Lauras letzte Party von J. K. Johansson – Meine Rezension …

Taschenbuch: 266 Seiten
Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (6. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3518465902
ISBN-13: 978-3518465905
Originaltitel: Laura
Autor(en): J. K. Johansson
Übersetzerin: Elina Kritzokat

Die weiteren Bücher der Trilogie, die alle noch in diesem Jahr erscheinen werden:

Die Geschichte:
Miia kehrt nach vielen Jahren als 37-jährige Sonderpädagogin wieder an ihre alte Schule zurück. Gemischte Gefühle begleiten sie bei diesem Schritt, doch ihren Job bei der Polizei konnte sie aufgrund ihrer Internetsucht nicht mehr ausüben.
Der Schulbeginn wird überschattet vom Verschwinden der 16-jährigen Laura, die nach einer Party nicht mehr nach Hause kam. Auch Miias Bruder Nikke arbeitet an der Schule: er hatte in den letzten Monaten sehr viel Kontakt zu Laura in seiner Funktion als Schulpsychologe.
Da die Eltern auch das Internet (Facebook) in die Suche nach ihrer Tochter einbeziehen, können sich die Ermittler bald vor Hinweisen nicht mehr retten, doch was darf man den oft anonymen Kommentatoren in den sozialen Netzwerken überhaupt glauben? Steckt wirklich ein Körnchen Wahrheit in den Gerüchten, die bald haufenweise über Laura verbreitet werden?
Miia will es herausfinden, obwohl sie ja nicht mehr zur Polizei gehört, mischt sie sich in die Ermittlungen ein …

Meine Meinung:
Das war leider wieder mal ein Buch, an das ich vollkommen ahnungslos heranging, ohne zu wissen, dass es Teil einer Trilogie ist. Erst auf der letzten Seite wurde mir das klar, denn das fast vollkommen offene Ende dieses Romans – selbstverständlich mit Cliffhanger – erschien mir wie die typischen Staffelfinalsendungen im Fernsehen. Wenn man allerdings bedenkt, dass unter den Autoren auch Drehbuchschreiber sind, verwundert das nicht weiter.

Am Schreibstil habe ich überhaupt nichts auszusetzen, das Ganze las sich wirklich absolut flüssig und auch die Dialoge wirkten recht authentisch.

Womit ich eher Probleme hatte, das war die Protagonistin Miia: sie hat es einfach nicht geschafft, mein Leserherz für sich zu gewinnen. Der Funke sprang nicht über, sie ist einfach eine Frau, die ich im richtigen Leben auch nicht wirklich mögen würde – und das liegt sicher nicht daran, dass sie zwei Riesenpizzas verdrücken kann und davon nicht dicker wird! 🙂 Mich haben eher ihre ständigen Männer-Eskapaden gestört, auf diese Szenen hätte ich gerne verzichtet.

Auch sonst gab es keine absoluten Sympathieträger unter den weiteren Personen in dieser Geschichte. Nikke hat mir zu oft gelogen, der Polizist Korhonen war auch ein bisschen seltsam und Miaas Freundinnen empfand ich eher als anstrengend.

Was die Story betrifft: hier ist sehr vieles absolut vorhersehbar und wenig spannend. Die ersten beiden Drittel der Geschichte kamen mir auch recht gemächlich vor, dann hatte ich einen Teil der Lösung auch schon durchschaut und im letzten Drittel kam zwar noch etwas Action auf, aber es wirkte auch alles irgendwie zerstückelt und nicht richtig rund. Die offensichtlichen Zusammenhänge werden dann auch am Ende nicht aufgeklärt und ich hätte den Ermittlern manchmal gerne einen Klaps auf den Hinterkopf verpasst, damit sie endlich die Augen öffnen.
Es wird auch schon deutlich, welche Verstrickungen und Enthüllungen in den Folgebänden auf den Leser warten, so dass ich die Bücher hauptsächlich aus dem Grund lesen möchte, um zu sehen, ob ich mit meinen Vermutungen richtig lag. 😉

Fazit:
Hätte ich gewusst, dass es sich um einen Dreiteiler handelt, dann hätte ich die Bücher auf jeden Fall „am Stück“ gelesen. Bis jetzt empfand ich die Geschichte noch als weniger spannend und sehr vorhersehbar.

Bewertung:
3pfoten

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