{"id":1032,"date":"2014-10-15T22:28:42","date_gmt":"2014-10-15T20:28:42","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.beastybabe.de\/?p=1032"},"modified":"2014-10-15T22:37:20","modified_gmt":"2014-10-15T20:37:20","slug":"besserland-von-alexandra-friedmann-meine-rezension","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.beastybabe.de\/?p=1032","title":{"rendered":"<strong>Besserland<\/strong> von Alexandra Friedmann &#8211; Meine Rezension &#8230;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3862200523\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3862200523&#038;linkCode=as2&#038;tag=beastybueche-21&#038;linkId=NES22UM5EICND7EN\"><img decoding=\"async\" border=\"0\" src=\"http:\/\/ws-eu.amazon-adsystem.com\/widgets\/q?_encoding=UTF8&#038;ASIN=3862200523&#038;Format=_SL250_&#038;ID=AsinImage&#038;MarketPlace=DE&#038;ServiceVersion=20070822&#038;WS=1&#038;tag=beastybueche-21\" ><\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=beastybueche-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3862200523\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><\/p>\n<p>Gebundene Ausgabe: 272 Seiten<br \/>\nVerlag: Graf Verlag (30. September 2014)<br \/>\nSprache: Deutsch<br \/>\nISBN-10: 3862200523<br \/>\nISBN-13: 978-3862200528<br \/>\nPreis: 18,00 EUR<\/p>\n<p><strong>\u00dcber die Autorin:<\/strong><br \/>\nAlexandra Friedmann, geboren 1984 in Gomel, Wei\u00dfrussland, kam 1989 \u00fcber Umwege mit ihrer Familie nach Krefeld. Nach ihrem Abitur 2004 verbrachte sie acht Jahre in Paris, wo sie Literatur und Journalismus studierte. 2010 Praktikum bei der taz, zahlreiche Ver\u00f6ffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften.<br \/>\nAlexandra Friedmann lebt mit Mann und Tochter in Berlin. Besserland ist ihr erster Roman. <\/p>\n<p>Mehr \u00fcber sie auf <a href=\"http:\/\/www.alexandra-friedmann.com\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.alexandra-friedmann.com<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Der Klappentext:<\/strong><br \/>\nGomel, Wei\u00dfrussland 1987: Papa Edik ist ein herzensguter Hausmann, der unter dem Pantoffel seiner Frau Lena steht, einer arbeitsamen Bauzeichnerin. Er spielt lieber mit seinen Freunden Karten, besucht sein T\u00f6chterchen im Kindergarten und l\u00e4sst sich nach sowjetischer Manier f\u00fcr immer neue sinnlose T\u00e4tigkeiten einspannen. Als Cousin Mischa Goldstein jedoch eines Tages eine M\u00f6glichkeit findet, zu seiner Tante Raja nach Brooklyn auszureisen, setzt sich eine Lawine in Gang.<br \/>\nDenn seit Perestroika herrscht und damit die gem\u00fctlichen staatsfinanzierten Jobs wacklig sind, zugleich der Antisemitismus weiter Bl\u00fcten treibt, lassen sich die Friedmanns von der allgemeinen Auswanderbegeisterung anstecken.<br \/>\nAls sie endlich das Visum in H\u00e4nden halten und der Familien-Tross schlie\u00dflich zusammen mit den befreundeten Grosmanns gen Westen aufbricht, lernen wir noch einen ganzen Reigen von skurrilen Typen kennen, als da sind: Sima Semjonowna, Jossik, das Schlitzohr, bei dem sie in Wien Unterschlupf finden, Oma Anna und am Ende den Asylhelfer Klaus Kr\u00e4mer.<br \/>\nDenn w\u00e4hrend ihrer Tour durch Europa stellen Edik und Lena fest, dass sie eigentlich gar nicht bis nach Amerika m\u00fcssen, um das zu haben, wonach sie sich sehnen: Freiheit und Wohlstand gibt es schlie\u00dflich fast vor der Haust\u00fcr!