DIE VERBORGENE STADT PERCEPLIQUIS von MICHAEL J. SULLIVAN – Meine Rezension …

Taschenbuch: 637 Seiten
Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 1 (29. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3608960171
ISBN-13: 978-3608960174
Originaltitel: Percepliquis
Autor: Michael J. Sullivan
abschließender 6. Teil der „Ryria“-Reihe

Meine Meinung:
Dieses Buch hatte ich bereits am 15.05.16 vorbestellt, es erschien Ende Oktober 2016 und trotzdem habe ich es jetzt erst beendet. Das lag bestimmt nicht daran, dass es mir nicht gefallen hat, sondern es war vielmehr so, dass dies der Abschluss der wundervollen „Ryria“-Reihe ist und ich wohl einfach nicht wollte, dass es zu Ende ist. Also habe ich das Unvermeidliche hinausgezögert und auch wenn ich jetzt Abschied von den vielen liebgewonnenen Charakteren nehmen musste, bin ich noch einmal begeistert worden.

Wie erklärt man jemandem, der die Reihe nicht kennt, was das Besondere daran ist? Ich würde sagen, sie ist ein Abbild unserer Realität mit allem, was dazugehört: Trauer, Schmerz, Liebe, Freundschaft, Rückschläge und Siege, Verrat, Zusammenhalt, Akzeptanz und Toleranz, Spaß, Krieg und Versöhnung, Verblendung durch Religion oder falsche Überzeugungen und leider auch viel Tod. Gestorben wurde wirklich viel in den vergangenen Bänden und auch im letzten müssen wir uns wieder von ein paar Figuren verabschieden, deren Verlust nicht leicht fällt. Aber über allem liegt immer ein unzerstörbarer Hoffnungsschimmer und die Hauptpersonen, die mir im Laufe der Zeit sehr ans Herz gewachsen sind, haben ihr Happy End mehr als verdient. Die Reihe zeichnet sich aus durch spannende Abenteuer und ganz viel Emotionen, durch eine lebhafte Atmosphäre, eine vielschichtige Story und sympathische Charaktere. Das „Fantastische“ beschränkt sich hauptsächlich auf Magie, auf die Existenz von Elben, Zwergen, Drachen und einigen anderen Wesen. Den größten Teil nehmen die „normalen“ Menschen ein, so dass die Reihe auch für Leser empfehlenswert ist, die dieses Genre eigentlich nicht so auf dem Schirm haben.

Im großen Finale der sechsteiligen Reihe wird es noch einmal sehr brisant für Royce, Hadrian, Arista, Alric, Modina, Myron, Magnus, Mauvin und die anderen. Sie müssen ein sagenumwobenes Horn holen, um einen drohenden Krieg gegen die überlegenen Elben abzuwenden. Doch dieses Horn befindet sich ausgerechnet in einer unterirdischen Stadt, an deren Existenz viele gar nicht zu glauben wagten. In diese verborgene Welt unter der Erde dringt eine kleine Expeditionstruppe vor und nicht alle von ihnen werden das Sonnenlicht am Ende wieder erblicken. Aber was sie dort finden, stellt alle ihre Überzeugungen und ihren Glauben auf den Kopf, nichts ist mehr so wie es war.

Der letzte Band hält ein Wiedersehen mit vielen netten Figuren aus den Vorgängerbüchern bereit, über das ich mich extrem gefreut habe. Aber auch sonst konnte mich das Finale absolut überzeugen, denn es ist die übliche grandiose Mischung aus Spannung, Humor, Emotionen und wundervollen Schauplätzen. Obwohl ich mir eine Fortsetzung wünschen würde, hat der Autor erst einmal ein versöhnliches Ende für alle konstruiert, mit dem ich sehr gut leben kann.
Jeder findet seinen Platz und bis zur letzten Seite dürfen wir uns über Überraschungen freuen.
Ergänzt wird das Buch noch durch hilfreiches Kartenmaterial und ein umfangreiches Glossar für die gesamte Reihe.

