Watch me – Ich werde es wieder tun von James Carol – Meine Rezension …

Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (19. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342321595X
ISBN-13: 978-3423215954
Originaltitel: Watch Me
Übersetzer: Wolfram Ströle
Autor: James Carol

Der erste Band der Reihe und der erste Teil einer ergänzenden Kurzgeschichten-eBook-Reihe, die die Vergangenheit von Jefferson Winter beleuchten soll:

Hier findet ihr LESEPROBEN!

Die Geschichte:
Der ruhelose Profiler Jefferson Winter wird in die Kleinstadt Eagle Creek gerufen, um den brutalen Mord an einem Rechtsanwalt aufzuklären, der bei lebendigem Leib verbrannt wurde.
Alles deutet auf einen Serienmörder hin, denn die Vorgehensweise wirkt sehr routiniert und alles andere als gewöhnlich. Ein Video des Verbrechens ist zunächst der einzige Hinweis auf den Mord, da die Ermittler den Tatort und die Leiche nicht finden können. Was die Sache erst recht brisant macht: der Täter hat auf einer Internetseite einen makabren Countdown gestartet. Die Polizei und auch Jefferson vermuten, dass bei Ablauf der Zeit der nächste Mord geschehen wird. Ob sie den Mörder noch rechtzeitig aufhalten können?

Meine Meinung:
Während im ersten Buch der Reihe noch horrortaugliche Szenen die Lesergemüter erschüttert haben, geht es hier vergleichsweise harmlos zu. Der Autor verliert sich nicht in detaillierten Beschreibungen diverser Gräueltaten und so ist dieser Thriller auch für Leser geeignet, die es lieber etwas unblutiger mögen.

Hauptperson ist natürlich wieder der junge Profiler Jefferson Winter, der mir inzwischen doch sehr ans Leserherz gewachsen ist. Während er im Vorgängerband noch oft wie ein überheblicher Hellseher wirkt, wurde er in „Watch me“ deutlich menschlicher dargestellt. Man merkt, dass er durchaus zu Mitgefühl fähig ist und dass er auch oft von Selbstzweifeln geplagt ist. Außerdem hat er nicht immer recht mit seinen Vermutungen, was ihn auch noch ein ganzes Stück liebenswürdiger macht.
Zwei weitere Figuren spielen eine große Rolle in dieser Geschichte: der Polizist Taylor und die Pensionsbesitzerin Hannah. Sie helfen Jefferson bei der Aufklärung des Falles – und ich mochte die beiden sofort.

Die Story ist wieder einmal sehr gut durchdacht und in der Realität auch größtenteils vorstellbar. Wir begleiten Jefferson und seine beiden Helfer – trotz der beeindruckenden Profilerfähigkeiten – bei solider Ermittlungsarbeit: Durchsuchungen, Befragungen, Hinweise sammeln und auswerten. Alles relativ normal und nicht hochspannend, aber trotzdem sehr fesselnd.
Leider schweben in Thrillern ja üblicherweise nicht nur die Opfer in großer tödlicher Gefahr, sondern oft ziehen auch die Ermittler den Zorn der Täter auf sich. So wird es auch in „Watch me“ sehr brenzlig und das sorgte für mich am meisten für Spannung in dieser Geschichte.

Die Auflösung fand ich gelungen und ich bin gespannt, was Jefferson Winter im nächsten Buch erleben wird. 🙂

Fazit:
Nicht ganz so spannend wie der erste Teil der Reihe, aber trotzdem sehr lesenswert. Jefferson wirkt etwas menschlicher und verletzlicher – und seine sympathischen Mitstreiter haben mir super gefallen.

Bewertung:
4,5pfoten

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