Liebe mit zwei Unbekannten von Antoine Laurain – Meine Rezension …

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Atlantik (14. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3455600174
ISBN-13: 978-3455600179
Originaltitel: La femme au carnet rouge
Übersetzerin: Claudia Kalscheuer
Autor: Antoine Laurain

Die Geschichte:
Der Buchhändler Laurent findet eines Morgens eine lila Handtasche, die verlassen auf einer Abfalltonne steht. Ein kurzer Blick zeigt, dass sich noch sehr viele persönliche Gegenstände der Besitzerin darin befinden und er vermutet sofort einen Raub. Um die Tasche vor dem Müllwagen zu retten, nimmt er sie mit nach Hause, nachdem sein Versuch, seinen Fund beim Polizeirevier abzugeben, fehlgeschlagen ist. Ehrfürchtig bringt er den gesamten Inhalt ans Licht und beschließt, die Besitzerin selbst ausfindig zu machen. Die Anhaltspunkte sind dürftig … in einem signierten Buch findet er nur ihren Namen: Laure.
Immer mehr versteigt er sich in die Idee, diese Frau unbedingt finden zu müssen. Mit Hilfe eines Notizbuches lernt er sie immer mehr kennen, ihre geheimsten Gedanken, Ängste und Träume. Ob ihn die Hinweise zu ihr führen werden?

Meine Meinung:
Eigentlich bin ich ja nicht gerade ein Fan von Liebesromanen, aber dieses Buch hat trotzdem mein Interesse geweckt: die bisherigen Leserstimmen sprechen von einem unkitischigen, typisch französischen Roman – und die Bestsellerliste des SPIEGEL hat es auch erklommen.

Belohnt wurde meine Neugier mit einer wunderschönen, einfallsreichen Story, die ich in einem Rutsch durchgelesen habe.
Man trifft fast ausschließlich auf sympathische, liebenswürdige Charaktere, die mir sehr gut gefallen haben. Allen voran natürlich Laurent, mit dem wir die meiste Zeit verbringen. Aber auch dessen forsche Teenie-Tochter fand ich sehr authentisch und unterhaltsam. Laure ist über weite Strecken leider nicht so präsent, Genaueres werde ich aber hier noch nicht verraten.

Antoine Laurain hat eine fesselnde Geschichte zu Papier gebracht, die mit einigen Überraschungen aufwartet. Eigentlich würde ich es eher als Schicksalsstory und nicht als Liebesroman bezeichnen. Eine gewisse romantische Atmosphäre liegt zwar über den Ereignissen, aber es wird wirklich niemals kitschig und außerdem ist hier eher der Weg das Ziel, also die Suche nach Laure.

Dass sich das Ganze in Frankreich abspielt, ist schon häufig spürbar, aber nicht so präsent, wie ich erwartet hatte. Der Autor hält sich nicht mit sehr langen Beschreibungen der Schauplätze auf, was aber in diesem Fall auch nicht wirklich gefehlt hat. Es wirkte trotzdem alles sehr lebendig und stimmungsvoll.

Fazit:
Ein Gute-Laune-Buch, das wirklich Spaß macht und mit fast durchwegs sympathischen Charakteren punkten kann! Genießt es mit einem guten Glas Wein und freut euch auf eine Schicksalsstory der besonderen Art.

Bewertung:
4,5pfoten

Als der Himmel uns gehörte von Charlotte Roth – Meine Rezension …

Taschenbuch: 608 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426516640
ISBN-13: 978-3426516645
Autorin: Charlotte Roth

Die Geschichte:
Jennifer ist eine erfolgreiche Langstreckenläuferin, die jedoch immer wieder unter Panikattacken leidet, die ihr schon so manchen Sieg gekostet haben. Sie träumt von einer Teilnahme an der Olympiade 2012, doch ihr Trainer macht ihr wenig Hoffnungen.
Dann lernt sie eines Tages im Park den Iren Gregory kennen und durch dessen Hartnäckigkeit wird er zu ihrem neuen Trainer. Außerdem stößt er sie auf die Lebensgeschichte ihrer 97-jährigen Großmutter Alberta, über die sie bisher kaum etwas wusste. Schon im Jahr 1936 hatte Alberta selbst an einer Olympiade teilgenommen und auch sonst ist sie eine bemerkenswerte Frau, die viel zu erzählen hat – und das tut sie dann glücklicherweise auch, als Jennifer und Gregory sie besuchen.