Ein grandioses Fantasyepos, das damit seinen fulminanten Abschluss findet … unbedingt lesen, aber nur der Reihe nach!

Bewertung:

WOLFSWUT von ANDREAS GÖSSLING – Meine Rezension …

Broschiert: 528 Seiten
Verlag: Knaur TB (12. Januar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426521326
ISBN-13: 978-3426521328
Autor: Andreas Gößling

Meine Meinung:
Basierend auf einer wahren Mordserie (hier Infos dazu auf tagesspiegel.de) präsentiert uns der Autor hier einen extrem fesselnden, sehr blutigen Thriller, der mit Hochspannung von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt.

Nach dem Tod des bei allen Menschen sehr beliebten Bauunternehmers Alex Soltau entdeckt dessen Tochter in einem Lagerraum fünf Plastikfässer mit unvorstellbar grausigem Inhalt: verschiedenste Körperteile toter Frauen schwimmen in Konservierungsflüssigkeit. Sofort schaltet sie die Polizei ein, im sicheren Glauben, dass ihr Vater damit niemals etwas zu tun haben könnte.
Die Ermittlungen übernimmt Hauptkommissarin Kira Hallstein zusammen mit ihrem Kollegen Max Lohmeyer. Die beiden bilden ein sehr gutes Team, nicht zuletzt, weil sie oft mehr auf ihr Bauchgefühl vertrauen und weniger auf die gesetzlichen Vorgaben. Welche Ausmaße dieser Fall noch annehmen wird, ist ihnen zunächst nicht klar, doch je tiefer sie in die Vergangenheit von Alex Soltau vordringen, so schauriger werden ihre Erkenntnisse.

Der Schreibstil von Andreas Gößling gefällt mir ausgesprochen gut: die Dialoge wirken glaubwürdig, zusätzlich lässt uns der Autor an den Gedanken seiner Protagonisten teilhaben. Auch die Beschreibungen der Schauplätze sind immer so eindrücklich, dass man alles genau vor sich sieht, obwohl durchaus Orte dabei sind, die man sich lieber nicht genau vorstellen möchte. Elendsstriche, verfallene Gebäude, Folterkeller und alte Militäranlagen sorgen allein schon für Gänsehaut beim Lesen.
Die Charaktere wirken auch sehr authentisch, sie haben eine Vergangenheit, die sie maßgeblich geprägt hat. Kira ist 42 und damit fast 10 Jahre älter als ihr Kollege Max. Das Verschwinden ihres Bruders vor 20 Jahren hat sie niemals überwunden und sie hofft immer noch auf Aufklärung. Max ist ein sehr intuitiver und empathischer Ermittler, der sich in sein Gegenüber schon beinahe zu intensiv einfühlen kann, aber meistens liegt er mit seiner Einschätzung goldrichtig.

Einen minimalen Punktabzug bei der Bewertung gibt es von mir nur, weil manchmal Begriffe verwendet wurden, die mir etwas gewollt „cool“ erschienen, aber das stört nicht wirklich beim Lesen. Und an manchen Stellen musste der Zufall nachhelfen, um der Story die richtige Richtung zu geben, aber auch das ist leicht zu verzeihen bei diesem spannenden Stoff.

Mich hat das Buch jedenfalls durchgehend gefesselt und die dichte, vielschichtige Story hat mich bestens unterhalten. Für zartbesaitete Leser kann ich diesen Thriller leider nicht wirklich empfehlen, denn es geht schon extrem blutig und grausam zur Sache. Wir lernen menschliche Abgründe kennen, die so unvorstellbar sind, dass wir uns wünschen, dies würde alles nur der Phantasie des Autors entspringen. Aber leider sind die geschilderten Zustände und Szenen nur allzu realistisch und für viele Menschen täglicher Alltag und Alptraum. Ein aufrüttelndes Buch, das man nicht zuklappen kann, ohne noch weiter darüber nachzudenken. Was steckt hinter der Fassade scheinbar normaler Mitmenschen? Kennen wir vielleicht gar selbst so einen Wolf im Schafspelz, der ein dunkles Doppelleben führt und unerkannt über Jahrzehnte zahlreiche Morde begeht?