<br \/>\nAlexandra Friedmanns Roman ist schwindelerregend tempo- und anekdotenreich, voller \u00fcberraschender, witziger Metaphern und haarstr\u00e4ubender wahrer Begebenheiten. Sie zeigt uns das heutige Europa als einen Kaninchenbau voller raffinierter Schlupf-l\u00f6cher, aber auch, wieviel von Gl\u00fcck und Zufall abh\u00e4ngt, ob man am Ende tats\u00e4chlich in Besserland ankommt. <\/p>\n<p><strong>Die Geschichte:<\/strong><br \/>\nDie Autorin erz\u00e4hlt die Geschichte ihrer eigenen aufregenden Kindheit. Als sie gerade einmal im Kindergartenalter war, beschlossen ihre Eltern, Russland f\u00fcr immer zu verlassen und nach Amerika auszuwandern.<br \/>\nDas gelobte Land, in dem man viel Geld verdienen kann, im eigenen riesigen Haus wohnen und schlicht frei sein &#8211; f\u00fcr die kleine Alexandra ist es einfach nur &#8222;Besserland&#8220;.<br \/>\nZusammen mit einer befreundeten Familie machen sie sich auf den Weg und erleben allerhand skurrile Abenteuer. Sie landen allerdings am Ende nicht in den USA, sondern lassen sich in Deutschland nieder.<br \/>\nIn &#8222;Besserland&#8220; gibt es den k\u00f6stlichsten Brotaufstrich der Welt und aus Zapfh\u00e4hnen flie\u00dft Saft &#8230; das muss das Paradies sein, oder doch nicht?<\/p>\n<p><strong>Meine Meinung:<\/strong><br \/>\nZuerst war ich etwas skeptisch wegen des quietschbunten Covers, aber schon der Klappentext hat mich eigentlich \u00fcberzeugt, dass ich es unbedingt lesen will.<br \/>\nUnd ich bin sehr froh \u00fcber diese Entscheidung, denn dieses Buch ist einfach so toll geschrieben.<br \/>\nDie Story ist eigentlich nicht wirklich lustig, denn wer l\u00e4sst schon gerne seine Verwandten zur\u00fcck und verkauft sein ganzes Hab und Gut, um mit einigen Koffern in eine ungewisse Zukunft aufzubrechen? Nat\u00fcrlich kann man sagen, dass sie es ja freiwillig getan haben, aber wenn man nicht selbst in so einer Lebenssituation steckt, sollte man sich besser ein Urteil verkneifen.<br \/>\nSo habe ich diese Geschichte vorurteilsfrei und niemals wertend gelesen und habe mich einfach blendend unterhalten lassen. Unter anderem von grandiosen Formulierungen wie dieser hier:<\/p>\n<p><em>&#8222;Guten Tag&#8220;, sagte das Radio. Das hatten meine Eltern verstanden. Pl\u00f6tzlich tauchte die Hoffnung in der T\u00fcr unseres Kommunalh\u00e4uschens auf, bat sich selbst herein und setzte sich der Hilflosigkeit dreist auf den Scho\u00df.<\/em><br \/>\nSeite 188<\/p>\n<p>Die Charaktere wirken lebendig und authentisch, auch die Gauner in der Geschichte kommen gut weg, denn irgendwie wird \u00fcber alle Erlebnisse ein rosa Schleier gelegt. So wirkt sogar der Tisch, \u00fcber den man gezogen wird, noch sehr h\u00fcbsch! \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Auf dem Schutzumschlag findet man \u00fcbrigens einige Familienfotos. W\u00e4re noch das T\u00fcpfelchen auf dem i gewesen, wenn einige Bilder im Buch und etwas gr\u00f6\u00dfer verewigt worden w\u00e4ren.<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong><br \/>\nDer wunderbare humorvolle Schreibstil l\u00e4sst die Seiten nur so dahinfliegen. Es macht einfach Spa\u00df, dieses Buch zu lesen!<\/p>\n<p><strong>Bewertung:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/blog.beastybabe.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/5pfoten.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.beastybabe.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/5pfoten-300x45.jpg\" alt=\"5pfoten\" width=\"300\" height=\"45\" class=\"alignnone size-medium wp-image-690\" srcset=\"https:\/\/blog.beastybabe.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/5pfoten-300x45.jpg 300w, https:\/\/blog.beastybabe.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/5pfoten-624x95.jpg 624w, https:\/\/blog.beastybabe.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/5pfoten.jpg 709w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gebundene Ausgabe: 272 Seiten Verlag: Graf Verlag (30. 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