Der Spatz in der Hand – ist die Taube… von Hanna-Laura Noack – Meine Rezension…

Seiten 215
ISBN-13 978-3-8476-9374-1
Veröffentlicht am: 15.06.2014

Taschenbuch: 268 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (29. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1500193062
ISBN-13: 978-1500193065

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Über die Autorin:
Hanna-Laura Noack war KV-zugelassene Psychotherapeutin und arbeitete lange Jahre in diesem Beruf, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete.
Vor ihrer Niederlassung als Psychotherapeutin in eigener Praxis arbeitete sie im Ausland an verschiedenen Botschaften, unter anderem als „Consulars Clerk“ an einer Britischen Botschaft, als Privatsekretärin und Dolmetscherin des Botschafters in zwei weiteren Botschaften.
Danach, parallel zu ihrem Beruf, leitete sie langjährig ein Berufsverbandsfachteam (BDP) für Diplom-Psychologen,
führte ein von ihr entwickeltes Trainingsseminar bei WDR, NDR und dem Kabelfunk Dortmund durch und trat vielfach als Expertin in Funk und Fernsehen auf (WDR, VOX, RTL).
Hanna-Laura Noack lebt und arbeitet in der Nähe von Köln und in der Bretagne.
Ihr erster Roman „Strom des Himmels“ hat überall Bestwertungen erhalten, hier zum Beispiel der Link zu den Lovelybooks-Rezensionen.
Weitere Infos über Hanna-Laura Noack findet ihr HIER.
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Die Kurzbeschreibung durch die Autorin:
Nach fünfundzwanzig Ehejahren plagen Eva Mai allnächtlich schlimme Alpträume. Zusehends von der düsteren Perspektive ihrer Zukunft überzeugt, beschließt sie, der faden Suppe ihrer Ehe etwas Würze beizufügen. Dabei konzentriert sie sich auf eine männliche Zutat aus bestem französischem Wachstumsgebiet. Er ist Orthopäde und stammt aus Paris, aber was macht dieser Mann dann so lange in Köln?
Evas Freundin Monika, ebenfalls Orthopädin, hält ihn für einen Betrüger, ein Verdacht, der sich nach ihren Recherchen im Kölner Ärzte- und Krankenhausmilieu zu verdichten scheint. Doch Eva hat sich in ihn verliebt und stellt auf ihre Art Nachforschungen an. Allmählich kommt sie seinem Geheimnis auf die Spur…

Meine Inhaltsbeschreibung, ohne zu viel zu verraten:
Alles beginnt mit Szenen einer Ehe, die viele von uns nachfühlen können. Vor allem diejenigen, die schon länger verheiratet sind und bei denen sich die erste rosarote Zeit der Verliebtheit bereits verflüchtigt hat, können die Nöte und Sorgen von Eva verstehen.
Eva ist in zweiter Ehe mit ihrem jüngeren Mann Jürgen verheiratet. Ihr Göttergatte arbeitet sehr viel und dementsprechend vernachlässigt fühlt sie sich. Doch nicht nur Zeitmangel, sondern auch andere Nachlässigkeiten seinerseits bringen sie schließlich dazu, eine Anzeige aufzugeben. Als Autorin sucht sie einen männlichen Protagonisten für ein neues Buchprojekt.
Die zwiespältige Gefühlswelt von Eva wird lebensnah geschildert. Einerseits ist da ihr Bedürfnis, treu zu Jürgen zu stehen, andererseits ihr Wunsch nach einer Veränderung der Beziehung, um Abwechslung in das Grau ihres Ehealltags zu bringen.
Sie lernt den Franzosen Jean-Jacques kennen und verliebt sich nach einiger Zeit auch ein bisschen in ihn. Doch irgendetwas an diesem Mann ist seltsam. Eva spürt, dass er ein Geheimnis verbirgt und fragt sich, was wohl dahinterstecken könnte.
Ihre beste Freundin Monika bietet ihre Hilfe an und fördert alsbald Ergebnisse zutage, die zunächst nicht gerade zu Evas Beruhigung beitragen. Doch unabhängig voneinander dringen sowohl Monika als auch Eva zu dem von Jean-Jacques verborgenen, erschütternden Geheimnis durch. Eine Erkenntnis, die Jean-Jacques für sie in ein völlig anderes Licht setzt. Als Jean-Jacques Eva zum Dank für ein Wochenende nach Paris einlädt, entstehen für alle Beteiligten Verwirrungen, die sich am besten mit jenen in Theaterstücken von Molière vergleichen lassen.

Meine Meinung:
In jeder Phase des Romans kann man mitfühlen, wie es Eva innerlich geht. Sie ist eine absolut lebendig wirkende und sympathische Protagonistin, deren Ängste und Emotionen fast greifbar sind. Auch die anderen Personen sind gut gezeichnet, manchmal erschreckend realitätsnah: Eva liebt ihre Tochter, deren Reaktionen man sich, besonders beim eigenen Kind, wirklich nicht gerade wünscht. Dieser Aspekt verkörpert einen Teil der geschickt eingeflochtenen Sozialkritik.
Bei allem Ernst des (Ehe)Lebens darf natürlich etwas Spaß nicht fehlen und so findet sich auch die richtige Portion Humor in diesem Roman. Außerdem garantiert Jean-Jacques´ Geheimnis die nötige Spannung – eine rundum gelungene Mischung!

Das Ende der geschickt aufgebauten Geschichte ist emotionsgeladen und sorgt mit einigen Überraschungen für ein stimmiges Gesamtbild.
Trotz der meist eher ruhigen Erzählweise schaffte es das Buch, mich zu fesseln und ich habe mich bestens unterhalten gefühlt! Klappt man das Buch zu (oder hier besser: schließt man die Datei), dann hallt das Gelesene noch eine Weile nach, animiert zum Nachdenken über eigene Beziehungen und Freundschaften.

Fazit:
Eine sehr berührende, lebensnahe Geschichte über Enttäuschungen, zwischenmenschliche Konflikte, aber auch über Freundschaften, Treue und die Macht der Liebe. Hanna-Laura Noack findet stets die richtigen Worte – und nebenbei auch noch genug Raum für humorvolle Passagen.

Wertung:
5 von 5 Sterne

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