Besonders freut mich, dass der Autor bereits an einer Fortsetzung schreibt, so dass ich auch in Zukunft nicht auf das sympathische Ermittlerduo Kira und Max verzichten muss.

Bewertung:

KUSS MIT LUSTIG von JANET EVANOVICH – Meine Rezension …

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (16. Januar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442473683
ISBN-13: 978-3442473687
Autorin: Janet Evanovich
Teil 14 der „Stephanie Plum“-Reihe

Meine Meinung:
Das Cover dieses wundervollen Buches ziert „Rex“, der süße Hamster von Hauptfigur Stephanie Plum und damit wirkt es fast zu harmlos für den spannenden Inhalt.
Es ist jetzt meine dritte Begegnung mit einer Buchreihe von Janet Evanovich und ich kann das Zitat von „The Bookseller“ auf ihrer deutschen Webseite nur bestätigen:
„Wenn man ein Buch von Janet Evanovich gelesen hat, will man sie alle“
Was die Reihe über Stephanie Plum betrifft: da habe ich einiges nachzuholen, aber ich freue mich schon auf alle Teile.

Stephanie, ihr Freund Joe, ihre Kolleginnen Lula und Connie und ihre Familie sind allesamt so liebenswürdige Charaktere, dass man sie einfach ins Leserherz schließen muss. Dazu kommen noch tolle Haustiere, wie Joes Hund Bob und Stephanies Hamster, aber besonders lustig fand ich, dass auch hier plötzlich Carl, der Affe auftaucht. Solche kleinen Parallelen zwischen verschiedenen Reihen mag ich immer sehr.

In diesem Band bekommt es Stephanie nicht nur mit einer alternden Rockstardiva zu tun, für die sie quasi den Babysitter spielen muss. Sie darf auch noch auf einen Teenager aufpassen, der alles und jeden mit seinem Onlinegame-Zockernamen besprüht, um sie vor dem mysteriösen Griefer zu schützen. Richtig skurril wird die Geschichte, als er mit seiner Spielsucht auch noch Stephanies Oma und deren Freundinnen ansteckt … Szenen zum Totlachen, einfach wundervoll geschrieben.
An Humor fehlt es in dieser Reihe also absolut nicht, auch in Nebenrollen tauchen immer wieder so lustige Gestalten auf, dass man nicht anders kann als laut zu lachen. Ein totales Gute-Laune-Buch, das allerdings auch mit fesselnder Spannung überzeugen kann. Die Mutter des Teenies ist nämlich leider verschwunden und auch sonst gibt es einige Abenteuer zu bestehen. Doch Stephanie meistert wieder einmal alles sehr souverän, auch wenn sie bei allen Verrückten um sie herum des Öfteren unter einem zuckenden Auge leidet.

Eine grandiose Reihe, die im nächsten Jahr auf meiner Leseliste steht. Hier stimmt einfach alles: Humor, Spannung, tolle Charaktere, vielschichtige Stories und Emotionen, aber ohne jeglichen Kitsch oder nervige Liebesszenen – einfach perfekt!!!

Bewertung:

BÖSE BUBEN KÜSST MAN NICHT von JANET EVANOVICH und LEE GOLDBERG – Meine Rezension …

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (14. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442481023
ISBN-13: 978-3442481026
Originaltitel: The Chase
Autoren: Janet Evanovich und Lee Goldberg
Teil 2 der 4-teiligen Kate O´Hare-Reihe

Meine Meinung:
In diesem Buch sind nicht nur die beiden Hauptpersonen Kate und Nick absolut sympathisch, sondern auch in den Nebenrollen finden sich viele liebenswürdige Charaktere. Grauzonen gibt es hier trotz der turbulenten Story eigentlich nicht, man weiß immer genau, wer die Guten sind. Trotz der Tatsache, dass Kate eine toughe FBI-Agentin ist und Nick auf der Top 10 – Liste der meistgesuchten Verbrecher steht, bilden sie ein sehr erfolgreiches Team im Kampf gegen allerhand Unrecht. Und ganz nebenbei knistert es auch noch ordentlich zwischen den Beiden, aber Kate kann der Versuchung widerstehen.