Meine Meinung:
Anfangs tat ich mich sehr schwer mit diesem Buch: die Geschichte um Jennifer konnte mich nicht so richtig einfangen, die Begegnung zwischen ihr und Gregory zog sich gefühlt doch sehr in die Länge. Auch ihre Familie, die Feldmans, blieben mir irgendwie fremd. Es dauerte sehr lange, bis mich das Buch wirklich fesseln konnte und ich spielte sogar mit dem Gedanken, es vorzeitig abzubrechen.

Im Nachhinein bin ich extrem froh, dass ich durchgehalten habe. Das Buch ist ja in elf Teile gesplittet, die immer abwechselnd die Geschichte von Jennifer in der Gegenwart und die von Alberta ab dem Jahr 1931 erzählen. Und mit Alberta und deren Familie bzw. Freunden konnte ich mich sehr schnell anfreunden.
Natürlich ist auch gerade die Zeit, in der die Story handelt, sehr aufregend: Hitlers Machtergreifung und die ganzen Veränderungen, die damit einhergingen. Die fortschreitende Diskriminierung einiger Bevölkerungsgruppen und viele Einschränkungen der persönlichen Freiheit kann man am Beispiel von Albertas Familie und Bekannten erschreckend authentisch miterleben. Das berührte mich sehr und die ganze Story fesselte mich zunehmend, so dass ich das Buch irgendwann gar nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Alberta lebt ein extrem aufregendes Leben: nicht nur in sportlicher Hinsicht, sondern auch in Bezug auf die Liebe. Mit ihrer Zwillingsschwester Auguste, ihrem Freund Hannes und dem Engländer James erleben sie zu Zeiten der Olympiade 1932 als glückliche Vierergruppe (sehr schön als „Kleeblatt“ bezeichnet) viele Abenteuer, die ihre Zukunft entscheidend prägen.

Je mehr es dann auf die schicksalshafte Kriegszeit zugeht, desto größer werden die Widrigkeiten, mit denen Alberta umgehen muss. In ihrer Familie muss sie oft die Rolle der starken Kämpferin übernehmen, nur bei James kann sie wirklich der Mensch sein, der sie ist. Doch ihr Herz gehört ihrem Hannes, den sie schließlich heiratet. Ein wundervoll angelegtes Spiel mit Gefühlen, das man nur allzu gut nachvollziehen kann und das für viele emotionale Momente sorgt. Am Ende des Buches sollte eine Packung Taschentücher bereitstehen: ihr werdet sie brauchen!
Trotz aller Tränen hat mir der Schluss aber sehr gut gefallen.

Es hat mir sehr viel Freude gemacht, mit Alberta und ihren Gefährten zu leiden, lieben, hoffen und weinen.
Das Buch hat mich sehr berührt und mitgerissen, was sich aber hauptsächlich auf die Geschichte von Alberta bezieht. Mit Jennifer konnte ich mich erst zum Schluss ein wenig anfreunden. Vielleicht lag es daran, dass mir diese extreme Begeisterung für den Laufsport völlig fremd ist oder an der Figur an sich. Das kann ich nicht wirklich greifen, aber ohne sie hätte das Buch die Höchstwertung bekommen.

Fazit:
Nach dem eher zähen Anfang hat mich das Buch total gepackt und mitgerissen. Spannend, erschreckend, emotional und fesselnd … am Ende unbedingt Taschentücher bereithalten!

Bewertung:
4pfoten

Nur einen Horizont entfernt von Lori Nelson Spielman – Eine Gastrezension von Tina …

Broschiert: 368 Seiten
Verlag: FISCHER Krüger; Auflage: 1 (21. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 381052395X
ISBN-13: 978-3810523952
Originaltitel: Sweet Forgiveness
LESEPROBE

Tinas Meinung zu diesem Buch:

Nach dem erfolgreichen und emotionalen Debüt MORGEN KOMMT EIN NEUER HIMMEL hatte ich sehr hohe Erwartungen an Lori Nelson Spielmans zweites Werk.

