Hurra, hurra … die Post war mal wieder da! :)

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Die gefühlte Ewigkeit der Postabstinenz ist seit dieser Woche endlich wieder vorbei und mich haben schon die ersten ausstehenden Bücher erreicht! 🙂
Am längsten unterwegs war bisher ein Exemplar, das einen Poststempel von 03.06. trägt. Aber es war sogar ein Buch dabei, das erst gestern abgeschickt wurde.

Aber dann mal zu den Schätzchen:

„Friedhofskind“ hab ich getauscht, das klang irgendwie recht spannend.

„Ein Leben mehr“ darf ich rezensieren, ein herzliches Dankeschön an den Suhrkamp Verlag.

„Blaues Blut“ und „Die Brücke der Gezeiten“ sind jeweils die dritten Teile zweier Buchreihen, die ich absolut liebe! 🙂 Hierfür geht ein ganz herzliches DANKE an die Verlage für die Rezensionsexemplare.

„Und nie sollst du vergessen sein“ ist der erste Teil einer Krimireihe, das ich mit persönlicher Signatur beim lieben Autor bestellt habe: vielen Dank und herzliche Grüße an Jörg Henn (Böhm)!

Mord ahoi! von Frida Mey – Meine Rezension …

Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (13. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746630541
ISBN-13: 978-3746630540

Die Autorin(nen):
Hinter FRIDA MEY verbergen sich Friedlind Lipsky und Ingeborg Struckmeyer, die ihre Figuren am liebsten gemeinsam um die Ecke bringen. Friedlind Lipsky arbeitet als Journalistin und lässt sich von den Abgründen ihres Umfelds zu ihren tödlichen Einfällen inspirieren. Ingeborg Struckmeyer lebt in München und sammelte ihre Mordserfahrung in Kurzgeschichten, die mehrfach ausgezeichnet wurden. Bei Aufbau Taschenbuch liegen ihre Romane “Manchmal muss es eben Mord sein. Ein Büro-Krimi”, “Radieschen von unten. Ein Bestatter-Krimi” und “Mord ahoi! Ein Kreuzfahrt-Krimi” vor. (Quelle: aufbau Verlag)

Die bisherigen Bücher der Reihe:

Die Geschichte:
Für alle, die die tolle Krimireihe noch nicht kennen: Hauptperson ist die selbständige Elfie Ruhland, die bei verschiedensten Unternehmen engagiert wird, um Arbeitsabläufe zu optimieren oder Unstimmigkeiten zu klären, z. B. in der Buchführung.
Elfie deckt bei ihren Arbeitseinsätzen aber nicht nur finanzielle Probleme auf, sondern vor allem zwischenmenschliche Widrigkeiten. Vorgesetzte, die ihre Mitarbeiter schlecht behandeln, sammeln bei ihr schnell genug Minuspunkte, um zu einem besonderen „Projekt“ zu werden … doch ich will nicht zu viel verraten. 🙂 Ihr solltet die nette, ältere Dame selbst kennen lernen.

Im dritten Teil der Reihe geht es auf große Kreuzfahrt. Elfie soll herausfinden, wieso eines der Schiffe so viel weniger Gewinne abwirft als die übrigen. Begleitet wird sie dabei von ihrer Freundin Alex und Mops Amadeus.
An Bord wird es schnell spannend: ein Crewmitglied wird vermisst, nachts geht es heiß her – und Elfie hat außerdem schon wieder einen Kandidat für ein neues „Projekt“ entdeckt …

Meine Meinung:
Diese Krimireihe mag ich sehr gerne, denn es steckt eine ordentliche Portion Humor drin. Außerdem kann sie mit sympathischen Charakteren punkten, allen voran natürlich Elfie, die rüstige Fast-Mittsechzigerin mit ihrem eigentlich längst verstorbenen Verlobten.
Herrlich schrullig und voller Tatendrang stürzt sich Elfie immer wieder auf neue Projekte, die für so manche unliebsame Mitmenschen nicht selten tödlich enden.

Die Autorin(nen) verstehen es, den Leser zu fesseln und die Geschichte richtig lebendig wirken zu lassen. Langeweile kommt niemals auf, während wir mal mit Elfie und mal mit Alex an Bord herumschnüffeln … apropos Schnüffeln:
Für mich als Hundenarr war dieses Buch besonders toll, denn viele Vierbeiner spielen eine Rolle. Natürlich allen voran der etwas übergewichtige Mops Amadeus, der immer wieder für ein Schmunzeln sorgt. Wirklich eine traumhafte Vorstellung: ein Kreuzfahrtschiff mit so viel Luxus nur für die Vierbeiner inkl. personalisiertem Napf, Schwimmweste, etc.

Wie bei fast allen humorvollen Krimis wirkt das Gesamtszenario nicht so richtig bedrohlich. Es kommt zwar durchaus Spannung auf, aber man muss keine Angst um seine Nerven haben. Auch von allzu blutigen Szenen bleibt man verschont, so dass man das Buch auch getrost Lesern empfehlen kann, die etwas zartbesaiteter sind.

Die Story fand ich sehr gut durchdacht und mit einigen Überraschungen und Wendungen unterhält sie bestens bis zur letzten Seite! Freu mich jetzt schon auf Nachschub!

Fazit:
Liebenswürdige Charaktere und eine fesselnde Story, dazu noch ein bisschen Kreuzfahrt-Urlaubsfeeling … ein tolles Buch! Freu mich schon auf den nächsten Teil der Reihe!

Bewertung:
5pfoten

Heimweh von Marc Raabe – Meine Rezension …

Broschiert: 432 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (8. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548286909
ISBN-13: 978-3548286907
Autor: Marc Raabe

Die Geschichte:
Der Arzt Jesse erlebt einen Albtraum: eines Abends findet er seine ermordete Ex-Frau und die gemeinsame Tochter Isa ist spurlos verschwunden. Der Täter hat eine Botschaft hinterlassen: „Du hast sie nicht verdient“ – was steckt dahinter?
Alles deutet darauf hin, dass die Lösung in Jesses Vergangenheit zu finden ist. Er verbrachte einen Teil seiner Kindheit in einem Kinderheim in Garmisch-Partenkirchen. Sofort fährt er in die verschneiten Berge, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen und seine Tochter wieder zu finden. Sein Albtraum ist noch nicht zu Ende …

Meine Meinung:
Die beiden vorherigen Bücher von Marc Raabe („Schnitt“ und „Der Schock“) habe ich geradezu verschlungen und mit Höchstwertung versehen. „Heimweh“ konnte für mich da leider nicht so ganz mithalten. Das kann aber auch ein bisschen mit einem unglücklichen Zufall zusammenhängen: erst kürzlich habe ich einen Thriller gelesen, der thematisch recht ähnlich war, also war die Auflösung noch früher erkennbar. Das nahm etwas die Spannung raus.

Aber trotzdem ist „Heimweh“ wieder ein toll geschriebenes Buch, das ich Thrillerlesern gern weiterempfehle: die Story ist gut durchdacht und überzeugt mit einigen Wendungen und Überraschungen.

Der Protagonist Jesse war mir schnell sympathisch, genau wie seine Tochter Isa und Mitstreiterin Jule. Auch wenn ich an vereinzelten Stellen das Verhalten mancher Figuren nicht ganz nachvollziehen konnte, wirkten sie meistens authentisch und glaubwürdig.

Die Geschichte wird durch den häufigen Schauplatz- und Zeitenwechsel nie langweilig: Berlin, Garmisch-Partenkirchen und immer wieder Rückblicke in die Kindheit von Jesse bzw. noch weiter zurück. Das Setting war jetzt nicht ganz neu inklusive Showdown im fast eingeschneiten, etwas gruseligen Internat / Kinderheim in den Bergen, aber Marc Raabe holt doch einiges an Gänsehautpotential aus den Szenen, nicht nur bei den Exkursionen durch den Kellertrakt des alten Gebäudes.

Fazit:
Spannend, gut durchdacht und überraschend – wieder ein toller Thriller von Marc Raabe. Wenn ihr „Schnitt“ und „Der Schock“ noch nicht kennt: unbedingt auch lesen!

Bewertung:
4pfoten