Um einen sehr einflussreichen und gefährlichen Kunstdieb zu überführen, denken sich Nick und Kate einen Plan aus, der zunächst sehr aberwitzig erscheint. Doch in bester „Oceans Eleven“-Manier suchen sie sich ihre sympathischen Helfer aus und los geht die Maskerade. Ein sehr unterhaltsamer und humorvoller Spaß, der weitgehend unblutig vonstatten geht. Aber an Action und Spannung fehlt es trotzdem nie.

Der lebendige Schreibstil der Autoren und die tolle Beschreibung der Schauplätze lässt den Leser immer hautnah dabei sein. Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite und absolut empfehlenswert. Es wird für mich sicher nicht das letzte Buch aus dieser Reihe sein, denn ich habe Kate, Nick und ihre Freunde schon sehr ins Leserherz geschlossen.

Bewertung:

TOKIO von MO HAYDER – Meine Rezension …

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (11. Dezember 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442463203
ISBN-13: 978-3442463206
Autorin: Mo Hayder

Meine Meinung:
Wow, dieses Buch klappt man zu und weiß, dass es noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Ein wahres Meisterstück, wie ich finde, aber sicher auch nicht jedermanns Sache.
Es geht um unvorstellbare Kriegsgräuel: das Massaker von Nanking im Jahr 1937, als die Japaner in China einfielen und alles dem Erdboden gleichmachten.
Die englische Studentin mit dem Spitznamen „Grey“ ist nach Tokio gereist, um einem Hinweis nachzugehen, den sie vor langer Zeit in einem Buch entdeckt hat. Sie hat gelesen, dass ein Mann namens Shi Chongming einen alten Film besitzt, auf dem ein Verbrechen festgehalten wurde, das so unsagbar schlimm ist, dass die Welt dessen Existenz einfach bestreitet. Grey wird für verrückt erklärt, für einen durchgeknallten, perversen Freak, doch sie gibt nie auf und will beweisen, dass sie sich das nicht alles nur eingebildet hat.
Ein langer, schwerer Weg erwartet sie in der fremden Stadt und obwohl sie Chongming schnell ausfindig machen kann, will er ihr nicht zuhören. Bis klar wird, dass sie ihm im Gegenzug auch helfen könnte – und sie lässt sich auf den Deal ein. Nichtsahnend, dass sie sich damit in tödliche Gefahr begibt …

Der Schreibstil ist einfach wundervoll, so eindrücklich und fesselnd. Zunächst ist die Spannung eher unterschwellig spürbar, aber in der zweiten Hälfte gleichen manche Szenen schon eher einem Horrorfilm. Es wird blutig, nervenaufreibend, gänsehauterzeugend.
Durch die lebendige Atmosphäre, die Mo Hayder mit ihren wunderbaren Beschreibungen der Schauplätze und der meist sehr ungewöhnlichen Charaktere schafft, ist man immer mitten im Geschehen.
Grey mietet sich in einem riesigen halb verfallenen Haus ein, dessen Größe und Zustand so ausführlich geschildert werden, dass man den Moder riechen kann, die zerrissenen Seidentapeten vor sich sieht und sich unweigerlich ständig fragt, was hinter den verschlossenen und vernagelten Türen im Erdgeschoss und den unbewohnten Teilen vor sich geht. Im Inneren des Hauses liegt ein total verwilderter, großer Garten, den ich mir auch lebhaft vorstellen konnte. Alleine dieser Schauplatz ist so faszinierend, dass ich denke, eine Verfilmung wäre sicher ein Riesenerfolg.

