Das Blubbern von Glück von Barry Jonsberg – Meine Rezension …

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: cbt (22. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570162869
ISBN-13: 978-3570162866
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
Originaltitel: My life as an alphabet

Über den Autor:
Barry Jonsberg ist einer der renommiertesten australischen Kinder- und Jugendbuchautoren. Er studierte Englisch und Psychologie und arbeitete als Lehrer, bevor er freiberuflicher Schriftsteller wurde. Seine Bücher wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Children´s Peace Literature Award für „Das Blubbern von Glück“, und sind in den USA, in England, Frankreich, Polen, Deutschland, China, Ungarn und Brasilien erschienen. Barry Jonsberg lebt mit seiner Frau, seinen Kindern und zwei Hunden in Darwin, Australien.

Der Buchrückentext:
„Hier geht es nicht nur um mich. Es geht auch um die anderen in meinem Leben- meine Mutter, meinen Vater, meine tote Schwester Sky, meine Brieffreundin Denille, meinen reichen Onkel Brian, Erdferkel-Fisch und Douglas Benson aus einer anderen Dimension. Das sind Menschen (mit Ausnahme von Erdferkel-Fisch, der ein Fisch ist), die mich geprägt haben, die mich zu dem gemacht haben, was ich bin. Ich kann nicht über mein Leben berichten, ohne gleichzeitig über sie zu berichten.
Ich stehe vor einer großen Aufgabe, doch ich bin zuversichtlich, dass ich ihr gewachsen bin.“

Witzig, berührend, wundervoll – die blubbernd herzerhebende Geschichte eines ungewöhnlichen Mädchens, das entschlossen ist, alle um sich herum glücklich zu machen!

Die Geschichte:
Candice ist eine Zwölfjährige, die sich nicht leicht beschreiben lässt: wäre sie eine Erwachsene, dann würde man sie vielleicht als exzentrisch bezeichnen – oder wie manche Leute im Buch: als Autistin.
Doch das wird ihr nicht gerecht, sie ist einfach ein absolut herzliches, hochintelligentes Mädchen, das sich nicht darum schert, was andere als „normal“ betrachten.
Durch den plötzlichen Kindstod ihrer kleinen Schwester geriet ihre kleine Familie in eine Krise. Candice setzt alles daran, wieder Glück in ihrer aller Leben zu bringen – und dafür lässt sie sich einiges einfallen …

Meine Meinung:
Eigentlich sind kunterbunte Kinder-/Jugendbücher nicht mein bevorzugter Lesestoff, doch hier haben mich das schöne Cover und die Kurzbeschreibung neugierig gemacht.
Um bei meinen üblichen Genres zu bleiben: Candice hat mich irgendwie an jemanden erinnert … wer die Bücher von Kathy Reichs bzw. die daraus entstandene TV-Serie „Bones – Die Knochenjägerin“ kennt, dem ist Temperance Brennan sicher ein Begriff. „Das Blubbern von Glück“ könnte die Kindheitsgeschichte von Tempe sein.
Candice ist ebenso hochintelligent, sie reagiert seltsam auf Ironie und hat die Angewohnheit, sich über die seltsamsten (oder für uns: banalsten) Dinge wahnsinnig viele Gedanken zu machen. Außerdem versteht sie typisch menschliche Gefühlsäußerungen nicht so wirklich oder ignoriert sie konsequent, sie sieht alles eher abgeklärt und ist stets schonungslos ehrlich. Das führt immer wieder zu urkomischen Situationen. Ihr umfassender Wortschatz sorgt obendrein für so manchen Lacher … sie ist ein durch und durch ungewöhnliches Mädchen.

In ihrer Familie gibt es wirklich viel Leid, aber das kommt nie so richtig bedrohlich beim Leser an. Das lässt Candice mit ihrer besonderen Art überhaupt nicht zu. Sie schmiedet sehr ungewöhnliche Pläne, um wieder Glück in ihrer aller Leben zu bringen.

„Wie du siehst, möchte ich nach Glück streben. Ich möchte es einfangen, am Wickel packen, mit nach Hause schleifen und zwingen, sämtliche oben aufgelisteten Menschen zu umarmen.“ (Seite 72)

Candice ist nichts zu schwer, um ihr Ziel zu erreichen. Sie setzt sich todesmutig zum ersten Mal auf ein Fahrrad, sie konsultiert einen Anwalt, sie stellt sich ihrer schlimmen Seekrankheit … alles nur, um ihre Familie wieder glücklich zu sehen.

„Da Montag war, herrschte mehr Verkehr, doch ich vermied es, überfahren zu werden, denn das hätte meiner Stimmung einen ganz schönen Dämpfer versetzt.“ (Seite 89)

… so geht Candice mit Gefahr um.
Locker und mit viel schwarzem Humor schreibt der Autor Barry Jonsberg diese wunderschöne Geschichte aus der Sicht eines kleinen Mädchens, das man sofort ins Herz schließt.

Fazit:
Ein wunderschönes, berührendes Buch mit so viel Witz, Charme und ungewöhnlichen Ideen! Ich liebe es und kann es Lesern jeden Alters nur wärmstens empfehlen!

Bewertung:
5pfoten

Ein ganz besonders lieber Dank geht an Zitroschs Leseland für dieses Buch, das ich bei einer Verlosung gewinnen durfte! 🙂

Bei Daggis Buch-Challenge hake ich hiermit Punkt 51 ab.

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