Frauenmahd von Marc Ritter – Meine Rezension …

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (19. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492306039
ISBN-13: 978-3492306034

LESEPROBE

Die bisher erschienenen Bücher der Reihe:

Über den Autor:
Marc Ritter, geboren 1967 in München, wuchs in Garmisch-Partenkirchen auf, wo er nach dem Abitur für eine Garmisch-Partenkirchner Lokalzeitung schrieb. Zum Studium kehrte er nach München zurück. Ritter arbeitete als Manager für Print- und Online-Medien und ist seit mehreren Jahren als Unternehmensberater tätig. Er wohnt mit seiner Familie in München.
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Der Buchrückentext:
»Der Förster schmeißt einen Mann in den Kuhflucht-Wasserfall. Die Story musst du machen!« Als der Garmisch-Partenkirchner Lokalreporter Karl-Heinz »Gonzo« Hartinger den Anruf von der Zeitung bekommt, ist er gerade in Berlin gelandet, um ein wildes Wochenende zu verbringen. Daraus wird nichts. Kurz darauf stürzt die grüne Landtagsabgeordnete auf einer steilen Bergwiese, der Frauenmahd, zu Tode. Zufall, dass beide Tote in der Nähe des geplanten Pumpspeicherkraftwerks gefunden werden? Und wie kommt die Haschischplantage in das Bestattungsinstitut Kupfer?

Die Geschichte:
Eigentlich will „Gonzo“ Hartinger nur ein schönes Wochenende in Berlin verbringen mit seinem alten Kumpel Klaus Westphal, doch er muss seine Pläne kurzfristig ändern: zu Hause in Garmisch-Partenkirchen gab es nämlich einen Mord. Der örtliche Bestatter wurde von einer unbekannten Person in eine Schlucht gestoßen. Als Hauptverdächtiger wurde der Ehemann einer berühmten Bankerin und Milliardärin festgenommen. Karl-Heinz hofft auf eine ganz große Story.
Seine Hoffnung scheint sich zu erfüllen, als schließlich auch noch eine Landtagsabgeordnete tot aufgefunden wird. Doch es dauert mal wieder nicht lange und Gonzo steckt selbst ganz gefährlich tief in der Sache drin und muss um sein eigenes Leben fürchten. Während die Polizei keine Ahnung hat, scheint er dem Täter empfindlich nahe zu kommen …

Meine Meinung:
Der freche, flüssige Schreibstil von Marc Ritter macht das Lesen zum Vergnügen. Auch für Nicht-Bayern ist das Buch bestens geeignet: es enthält keine komplizierten Dialektpassagen und regionale Begriffe erklären sich aus dem Zusammenhang.
Wenn man die (bayerische) Politik etwas verfolgt, dann kann man noch mehr über diverse Anspielungen schmunzeln, die der Autor geschickt in die Story eingeflochten hat. Überhaupt kommt der Humor hier nicht zu kurz.
Die Morde sind allesamt eher unblutig, wenn man von der abgestürzten Leiche mal etwas absieht. Aber so insgesamt ist das Buch auch für zartbesaitete Leser gut geeignet.
Geschickt gelegte falsche Spuren und viele mögliche Motive sorgen dafür, dass man sehr schön miträtseln kann. So gelingt es Marc Ritter, die Spannung lange aufrecht zu erhalten, bis man endlich weiß, wie alles zusammenhängt.
An Sympathieträgern fehlt es in diesem Alpenkrimi auch nicht: „Gonzo“ Karl-Heinz Hartinger ist ein unangepasster Typ, der sich nur ungern etwas vorschreiben lässt und der nichts unversucht lässt, um der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Seine Ex Kathi ist auch eine starke Persönlichkeit, die man schnell ins Leserherz schließt. Auch die Nebenfiguren bleiben nicht blass, sondern wirken alle lebendig – auch wenn sie es im Krimi manchmal nicht lange bleiben.
Mir hat das Wiedersehen mit vielen alten Bekannten sehr viel Spaß gemacht und ich bin schon gespannt, wie es im nächsten Teil der Reihe weiter geht. Am Ende ist der Fall zwar aufgeklärt, aber es bleiben schon noch viele Dinge offen, auf die ich mir noch Antworten erhoffe.

Fazit:
Ein toller Regionalkrimi mit interessanten Charakteren und einer gut durchdachten komplexen Story. Es geht viel um Politisches, aber auch um andere aktuelle Themen, die der Autor gekonnt auf die Schippe nimmt.

Bewertung:
5pfoten

Bei Daggis Buch-Challenge hake ich hiermit Punkt 23 ab.
Das Buch war eines von über 20 ungelesenen Büchern aus dem PIPER-Verlag, die noch im Regal auf mich warten.

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