Bis zum letzten Tropfen von Mindy McGinnis – Meine Rezension …

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Heyne (11. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453268970
ISBN-13: 978-3453268975
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Not a Drop to Drink

Über die Autorin:
Mindy McGinnis beschäftigt sich ununterbrochen mit Büchern und Geschichten: Wenn sie nicht gerade schreibt, arbeitet sie in einer Bibliothek. Ihre zweite Leidenschaft gehört dem überleben in der Wildnis. Sie kocht gern Konserven ein, musste sich bisher aber noch nie außerhalb der Zivilisation behaupten. Mindy McGinnis lebt in Ohio.

Der Buchrückentext:
Lynn lebt in einer Welt, in der nichts mehr selbstverständlich ist. Auf einer einsamen Farm kämpft sie mit ihrer Mutter ums Überleben. Der einzige Luxus, der ihnen nach dem Zusammenbruch der Zivilisation geblieben ist: ein Teich hinter dem Haus und damit der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Doch als ihre Mutter verletzt wird, ahnt Lynn, dass sie den Teich allein nicht vor Eindringlingen schützen kann. Sie muss das Undenkbare tun: die sichere Farm verlassen und Hilfe holen.

Die Geschichte:
Die Story handelt im Ohio einer vielleicht nicht allzu fernen Zukunft: die Süßwasservorräte sind streng rationiert in den verbleibenden Städten, auf dem Land gibt es das praktische „Wasser aus dem Hahn“ gar nicht mehr.
Lynn und ihre Mutter Laura leben in einer wenig besiedelten Gegend und verteidigen ihre kleine Farm und vor allem ihren Trinkwasserteich mit roher Waffengewalt. Eindringlinge werden nach dem Motto „Zuerst schießen, dann Fragen stellen!“ behandelt, Lynn ist erst 9 Jahre alt, als sie zum ersten Mal tötet.
Doch nicht nur Menschen machen den beiden das Leben schwer und so kommt es, dass Laura eines Tages von einem Rudel Kojoten angegriffen wird. Zu diesem Zeitpunkt ist Lynn 16 Jahre alt und plötzlich lastet viel Verantwortung auf ihren Schultern.
Der einzige Nachbar wird zu einem wichtigen Vertrauten und gemeinsam stellen sie sich den Gefahren des täglichen Lebens …

Meine Meinung:
Zunächst lernt man ja nur Lynn und ihre Mutter kennen und begleitet sie während ihres Alltags. Sehr ungewohnt liest sich das für uns, die im Luxus und Überfluss leben: es gibt kein fließendes Wasser, keinen elektrischen Strom, keine Infrastruktur. Lynn hat noch nie andere Kinder gesehen, geschweige denn eine Schule besucht. Ihre Lehrerin ist ihre Mutter und diese bringt ihr vor allem eines bei: das Töten!
Entsprechend gefühlskalt und grausam erscheinen die beiden auf den ersten Blick, doch Lynn kennt es einfach nicht anders und hinterfragt die Entscheidungen der Mutter nicht. Wirklich unsympathisch wirkten sie trotzdem nie auf mich, sondern einfach nur pragmatisch.
Wer dagegen sofort meine Sympathie hatte: der Nachbar Stebbs. Er ist einfach der nette „Onkel“ von nebenan, hilfsbereit, selbstlos, zuvorkommend und einfach nur freundlich. Auch ein paar weitere Charaktere, die später noch eine Rolle spielen, habe ich schnell ins Herz geschlossen.
Am Anfang war die Handlung noch nicht ganz so spannend. Manche Szenen werden recht ausführlich beschreiben, andere Dinge eher schneller abgehakt – das passte vom Verhältnis her nicht immer, aber es war auch nicht wirklich störend.
Im Verlauf der Geschichte fesselt das Buch jedoch mehr und mehr und irgendwann kann man es kaum noch weglegen. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse fast und es wird wieder alles sehr schnell abgehandelt. Der Epilog lässt uns dann noch einige Jahre in die Zukunft sehen, das fand ich super.
Weniger gut fand ich dagegen, dass doch sehr viele Menschen (und Tiere) sterben mussten, aber das ist wohl meistens so in Dystopien.
Es wird übrigens einen zweiten Teil zu diesem Buch geben und ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht!

Fazit:
Sehr fesselndes, erschreckendes Buch, das zum Ende hin immer spannender wird. Weniger Tote hätte ich für jugendtauglicher gehalten, aber vielleicht bin ich da nur etwas zu sensibel oder naiv. Wer gerne Dystopien liest, weiß wahrscheinlich, auf was er sich einlässt. 🙂

Bewertung:
4pfoten

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