BULLET SCHACH von Ben Bauhaus – Meine Rezension …

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Egmont LYX; Auflage: 1 (5. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802595874
ISBN-13: 978-3802595875
Über den Autor: Ben Bauhaus wurde 1973 in Berlin geboren und ist in Niedersachsen aufgewachsen. Nach einem Studium der Amerikanistik an der FU Berlin arbeitet Bauhaus derzeit als Game-Designer. Er hat drei Kinder und wohnt mit seiner Familie in Berlin.

Die gesamte bisherige „Johannes Thiebeck“-Reihe:

Die Geschichte:
Der Ex-Hauptkommissar Johannes „Johnny“ Thiebeck wurde vom Dienst suspendiert, nachdem ein Serienmörder bei der Festnahme unter ungeklärten Umständen zu Tode kam. Seitdem hält er sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und verbringt viel Zeit mit seinem Hobby: dem Schachboxen.
Als sein Auto gestohlen wird und einige Tage später seine frühere Partnerin Jana mit ihrem Kollegen Mirko Densch vor der Tür steht, ahnt Johnny nichts Gutes. Man hat den Wagen gefunden und darin den toten Sohn seines Box-Coaches … der Mörder hat ihn in Lack ertränkt. Bald taucht das nächste Opfer auf und mit ihm wird ein Muster ersichtlich: der Killer hat es auf Johnny abgesehen. Er spielt mit ihm online ein tödliches Schachspiel, bei dem jede geschlagene Figur einen neuen Mord bedeutet …

Meine Meinung:
Und schon wieder habe ich eine neue Thrillerreihe für mich entdeckt, die künftig zum Pflichtprogramm gehören wird. Mit Ben Bauhaus lernen wir die tödliche Seite von Berlin kennen und mitten im Geschehen steht der Ex-Polizist Johannes Thiebeck.
In seiner Dienstzeit galt er als egozentrischer Draufgänger, der sich nicht immer an die Vorschriften gehalten hat. Ihn verband eine sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit seiner jüngeren Kollegin Jana. Jetzt hat diese einen neuen Partner: Mirko Densch, den Johnny überhaupt nicht leiden kann.

Die Charaktere sind allesamt wunderbar ausgearbeitet, wirken lebendig und sehr glaubwürdig. Johnny und Jana mochte ich gleich sehr gerne, genau wie einige andere Figuren aus dem Boxclub, außerdem Johnnys Familie und Freundin Tamina.
Hier bekommt man einfach alles, was man sich von einem tollen Thriller wünschen kann: Emotionen und eine fesselnde Geschichte. Denn ohne Protagonisten, mit denen man mitfühlen kann, ist ein Krimi oder Thriller doch nur ein seelenloser Spannungsroman. Doch Ben Bauhaus hat das grandios gemacht und seine Geschichte hat mich so in den Bann gezogen, dass ich das Buch nur noch ungern aus der Hand legen wollte.
Auch die Schauplätze kann man sich immer bestens visualisieren und Berliner werden sich bestimmt heimisch fühlen beim Lesen.

Von der Sportart „Schachboxen“ hatte ich vorher zwar noch nichts gehört und es klingt schon etwas seltsam, aber durchaus nach einer interessanten Herausforderung. Dafür kannte ich bereits die Substanz „DMSO“, die der Täter als Hilfsmittel für seine Betäubung verwendet: das Zeug ist gut gegen Schmerzen und künftig werde ich bei der Benutzung wohl immer an dieses Buch denken müssen.
Insgesamt fand ich die ganze Story super durchdacht und an keiner Stelle besonders unglaubwürdig, wie das bei Thrillern ja doch häufig der Fall ist. Es gibt sowohl actionreiche Szenen als auch emotionale Momente. Am Ende wird alles gut aufgeklärt und es bleiben keine offenen Fragen. Außer vielleicht, wie es mit Johnny beruflich weitergeht. Aber das werde ich vielleicht in „Killerverse“ lesen, auf das ich mich schon sehr freue.

Sehr gefallen hat mir auch die Tatsache, dass der Autor es nicht nötig hat, bei den Morden zu sehr ins Detail zu gehen. Es wird zwar auch mal blutig, aber das hält sich alles in Grenzen und die Leser werden nicht mit seitenlangen Berichten aus der Gerichtsmedizin zugetextet, um einen möglichst hohen Ekelfaktor zu erzielen.

Fazit:
Schon wieder eine geniale Thrillerreihe entdeckt, die künftig einen festen Platz in meinem Bücherregal haben wird! Ben Bauhaus überzeugt mit sympathischen Charakteren, einer sehr spannenden Story und einer glaubwürdigen Atmosphäre. Kann ich nur empfehlen!

Bewertung:
5pfoten

Bei Daggis Buch-Challenge hake ich hiermit Punkt 32 ab.

2 Gedanken zu „BULLET SCHACH von Ben Bauhaus – Meine Rezension …

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