Inhalt:
Wieder geht es um eine Mutter-Tochter-Beziehung, tiefe Gefühle, die Liebe, Schicksalsschläge und ganz speziell um Reue und das einander Verzeihen können. Die Protagonistin Hannah Farr ist eine bekannte Fernsehmoderatorin in New Orleans mit einer eigenen, sehr erfolgreichen Sendung, der Hannah-Farr-Show. Ihr Freund Michael kandidiert als Bürgermeister, ist politisch sehr engagiert und daher beruflich stark eingebunden. Als Hannah eines Tages von einer ehemaligen Mitschülerin zwei „Versöhnungssteine“ zugeschickt bekommt, ahnt sie nicht welche Türen sie aufstößt und welche Mauern sie damit einreißt. Ihr halbwegs geordnetes Leben gerät gewaltig ins Wanken, nicht nur ein neuer Mann lässt Hannah an ihrer Liebe zu Michael zweifeln, auch die jahrelang unter Verschluss gehaltenen Gefühle zu ihrer Mutter werden auf eine sehr harte Probe gestellt.

Schreibstil und Wortwahl sind klar und einfach, so dass man die fast 400 Seiten viel zu schnell ausgelesen hat. Hannahs Handeln konnte ich zwar nicht immer nachvollziehen und oftmals wirkte sie sehr unreif, naiv und der jeweiligen Situation nicht gewachsen aber damit konnte man als Leser auch gleichzeitig eine spannende Entwicklung beobachten und mitverfolgen. Das Ende hätte passender, versöhnlicher und unerwarteter nicht sein können. Die letzten Seiten haben noch einmal richtig nachdenklich und sentimental gestimmt.

Das Cover ist wieder wunderbar und passt vom Layout her prima zum ersten Buch. Die einzelnen Kapitel sind jeweils mit einer Pusteblume verziert, was dem Ganzen einen romantischen Touch gibt.

Tinas Fazit:
Ob Verzeihen, Reue empfinden oder gefällte Entscheidungen einfach noch einmal Revue passieren lassen, Lori Nelson Spielman regt mit ihrem Roman zum Handeln und Nachdenken an. Beschwingt und leicht, weder anmaßend noch provozierend erzählt sie gefühlvoll und sehr warmherzig. Auf jeden Fall ein empfehlenswertes und ganz besonderes Lesevergnügen NUR EINEN HORIZONT ENTFERNT.

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Ein Wunschbuch gibt es für …

Mein kleines Gewinnspiel endete um Mitternacht und ich habe mich natürlich (wie immer) sofort an die Auslosung gemacht.

Alle elf Namen in eine Liste bei random.org eingetragen und los ging´s … das Ergebnis sah dann so aus:

arvelle

Sandra, ganz herzlichen Glückwunsch! 🙂 Du bekommst dein Wunschbuch „99 x Hamburg wie Sie es noch nicht kennen“ … hab es gerade in den Warenkorb gepackt, denn es sind nur noch 2 Exemplare verfügbar!

Danke an alle fürs Mitmachen! Die nächste Verlosung kommt bald! 😉

30 Tage und ein ganzes Leben von Ashley Ream – Meine Rezension …

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: btb Verlag (11. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442746116
ISBN-13: 978-3442746118
Originaltitel: Losing Clementine

Über die Autorin:
Mit 16 Jahren bekam Ashley Ream ihren ersten Job bei einer Zeitung. Seitdem hat sie für verschiedene Magazine in ganz Amerika geschrieben, bis sie es irgendwann leid war, ständig einer Deadline hinterherzulaufen. Also suchte sie sich einen „richtigen“ Job und schrieb nur noch in ihrer Freizeit – mit Erfolg: In den USA wollten gleich mehrere Verlage ihren Debütroman „30 Tage und ein ganzes Leben“ veröffentlichen. Nach über zehn Jahren in L.A. lebt Ashley Ream heute in Wisconsin, trainiert für einen Marathon und schreibt an ihrem zweiten Buch.

Die Geschichte:
Die Künstlerin Clementine Pritchard ist manisch-depressiv und beschließt, in 30 Tagen zu sterben. Lückenlos und gewissenhaft plant sie ihren eigenen Tod, bis hin zum Probeliegen im Sarg. Sie beginnt damit, erst einmal alle ihre Medikamente wegzuwerfen. Doch dann kommt einiges dazwischen, mit dem sie so nicht gerechnet hat: das Leben!

Meine Meinung:
Auf dieses Buch wurde ich durch eine Leseprobe aufmerksam: der Schreibstil hat mir sofort gefallen … schnörkellos, lebendig, absolut witzig.

Clementine mochte ich von Anfang an, obwohl (oder weil) sie sich keinerlei Mühe gibt, sympathisch zu wirken. Natürlich hängt das mit ihrem Entschluss zusammen, dass sie ihrem Leben ein detailliert geplantes Ende setzen will. Sie sieht es jedenfalls nicht mehr ein, sich zu verbiegen und irgendwelche Dinge zu tun, nur um es anderen Menschen recht zu machen oder um ihnen zu gefallen.

Die Kapitel markieren ihren persönlichen 30 Tage – Countdown und bereits am ersten Tag wirft Clementine ihre sämtlichen Medikamente in die Toilette …
„Irgendwo in der Bucht würde ein Schwarm Fische jetzt eine Überdosis Neuroleptika abbekommen. Unter keinen Umständen sollten sie dann schwere Maschinen bedienen.“
Seite 20

Diese trockene Art von Humor finde ich einfach genial und im weiteren Verlauf der Story erinnerte mich Clementine immer mehr an „Max“ aus der TV-Serie „2 Broke Girls“. Wer sie kennt, kann sich gut vorstellen, wie es hier zur Sache geht.
Absurd-komische Szenen, in denen Clementine rotzfrech, ruppig, am Rande der Legalität und ohne Sorgen um ihren guten Ruf durch die Gegend zieht. Andererseits kommt aber auch ihre weiche Seite gut zur Geltung, die sie am liebsten ausblenden möchte, um nicht verletzt zu werden.
Ihre Krankheit wird recht authentisch dargestellt, denn vieles aus Clementines Gedankenwelt kenne ich auch aus Gesprächen mit einer real betroffenen Person.

Anfangs überwiegt bei Clementine noch das Verhalten, das man auch sehr treffend als egoistisch beschreiben könnte, doch die Story dreht sich zunehmend in eine andere Richtung. Ohne zu viel verraten zu wollen: es wird emotionaler und auch ein bisschen spannend. Doch dann rückt der Schluss des Buches immer näher und so vieles ist noch offen – und bleibt es leider auch. Da ich überhaupt kein Freund offener Enden bin, hat mir das im Nachhinein etwas die Freude am Buch genommen.
Aber andererseits macht es das Gelesene ja auch nicht schlechter und das Buch hat mich bestens unterhalten.

Der Anhang beinhaltet einen 30 Tage – Kalender zum Ausschneiden, der mit dem Motto „Aufleben statt Aufgeben“ dazu aufrufen will, dass man sein Leben bewusster genießen sollte und auch einmal Wege abseits des Gewohnten gehen muss, um zu persönlichem Glück zu finden! Eine schöne Idee, die gut zum Buch passt.

Fazit:
Viele Lacher, ein bisschen Spannung, eine ungewöhnliche Protagonistin, aber ein zu offenes Ende – mir hat´s trotzdem gefallen!

Bewertung:
4,5pfoten

Willkommen im Meer von Kai-Eric Fitzner – Meine Rezension …

Taschenbuch: 332 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 2 (3. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1505428777
ISBN-13: 978-1505428773

Über den Autor:
Kai-Eric Fitzner kam 1970 in Bremen zur Welt. Sein Frühwerk, die Geschichte vom geschenkgierigen Hasen, verfasste er im Alter von sieben und sorgte damit auf Omas Geburtstagsfeier für Furore. Im Anschluss schrieb er die Fortsetzung zu Krieg der Sterne, ohne zu wissen, dass George Lucas bereits Lawrence Kasdan und Leigh Brackett damit beauftragt hatte, die das auch ganz gut hinbekommen haben. Auf eine öde Schulzeit folgte das abschlussfreie Studium eines bunten Straußes aller möglichen Geisteswissenschaften, was Anfang des neuen Jahrtausends konsequenterweise in einer IT-Karriere mündete. Heute lebt er mit seiner Familie in Oldenburg und ist ein gefragter Vortragsredner für alle möglichen Themen zu Bildung und neuen Technologien und daraus entstehenden Veränderungen.

Der Buchrückentext:
›Willkommen im Meer‹ ist: Schule, Humanismus, Niedertracht, Sozialkritik, Oldenburg, PISA, Kolonialismus, Gutmenschenverschwörung, Geldadel, Lehrerzimmer, Tolkien, Portugal, Utopia, Mutter, Nachwuchs, Marihuana, Berufsverbot, Radikale, Rotwein, Strand, EMEA, Kleinkinder, Weihnachten, Freundschaft, Ranzen, Volksmund, 9/11, Kochrezepte, Globalisierung, Intelligenztests, Wetter, Schüler – alles in einem einzigen umwerfenden Roman.

Die Geschichte:
Tim ist Lehrer und tritt eine neue Stelle in Oldenburg an. Schon nach kurzer Zeit eckt er an … bei Kollegen, beim Chef, bei Eltern seiner Schüler: er verbreitet angeblich verfassungswidriges Gedankengut. Natürlich ist die Anschuldigung totaler Quatsch, doch die Ankläger sind extrem einflussreich und Tim droht ein Berufsverbot. Doch er hat nicht mit seiner Schwiegermutter gerechnet, die an seiner Stelle in den Krieg zieht.
Tims Frau Antje arbeitet indes an einem geheimen Projekt, mit dem sie ihren Mann überraschen will. Für viele Menschen wird das eine positive Veränderung ihres Lebens bedeuten, doch bis es so weit ist, müssen Tim, Antje und ihre Familie und Freunde noch einige Hürden meistern.

Meine Meinung:
Auch ich bin durch den sehr tragischen Umstand, dass sich der Autor Kai-Eric Fitzner leider gerade in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand befindet, auf sein Buch aufmerksam geworden. HIER findet ihr die Infos dazu auf seiner Facebook-Seite.
Und jetzt nach dem Lesen muss ich sagen, dass ich echt zutiefst bedauere, es nicht früher entdeckt zu haben. Durch die Lektüre habe ich das Gefühl, dass ich Kai-Eric wirklich ein Stück kennengelernt habe: ich schätze, dass viel von ihm in die Figur des sympathischen Lehrers Tim eingeflossen ist.

Der Geschichte merkt man sofort an, dass viel Herzblut und Enthusiasmus darin stecken. Es ist nicht einfach eine fiktive Story, die man sich ausdenkt, um damit Geld zu verdienen, sondern man spürt als Leser, dass der Autor damit die Welt ein Stückchen besser machen will. Er will damit aufrütteln, Zusammenhänge aufzeigen, dazu aufrufen, sich von Zwängen zu befreien und sich zu überlegen, ob man sein Leben nicht lieber selbstbestimmt gestalten möchte.

Bei aller Ernsthaftigkeit der angesprochenen Themen liest sich dieses Buch so fesselnd und vor allem humorvoll, dass ich in kürzester Zeit damit fertig war. Nicht nur Tim ist ein sympathischer Kerl, auch seine Freunde und Familie sind eine tolle Truppe, die man schnell ins Leserherz schließt! Über so manche Familienzwistigkeit musste ich sehr schmunzeln, denn die Dialoge sind wirklich sehr authentisch und geben den ganz normalen täglichen Wahnsinn absolut glaubhaft wieder. Auch die Szenen aus dem Berufsleben sind sehr gut getroffen – und der Blick ins Lehrerzimmer ist wahrscheinlich näher an der Wahrheit als so manchem lieb sein dürfte! 🙂

Alle möglichen Themen werden in der Story behandelt und eine große Portion Sozial- und Gesellschaftskritik bleibt dabei nicht aus. Immer ironisch-humorvoll verpackt liest sich das einfach toll, wie das Beispiel hier zeigt:
„Der Gesetzgeber kennt ja drei Arten von Elternschaft. Biologisch, juristisch und sozial. Biologisch heißt, man hat´s gemacht, juristisch, man darf bestimmen, und sozial, man hat die Arbeit, aber nix zu melden.“ (S. 118)

Das Ende des Buches lässt eigentlich sehr viel Raum für eine Fortsetzung der Geschichte und ich hoffe von ganzem Herzen, dass Kai-Eric bald gesundheitlich in der Lage sein wird, den zwischenzeitlichen Erfolg seines tollen Werkes zu genießen und uns vielleicht wirklich noch mehr am Leben von Tim & Co. teilhaben zu lassen!

Auch Gandalf hat den schlimmen Sturz in die Tiefe überlebt … Kai-Eric, du schaffst das auch!!! 🙂

Fazit:
Ein kluger, nachdenklich stimmender Roman, der mit so viel Ironie, Humor und sympathischen Charakteren auf ganzer Linie überzeugt! Unbedingt lesen!

Bewertung:
5pfoten

Frühlingswichteln … juhuuuuuuu: Auspacken! :)

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Mit einigen lieben Bloggerkolleginnen und anderen lieben Leutchen haben wir ein spannendes Frühlingswichteln veranstaltet …
Man konnte sich entscheiden, ob man nur 1 x oder sogar bis zu 3 x teilnimmt – und bei meinen vielen Büchern im Regal war natürlich klar, dass ich das „volle Programm“ mitnehme! 🙂
Dann hat die liebe Daggi uns allen eine Mail geschrieben mit den Angaben zu unseren „Wichtelkindern“ und dann hatte ich fast ein kleines Problem: nicht alle Teilnehmer gaben Links zu diversen Wunschzetteln oder beispielsweise ihrer lovelybooks-Bibliothek an und so war ich mir extrem unsicher bei der Wahl der Wichtelbücher. Ich hoffe ganz arg, dass ich trotzdem halbwegs den Geschmack meiner Wichtelkinder getroffen habe, denn eines davon mochte ausgerechnet genau die Genres nicht, die sich bei mir haufenweise im Regal finden! 😉

Aber natürlich habe auch ich in den folgenden Wochen immer wieder Post bekommen, so dass am Ende drei Wichtelpäckchen auf den Auspack-Startschuss gewartet haben …

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Und gestern war es dann eeeeeeeeeeendlich so weit: es durfte geöffnet werden. Und das habe ich dann natürlich auch sofort um kurz nach Mitternacht zur erlaubten Zeit getan.
Tja, und dann war ich erst einmal absolut platt … was da so alles an tollen Sachen in diesen Paketen steckte, das war wirklich der Hammer! Die Vorgabe lautete ja: wir verwichteln gebrauchte Bücher und evtl. eine kleine Zugabe. Und was kam zum Vorschein? Das hier:

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Weihnachten und Ostern quasi an einem Tag … soooooooooooo tolle Sachen und die Bücher auch noch nigelnagelneu. Leute, ihr seid ja echt der Wahnsinn. Daggi, Frau Tonari und Susi, fühlt euch mal ganz wichtelfest gedrückt! <3 Das waren so gelungene Überraschungen, die allesamt haargenau meinen Geschmack getroffen haben (das war mir schon fast ein bisserl unheimlich 😉 ). Wenn wieder gewichtelt wird: ich bin jederzeit gerne dabei! 🙂 Nochmals auch einen ganz herzlichen Dank an Daggi für die super Organisation der ganzen Aktion! Haste toll gemacht!!!

Jungfernfahrt von Ida Ding – Meine Rezension …

Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: rororo (24. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499269902
ISBN-13: 978-3499269905

Über die Autorin: (Quelle: Amazon.de)
Ida Ding, geb. 1967 in Starnberg, Oberbayern, studierte Grafik-Design in München. Sie lebt mit ihrer Familie am Starnberger See, wo sie als Illustratorin und Schriftstellerin arbeitet. „Hendlmord“ und „Jungfernfahrt“ sind ihre in diesem schönen Winkel Deutschlands angesiedelten liebevoll-bösen Kriminalromane.
Mehr auf: www.idading.de
und ihrer Facebookseite: www.facebook.com/idading.14

Als Stephanie Fey schreibt sie Thriller und erhielt 2012 als erste Autorin den Entdeckt! Amazon-Autorenpreis. Mehr auf www.stephanie-fey.de.

Um diese Reihe richtig auskosten zu können, schlage ich euch dringend vor: LEST ALLE BÜCHER HINTEREINANDER! 🙂

Die Geschichte:
Muck Halbritter ist mit seiner Tochter Emma entspannt beim Baden und Chillen, doch dann findet die Kleine plötzlich ein menschliches Skelett in einem alten Turm. Mucks alter Lieblingserzfeind und Oberdorfpolizist Wolfi Jäger macht aus dem Knochenfund sofort eine riesige Mediengeschichte: eine verschollene Sisi-Schwester soll das angeblich gewesen sein.
Doch Muck weiß es bald besser: die neue Freundin seines Schwiegervaters vermutet, dass es sich bei dem Skelett um eine schon sehr lang verschwundene Frau aus dem Dorf handelt – und sie hat gute Beweise dafür. Da sie der Polizei nicht so wirklich vertraut, bittet sie den Muck, sich auf die Suche nach dem Mörder zu machen.
Derweil findet auf dem See ein großes Spektakel statt: ein reicher Kerl hat ein berühmtes, altes Schiff nachbauen lassen und dafür unter anderem auch sehr kunstvolle Schreinerarbeiten bei Muck in Auftrag gegeben. Leider kentert der Luxuskahn bereits während der Jungfernfahrt – und dabei gibt es leider schon wieder eine Leiche!

Meine Meinung:
Der Muck Halbritter erzählt uns seine neuesten Abenteuer höchstpersönlich und er tut das in einer extrem humorvollen Art und Weise.
Naja, ein bisserl haben wir das natürlich auch der Dings … na der Ida Ding zu verdanken. 🙂 Die schreibt nämlich echt wahnsinnig gut: sehr einfallsreich, witzig, mit viel Herz und einer total mitreißenden Lebendigkeit.

Muck (eigentlich: Nepomuk) ist ein einfacher, sympathischer Kerl, der seine Familie, seine Tiere, seine Holzarbeiten und die Natur über alles liebt. Manchmal wirkt er fast ein bisschen naiv und hilflos, aber andererseits erweist er sich auch mindestens so oft als extrem gerissen und klug. Und wenn er selbst einmal nicht mehr weiter weiß, dann gibt es ja auch noch seine hellsichtige Tochter Emma, seine Frau Sophie (die unerschrockene Kommissarin) und seinen aufgeweckten Sohn Emil – eine tolle Truppe!
Doch nicht nur die Familie schließt man schon nach wenigen Seiten ganz fest ins Leserherz, denn auch unter den übrigen Figuren gibt es viele lustige, liebenswerte Leute, die man einfach gern haben muss. Ok, mal abgesehen vom „Jäger Wolfi“, der – trotz seiner Funktion als Polizist – oft alles andere als „freundlich und helferisch“ wirkt.

Die Story fand ich einfach nur grandios: von Anfang bis Ende gut durchdacht, mit einigen krimitypischen falschen Spuren, Wendungen und Überraschungen.
Spannung kommt schnell auf, aber irgendwie nicht so vordergründig und schon gar nicht bedrohlich, sondern eher unterschwellig und hinterhältig … sie sorgt dafür, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Wenig nachtschlaffreundlich, aber unglaublich unterhaltsam! 🙂

Ein stimmiges Ende verknüpft alle losen Fäden, die den Kriminalfall betreffen. Doch in Mucks Privatleben bleiben noch einige Geheimnisse ungelüftet und bilden eine tolle Grundlage für viele weitere Halbritter-Abenteuer, auf die ich mich heute schon „narrisch gfrei“!

Fazit:
Ein absoluter Gute-Laune-Krimi, der ein Dauergrinsen ins Gesicht zaubert! Bestens durchdacht und liebevoll „gemacht“!

Bewertung:
5pfoten

Nachschub fürs Regal … aber eigentlich ist es ja voll?!

Ja, was soll ich euch groß erzählen … wahrscheinlich kennt ihr das „Problem“ ja selbst sehr gut: für jedes Buch, das man zu Ende gelesen hat, müssen schon wieder mindestens fünf neue Exemplare bereit stehen. Denn es könnte ja mal eine schwere Zeit anbrechen, in der plötzlich alle Bücher ausverkauft sind – und was machen wir dann ohne riesigen Vorrat? 🙂

Zum Vergleich hier mal mein Bücherregal vor einem Jahr, als es noch ganz neu war:

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und heute:

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Inzwischen ist schon (lange) wieder das Stadium erreicht, in dem sich Bücher auch an anderen Stellen in der Wohnung türmen und in dem leider auch schon wieder Bücher quer im Regal liegen, was ich eigentlich gar nicht mag.
ABER: Sucht ist Sucht – und die will bekanntlich befriedigt werden. Und ich habe auch noch nirgends gehört, dass Büchersucht irgendwelche gesundheitliche Schäden hervorrufen kann – mal abgesehen von den etwas überanstrengten Augen! 😉 Also: was gibt es Schöneres als auf dem heimischen Sofa in fremde Welten abzutauchen?

In letzter Zeit kaufe ich bevorzugt gebrauchte Bücher oder Mängelexemplare, denn der Geldbeutel will ja bei aller Liebe zur Sucht etwas geschont werden. Nachdem ich neulich etwas enttäuscht war von der Lieferung eines Gebrauchtbücherhändlers (es fehlte z. B. ein Buch aufgrund schlechter Verpackung), habe ich jetzt mal wieder auf die bewährte Qualität von arvelle zurückgegriffen und mir da einige Bücher von meiner Wunschliste bestellt.
Man kann dort nicht nur supergünstige Mängelexemplare in Top-Qualität ergattern, sondern auch aktuelle Bücher bestellen. Und ab nur 19 EUR ist alles versandkostenfrei, das ist eine Grenze, die ich sowieso grundsätzlich überschreite. 🙂 Wenn schon, denn schon …

Auf ihrer Facebook-Seite postet das Arvelle-Team immer Fotos der aktuellen Schnäppchen. Da darf ich manchmal gar nicht so genau hinsehen, denn meistens ist irgendwas dabei, das noch gut auf den SUB passen würde! 😉

Heute kam dann die Lieferung, natürlich auch top verpackt:
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Und da seht ihr auch gleich die neueste Ausbeute. Auf das Hörbuch „Pandora im Kongo“ bin ich schon sehr gespannt. Auf die „Lockwood“-Reihe wurde ich mal durch eine Leseprobe aufmerksam und den Reiseführer habe ich mir für den nächsten Urlaub geholt, da wir von Südfrankreich aus mal einen Abstecher nach Barcelona machen wollen.
„Erebos“ hab ich mir übrigens als Geschenk aussuchen dürfen, denn bei arvelle darf man sich kostenlos ab 30, 60 bzw. 90 EUR Bestellwert tolle Gratisbücher in den Warenkorb legen – wirklich super! 🙂

Weil ich euch diesen tollen Shop so gerne ans Herz legen möchte, hab ich mir eine schöne Aktion ausgedacht: stöbert doch ein bisschen in dem reichhaltigen Sortiment von arvelle und sucht euch ein Wunschbuch bis 10 EUR aus (zum Beispiel gleich in der Kategorie 5,00 – 9,99 €) und schreibt mir den Link hier als Kommentar.

Unter allen gültigen Teilnahmen lose ich dann am 30.05.2015 einen glücklichen Gewinner aus, der sein Wunschbuch von mir zugeschickt bekommt. 🙂 Viel Glück und viel Spaß beim Stöbern!

Teilnahmebedingungen:
– Rechtsweg ist ausgeschlossen
– Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständnis der Eltern
– nur eine Teilnahme pro Person möglich
– Wohnsitz in Deutschland, ansonsten bitte ich um Übernahme der höheren Portokosten
– keine Haftung für Postversand
– Einsendeschluss ist der 29.05.2015
– sollte das Wunschbuch dann leider nicht mehr lieferbar sein, darf sich der Gewinner ein anderes Buch bis 10 EUR auswählen

Autor in Not

Gerade habe ich bei Facebook etwas sehr Erschütterndes lesen müssen: der Autor Kai-Eric Fitzner ist schwer erkrankt und seine Familie hat einen Hilferuf gepostet:
Die Ärzte können noch keine Prognose darüber geben, ob er überleben wird oder wieviel seines Gehirnes dauerhaft beschädigt sein wird. Wir haben sehr große Angst um ihn.
Wie viele von euch wissen, hat er gerade versucht, sich selbstständig zu machen. Ich bin mitten in meinem Zweit-Studium, wir haben einige Kredite abzuzahlen, das heißt, unsere finanzielle Situation ist katastrophal, wir sind in keiner Weise abgesichert.
Nun will ich versuchen, sein Buch zu verkaufen. Soziales Netzwerken war immer eines von Kais großen Themen, vielleicht kann es uns jetzt helfen. Ich bitte euch alle – kauft sein Buch, wenn es euch gefällt – verschenkt es, schreibt in euren Blogs darüber, erzählt es weiter, teilt den Link… – helft mir es bekannt zu machen!
Es ist ein sehr lesenswertes Buch, geistreich, witzig und zum Nachdenken anregend geschrieben – es macht großen Spaß es zu lesen!
Und schickt ihm Kraft und Energie – damit er zurückkommt!
Danke
Raja mit Felix (20), Lara (14) und Ben (4)

Das hier ist sein Buch:

… und da man bekanntlich sowieso nie genug Bücher im Regal stehen haben kann: helft Kai-Eric Fitzner und seiner Familie mit dem Kauf des Buches und sagt es bitte auch weiter!

Aber das Wichtigste: Alles, alles Gute für Kai-Eric. Hoffentlich geht alles gut und er wird wieder vollständig gesund!!! *daumendrück*