch; Auflage: 1 (1. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3841502482
ISBN-13: 978-3841502483
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre

Meine Meinung:
Die Geschichte spielt in Berlin, einer Stadt, die unglaublich viele beeindruckende „Lost Places“ ihr Eigen nennen kann. Verlassene Vergnügungsparks, Krankenhäuser, Schlachthäuser und andere gruselige Gebäude, die gerne von „Urban Explorern“ aufgesucht und fotografiert werden.
Diesem Hobby gehen auch Lennart und seine Freunde Moe, Chris, Steven und Kaya nach, doch dadurch geraten sie unbeabsichtigt in große Schwierigkeiten mit einer berüchtigten Rockergang.

Der Autor hat einen schönen, lebendigen Schreibstil, der einem die verlassenen, eindrucksvollen Orte und Protagonisten sehr anschaulich näherbringt. Lennart ist der Erzähler der Geschichte und er war mir relativ sympathisch, abgesehen von einigen Verhaltensweisen, die ich nicht nachvollziehen kann, aber gut: ich bin auch keine 17 mehr. 🙂
Der Rest der Truppe ist auch ganz ok, auf jeden Fall halten sie im Zweifelsfall immer zusammen.
Während es in anderen Büchern zu störenden Längen oder Wiederholungen kommt, geht es hier manchmal fast zu schnell. Das mag aber auch wieder der eigentlichen Zielgruppe gewidmet sein, die es vielleicht nicht so ausschweifend mag.

Die Geschichte ist jedenfalls spannend, manchmal etwas unglaubhaft, durchaus blutig (Vorsicht: auch ein Tier wird leider getötet) und fesselnd.

Bewertung:

REICHES ERBE von DONNA LEON – Meine Rezension …

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Diogenes; Auflage: 4 (23. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3257242670
ISBN-13: 978-3257242676
Originaltitel: Drawing Conclusions
Teil 20 der „Commissario Brunetti“-Reihe

Meine Meinung:
Eigentlich sollte man ja mit dem Anfang beginnen, aber nach dem Zuklappen dieses Buches möchte ich erst einmal für das tolle versöhnliche Ende schwärmen. Commissario Brunetti ist ein wundervoller Mann mit einem großen Herz, der seine Entscheidungen nicht nur nach dem Gesetzbuch trifft, sondern vielmehr auf sein eigenes Gewissen hört. So nahm dieser spannende Fall ein unerwartetes, schönes Ende.
Aber vorher dürfen wir natürlich Brunetti, seinen sympathischen Kollegen Vianello und die unverzichtbare Recherchekönigin Signorina Elettra bei den umfangreichen Ermittlungen begleiten, die oft nicht immer ganz legal vonstatten gehen. Aber der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel und Vice-Questore Patta muss einfach oft mit Tatsachen konfrontiert werden, um letztendlich die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Die Story ist prima durchdacht und durchgehend fesselnd geschrieben.

Für mich war es tatsächlich das erste Buch von Donna Leon, das ich gelesen habe. Bisher habe ich die Reihe nur als Verfilmungen genossen und das wundervolle Venedig als Schauplatz hat einfach einen ganz besonderen Reiz. Vor allem, wenn man selbst schon vor Ort war und durch die kleinen Gassen gelaufen ist, kann man sich noch besser hineinversetzen. Der Schreibstil ist wunderbar zu lesen, lebendig und atmosphärisch, gewürzt mit einem kleinen Quäntchen Humor. Und die liebenswürdigen Protagonisten sorgen natürlich auch dafür, dass man diese Reihe einfach lieben muss.
Von mir gibt es dafür eine klare Leseempfehlung!

Bewertung:

DIE KUNST DES STILVOLLEN VERARMENS – WIE MAN OHNE GELD REICH WIRD von ALEXANDER VON SCHÖNBURG – Meine Rezension …

Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 13 (1. August 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499616688
ISBN-13: 978-3499616686

Meine Meinung:
Auf diesen kleinen Schatz in meinem Bücherregal bin ich durch Daggis Buchchallenge gestoßen, sonst wäre er da wohl noch viel länger unbeachtet geblieben. Außerdem betrifft mich das Thema gerade sowieso sehr, also kam die Lektüre mal wieder genau zur richtigen Zeit! 🙂

Alexander von Schönburg ist vielleicht nicht allen ein Begriff, aber seine Schwester Gloria kennt wahrscheinlich jeder: sie trägt nun den Namen „von Thurn und Taxis“. Er erzählt uns vom Untergang des Adels in Deutschland, dass man ungeachtet eines klangvollen Titels durchaus Probleme haben kann, seine täglichen Rechnungen bezahlen zu können.

Aber er zeigt uns in einer unglaublich eindrucksvollen, zuweilen sehr humorvollen und nachvollziehbaren Art und Weise, dass „arm sein“ keine Frage des Geldbeutels ist, sondern vielmehr unserer eigenen Einstellung.
Er zeigt anhand vieler Beispiele, dass Reichtum im Überfluss die Menschen nicht glücklich macht, eher im Gegenteil. Wer viel besitzt, hat auch mehr Angst vor Verlust, weiß die einzelnen Dinge nicht mehr zu schätzen, strebt immer nach Höherem und wenn wirklich eine Krise kommt, stürzen diese Leute in ein ganz tiefes Loch.
Wer sich dagegen auf andere Dinge im Leben konzentriert, kann auch mit ganz wenigen Dingen sehr glücklich und zufrieden werden.
Es gibt Menschen, die definieren sich nur über ihre Arbeit, sehen diese als ihre Hauptaufgabe im Leben. Doch wer ist wohl glücklicher? Der Vater, der abends nach einem 12-Stunden-Tag erschöpft und gestresst mit viel Geld in der Tasche nach Hause kommt oder derjenige, der sich auch mal nachmittags die Zeit nimmt und mit seinen Kindern einen Spaziergang durch die Natur macht? Der eine bietet seiner Familie gemeinsame Zeit, die durch nichts zu ersetzen ist, der andere schenkt dafür vielleicht zu Weihnachten jedem Kind ein iPhone.
Letztlich muss jeder selbst wissen, welche Werte er in seinem Leben schätzt. Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, ein erfülltes Familienleben sind Werte, die nichts kosten … jeder Mensch kann damit sein Dasein bereichern.
Wer dagegen ein teures Auto fahren will, viele Fernreisen machen will und immer die neueste Designermode tragen will, der wird damit nicht zwingend glücklicher.

Dieses Buch nimmt die Angst vor Verzicht, zeigt eindrucksvoll, dass wir die vielen Dinge, die uns die Werbung vorgaukeln will, gar nicht brauchen. Man kann mit wenig Geld auf dem Konto genauso glücklich (oder noch viel glücklicher) sein als ein Multimillionär – es ist alles eine Frage der Einstellung und der Wertevorstellung.

Mir hat diese Lektüre extrem gut gefallen und ich empfehle das Buch sehr gerne weiter. Sollte ich mal wieder essen gehen, werde ich mir ein gewisses Schmunzeln nicht verkneifen können, wenn „Rucola“ in der Speisekarte auftaucht … 🙂 Lest selbst, was es damit auf sich hat!

Bewertung:

BLINDER GLAUBE von ANNE PERRY – Meine Rezension …

Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (21. Juli 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442480469
ISBN-13: 978-3442480463
Teil 19 der „William Monk“-Reihe

Meine Meinung:
Historische Kriminalromane lese ich eigentlich sehr gerne, vor allem wenn sie das düstere London als Schauplatz haben. Aber leider sind nicht alle Bücher so spannend wie die Geschichte von Jack the Ripper.

Anne Perrys Protagonisten William Monk und dessen Frau Hester sind sehr sympathische Menschen, die neben ein paar weiteren tollen Figuren durchaus dafür sorgten, dass mich das Geschehen berührt hat. Auch die Schauplätze kann man sich dank des ausführlichen Schreibstils immer sehr gut vorstellen.
Leider war mir aber der Schreibstil viel zu detailliert, ich hatte oft das Gefühl von Längen, Wiederholungen und mangelnder Spannung. So fand ich schon den Einstieg in das Buch sehr schwer, weil sich alles sehr hinzieht.
Es gab durchaus einige Überraschungen und spannende Wendungen, aber diese gingen dann wieder in ellenlangen Dialogen und Passagen unter, in denen man das Gefühl hatte, alles dreht sich im Kreis.
Gekürzt auf 300 Seiten wäre es mit Sicherheit ein wahres Lesevergnügen, denn im Prinzip stimmte alles: tolle Protagonisten, eine gut durchdachte spannende Geschichte und das nötige Quäntchen an Emotionen.

Für Fans der Reihe sicher ein Muss, ansonsten empfehle ich es für alle, die gerne etwas ruhigere, ausführliche Ermittlerkrimis lesen.

Bewertung:

GESTATTEN, MEIN NAME IST WILMA BUMSEN von JAN ANDERSON & CHRISTIAN KOCH – Meine Rezension …

Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (20. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442159008
ISBN-13: 978-3442159000
LESEPROBE (PDF)

Meine Meinung:
Dem Untertitel nach geht es in diesem humorvollen Buch um „die lustigsten Namen aller Zeiten“, aber in Wirklichkeit steckt noch viel mehr dahinter.
Besonders toll ist schon mal die hochwertige Ausführung mit ganz vielen Farbfotos und Illustrationen. Auf den Bildern finden sich nicht nur lustige Ortsschilder, sondern auch kreative Speisekartenübersetzungen, misslungene Wahlplakate, erschreckende CD-Cover und vieles mehr.
Aufgebaut ist das Buch alphabetisch: von A wie Abgelehnt (Vornamen, die in Deutschland nicht zugelassen wurden) bis Z wie Zombie (wer kennt nicht den Kultfilm „Zombiber“?) finden wir allerhand Skurriles und Unglaubliches.
Nicht nur alle möglichen lustigen Namen, sondern auch noch sehr Nützliches für die Allgemeinbildung: wer möchte schon gerne als dumm gelten, weil er nicht die Namen der sechs Mainzelmännchen kennt? Oder noch wichtiger: die Namen der Mitglieder des Jedi-Rates und die Namen von Tierarten aus Ferenginar?
Freuen dürfen wir uns auch über diverse Top 10 – Listen, wie die beliebtesten Partner-Kosenamen, aber auch pikantere Dinge … oder woran denkt ihr bei „Johannes“, „Kumpel“, „Nudel“, „Prinz“ oder „Tiger“?
Wer jetzt auch noch gerne in die „Partei des zweischwänzigen Hundes“ eintreten möchte, der erfährt in diesem Buch Wissenswertes über deren Ziele: zwei Sonnenuntergänge pro Tag in Wunschfarbe erscheint mir auch sehr sinnvoll für die Zukunft der Menschheit.

Dieses Buch ist eine Fundgrube an Kuriositäten zum Lachen, Schmunzeln und vielleicht kann man mit dem unnützen Wissen sogar einmal die Millionenfrage bei Günther Jauch beantworten, wer weiß … Unbedingt lesen!

Bewertung:

MÄDCHENGRAB von IAN RANKIN – Meine Rezension …

Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (19. Mai 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442480914
ISBN-13: 978-3442480913
Originaltitel: Standing in Another Man’s Grave
Teil 18 der „Inspector Rebus“-Reihe

Meine Meinung:
Ein absolut toll zu lesender Krimi, der mich nicht nur durch den flüssigen, lebendigen Schreibstil des Autors überzeugt hat. Die Story ist bestens durchdacht und viele Stränge fügen sich am Ende zu einem stimmigen Ganzen. Einzig ganz am Schluss fand ich eine Szene etwas unglaubwürdig, aber die Methoden von John Rebus sind nun mal alles andere als gewöhnlich.

Er ist ein sympathischer Protagonist, der sich dadurch auszeichnet, dass er sich gerne mit Vorgesetzten anlegt und sich nicht viel um Vorschriften kümmert. Ein kleines Suchtproblem kann er leider auch nicht von sich weisen. Er ist jemand, mit dem man befreundet sein möchte, denn als Feind ist er definitiv ein Problem. Wenn er sich an einem Fall festgebissen hat, gibt er nicht auf und er beweist bei seinen Ermittlungen einen extrem guten Riecher.

Im bereits 18. Teil der erfolgreichen Reihe geht es um einige ungelöste Vermisstenfälle: alle Mädchen verschwanden an der gleichen Autobahn in Schottland. Rebus ist eigentlich gar kein Polizist mehr, er bearbeitet für eine Spezialabteilung nur alte „Cold Cases“. Zusammen mit seiner früheren Partnerin Siobhan Clarke versucht er trotzdem, aktiv bei den aktuellen Ermittlungen mitzuwirken, denn erst kürzlich verschwand in der Gegend wieder ein Teenager.
Rebus bedient sich auch ungewöhnlicher Kontakte, weshalb er im Visier der „Inneren“ steht. Aber letztendlich gibt ihm der Erfolg eben immer Recht.

Für mich las sich dieser Krimi fast wie ein Thriller: ein unangepasster Ex-Polizist, der sich gern mit Unterweltgrößen auf ein Bier trifft, viele Überraschungen und Wendungen, düstere Atmosphäre und extrem anschaulich beschriebene Szenen, die wie ein Film vor den Augen erscheinen. Blutige Szenen halten sich in Grenzen, aber über mangelnde Spannung kann man sich nicht beklagen. Einfach empfehlenswert!

Bewertung: