Blutiger Winter von Tom Callaghan – Meine Rezension …

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Atlantik (19. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3455650198
ISBN-13: 978-3455650198
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Über den Autor:
Tom Callaghan stammt aus Nordengland und studierte im englischen York und am Vassar College, New York. Nach seinem Studium arbeitete er als Creative Group Head einige Jahre bei Saatchi & Saatchi in London, New York und Philadelphia. Weitere Stationen waren Singapur und später Dubai, wo er bis heute lebt. Als leidenschaftlich Reisender pendelt er zwischen London, Prag, Dubai und Bischkek.
„Blutiger Winter“ ist der erste Roman einer Serie mit Inspektor Akyl Borubaew.

Der Buchrückentext:
„Seit ‚Kind 44‘ habe ich nichts mehr so Eindringliches gelesen. Dieser Thriller ist gnadenlos, atmosphärisch stark und unglaublich spannend. Callaghan weiß, genau, wovon er schreibt!“
Sebastian Fitzek

Ein klirrender Wintermorgen in Bischkek. Leblos im Schnee eine junge Frau, in deren aufgeschlitztem Leib Inspektor Borubaew eine grauenvolle Entdeckung macht. Das Werk eines Perversen? Borubaews Ermittlungen führen ihn durch die unglaublichen Landschaften Kirgisistans und in Kreise, deren einzige Sprache die Gewalt ist.

Die Geschichte:
Eine ermordete Frau wird gefunden in der schneereichen Kälte Kirgisistans. Es stellt sich bald heraus, dass sie die Tochter eines einflussreichen Mannes war. Inspektor Borubaew von der Mordkommission soll den Fall aufklären, zusätzlichen Druck erhält er vom Vater der Toten.
Schnell wird klar, dass es noch mehr Verbrechen mit dem gleichen Modus Operandi gibt. Doch wer zerstückelt Frauen und legt tote Föten in ihnen ab?
Während seiner Nachforschungen gerät Akyl selbst immer mehr ins Fadenkreuz: Vertreter der Organisierten Kriminalität sind genau so hinter ihm her wie ein paar andere skrupellose Gestalten, die vor einem Mord nicht zurückschrecken …

Meine Meinung:
Akyl ist ein toller Protagonist, den ich sehr schnell ins Leserherz geschlossen habe. Einerseits kann er sehr abgebrüht und brutal sein, andererseits merkt man ständig, dass er kein skrupel- und gefühlloser Kerl ist. Das liegt nicht nur an den vielen Gedanken, die er sich über den kürzlichen Krebstod seiner Frau macht.

Tom Callaghan hat einen absolut tollen Schreibstil mit einer gehörigen Portion schwarzen Humors. Trotz der vielen brutalen und blutigen Szenen gibt es oft Grund zum Schmunzeln.

Die Atmosphäre ist insgesamt eher bedrückend, was auch am ständigen Schneefall und den eisigen Temperaturen liegt, die man stellenweise beinahe spüren kann. Überhaupt beschreibt der Autor seine Szenen mit so treffenden Worten, dass man immer mitten im Geschehen ist. Und das, ohne unnötig ausschweifend zu werden … Längen gibt es keine in diesem Buch. Es fesselt einfach nur und man merkt kaum, wie man die Seiten umblättert.

Der Fall an sich ist kompliziert und vielschichtig. Viele Verdächtige, viele Spuren, bei denen man aufpassen muss, um nicht den Durchblick zu verlieren. Am Ende wartet eine gute Auflösung, mit der ich mich durchaus anfreunden konnte.

Akyl erzählt uns die Ereignisse aus seiner Perspektive, wodurch man schnell eine Beziehung zu ihm aufbauen kann. Aber auch die Nebenfiguren wirken recht authentisch und man fühlt mit einigen mit. Das Geschehen lässt einen nicht kalt – trotz des kirgisischen Winters, der alles im eisigen Griff hat.
Ganz eindrucksvoll beschreibt der Autor auch die Situation der Bevölkerung in diesem Teil der Welt. Die Verstrickungen von Politik, Militär und Kriminalität. Alles sehr lebensnah und irgendwie bedrückend.

Fazit:
Ein super geschriebener, blutiger Thriller mit einem Ermittler, den man schnell ins Leserherz schließt. Ich freu mich schon auf das nächste Buch mit Inspektor Borubaew.

Bewertung:
5pfoten

Bei Daggis Buch-Challenge hake ich hiermit Punkt 31 ab.

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