Mein langer Weg nach Hause von Saroo Brierley – Meine Rezension …

Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (10. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548375634
ISBN-13: 978-3548375632
Originaltitel: A Long Way Home

Über den Autor:
Saroo Brierley wurde in Khandwa, Madhya Pradesh, Indien geboren. Er lebt heute in Hobart, Australien und fährt regelmäßig nach Indien um seine leibliche Familie zu besuchen.

Der Buchrückentext:
EIN MODERNES MÄRCHEN
Durch einen dramatischen Zufall wird der fünfjährige Saroo von seiner Familie getrennt und landet am anderen Ende Indiens auf den Straßen von Kalkutta. Wochenlang schlägt sich der kleine Junge alleine durch, bis ihn ein Waisenhaus aufnimmt und zu Adoptiveltern nach Australien schickt. Fünfundzwanzig Jahre später macht sich Saroo mit Hilfe von Google Earth auf die Suche nach seiner leiblichen Familie. Das Unglaubliche passiert: Er findet ein Dorf, das dem Bild in seiner Erinnerung entspricht – und macht sich auf den Weg …

Die Geschichte:
Der kleine Saroo wächst mit zwei Brüdern, einer kleinen Schwester und seiner Mutter in sehr ärmlichen Verhältnissen in Indien auf. Der Vater hat die Familie leider im Stich gelassen, so dass die älteren Kinder schon früh zum Lebensunterhalt beitragen müssen. Eines Abends begleitet Saroo einen seiner Brüder zu einem Bahnhof in der Nähe: sie wollen dort ein bisschen Geld verdienen. Die Brüder trennen sich und dann kommt es zu einer folgenschweren Entscheidung: Saroo steigt in einen Zug und schläft darin ein.
Als er wieder erwacht, ist er in einer fremden Stadt: ausgerechnet im riesigen, gefährlichen Kalkutta. Völlig auf sich allein gestellt, schlägt sich der Fünfjährige durch – und sein Instinkt rettet ihn wohl mehrmals vor großen Gefahren. Schließlich landet er nach einigen Monaten im Waisenhaus und wird schnell von einem australischen Ehepaar adoptiert. Ein neues Leben beginnt – doch seine Vergangenheit kann und will Saroo niemals vergessen.
Und nach 25 Jahren gelingt ihm das Unglaubliche: er findet seine leibliche Familie wieder.

Meine Meinung:
Diese Geschichte liest sich einfach toll, denn Saroo erzählt sehr lebendig und ausführlich.
Zunächst beschreibt er sein früheres Leben in Indien, dann die große Irrfahrt nach Kalkutta, das gefährliche Leben auf der Straße und schließlich seinen Weg bis nach Australien.
Später im Rückblick wird ihm zwar bewusst, dass seine Erinnerungen nicht immer ganz der Realität entsprachen, doch das ist nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, wie jung Saroo damals noch war.
Sympathische Menschen gibt es viele in diesem Buch, es hat wirklich viel Spaß gemacht, mit ihnen mitzufühlen. Und an Gefühlen mangelt es in dieser Geschichte absolut nicht – in jeglicher Form sind sie präsent: Verzweiflung, Angst, Hoffnung, Liebe, Freundschaft, Vertrauen und unbeschreibliche Freude.
Sehr schön fand ich auch, dass immer wieder deutlich wird, wie das Schicksal unser Leben bestimmt. An Saroos Beispiel kann man sehen, dass alles Negative auch eine positive Seite hat – wir müssen nur lernen, diese zu erkennen. Manchmal gelingt uns das auch erst lange Zeit später, manchmal nie.
Das Buch hat mich sehr gefesselt, ich wollte es nur ungern wieder aus der Hand legen. Ganz beeindruckend fand ich auch die Farbfotos, die Saroos Geschichte noch lebendiger werden lassen.
Eine klare Leseempfehlung für Jung und Alt!

Fazit:
Eine sehr berührende Geschichte, die deutlich zeigt, über welch verschlungene Pfade uns das Schicksal so durchs Leben führt.

Bewertung:
5pfoten

Bei Daggis Buch-Challenge hake ich hiermit Punkt 21 ab.

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