Todesurteil von Andreas Gruber – Meine Rezension …

Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (16. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442480256
ISBN-13: 978-3442480258
Autor: Andreas Gruber

Der 1. Teil der Reihe:

Die Geschichte:
Im zweiten Teil der Reihe um die junge Kommissarin Sabine Nemez und den exzentrischen Profiler Maarten S. Sneijder erfüllt sich endlich Sabines großer Traum: sie darf eine Ausbildung an der Akademie des BKA Wiesbaden beginnen.
In ihrem Kurs behandeln sie auch noch ungelöste Mordfälle, bei denen Sabine bald einige Zusammenhänge entdeckt.
Ihr Ex-Freund Erik liegt indes auf der Intensivstation und kämpft um sein Leben: ihm wurde von einem Unbekannten in den Kopf geschossen.
In Wien taucht zur gleichen Zeit die 11-jährige Clara wieder auf, die ein Jahr vorher offenbar entführt worden war. Auf ihrem Rücken trägt sie ein fürchterliches Tattoo, das die Hölle aus Dantes „Inferno“ darstellt.
Staatsanwältin Melanie Dietz nimmt sich persönlich des Falles an, da sie früher eng mit Claras Mutter befreundet war. Bald finden sie heraus, dass es noch weitere Mädchen gibt, die von dem verrückten Tattookünstler entführt wurden. Doch wer steckt dahinter?

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mir fast noch besser gefallen als Teil 1 der Reihe und ich freu mich jetzt schon auf eine baldige Fortsetzung.

Andreas Grubers Schreibstil ist einfach toll: schnörkellos, mit glaubwürdigen Dialogen, viel Spannung und genau dem richtigen Maß an Details. An keiner Stelle wird es langweilig; ganz im Gegenteil: die zwischen zwei Schauplätzen wechselnden Kapitel machen es fast unmöglich, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Man will ständig wissen, wie es weitergeht, absolut fesselnd!

Maarten S. Sneijder hat inzwischen viel von seiner Bissigkeit verloren, er wirkt immer sympathischer und mit Vincent hat er endgültig mein Leserherz erobert.
Vincent ist einer von zwei Hunden, denen in der Geschichte eine nicht unwichtige Rolle zugedacht wurde. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich absoluter Hundefan bin und es für mich ein absolutes No-Go ist, wenn in Thrillern oder Krimis Tiere zu Schaden kommen. Bei Andreas Gruber muss man solche Szenen nicht befürchten – und dafür hat er gleich noch einen Sondersympathiepunkt verdient!
Sabine muss in diesem Teil schon wieder einen schlimmen Verlust ertragen und sie tut mir wirklich oft sehr leid. Doch trotzdem rappelt sie sich immer wieder auf und setzt auch oft ihr eigenes Leben aufs Spiel, um andere zu retten. Sie ist eine tolle Protagonistin, die ich von Anfang an sehr mochte.
Doch neben diesen Personen gibt es wieder viele weitere nette Figuren, die das Lesen zur Freude werden lassen. Bei allem Mord und Totschlag finden sich in Andreas Grubers Geschichten auch immer sehr viele tröstliche, herzliche Momente, die für ein gutes Gleichgewicht sorgen.

Was die beschriebenen Morde und Verbrechen angeht, muss man als Leser schon etwas Blut und Schrecken ertragen können. Die Methoden sind dabei wieder sehr unterschiedlich und kreativ erdacht. Der Autor hat sich eine sehr komplexe Geschichte ausgedacht, die immer wieder zu überraschen weiß, selbst wenn man denkt, man hätte endlich alles durchschaut.

Fazit:
Temporeich, super durchdacht, spannend – und mit tollen Charakteren. Ich liebe diese Reihe!

Bewertung:
5pfoten

2 Gedanken zu „Todesurteil von Andreas Gruber – Meine Rezension …

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