Waidmannstod von Maxim Leo – Meine Rezension …

Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: KiWi-Paperback (10. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3462046764
ISBN-13: 978-3462046762
Preis: 14,99 EUR

Über den Autor:
Maxim Leo wurde 1970 in Ost-Berlin geboren, ist gelernter Chemielaborant, studierte Politikwissenschaften und wurde Journalist. Er arbeitet als Reporter bei der Berliner Zeitung, schreibt mit Jochen-Martin Gutsch Bestseller über sprechende Männer und außerdem Drehbücher für den Tatort. 2006 erhielt er den Theodor-Wolff-Preis. Für sein autobiographisches Buch Haltet euer Herz bereit wurde er 2011 mit dem Europäischen Buchpreis ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Berlin.
(Kiepenheuer & Witsch)

Der Klappentext:
Ein toter Jäger, ein Wald voller Geheimnisse und ein Kommissar, der im Kinderzimmer wohnt
Kommissar Voss ist gerade in sein brandenburgisches Heimatdorf zurückgekehrt, als ein Toter im Wald entdeckt wird. Waidmännisch hingerichtet. Der Tote besaß Teile des Waldes, die er an eine Windkraftfirma verpachten wollte; Feinde hatte er viele, aber die Spuren sind verwirrend.
Zum Glück für Kommissar Voss gibt es Maja, die polnische Pflegerin seiner Mutter, die ihn regelmäßig aus der Fassung bringt und meistens die richtigen Fragen stellt. Doch dann wird der zweite Tote entdeckt, wieder wie ein Tier erlegt; und das verändert alles.
Hochspannend, raffiniert und überraschend: ein Krimi, der die wilde Natur und die packende Geschichte der Mark Brandenburg ebenso in den Blick nimmt wie ihre Gegenwart.

Die Geschichte:
Als sein Vater stirbt, kehrt Daniel Voss nach vielen Jahren Abwesenheit wieder zurück nach Sternekorp. Da er nicht auf Anhieb eine geeignete Wohnung findet, zieht er erst einmal wieder in seinem alten Kinderzimmer ein. Für die Betreuung seiner kranken Mutter hat Daniel eine Polin engagiert: Maja, eine Pflegerin.
Nach einer Treibjagd wird im Wald ein Toter gefunden. Die Leiche wurde seltsam drapiert, so als wollte der Mörder ein bestimmtes Ritual verfolgen. Leider bleibt es nicht bei einem Toten und der Fall wird immer komplizierter. Es deutet alles darauf hin, dass die Ermordeten gemeinsam in dunkle Geschäfte verwickelt waren.
Kommissar Voss ermittelt mit einem neuen Team, das ihm zunächst noch recht fremd ist. Sie machen aber bald Fortschritte, doch dann gerät Daniel selbst in größte Gefahr …

Meine Meinung:
Das ist mal wieder ein Krimi ganz nach meinem Geschmack. Während ich früher gerne Blutigeres a´la Cody McFadyen gelesen habe, mag ich zur Zeit lieber die ruhigeren Bücher, die zwar ebenso ein bisschen Spannung und Ansätze zum Miträtseln bieten, die aber auf allzu blutige und effektheischende Szenen verzichten können. Außerdem ist mir das „Drumherum“ zunehmend wichtig: gerne erfahre ich etwas mehr über das Privatleben der Protagonisten, das macht die Charaktere lebendiger und glaubwürdiger.

In „Waidmannstod“ findet man all das und sogar noch mehr: schöne Beschreibungen der Landschaft und Natur, Begegnungen mit Wildtieren und Vögeln, Wissenswertes über die Geschichte der Mark Brandenburg und Besonderheiten von Land und Leuten. Einfach eine ganz tolle, stimmige Mischung, die mich bestens unterhalten hat.

Kommissar Voss ist ein Mann, der eher zurückhaltend auftritt, er mag es auch nicht, wenn er von unvertrauten Menschen angefasst wird – da kann ich ihn gut verstehen! 🙂 Zuweilen handelt er etwas impulsiv und bringt sich selbst in Gefahr, aber seine Taten sind immer ganz gut nachvollziehbar.
Er wirkt – genau wie seine Kollegen – sehr authentisch und es gibt auch keine allzu abgehobenen Figuren, wie man sie heute oft in Krimis findet (wobei mich das auch nicht stört).

Der Kriminalfall an sich büßt zwar etwas an Spannung ein, da man zwischendurch immer wieder viel über Privates, Natur und andere Dinge erfährt, aber es liest sich trotzdem sehr fesselnd.
Viele mögliche Spuren, die teilweise in Sackgassen führen, sorgen dafür, dass man schön mitraten kann. Am Ende kommt es noch zu Überraschungen, die Auflösung ist aber schlüssig und es bleiben keine Fragen offen.

Dieses Buch bildet ja den Auftakt zu einer Reihe und ich werde auch das nächste Buch auf jeden Fall lesen! Kommissar Voss hat einen Fan gefunden!

Fazit:
Ein eher ruhiger Krimi mit ausführlicher Ermittlungsarbeit und mit vielen Informationen über das Privatleben der Charaktere, die Natur und die Gegend, in der die Handlung angesiedelt ist. Mir hat das Lesen sehr große Freude bereitet und ich empfehle das Buch gerne weiter!

Bewertung:
5pfoten

2 Gedanken zu „Waidmannstod von Maxim Leo – Meine Rezension …

    • Da bin ich auch irgendwann davon abgekommen, früher habe ich die geliebt (Cody McFadyen & Co.).
      So kann sich der Geschmack im Laufe der Zeit ändern …

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