KINDER SPRECHEN MIT DEM DALAI LAMA von Claudia Rinke – Meine Rezension …

Gebundene Ausgabe: 158 Seiten
Verlag: C.H.Beck; Auflage: 1 (10. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3406674534
ISBN-13: 978-3406674532

Über die Autorin:
Claudia Rinke hat als Juristin und Projektmanagerin für die Vereinten Nationen gearbeitet. Sie ist derzeit für eine Beratungsgesellschaft in Berlin tätig.

Der Buchrückentext:
„Warum lassen wir zu, dass Menschen an Hunger sterben?“
„Wie können wir lernen, warmherzig zu sein?“
„Wie werde ich glücklich?“
„Waren Sie schon mal verliebt?“
„Was mache ich, wenn ich mit Worten oder körperlich angegriffen werde?“
„Was halten Sie vom Islam?“
„Haben Sie Angst vor dem Sterben?“

Diese und andere Fragen haben Schülerinnen und Schüler in Deutschland an den Dalai Lama gerichtet, der darauf kluge, visionäre, überraschende und immer ganz offenherzige Antworten gegeben hat. Claudia Rinke hat die Gespräche dokumentiert. Einleitend erzählt sie das Leben des Dalai Lama, der seine eigene Kindheit als Gottkönig verehrt im Potala-Palast verbracht hat, und erklärt für junge Leser die Grundzüge seiner Lehre und des Buddhismus.

Meine Meinung:
Schon lange mache ich mir so meine Gedanken über den Sinn des Lebens und wie man die Zeit hier auf Erden am besten verbringen sollte. Religion kann manchen Menschen hierbei weiterhelfen, aber mir gefällt nicht, dass in deren Namen weltweit auch so viele Konflikte ausgetragen werden. Während meiner Sinnsuche bin ich schon häufig auf den Buddhismus gestoßen. Das ist keine Religion, die an einen alleinigen Gott glaubt, sondern hier geht es eher um ethische Grundsätze, die JEDER Mensch leben kann.

Es gibt eine einfache Prämisse, nach der wir alle leben sollten und die wirklich die Kraft hat, die Welt grundlegend zu verändern. Dieser Leitgedanke findet sich auch in verschiedenen Formulierungen in den religiösen Schriften der Christen, Muslimen, Juden, Hindus und Buddhisten. Immanuel Kant hat es so formuliert:
„Handle nur nach der Maxime, von der du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“
Fast jeder kennt diese „Goldene Regel“ als den bekannten Spruch „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.“

Das Buch richtet sich zwar hauptsächlich an Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene können in diesem wundervollen Werk viele Weisheiten entdecken, die sogar das eigene Leben nachhaltig verändern können.

Die Lebensgeschichte des Dalai Lama hat mich sehr fasziniert, aber vor allem fand ich seine Bescheidenheit so beeindruckend. Wenn er auf eine Frage keine Antwort weiß, dann scheut er sich keine Sekunde, das offen zuzugeben. Er tritt niemals als allwissender Mensch auf, sondern wirkt gänzlich sympathisch und absolut ehrlich.
In mir hat diese Lektüre auf jeden Fall den Wunsch geweckt, noch mehr über diesen faszinierenden Mann und den Buddhismus allgemein zu erfahren.
Das ist kein Buch, das man einfach zuklappt und vergisst. Dieses Werk hat wirklich das Potential, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Hoffentlich findet es eine weite Verbreitung.

Fazit:
Dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre in jeder Schule gehören. Wissen ist wichtig, aber Mitgefühl ist noch wichtiger, um die Welt wieder zu einem besseren Ort zu machen!

Bewertung:
5pfotenplus

Bei Daggis Buch-Challenge 2016 hake ich hiermit Punkt 6 ab.

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