Nebelflut von Nadine d´Arachart & Sarah Wedler – Meine Rezension …

Broschiert: 222 Seiten
Verlag: telescope (22. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3941139525
ISBN-13: 978-3941139527

Über die Autorinnen:
Nadine d’Arachart und Sarah Wedler, geboren 1985 und 1986 in Hattingen, studieren Sozialwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum und schreiben seit mehr als zehn Jahren gemeinsam. Neben zahlreichen Veröffentlichungen in Anthologien und Jahrbüchern erhielten sie verschiedene Preise für ihre Kurzgeschichten und Drehbuchideen. Außerdem nahmen sie am Finale des Open Mike 2011 teil. Zuletzt wurden sie im November 2012 mit dem Förderpreis des Literaturbüro Ruhr ausgezeichnet. Ihr erster Roman „Die Muse des Mörders“, ein Remake des E.T.A.-Hoffmann-Klassikers „Das Fräulein von Scuderi“, erschien im Frühjahr 2012. Ihr zweites Buch, der Thriller „Abgründe“ wurde im April 2012 als E-Book veröffentlicht.

Der Buchrückentext:
Vor neunzehn Jahren verschwand die kleine Amy Namara spurlos – nun werden ihre blutigen Kleider in einem Fluss nahe Dublin entdeckt. Zeitgleich beginnt eine grausame Mordserie. Schnell wird Amys Bruder Patrick, ein unbescholtener Arzt, zum Hauptverdächtigen. Was keiner weiß: Auch an Amys Schicksal ist er alles andere als unschuldig.

Die Geschichte:
In einem Fluss wird ein altes Nachthemd und ein zerschlissener Teddybär gefunden. Die Ermittler können die Dinge recht schnell der vor 19 Jahren verschwundenen Amy Namara zuordnen. Bei einer weiteren Suche rund um den Fluss stoßen sie auf eine Schaffarm und auf eine Leiche – und auf ein seltsames Grab.
Amys Bruder, der Arzt Patrick, wird durch den Fund ziemlich aus der Bahn geworfen. Er wird außerdem schnell zum Hauptverdächtigen und versucht, sich mit Drogen durch den Alltag zu retten. Ob das seine alten Schuldgefühle dämpfen kann?

Meine Meinung:
Das Buch fängt sehr spannend an und kurze Kapitel mit häufigen Szenenwechseln sorgen dafür, dass es auch meistens so bleibt.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen: flüssig, ungekünstelt, mit glaubwürdigen Dialogen. Auch die Charaktere wirken recht realitätsnah, aber es gab fast niemanden, den ich besonders in mein Leserherz geschlossen habe. So ein echter Sympathieträger fehlt der Geschichte aus meiner Sicht irgendwie.
Das größte Manko war für mich allerdings der Umstand, dass ich schon nach der Hälfte des Buches die Auflösung erahnen konnte und – wie sich am Ende herausstellte – hatte ich auch größtenteils ins Schwarze getroffen. Dadurch zog sich für mein Empfinden der Rest des Buches doch extrem hin. Es kam zu Längen und eine falsche Spur wurde zu ausführlich aufgebauscht.

Fazit:
Toll geschrieben, aber leider zu früh durchschaubar.

Bewertung:
3,5pfoten

Bei Daggis Buch-Challenge hake ich hiermit Punkt 46 ab.

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