LOTUSBLUT von Judith Winter – Meine Rezension …

Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: EA, (1. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423215690
ISBN-13: 978-3423215695
Autorin: Judith Winter

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Die gesamte Reihe:

Die Geschichte:
Im zweiten Teil der Thrillerreihe müssen die beiden jungen Frankfurter Kommissarinnen Emilia und Mai einen sehr kniffligen Fall lösen: die 10-jährige Kaylin wird von einem Ehepaar entführt, das kurz darauf erschossen wird. Em verfolgt den Killer noch, kann ihn aber nicht festnehmen. Die chinesischen Adoptiveltern des Mädchens geben sich sehr verschlossen und zu allem Überfluss schaltet sich auch noch das BKA ein.
Als Kaylin dann plötzlich selbst aus dem Krankenhaus flieht, steht endgültig fest, dass mehr hinter der Sache steckt als eine misslungene Entführung. Die Kleine will gar nicht zurück zu ihren Adoptiveltern. Em und Zou dürfen aber leider nicht mehr offiziell ermitteln, ihnen wurde der Fall entzogen.
Währenddessen wird Em auch noch von den Geistern ihrer Vergangenheit verfolgt: als sie im gleichen Alter war wie Kaylin fand sie zusammen mit einer Freundin ihre erste Leiche. Bis heute wurde dieser Mord nicht aufgeklärt …

Meine Meinung:
Diese Bücherreihe finde ich einfach super, denn Judith Winter gelingt mit ihrem eindrücklichen Schreibstil eine wundervoll lebendige Atmosphäre, in die man vollkommen eintauchen und für einen Moment den Alltag vergessen kann.
Der konstant hohe Spannungsbogen sorgt außerdem dafür, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen will.

Emilia und Mai habe ich in „Siebenschön“ schon fest ins Leserherz geschlossen. Sie sind zwei Frauen, die auf den ersten Blick sehr stark wirken, doch auch sie haben mit verschiedenen persönlichen Problemchen zu kämpfen. Ihre Gefühlswelt ist ein wichtiger Bestandteil der Story und macht die Figuren noch lebendiger und authentischer.

Besonders Emilia hat es diesmal nicht leicht, denn sie erinnert sich immer wieder an ihre Vergangenheit: als Zehnjährige fand sie mit ihrer Freundin Melli einen toten Jungen in einem See. Melli konnte dieses Erlebnis anscheinend nie richtig verarbeiten und rutschte in die Alkohol- und Drogensucht ab.
Dass man Em die Ermittlungen entzieht, macht ihr auch sehr zu schaffen. Vor allem, weil sie Kaylin beschützen will und gern auf ihr Bauchgefühl vertraut. Entgegen vieler Widerstände setzt sie sich über diverse Anweisungen hinweg und geht ihren eigenen Weg, der nicht immer ungefährlich ist.

In „Lotusblut“ geht es etwas weniger blutig zu als im ersten Teil der Reihe. Trotzdem fehlt es niemals an Spannung, die alleine schon dadurch aufrecht erhalten wird, weil man das Geheimnis von Kaylin ergründen möchte. Sie ist ein ganz besonderes Mädchen, das manchmal beinahe etwas unheimlich wirkt durch ihre scharfen Sinne und die Art, wie sie sich in ihrer Umgebung bewegt.

Etwas schade fand ich, dass Em und Mai sich am Ende des Buches immer noch siezen, hoffentlich werden sie sich im dritten Band endlich eingestehen, dass sie eigentlich gute Freundinnen sein könnten.

Fazit:
Eine tolle durchdachte Story mit vielen Facetten und Irrwegen macht dieses Buch zu einem wirklich fesselnden Lesevergnügen!

Bewertung:
5pfoten

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