Dazu kommen noch die vielen Rückblenden, in denen Shi Chongming über seine Erlebnisse im Jahr 1937 berichtet. Man fühlt mit ihm und seiner Frau, leidet mit den Kriegsflüchtlingen und man spürt richtig, wie angespannt und lebensbedrohend die Situation war.
Alles wirkt so extrem realistisch und das machte für mich auch einen großen Teil des Reizes aus. Weil Grey sich intensiv mit diesen Verbrechen und den Ausprägungen menschlicher Grausamkeiten beschäftigt, wird sie von ihren Mitmenschen für nicht normal gehalten. Allerdings kann ich sie sehr gut verstehen, denn ich teile ihre Neugier.

Wer keine Angst vor der Begegnung mit extremer menschlicher Bestialität hat, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Extrem eindrücklich, spannend und emotional.

Bewertung:

QUELLE DER HEILUNG von TENZIN WANGYAL RINPOCHE – Meine Rezension …

Taschenbuch: 192 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (18. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442221714
ISBN-13: 978-3442221714
Originaltitel: True Source of Healing
LESEPROBE (PDF)
Autor: Tenzin Wangyal Rinpoche

Meine Meinung:
Tenzin Wangyal Rinpoche ist offizieller Repräsentant des Bön-Buddhismus, der indigenen spirituellen Tradition Tibets. Als Meditationsmeister gibt er sein umfassendes, tiefgreifendes Wissen an uns weiter, entweder durch seine Bücher oder durch Seminare, die auch im deutschsprachigen Raum stattfinden.

Die Lehren des Buddhismus sind unglaublich umfangreich und so ist es für Einsteiger sehr hilfreich, dass sich der Autor auf einen relativ kleinen Bereich davon konzentriert, in diesem Fall auf die Praxis der Seelenrückholung.
Was zunächst vielleicht utopisch klingen mag (vor allem für Menschen, die sich bisher noch nicht so mit dieser Thematik befasst haben), ist eigentlich recht einfach und gut nachvollziehbar.

Ausgehend von der Tatsache, dass wir alle Teil dieses Universums sind, also mit allen Elementen, der Natur und anderen Geschöpfen verbunden, müssen wir uns erst einmal klar machen, an welcher Stelle wir ein Defizit empfinden. Dabei hilft uns ein übersichtlicher Selbsttest mit Tabelle, in der wir die Auswirkungen von Überfluss oder Mangel der Elemente Erde, Feuer, Luft, Wasser und Raum ablesen können.

Wenn wir wissen, was wir zur Heilung und Wiederherstellung unserer Seele und des Gleichgewichts der Elemente in unserem Inneren benötigen, können wir in den folgenden Kapiteln lernen, mit welchen Methoden wir unseren Mangel ausgleichen können. Eine große Rolle dabei spielt die Verbindung zur Natur, der unmittelbare Kontakt mit den Elementen in ihrer reinsten, ursprünglichen Form.
Verschiedene Übungen werden erläutert, die man geplant oder spontan in den Alltag integrieren kann. Wenn wir diese Praktiken einmal verinnerlicht haben, können wir sogar andere Menschen daran teilhaben lassen und sie in die Übungen mit einbeziehen.

Die mitgelieferte CD fast hauptsächlich die Grundsätze des Buches noch einmal kurz zusammen, sie enthält aber auch eine kurze geführte Meditation.

Für mich war das Buch und der Kontakt mit den Bön-Lehren absolutes Neuland. Die Grundsätze erscheinen mir aber sehr gut nachvollziehbar und logisch, ich konnte viel Interessantes lernen. Die Wirkung der Meditationen werden erst allmählich spürbar werden, denn wie alles im Leben ist auch dies Übungssache und erfordert Geduld und Hingabe. Ich bin gespannt, was sich dadurch im Alltag verändern wird, denn im Buch finden sich einige beeindruckende Beispiele von Erfahrungen seiner Schüler. Der erste Schritt ist getan und ich werde den Ratgeber noch häufig in die Hand nehmen.
Ein empfehlenswertes Buch für alle, die sich tiefer mit dem Selbst und dem Weg zu einem erfüllten, glücklichen Leben befassen wollen.

