SEELENVERTRÄGE von LEILA ELEISA AYACH – Meine Rezension …

Taschenbuch: 160 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 8. April 2019
ISBN-13: 978-3453703674
Autorin: Leila Eleisa Ayach

Meine Meinung:
Auch Leser, die sich noch nicht mit dem Thema „Seelenverträge“ befasst haben, werden in diesem verhältnismäßig dünnen Buch alles finden, was sie für den Start in ein erfüllteres Leben benötigen.
Die Autorin erklärt sehr verständlich, was Seelenverträge sind, warum sie unser aller Leben bestimmen und wie wir damit am besten umgehen können.
Es gibt in unserem Sein keine „Zufälle“, alles hat einen tieferen Sinn, wenngleich wir diesen manchmal nicht sofort erkennen können. Wir haben vor unserer Inkarnation Verträge geschlossen, uns teilweise selbst schwere Bürden auferlegt, durch die wir wachsen wollen und etwas lernen sollen. Als unsterbliche Seelen haben wir schon oft ein irdisches Dasein geführt und so manche Blockaden, die unseren Alltag erschweren, stammen noch aus früheren Leben. Wir können diese erkennen und auflösen.
Mit einigen Seelen stehen wir stets in Verbindung, wir treffen sie immer wieder, schließen mit ihnen zusammen Verträge, helfen uns gegenseitig, unsere Ziele zu erreichen. Dabei spielen wir verschiedene Rollen, die nicht immer auf den ersten Blick positiv erscheinen, aber eben dem höheren Zweck dienen.

Das Buch ist in einer Form geschrieben, die den Leser direkt anspricht. Es kam mir im Großen und Ganzen fast wie eine Predigt vor. Gestört hat mich irgendwann die ständig wiederholte Formulierung „Wir wissen, wer diese Zeilen liest. Wir wissen es.“
Das war mir einfach zu viel, aber insgesamt ist das Buch aufgrund der so wichtigen und gut verständlichen Informationen ein Muss für jeden Leser, der sich auf dem Weg in ein Leben im Einklang mit der Schöpfung befindet.
Ich empfehle es sehr gerne weiter, es hat mir wirklich geholfen.

Bewertung:

DIE BOTSCHAFT DER TIERE von DIANA COOPER – Meine Rezension …

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Ansata
Erscheinungsdatum: 30. Oktober 2017
ISBN-13: 978-3778775288
Originaltitel: The Archangel Guide to the Natural World
Autorin: Diana Cooper

Meine Meinung:
Um dieses Buch gänzlich würdigen zu können, muss man schon einiges an Vorkenntnissen besitzen, sonst tut man sich beim Lesen stellenweise eher schwer.
Auch für mich war die ganze Geschichte um Atlantis, Lemurien, um Erzengel, Geschöpfe von anderen Planeten, irdische Portale, aufgestiegene Aspekte, Einhörner, Gnome und vieles mehr absolutes Neuland. Ich glaube zwar an eine schöpferische Kraft und daran, dass alles aus Licht und Energie besteht und dass der Geist die Materie erzeugt, aber so haargenaue menschengemachte Beschreibungen der Zusammenhänge lehne ich eher ab.
Daher kann ich schon nichts mit der Bibel oder ähnlichen religiösen Schriften anfangen und genau so geht es mir mit diesen detaillierten Informationen, die man auch unmöglich alle irgendwie im Kopf behalten kann.

Zu jeder Tierart erklärt uns Diana Cooper, woher sie kommen, was ihre Aufgabe hier auf Erden ist und welcher Erzengel sie schützt. Sie erläutert, wie es den jeweiligen Arten hier ergangen ist und sie wirft teilweise auch einen Blick in die Zukunft. Was ich besonders interessant fand, das waren die Infos zum Verhalten der Tiere und über Besonderheiten in ihrem Leben.
Am Ende jeden Kapitels findet man eine Visualisierungsübung, mit der man dem jeweiligen Tier näher kommen kann, um etwas von ihm zu lernen oder ihm zu helfen. Es sind quasi kleine Meditationen, die stellenweise wirklich sehr schön erdacht sind.

Mir persönlich hat dieses Buch jetzt nicht so viel gebracht, aber ich ziehe deshalb auch nicht mehr als einen Stern ab, denn für Andere, die spirituell gebildeter sind als ich und denen diese Weltanschauung nicht so fremd ist, mag es ein wahrer Schatz sein.

Bewertung:

STOPP! DIE UMKEHR DES ALTERUNGSPROZESSES von ANDREAS CAMPOBASSO – Meine Rezension …

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Erscheinungsdatum: 11. August 2008, wurde laufend aktualisiert
ISBN-13: 978-3442218585
Autor: Andreas Campobasso

Leseprobe (PDF)

Meine Meinung:
Dieses Buch ist ein richtiges Geschenk des Himmels, möchte ich fast sagen.
Der Autor hat eine so wunderbar klare Art, alles zu erklären, dass man sich den lebenswichtigen Informationen nicht verschließen kann. Er belegt viele Thesen durch Hinweise auf entsprechende wissenschaftliche Versuche, es gibt auch einige SW-Fotos, die seine Aussagen unterstreichen.
Er erläutert sehr informativ und schlüssig den Zusammenhang zwischen unserer heutigen „zivilisierten“ Lebensweise und den schier zahllosen Krankheiten, unter denen der Mensch (und seine Haustiere) meistens leiden. In der Wildnis gibt es keine Menschen oder Tiere, die an Diabetes, Übergewicht, ADHS, Allergien oder Krebs leiden und die fast ihr halbes Leben lang immer mehr degenerieren und am Ende dahinsiechen. Das gibt es nur in unserer Zivilisation mit „Lebensmitteln“, die längst den Namen nicht mehr annähernd verdient haben, da sie hauptsächlich aus Fabriken stammen oder im Fall von Obst und Gemüse oft zu belastet oder überzüchtet sind.
Andreas Campobasso hat sein Buch in drei Teile geteilt. Zunächst erläutert er alle Zusammenhänge und gibt uns die nötigen Informationen mit auf den Weg. Im zweiten Teil erklärt er uns, warum ein gutes Ergebnis ohne den mentalen Einfluss nicht erreicht werden kann. Wir müssen unser Denken grundlegend ändern.
Im dritten Teil gibt er uns schließlich konkrete Tipps mit auf den Weg, wie wir unsere neue Lebensweise im Alltag umsetzen können.

Sehr gut fand ich auch, dass er niemals einen besserwisserischen oder gar anklagenden Ton trifft, sondern dass er sich beinahe an manchen Stellen dafür entschuldigt, dass er uns wieder ein Stück Illusion zerstört hat.
Es ist jedem Menschen möglich, gesund und fit ein Alter jenseits der 100 Jahre zu erreichen, wenn man wirklich bereit ist, im Einklang mit der Schöpfung und der Natur zu leben. Wer auf so manche zivilisierte Errungenschaften nicht verzichten will, kann aber auch schon beachtliche Erfolge erzielen und seinem Körper wirklich Gutes tun.

Ich kann dieses Buch von ganzem Herzen weiterempfehlen, ich wünschte, jeder Mensch würde es lesen.

Bewertung:

JAHRE DES JÄGERS von DON WINSLOW – Meine Rezension …

CD-ROM
Verlag: Lübbe Audio
Erscheinungsdatum: 29. März 2019
ISBN-13: 978-3785759776
Autor: Don Winslow
Teil 3 der „Art Keller“-Reihe

Meine Meinung:
Dieses Hörbuch ist definitiv nichts für Menschen, die keine Kraftausdrücke und Schimpfwörter oder sog. Gossensprache mögen. Würde man alle obszönen Begriffe akustisch zensieren, würden manche Sätze fast nur noch aus Piepsern bestehen. Aber wenn man bedenkt, um welche Thematik es hier geht, wundert es nicht, denn wir begeben uns mit Hauptfigur Art Keller ganz tief in den Drogensumpf von Mexiko und Amerika.
Leider kenne ich die beiden Vorgänger „Tage der Toten“ und „Das Kartell“ nicht, was dazu führte, dass viele Szenen für mich eher oberflächlich blieben, da mir der Bezug zu den vielen Personen einfach fehlte. Ich denke, dass es mit den entsprechenden Vorkenntnissen um Längen besser und eindrücklicher ist.
Für mich kamen erst so ab der Hälfte ein paar neue Figuren ins Spiel, mit denen ich wirklich mitgefiebert habe: ein kleiner Junge und dessen Freundin, die vor Verfolgung und tödlicher Bedrohung schließlich die Flucht aus Guatemala Richtung USA wagen. Deren Schicksal hat mich wirklich berührt, leider wird am Ende nicht mehr aufgeklärt, was aus ihnen wurde.
Art Keller selbst ist natürlich auch ein absoluter Sympathieträger, denn er gibt einfach niemals auf, für das Gute zu kämpfen. Er und seine Frau mussten schon so viel durchmachen, aber sie setzen trotz allem immer wieder ihr Leben aufs Spiel. Auch einige Kollegen von Art fand ich wirklich toll.

Man merkt, dass viel Recherchearbeit in dieser Reihe steckt, denn alles wirkt nur allzu realistisch und erschreckend. Ein Menschenleben ist in diesem Drogenkrieg überhaupt nichts wert. Es werden ständig Kämpfe um Territorien geführt, Allianzen geschlossen und wieder gebrochen, Attentate ausgeführt, Menschen verschleppt, gefoltert und zuhauf getötet. Eine rasante, extrem blutige und irgendwie auch niederschmetternde Story, denn die Drogenfahndung kann dieses Übel einfach nicht ausrotten.

Besonders gut fand ich am Ende, dass die wichtigsten Punkte aus allen Büchern noch einmal zusammengefasst wurden. Art Keller erzählt die Geschichte, so wie er sie erlebt hat und man versteht einige Zusammenhänge noch besser.

Wer auf richtig harte Stories und viel Action steht und auch kein Problem mit Vulgärsprache und viel Blut hat, dem sei diese Reihe wärmstens empfohlen. Aber ich würde unbedingt mit Band 1 beginnen, denn das Ganze ist so komplex und es sind so viele Personen / Parteien involviert, dass man sich mit Vorkenntnissen sicher besser zurechtfindet.

Bewertung:

SCHWEIGEPFLICHT von JENS LAPIDUS – Meine Rezension …

Broschiert: 640 Seiten
Verlag: btb Verlag
Erscheinungsdatum: 8. April 2019
ISBN-13: 978-3442718191
Autor: Jens Lapidus

Meine Meinung:
Von Jens Lapidus kannte ich bisher nur die Stockholm Noir-Trilogie, die auch schon erfolgreich verfilmt wurde. So war ich sehr gespannt auf diesen Auftakt zu einer neuen Reihe.
Hauptperson ist diesmal die junge Anwältin Emelie Jansson, die gerade erst ihre Prüfung erfolgreich absolviert hat und bereits eine der großen Hoffnungsträgerinnen der renommiertesten Wirtschaftsanwaltskanzlei Schwedens ist.
Dann ist da noch Teddy, ein inzwischen rehabilitierter Kleinkrimineller, der in seiner Vergangenheit einen schweren Fehler gemacht hat. Er hat im Auftrag Unbekannter einen Mann gekidnappt und dieser hat sich schließlich das Leben genommen aufgrund der schlimmen Erlebnisse in der Gefangenschaft. Teddy fühlt sich deshalb der Familie gegenüber schuldig.
So ist es für ihn selbstverständlich, dass er dem Sohn des Mannes helfen will, als dieser unter Mordverdacht festgenommen wird. Benjamin wurde unweit eines Tatorts in seinem verunfallten Auto gefunden, die Indizien sind erdrückend und er kann sich an nichts erinnern.
Er fordert Emelie als seine Strafverteidigerin an, was deren Chef allerdings nicht erlaubt. Sie entschließt sich, den Fall trotzdem anzunehmen und es zu verheimlichen. Unter sehr erschwerten Bedingungen stürzt sich die junge Anwältin also in ihren ersten eigenen Fall und ermittelt mit Teddy zusammen auf eine Faust. Sie stoßen auf ein Netz aus Korruption und legen sich mit dem organisierten Verbrechen an. Es wird gefährlich für alle Beteiligten …

Jens Lapidus ist ja selbst ein sehr angesehener Strafverteidiger und plaudert somit aus dem Nähkästchen. Solche Bücher liebe ich immer sehr, denn man spürt einfach, dass er weiß, worüber er schreibt.
Dazu hat er sich noch einige wirklich liebenswerte sympathische Charaktere ausgedacht, die ich gleich ins Leserherz geschlossen habe. Die toughe Emelie, ihre Anwaltskollegin Josephine, Teddy und dessen Neffe Nikola und viele mehr machen die Story zu einem Erlebnis, bei dem man gern mit den Beteiligten mitfiebert.

Die Geschichte ist spannend aufgebaut, zunächst kann man einige Passagen, die ein Informantengespräch dokumentieren, nicht richtig einordnen, aber so nach und nach ergibt alles ein stimmiges Bild. Es geht um Geldwäsche und andere dunkle Finanzgeschäfte, um Diebstahl, Bandenkriminalität und vieles mehr. Ein Einblick in die finstersten Ecken Schwedens. Toll und mitreißend beschrieben, so dass man beim Lesen einfach gefesselt ist.

Was mir dann allerdings nicht so gefallen hat, das war das Ende: ein Cliffhanger, der wirklich neugierig auf die Fortsetzung macht. Hoffentlich müssen wir nicht allzu lange darauf warten.
Mir hat dieser Thriller einige Stunden beste Leseunterhaltung beschert, die Story ist komplex und prima durchdacht, ich mag die Protagonisten und bin gespannt, wie es mit ihnen weitergeht!

Bewertung:

DSCHUNGEL von FRIEDEMANN KARIG – Meine Rezension …

Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Ullstein Hardcover
Erscheinungsdatum: 2. Mai 2019
ISBN-13: 978-3550200137
Autor: Friedemann Karig

Meine Meinung:
Das Buch ist optisch ein totaler Hingucker: der Schutzumschlag in diesem intensiven Blau und drunter ein grelles Pink, dazu noch das Chamäleon – einfach super designt.
Auch die Story hat mich sehr neugierig gemacht: zwei Freunde, die gemeinsam aufwachsen und von denen einer später bei einer Reise nach Kambodscha spurlos verschwindet, woraufhin der andere alles stehen und liegen lässt, um ihn zu suchen.
Besonders gespannt war ich auf die Atmosphäre in Kambodscha, auf die Beschreibungen der Schauplätze und auf die Abenteuer, die die beiden erleben.

Der Schreibstil des Autors ist sehr mitreißend und lebendig, manchmal auch ein klein wenig anstrengend, da Gedanken, Erinnerungen, imaginäre Gespräche und alles wild durcheinandergemischt werden, vor allem zum Ende hin.
Zunächst wechselt die Geschichte kapitelweise von Gegenwart zu Vergangenheit, wir dürfen wichtige Momente in der gemeinsamen Kindheit von Felix und seinem Freund miterleben. Die Charaktere erhalten dadurch stetig mehr Tiefe und Glaubwürdigkeit, extrem sympathisch waren mir aber beide nicht. Irgendwie typische Jungs eben, die viel Blödsinn anstellen, sich prügeln und um Mädels streiten. Erst am Schluss versteht man einige Zwischentöne besser, vor allem was Felix‘ Vergangenheit betrifft.

Die Suche nach Felix gestaltet sich sehr schwierig und manchmal bekommt man auch das Gefühl, dass der namenlose Protagonist (oder habe ich da etwas überlesen?) mehr an sich selbst denkt als an seinen Freund. Er lässt sich treiben, kappt zusehends die Verbindungen in die Heimat … ein Davontreiben vor der Realität.
Man bekommt beim Lesen wohl zwangsläufig auch irgendwie Sehnsucht nach der Ferne, nach Strand, Meer, Palmen und einem Leben ohne Zwänge. Doch zwischen all den schönen Szenen stecken immer wieder Schrecken: die Geschichte Kambodschas lässt sich nun mal nicht leugnen, der Völkermord, die furchtbaren Gräueltaten.
Es ist eine ständige Gratwanderung, die den Leser in ihren Bann zieht.
Das Ende ist aufwühlend, eindrücklich und schwer zu beschreiben. Einerseits fand ich es stimmig, andererseits hätte ich mir einen anderen Ausgang der Ereignisse gewünscht. Es lässt mich etwas ratlos zurück, man klappt das Buch nicht gänzlich zufrieden zu, finde ich.

Erkundet den Dschungel, macht euch auf eine Suche nach der Wahrheit, erlebt ein Abenteuer und stoßt mit den beiden Jungs an die Grenzen der Realität und Erinnerungsfähigkeit. Das Buch ist ein Kurztrip der besonderen Art.

Bewertung:

AURIS von VINCENT KLIESCH nach einer Idee von SEBASTIAN FITZEK – Meine Rezension …

Broschiert: 352 Seiten
Verlag: Droemer TB
Erscheinungsdatum: 2. Mai 2019
ISBN-13: 978-3426307182
Autor: Vincent Kliesch
Ideengeber: Sebastian Fitzek

Meine Meinung:
Das Buch kam gestern schon bei mir an, denn ich hatte das Glück, es bei vorablesen zu gewinnen. Natürlich musste ich dann auch sofort damit anfangen, denn die Leseprobe fand ich ja schon so spannend.
Die rasante, hochspannende Story hat mich so gefesselt, dass ich das Buch in einem Rutsch in wenigen Stunden durchgelesen habe. Was wohl Vincent Kliesch davon hält, dass Leser dieses Buch quasi in Rekordzeit „verschlingen“, während er drei Jahre daran geschrieben hat? Da komme ich auch gleich zum Knackpunkt bei der Sache: am Ende des Buches hatte ich nämlich nur noch einen Gedanken, der sich an Vincent und Sebastian richtete … „nicht euer Ernst!?“

Da fiebert man mit den sympathischen Protagonisten über so viele Seiten, besteht mit ihnen hochbrisante Abenteuer, zittert und bangt um einige liebgewonnene Personen und am Ende kommt der große Knall und man hat fast mehr offene Fragen im Kopf als am Anfang der Geschichte. Wie kann man seine Leser nur mit einem solchen Cliffhanger zurücklassen? Lieber Vincent, ich liebe dieses Buch und ich freue mich total auf eine Fortsetzung, aber bitte nicht erst in drei Jahren. 😉
So lange ertrage ich die Spannung nicht und da die Story auch sehr komplex, verworren und geprägt von überraschenden Wendungen war, wird es auch schwer, sich alle Details über einen längeren Zeitraum zu merken.

Aber jetzt erst mal zum Wesentlichen für alle, die das Buch noch nicht kennen: die beiden Hauptpersonen sind der geniale forensische Phonetiker Professor Matthias Hegel (genannt „Auris“) und die toughe Podcasterin Jula Ansorge.
Jula hat eine schwere Vergangenheit, denn sie hat ihren Bruder verloren und wurde gleichzeitig Opfer eines schlimmen Verbrechens. Ihre Erfahrungen haben dafür gesorgt, dass sie sich anderen Menschen gegenüber nur schwer öffnen kann. Außerdem begann sie, sich mit Justizirrtümern und unschuldig Inhaftierten zu befassen. Im Zuge ihrer Recherchen stößt sie schließlich auf Matthias Hegel, dessen Fall ihr sehr seltsam vorkommt.
Matthias sitzt wegen Mordes an einer Obdachlosen in Haft. Dass er die Tat selbst bereitwillig gestanden hat, hält Jula trotzdem nicht davon ab, die Hintergründe dieses mysteriösen Verbrechens herausfinden zu wollen. Und das entgegen aller gut gemeinten Warnungen und auch handfesten Drohungen zum Trotz.
Sie ahnt nicht, welch furchtbare Kette von Ereignissen sie damit auslöst …

Vincent Kliesch schreibt lebendig, mitreißend, authentisch, atmosphärisch. Man hat stets entsprechende Bilder im Kopf und kein TV-Thriller könnte spannender sein.
Viele Dialoge und bestens ausgearbeitete, vielfältige Charaktere tragen ebenso zu einem echten Lesevergnügen bei, wie das Fehlen unnötiger Details und Ausschmückungen. Hier geht es wirklich Schlag auf Schlag, die gesamte Story hat ein so hohes Tempo, dass man oft kaum zum Luftholen kommt.
Dazu kommen noch die vielen Überraschungen und völlig unerwarteten Wendungen, die alles am Ende zu einem so komplexen Ganzen machen, dass man erst noch einmal einige Szenen Revue passieren lassen muss, um die gesamte Tragweite zu erfassen.
Am Schluss ist man nicht einfach nur gespannt, wie es wohl weitergehen wird, man fühlt sich regelrecht ausgebremst und verwirrt. Was ist Wahrheit, was ist Fiktion? Wann dürfen wir weiterlesen?

Diesen Thriller kann ich allen Spannungsfans nur wärmstens empfehlen! Auch Leser, die lieber weniger blutige Psychothriller bevorzugen, kommen hier sicher auf ihre Kosten.

Bewertung:

Hier geht´s zum gleichnamigen Hörspiel:

TORE INS UNENDLICHE BEWUSSTSEIN von DR. MED EBEN ALEXANDER u. KAREN NEWELL

Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Ansata
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2018
ISBN-13: 978-3778775424
Originaltitel: Living in a Mindful Universe
Autoren: Dr. med. Eben Alexander & Karen Newell

Leseprobe

Meine Meinung:
Für dieses Buch habe ich jetzt wirklich ungewöhnlich lange gebraucht, aber das lag daran, dass mir die Thematik sehr am Herzen liegt und ich denke, man muss in der richtigen, aufnahmefähigen Stimmung sein, um alles angemessen auf sich wirken lassen zu können.
Der Autor Dr. med. Eben Alexander ist selbst Neurochirurg und verfügt deshalb über fundierte Kenntnisse über das menschliche Gehirn und seine Funktionen. Ausgerechnet seine eigenen Erlebnisse während eines einwöchigen Komas (ausgelöst durch eine seltene und meist tödlich verlaufende Gehirnhautentzündung) stellten schließlich sein erlerntes Wissen komplett in Frage.
Im Vorwort erklärt er, dass die ersten Kapitel sich teils sehr mit wissenschaftlichen Aspekten, Versuchen, etc. beschäftigen, die man als Leser nicht unbedingt zur Gänze verstehen muss, um die weiteren Kapitel zu lesen. Für manche Leser empfiehlt er sogar, sich zunächst mit den Kapitel 6 – 16 auseinanderzusetzen. Er erklärt auch, dass er seiner Co-Autorin Karen Newell sehr dankbar dafür ist, dass sie das Buch auch für Laien und alle Interessierten verständlicher gemacht hat. Sie verfügt durch jahrelange Erfahrungen über so viel praktisches Wissen, das sie auch noch stets in die richtigen Worte fassen kann.

Ohne jegliche Übertreibung kann ich sagen, dass dieses Buch mein Leben nachhaltig zum Besseren verändert hat. Viele Erkenntnisse hatte ich zwar bereits vorher einmal aus anderen Quellen gesammelt, aber Eben Alexander führt hier so viele wissenschaftliche Beweise an, dass eigentlich auch Kritiker ihre Augen nicht mehr vor der Wahrheit verschließen können.
Und so schreibt er auch selbst, dass glücklicherweise allgemein langsam ein Umdenken stattfindet, dass Menschen, die solche Erlebnisse hatten, nicht mehr als Spinner abgestempelt werden, sondern ihre Berichte ernst genommen werden.
Wir alle sind ewige Seelen, die nur ein begrenztes irdisches Dasein leben, um dann ihren Weg an einem anderen Ort in einem anderen Körper fortzusetzen. Wir selbst erlegen uns Prüfungen auf, die wir im nächsten Leben meistern müssen, um wachsen zu können.
Was dies im Einzelnen für manche Menschen bedeutet, erklärt der Autor in vielen authentischen Beispielen. Ich fand dieses Buch (vor allem die späteren Kapitel) so fesselnd und eindrucksvoll, dass ich es jedem Leser mit einem offenen Geist nur wärmstens empfehlen kann. Auch Skeptiker werden hier viele Infos finden, die man kaum ignorieren kann. Vor allem, weil der Autor auch aus eigener Erfahrung spricht und nicht nur die Fälle von anderen Personen ins Feld führt.

Es wäre wirklich wünschenswert, wenn sich diese Erkenntnisse weltweit schnell verbreiten, denn wir könnten gemeinsam so viele gute Veränderungen bewirken, von denen wir heute nur träumen können. Wir verfügen über ungeahnte Möglichkeiten, aber wir müssen lernen, sie zu nutzen.
Ich werde das Buch zum Anlass nehmen, mich in dieser Hinsicht weiter zu bilden und zu versuchen, das Beste aus diesem irdischen Leben zu machen – zum Wohle aller.
Ein grandioses, lebensveränderndes Buch, das ich nur empfehlen kann!

Bewertung:

GIER von MARC ELSBERG – Meine Rezension …

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag
Erscheinungsdatum: 25. Februar 2019
ISBN-13: 978-3764506322
Autor: Marc Elsberg
LESEPROBE

Meine Meinung:
Marc Elsbergs gesellschaftskritische Thriller liebe ich immer sehr, denn es ist für mich wie eine Verbindung von Nützlichem mit Schönem.
Im neuen Thriller kam diese Kritik an der zunehmenden Ausbeutung der Schwächeren zwar größtenteils auch sehr gut rüber, aber an einigen Stellen wirkte es auf mich doch zu klischeehaft. Jan, die Hauptperson, verkörpert in der Geschichte quasi diese Menschen, die von früh bis spät arbeiten und es doch niemals zu Reichtum bringen, egal wie sehr sie sich auch anstrengen. Die möglichen Gründe dafür zeigt dieses Buch aber sehr anschaulich auf.

Jan ist Pfleger und gerade auf dem Weg nach Hause, als er Zeuge eines unglaublichen Vorfalls wird. Eine Oberklasselimousine kommt mitten in Berlin von der Fahrbahn ab und überschlägt sich, so dass mehrere Insassen sofort tot sind. Doch ein Mann hat den Unfall überlebt und Jan kann noch kurz mit ihm sprechen, bevor ein bewaffnetes Killerkommando den Wagen mitsamt Opfern einfach in die Luft sprengt.
Wider Erwarten kann Jan dem Inferno noch ganz knapp entkommen und mit der Polizei sprechen, die kurz darauf vor Ort ist. Doch Jörn, der die Ermittlungen zunächst leitet, glaubt ihm leider nicht. Gut, dass später Kriminalkommissarin Maja mit von der Partie ist, denn diese ist weniger voreingenommen und geht das Ganze etwas schlauer an.
Jan indes geht den Hinweisen nach, die er aus den letzten Worten des unbekannten Unfallopfers rekonstruieren konnte. In einer Bar trifft er auf den Spieler Fitzroy, der ein Freund des Toten war. Zusammen versuchen sie herauszufinden, welche Gründe zu diesem grausamen Mordanschlag geführt haben. Doch das wird erheblich erschwert durch die Killerbrigade, die ihnen ständig auf den Fersen ist, um auch letzte Zeugen der Tat noch zu beseitigen.

Die Geschichte ist eine atemlose Katz-und-Maus-Jagd durch Berlin, bei der die Killer leider sehr gut vernetzt sind und Jan und Fitz manchmal sogar ein Stück voraus. Oft können sie nur noch knapp entkommen und verdanken ihr Leben einigen Helfern, auf die sie im Lauf der Story stoßen.
Die Charaktere fand ich größtenteils recht sympathisch, manche etwas klischeehaft, aber durchaus liebenswürdig. Man kann auf alle Fälle gut mit ihnen mitfiebern, was mir sehr wichtig ist.
Der Schreibstil ist bestens lesbar, unkompliziert und man kann sich alles sehr schön visualisieren. Einige Formulierungen fand ich aber zu bemüht und der „Durchsuchungsbefehl“, der eigentlich ein „-beschluss“ ist, blieb leider auch nicht aus.
Aber trotz allem liest sich die Geschichte wirklich sehr fesselnd und spannend und man möchte ständig wissen, wie es weitergeht.

Das eigentliche Geheimnis, das hinter allem steckt, entpuppt sich ja letztendlich als ein recht einfaches Rechenmodell, welches wirklich die Kraft hätte, die Welt zu verändern. Das hat mich ehrlich tief beeindruckt und man kann im Internet auch weitere Informationen über die sogenannte „Bauernfabel“ finden. Es wäre uns allen nur zu wünschen, dass sich diese Vorgehensweise bald wirklich weltweit durchsetzen würde, aber aktuell sind wir noch sehr weit davon entfernt. Marc Elsberg zeigt dies im Lauf der Geschichte immer wieder an anschaulichen Beispielen und es ist auch für Mathematik- und Finanzlaien bestens nachvollziehbar.

Dieser Thriller ist sehr spannend und rasant, die Protagonisten kommen kaum zur Ruhe, es ist wirklich eine fesselnde Hetzjagd, die den Leser schnell in ihren Bann zieht. Das Ende fand ich sehr stimmig und die Moral von der Geschichte kam bei mir sehr gut an. Von mir gibt es deshalb trotz kleinerer Kritikpunkte eine klare Leseempfehlung!

Bewertung:

Auch Daggi hat das Buch bereits gelesen. HIER findet ihr ihre Meinung dazu! 🙂

NEMESIS von JILLIANE HOFFMAN – Meine Rezension …

Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
Verlag: Wunderlich
Erscheinungsdatum: 26. März 2019
ISBN-13: 978-3805250726
Autorin: Jilliane Hoffman
Teil 4 der „C.J. Townsend“-Reihe nach „Cupido“, „Morpheus“ und „Argus“
Leseprobe (PDF)

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich einige Stunden Schlaf gekostet, denn ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Hochspannend und fesselnd erzählt uns Jilliane Hoffman wie es mit C.J. Townsend, der Staatsanwältin mit der schlimmen Vergangenheit, weiter geht.
Dazu muss man vielleicht sagen, dass die Autorin selbst einmal Staatsanwältin in Florida war und somit kann man schon mal ein hohes Maß an Authentizität voraussetzen, was ich sehr schätze.
Man kann dieses Buch sicher ohne Vorkenntnisse lesen, aber dann würde schon einiges an wichtigem Hintergrundwissen fehlen, welches der Story erst so richtig Tiefe verleiht. Für die Neueinsteiger werden aber natürlich die grundlegendsten Ereignisse aus den vorherigen drei Bänden kurz wiederholt.

C.J. geriet vor vielen Jahren in die Fänge eines brutalen Serienkillers, der nach erfolgreicher Verhaftung allerdings doch wieder entkommen konnte. Im letzten Band kam es zu einem erneuten Zusammentreffen, bei dem C.J. sich dieses „Problems“ endgültig entledigen konnte. Aber leider weiß sie, dass um sie herum noch weitere Monster in Menschengestalt auf neue Opfer lauern.
Zurück in Miami arbeitet sie als Stellvertreterin des leitenden Oberstaatsanwalts und es dauert nicht lange, bis sie von einem weiblichen Mordopfer erfährt, das eindeutige Zeichen aufweist, die C.J. nur zu gut kennt. Von ihrem damaligen Peiniger Bill Bantling (genannt „Cupido“) hat sie vor dessen Tod noch wichtige Informationen erhalten über den wohl grausamsten Club, den man sich vorstellen kann. Reiche, teils berühmte und einflussreiche Männer zahlen viel Geld dafür, virtuell bei der Folterung und Ermordung junger Mädchen dabei sein zu können.
C.J. kennt einige Namen, aber sie kann den offiziellen Weg der Justiz nicht gehen, ohne sich selbst auszuliefern. So bleibt ihr nur, die Sache selbst in die Hand zu nehmen – und die Göttin der Rache wird neu geboren …

Die ganze Reihe ist Hochspannung pur, allerdings für Leser mit schwachem Magen eher weniger geeignet. Die Thematik „Snuff-Film“ ist erschreckend, grausam und beinahe schon sagenumwoben, wobei ich persönlich deren Existenz leider nicht bezweifeln kann. Menschen tun so unvorstellbare Dinge, dass sie sicher auch vor dieser Grenze keinen Halt machen. Im Grunde genommen sind Videos von realen Hinrichtungen ja auch nichts anderes.

So wirkt für mich die Story also recht real, was zusätzlich für Gänsehaut beim Lesen sorgt. C.J. ist als Rachegöttin auch keine übermächtige Figur ohne Schwächen, sondern man kann gut nachvollziehen, wie die Situation sie an ihre Grenzen bringt. Sie fühlt sich gezwungen, etwas zu tun, wozu sie sich eigentlich kaum imstande sieht. Aber durch ihre eigenen Erlebnisse und die Begegnungen mit den Tätern wächst sie über sich hinaus.
Sehr gefreut habe ich mich über ein Wiedersehen mit „Bär“, dem Polizisten Manny, der schon in den vorherigen Bänden ein enger Vertrauter von C.J. war. Auch er hat durch den Club das Liebste verloren: seine Freundin Daria.
Auch andere sympathische Charaktere sind wieder mit von der Partie, natürlich auch Dominick, der Partner von C.J.

Die Story ist fesselnd, grausam, emotional und hochspannend. Man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen bis zum stimmigen, versöhnlichen Ende. Eine grandiose Buchreihe, die ich jedem Thrillerfan nur wärmstens empfehlen kann!

Bewertung: