Dreikampf von Sabine Fink – Meine Rezension …

Broschiert: 281 Seiten
Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 1 (1. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839217350
ISBN-13: 978-3839217351
Autorin: Sabine Fink

Die bisherigen Bücher der Reihe:

Die Geschichte:
Die Kommissarin Maria Ammon nimmt im dritten Teil der Krimireihe als Staffelläuferin an einem Triathlon in Roth teil. Hochkonzentriert auf den eigenen Einsatz nimmt sie einige Vorfälle während der Veranstaltung zunächst nur eher nebenbei wahr: ein Schwimmer stirbt, ein Radfahrer stürzt schwer, ein Läufer wird vergiftet. Doch einen Todesfall erlebt sie hautnah, denn sie ist als eine der ersten am Ort des Geschehens. Der Sohn eines bekannten Sportgeschäftsinhabers wird tot auf einer Toilette gefunden.
Maria fragt sich, ob all diese Fälle irgendwie zusammenhängen, doch sie ahnt noch nicht, dass sie dem Täter damit gefährlich nahe kommt und bald ebenfalls in dessen Visier gerät.

Meine Meinung:
Mit Sport hab ich ja eigentlich so gar nichts am Hut und so hat mich das Cover (obwohl es wunderschön gemacht ist mit aufwändigem Glanzdruck) und der Titel zunächst nicht so angesprochen. Doch dann hab ich gelesen, dass es sich um einen Krimi handelt, der sich praktisch gleich in der Nachbarschaft, nämlich in der Nürnberger Gegend abspielt und schon war mein Interesse geweckt.
Daran sieht man auch gleich, dass ich die Reihe vorher (leider) noch nicht kannte. Trotzdem hab ich mich ganz gut zurechtgefunden mit den Charakteren und ihrer Vorgeschichte. Die Autorin hat einige kleine Rückblicke so geschickt platziert, dass man als Leser unbedingt wissen will, was vorher schon passiert ist: so stehen die beiden Vorgänger natürlich jetzt auf meiner Wunschliste ganz oben. 🙂

Aber nun endlich zum Wesentlichen … zunächst die Charaktere: Maria war mir gleich sympathisch. Sie wirkt so natürlich und umgänglich – im Umgang mit Kollegen genauso wie innerhalb ihrer Familie. Was ihre Beziehungen zu Männern betrifft, ist sie zwar wohl nicht so erfolgreich wie im Lösen ihrer Fälle, aber dazu muss ich noch die Vorgängerbände lesen, die hier etwas Licht ins Dunkel bringen.
Michelle ist Praktikantin und steht Maria immer zur Seite. Auch sie habe ich gleich sehr gemocht, da sie so ungekünstelt, frech, mutig und klug rüberkommt.
Dann gibt es da natürlich noch eine ganze Menge anderer Figuren, die ich mal mehr und mal weniger gut fand. Charakterisiert waren sie alle bestens, auch Nebendarsteller bleiben nicht blass.

Mit der gleichen Liebe zum Detail beschreibt Sabine Fink auch ihre Schauplätze. So kommt es, dass man sich fast fühlt, als stünde man mitten im Trubel des riesigen aufregenden Sportevents. Sie hat die Atmosphäre perfekt eingefangen und auf die Seiten gebannt. Besonders gefreut habe ich mich auch über einige Dialoge, die sehr realitätsgetreu im fränkischen Dialekt geschrieben wurden. Man muss aber auch als Fränkisch-Unkundiger keine Angst haben, denn diese Passagen halten sich doch sehr in Grenzen.

Auch durch das sehr hohe Maß an Spannung, das schon auf den ersten Seiten aufkommt, wirkt die ganze Geschichte nicht wie der typische Regionalkrimi, denn diese sind doch meistens eher unblutig und harmlos.
Hier ist das ganz anders, wobei die Autorin es aber auch nicht nötig hat, zu sehr in blutige Details zu gehen. Viel mehr erzeugt sie eine nervenzerreißende Atmosphäre durch kleine Andeutungen, geschickt platzierte Kapitel aus Tätersicht und die Verwendung beinahe mystischer Elemente.
Was Sabine Fink auch absolut perfekt beherrscht, das ist das „In-die-Irre-führen“ des Lesers, wobei ich mich hier als „geübter“ Krimileser auch nicht ausnehmen kann. Auch ich bin bereitwillig ihren geschickt gelegten falschen Spuren gefolgt, die zwar stellenweise schon etwas durchschaubar waren, aber was die wahre Auflösung betraf, hatte ich trotzdem keinerlei Ahnung. Immer wieder wurde ich überrascht und am Ende fügte sich – trotz vieler Irrwege – alles sauber zusammen.

Wirklich toll geschrieben und so fesselnd, dass ich das Buch fast gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.
Die Auflösung wird noch unterstützt von einigen Erklärungen und Rückblicken, was der ganzen Geschichte noch mehr Authentizität verleiht. Und man merkte auch, dass die Autorin hier viel recherchiert hat.

Fazit:
Ein Verwirrspiel der Extraklasse … habe schon lange keinen Krimi mehr gelesen, der mich so oft überraschen konnte!

Bewertung:
5pfoten

2 Gedanken zu „Dreikampf von Sabine Fink – Meine Rezension …

  1. Hallo,

    dieser Krimi konnte mich komplett überzeugen – hier stimmte einfach alles. Obwohl ich eher eine langsame Leserin bin, konnte ich das Buch in nur zwei Tagen durchlesen und es fiel mir schwer, das Buch beiseite zu legen.

    LG,
    Heidi, die Cappuccino-Mama

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