Der Trakt von Arno Strobel – Meine Rezension …

Audio CD
Verlag: Argon Verlag (5. September 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839890756
ISBN-13: 978-3839890752
Autor: Arno Strobel

Die Geschichte:
Sibylle Aurich erwacht in einem seltsamen Krankenhaus und wird sehr misstrauisch, als ihr ein Arzt erzählt, sie hätte zwei volle Monate im Koma gelegen. Kurz darauf gelingt ihr die Flucht und damit beginnt eine lange Suche nach der Wahrheit – und vor allem nach ihrem Sohn Lukas. Sie kann sich noch erinnern, dass er von einem Mann entführt wurde. Doch dann der Schock: ihr eigener Mann erkennt sie nicht mehr und leugnet obendrein, dass sie jemals ein Kind gehabt hätten. Hat sie das alles nur geträumt? Was ist Realität und was ist Fiktion?

Meine Meinung:
Die Story klang eigentlich ganz spannend und ich mag die Bücher von Arno Strobel auch immer sehr gerne, aber hier wurde ich leider herb enttäuscht.
Das fing schon mit den Charakteren an, die ich einfach allesamt nicht sympathisch finden konnte, am wenigsten die Hauptpersonen. Sibylle war anfangs noch ganz ok in ihrer Verwirrtheit, aber dann nervte sie zunehmend, was auch an oft völlig irrationalem Verhalten lag und daran, dass sie Offensichtliches einfach nicht kapieren wollte.
Das hat sie gemeinsam mit einigen anderen Figuren, deren Verhalten aber wenigstens im Nachhinein noch etwas erklärbar wurde.

Die Geschichte ist nur ganz am Anfang etwas spannend, doch das lässt leider ganz schnell nach. Durch die Informationen, die man erhält, ist man sehr früh in der Lage, sich die Zusammenhänge vorzustellen. Und ab diesem Punkt wurde es immer nerviger und nerviger – und sehr unglaubwürdig. Auf der Suche nach der Wahrheit und nach Lukas geht Sibylle völlig seltsame Wege und ignoriert konsequent logische Ansätze – und das zieht sich über viele CDs, um die Geschichte irgendwie am Laufen zu halten. Als Hörer konnte ich mich nur noch aufregen und hätte die Figuren am liebsten angebrüllt, damit sie endlich mal ihr Hirn einschalten und logisch denken. Es war ein bisschen wie in einem Horrorfilm, bei dem man tatenlos zusehen muss, wie sich die Darsteller in dämliche, ausweglose Situationen bringen.

Die Auflösung war dann also in keinster Weise überraschend, nur einige Personen sorgten während der Geschichte für ein paar Wendungen, weil man nie so genau weiß, wem Sibylle vertrauen kann und wem besser nicht.

Fazit:
Leider extrem durchschaubar, es zieht sich so in die Länge und von logischem Verhalten der Protagonisten fehlte oft jede Spur. Hat mich leider meist genervt und nicht wirklich gut unterhalten.

Bewertung:
2pfoten

2 Gedanken zu „Der Trakt von Arno Strobel – Meine Rezension …

  1. Das Buch habe ich glaube ich auch noch auf dem SuB und da wird es wohl auch noch etwas bleiben, wenn ich Deine Rezi so lese. Schade, der Plot von Der Sarg hatte mir nämlich gut gefallen. Aber auch da hatte ich in der Rezi geschrieben, dass es vorhersehbar war.

    LG
    Daggi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.