Bewertung:

TODESWUT von JIM FORD – Meine Rezension …

Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (16. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442481805
ISBN-13: 978-3442481804
Originaltitel: The Bug House
Autor: Jim Ford

Meine Meinung:
In diesem Thriller ermittelt DCI Theo Vos und sein Team in einem zunächst recht mysteriös anmutenden Fall: die Leiche eines unbekannten Mannes ist anscheinend aus großer Höhe in den Garten eines bekannten Sportlers gefallen. Ein Bein fehlt und der Körper sieht sehr übel aus.
Als sie endlich die Identität des Toten kennen, wird klar, dass es um eine große Sache geht: Drogendeals und Organisierte Kriminalität. Vos ahnt noch nicht, dass er sich damit auch persönliche Feinde macht und diese schrecken vor nichts zurück.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, manche Szenen werden eher im Zeitraffer beschrieben, andere dagegen recht ausführlich. Die Charaktere haben genug Tiefe, um sich ein ausreichendes Bild von ihnen machen zu können. Vos mochte ich ganz gerne, er kümmert sich toll um seinen Sohn und als Polizist ist er auch ein zuverlässiger Ermittler und freundlicher Kollege. Auch das übrige Team fand ich sehr nett.
So richtig viel Hochspannung kam jetzt zwar nicht auf, aber das Buch war so fesselnd, dass ich es in einem Rutsch durchgelesen habe. Weitere Bücher aus der Reihe gibt es zwar in Deutschland noch nicht, aber ich würde sie lesen.

Bewertung:

DER ADVENTKILLER von ALASTAIR GUNN – Meine Rezension …

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (20. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442481473
ISBN-13: 978-3442481477
Autor: Alastair Gunn
Teil 1 der „DCI Antonia Hawkins“-Reihe

Meine Meinung:
Dieser Thriller ist blutiger als das Cover vermuten lässt, zart besaitete Leser sollten sich auf einige Szenen einstellen, bei denen man als empathischer Leser durchaus mitleiden muss.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, manchmal vielleicht etwas ausführlich, aber insgesamt prima zu lesen. Auch die nötige Spannung war von Anfang bis zum Showdown vorhanden. Der Autor hat sich recht realistische Charaktere ausgedacht, die – wie im richtigen Leben – nicht alle sehr sympathisch rüberkommen. Vor allem Antonias Vorgesetzter ist eher das, was man als „Kotzbrocken“ bezeichnen würde. Antonia selbst war als Hauptperson auch nicht uneingeschränkt liebenswürdig, aber trotzdem habe ich sie ins Leserherz geschlossen, weil ich selbst auch oft so impulsiv und unbeherrscht reagiere wie sie und ihr Dilemma wohl gut nachvollziehen kann. 🙂 Sie sagt oft Sachen, die sie hinterher am liebsten sofort zurücknehmen würde und sie leidet im Job darunter, wenn sie ihre gesteckten Ziele nicht erreichen kann.
Wir erfahren einiges aus ihrem Privatleben, aber den Großteil des Buches nehmen doch die Ermittlungen ein, die sehr ausführlich beschrieben werden. Auch der Killer selbst kommt von Anfang an zu Wort und wir erleben die Taten auch aus seiner Sicht. Etwas durchschaubar fand ich die Story manchmal, aber insgesamt konnte sie mich trotzdem fesseln bis zum Ende.
Was die blutigen Szenen betrifft: sie werden nicht unnötig lange zelebriert und in allen grausigen Einzelheiten geschildert, aber doch schon so, dass man sich alles nur zu gut vorstellen kann. Vielleicht sollte man das Buch lieber nicht lesen, wenn man dann alleine zu Hause ist.

Bewertung:

KLEINE SÜNDEN ERHALTEN DIE LIEBE von JANET EVANOVICH – Meine Rezension …

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (20. Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442478227
ISBN-13: 978-3442478224
Originaltitel: Wicked Business
Autorin: Janet Evanovich
Teil 2 der „Lizzy Tucker“-Reihe

Meine Meinung:
Dieses Buch wird gelegentlich als „Liebesroman“ angeboten, aber ich würde ihn eher grob unter „Fantasy“ einstufen. Es geht um Menschen, die besondere Fähigkeiten haben, um Magie und Hexerei. Im Mittelpunkt steht Lizzy Tucker, die nicht nur extrem gut backen kann, sondern auch die Gabe hat, Magie zu spüren. Damit unterstützt sie einen sehr gutaussehenden Typ namens Diesel, der nichts Geringeres vor hat, als die Welt zu retten. Es gibt sieben magische Steine, die die Todsünden verkörpern. Werden sie alle zusammengebracht, wird die Menschheit untergehen … das müssen Diesel und Lizzy verhindern.
Hilfe bekommen die beiden dabei noch von Glo, die man wohl als „Hexe“ bezeichnen könnte, von Diesels lustigem Affen Carl und auch Katze Nr. 7143 fährt im richtigen Moment die scharfen Krallen aus.
Eine richtige Traumbesetzung, denn alle Charaktere sind total liebenswürdig und die Dialoge darüber hinaus noch sehr humorvoll. Nicht nur Affe Carl mit seinem Stinkefinger hat mich des Öfteren zum Lachen gebracht.
Die Story wird sehr lebendig und fesselnd erzählt, es liest sich stellenweise ein bisschen wie eine Schatzsuche a´la Indiana Jones. Auch in den Nebenrollen finden sich einige Figuren, die einfach nur liebenswürdig, schrullig und lustig sind. Von Anfang bis Ende sehr unterhaltsam und durch den wunderbar flüssigen und lebendigen Schreibstil merkt man gar nicht, wie schnell man die Seiten umblättert.

Ich habe mich beim Lesen allerbestens amüsiert und bin sehr gespannt, wie es im Februar 2018 im nächsten Teil weitergeht. Den Vorgängerband „Zuckersüße Todsünden“ werde ich mir auch noch kaufen, denn dieses Buch hat mich absolut überzeugt.

Bewertung:

WEISSES LICHT von MARINA HEIB – Meine Rezension …

Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 2 (September 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492271243
ISBN-13: 978-3492271240
Autorin: Marina Heib
Teil 1 der bisher 5-teiligen „Christian Beyer“-Reihe
2012 neu erschienen unter dem Titel „Der Bestatter“

Meine Meinung:
Dieser Krimi hat es wirklich in sich und ist nichts für schwache Nerven, denn es geht um Kinderhandel und Pädophilie. In drastischen Worten erzählt uns die Autorin eine sehr fesselnde Geschichte, die unter die Haut geht.
Ihr Schreibstil ist wunderbar zu lesen, nur anfangs kamen mir ein paar Formulierungen etwas übertrieben vor, aber das legte sich mit der Zeit.
Die Charaktere werden gut beschrieben und ich mochte das Ermittlerteam rund um Christian Beyer sehr gerne. Es sind durchwegs lebendige Figuren, die sehr facettenreich und realistisch wirken. Menschliche Schwächen und Emotionen geben vielen Szenen zusätzlich ein hohes Maß an Authentizität.
Leider ist die ganze Story viel zu vorstellbar und die Thematik ist schwer verdaulich. Marina Heib schont ihre Leser auch nicht, sie prangert den organisierten Missbrauch von Kindern an und bedient sich dafür eines konkreten Beispiels, bei dem sie die Spätfolgen eindrucksvoll aufzeigt.
Sehr viel Raum nimmt dabei die psychologische Komponente ein, die gleich durch zwei sympathische Protagonisten beleuchtet wird: der Profiler Pete und die Psychologin Anna unterstützen das Sonderermittlungsteam.

Der Krimi, der stellenweise eher wie ein Thriller wirkte, hat mich bestens unterhalten. Durchgehend fesselnd und spannend, aber nichts für schwache Gemüter. Die Reihe werde ich auf jeden Fall weiter verfolgen, denn das Ermittlerteam ist mir schon ans Herz gewachsen.

Bewertung: