Sterbenszeit von Michael Kibler – Meine Rezension …

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 2 (15. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492300847
ISBN-13: 978-3492300841

Über den Autor:
Michael Kibler wurde 1963 in Heilbronn geboren und lebt in Darmstadt. Er studierte an der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt, im Hauptfach Germanistik mit den Nebenfächern Filmwissenschaft und Psychologie.

Den ersten Krimi „Madonnenkinder“ veröffentlichte er 2005. Dem Ermittlerteam um Margot Hesgart und Steffen Horndeich, die in der südhessischen Kleinmetropole Darmstadt ermitteln, ist er in sechs weiteren Büchern treu geblieben. Der jüngste Wurf ist „Opfergrube“. Aber Kibler schreibt auch Sachbücher und hat schon einige Krimi-Kurzgeschichten veröffentlicht. Neben dem Verfassen von Büchern arbeitet er als Texter und PR-Profi.

Schwerpunkt des Schriftstellers sind Krimis. Deshalb ist er Mitglied des Syndikats – der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur. Aber er ist auch auf dem Gebiet der Sachbücher tätig.

Er schreibt nicht nur im Stillen, sondern schätzt den Kontakt zum Publikum. Deshalb bietet er in seinem Programm Kibler erleben Lesungen, Stadtführungen durch Darmstadt oder auch Schreib-Workshops an.
(Amazon)

Der Buchrückentext:
Der Mord an einem Neugeborenen scheint für Ricarda Zöller von der SoKo Mainz ein unlösbarer Fall. Bis die Tatwaffe einen Zusammenhang zu einem früheren Verbrechen in Heidelberg preisgibt. Handelt es sich um denselben Täter? Ricarda wendet sich an Lorenz Rasper vom Bundeskriminalamt Wiesbaden. Kaum hat der Spezialist seine Ermittlungen aufgenommen, werden sie an einen neuen Tatort gerufen: Die Mutter des Babys wurde ebenfalls getötet …

Die Geschichte:
Lorenz Rasper vom BKA Wiesbaden hat sich dafür stark gemacht, dass eine bundesländerübergreifende Spezialabteilung eingerichtet wird, um eventuellen Serientaten besser auf die Spur zu kommen. Leider läuft die Arbeit nicht so, wie er sich das vorstellt: er und seine Kollegen haben kaum etwas zu bearbeiten, da die Zuständigkeiten oft nicht ganz geklärt sind. Die Abteilung steht kurz vor ihrer Auflösung …
Da kommt der Hilferuf von Ricarda Zöller aus Mainz gerade zur rechten Zeit: ein erschossener Säugling bereitet der Frau und ihrem Team großes Kopfzerbrechen. Als kurz darauf auch noch die Mutter des Babys stirbt und weitere Personen bedroht sind, wird klar, dass ein Serientäter sein Unwesen treibt.
Immer wieder sind Kapitel eingeschoben, die in der Vergangenheit handeln. Ein Kriegshäftling berichtet aus seinem Leben – wirklich erschreckend und verwoben mit historischen Fakten.

Meine Meinung:
Zunächst musste ich mich etwas an den Schreibstil gewöhnen, der zwar wirklich toll zu lesen ist, aber manche Szenen werden für meinen Geschmack zu detailreich beschrieben. Das führt etwas zu Längen, wo es keine geben müsste.

Auch mit den Charakteren musste ich zum Teil erst etwas „warm werden“, vor allem mit Lorenz Rasper. Doch schon nach kurzer Zeit hatte ich meine Favoriten unter den Ermittlern gefunden und fand es toll, auch mehr aus deren Privatleben zu erfahren. Keiner wirkt hier blass, es sind allesamt Personen mit Ecken und Kanten – und sehr menschlichen Zügen.

Als Regionalkrimi würde ich dieses Buch eigentlich nicht bezeichnen, da die Handlung doch an sehr vielen verschiedenen Orten angesiedelt ist. Trotzdem wirkte es durch die genaue Beschreibung der Schauplätze manchmal so, was ich sehr interessant fand.

Die Kapitel, die in der Vergangenheit handeln, brachten mir einen Teil der Geschichte nahe, mit dem ich mich bisher nicht befasst hatte. Es war erschreckend zu lesen und ich werde mich über dieses Thema noch weiter informieren. Danke für die Denkanstöße!

Was den Kriminalfall betrifft: hier ist Konzentration beim Lesen gefragt. Es ist eine sehr komplexe Geschichte mit vielen Handelnden, sowohl bei den Opfern als auch bei den Ermittlern. Die Spannung steigt im Verlauf immer mehr an und man kann als Leser toll miträtseln. Unerwartete Wendungen und falsche Spuren dürfen natürlich hier auch nicht fehlen.

Am Ende ist der Fall zwar geklärt, aber „drumherum“ bleibt noch vieles offen. Ein typisches Ende für eine Krimireihe. Und ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

Fazit:
Ein spannender Krimi mit erschreckendem historischem Hintergrund. Der Auftakt zu einer neuen Reihe, die ich auf jeden Fall im Auge behalten werde!

Bewertung:
5pfoten

Ein Gedanke zu „Sterbenszeit von Michael Kibler – Meine Rezension …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.