{"id":2583,"date":"2016-01-17T02:50:39","date_gmt":"2016-01-17T01:50:39","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.beastybabe.de\/?p=2583"},"modified":"2016-01-18T13:30:08","modified_gmt":"2016-01-18T12:30:08","slug":"gefaehrliches-terrain-von-gabriele-stave-meine-rezension","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.beastybabe.de\/?p=2583","title":{"rendered":"GEF\u00c4HRLICHES TERRAIN von Gabriele Stave &#8211; Meine Rezension &#8230;"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3898095207\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3898095207&#038;linkCode=as2&#038;tag=beastybueche-21\"><img decoding=\"async\" border=\"0\" src=\"http:\/\/ws-eu.amazon-adsystem.com\/widgets\/q?_encoding=UTF8&#038;ASIN=3898095207&#038;Format=_SL250_&#038;ID=AsinImage&#038;MarketPlace=DE&#038;ServiceVersion=20070822&#038;WS=1&#038;tag=beastybueche-21\" ><\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/ir-de.amazon-adsystem.com\/e\/ir?t=beastybueche-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3898095207\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"0\" alt=\"\" style=\"border:none !important; margin:0px !important;\" \/><\/p>\n<p>Broschiert: 256 Seiten<br \/>\nVerlag: <a href=\"http:\/\/www.bebraverlag.de\/verzeichnis\/titel\/468.html\" target=\"_blank\">berlin.krimi.verlag im be.bra verlag<\/a>; Auflage: 1., Aufl. (9. Mai 2011)<br \/>\nSprache: Deutsch<br \/>\nISBN-10: 3898095207<br \/>\nISBN-13: 978-3898095204<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.bebraverlag.de\/autoren\/autor\/233-gabriele-stave.html\" target=\"_blank\">\u00dcber die Autorin:<\/a> <strong>Gabriele Stave<\/strong>, geboren 1948 in Berlin, Journalismusstudium an der Universit\u00e4t Leipzig. Sie arbeitete u. a. f\u00fcr die \u00bbWochenpost\u00ab, die \u00bbNeue Berliner Illustrierte\u00ab, die Satirezeitschrift \u00bbEulenspiegel\u00ab, als Autorin f\u00fcr Kinderb\u00fccher, H\u00f6rfunk und TV sowie f\u00fcr Ausstellungen und Kataloge. Gabriele Stave lebt als freiberufliche Schriftstellerin und Journalistin in der N\u00e4he von Berlin. <\/p>\n<p><strong>Die Geschichte:<\/strong><br \/>\nDieser Krimi basiert auf wahren Begebenheiten, das macht f\u00fcr mich das Lesen immer gleich noch einen Tick spannender.<br \/>\nIm Jahr 1923 steckte Deutschland mitten in einer schlimmen Inflation, die gesamte Bev\u00f6lkerung litt immer noch unter den Folgen des Krieges. Die drei jungen Leute Willi, Luise und Max wollten sich ein bisschen Ablenkung von der t\u00e4glichen Not verschaffen und auf einem Sch\u00fctzenfest au\u00dferhalb Berlins etwas Spa\u00df haben. Doch in dem kleinen Ort Rhunow kam es zu einer folgenschweren Begegnung: Willi traf auf seine Ex-Verlobte Dora und sogleich entbrannte ein Streit mit ihrem neuen Verehrer Johannes.<br \/>\nKurze Zeit sp\u00e4ter war Johannes tot, erschossen von einem unbekannten Sch\u00fctzen. Zun\u00e4chst wurde alles als ein bedauerlicher Unfall abgetan, doch dann landete der Fall auf dem Schreibtisch des kurz vor der Pension stehenden Kriminalrats Eugen Ruben in Berlin. Dieser ging der Sache genauer auf den Grund und fand viele Beweise, die gegen Willi sprachen.<br \/>\nDoch ein Reporter glaubte nicht an diese Version und er recherchierte ebenfalls in Rhunow. Dabei traf er auf eine Mauer des Schweigens &#8211; und auf eine seltsame H\u00e4ufung von Schussverletzungen in der Gegend &#8230;<\/p>\n<p><strong>Meine Meinung:<\/strong><br \/>\nZun\u00e4chst musste ich mich ein bisschen an den Schreibstil gew\u00f6hnen. Was aber in keiner Weise daran liegt, dass dieser schlecht w\u00e4re, eher im Gegenteil: Gabriele Stave liefert in jedem Satz so viele Infos, dass man wirklich konzentriert lesen muss. Au\u00dferdem sind die Dialoge meistens sehr authentisch im \u00f6rtlichen Dialekt verfasst, weshalb auch diese meine ganze Aufmerksamkeit forderten.<\/p>\n<p>Die Autorin hat offensichtlich sehr akribisch recherchiert, denn sie nimmt uns mit auf eine wahre Zeitreise ins Jahr 1923. Nicht nur der Dialekt macht das Ganze so lebendig, sondern auch die verwendeten zeitgem\u00e4\u00dfen Formulierungen. Dazu erhalten wir noch sehr viele detaillierte Informationen, beispielsweise \u00fcber Kleidung, Umgangsformen, Einrichtungsgegenst\u00e4nde, Ern\u00e4hrung, Politik oder den Verfall der W\u00e4hrung. So ergibt sich eine Atmosph\u00e4re, der man sich nur schwer entziehen kann: man ist mittendrin im Berlin der Zwanzigerjahre. Interessant fand ich unter anderem, dass unbekannte Leichen in Glask\u00e4sten f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit ausgestellt wurden, um sie zu identifizieren. In Zeiten des Internets heute nicht mehr vorstellbar, aber nat\u00fcrlich \u00e4u\u00dferst sinnvoll f\u00fcr damalige Verh\u00e4ltnisse.<\/p>\n<p>Auch ihre Charaktere zeichnet Gabriele Stave mit sehr viel Liebe zum Detail. Der Kriminalrat Eugen Ruben ist eine ganz sympathische Figur, dem seine lebendige Gef\u00fchls- und Gedankenwelt ein hohes Ma\u00df an Authentizit\u00e4t verleihen. Ebenso glaubw\u00fcrdig wirken auch die anderen Personen, egal ob gut oder b\u00f6se.<\/p>\n<p>Das Buch zeigt sehr sch\u00f6n, wie die Ermittlungen damals vonstatten gingen und wie der Stand der Technik so war. Das fand ich sehr interessant und spannend. Manchmal m\u00f6chte man schier verzweifeln, denn &#8211; wie auch heutzutage leider noch oft \u00fcblich &#8211; bedeutet &#8222;Recht haben&#8220; nicht gleichzeitig &#8222;Recht bekommen&#8220;. So erz\u00e4hlt diese Geschichte auch von Zweifeln, Gewissen, Rache, Schuld und Unschuld &#8211; und wirft die Frage auf, ob alle Menschen wirklich gleich behandelt werden.<\/p>\n<p>Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen, da man ganz nebenbei noch einen wunderbaren, lebendigen Einblick in die Vergangenheit bekommt. Das Buch empfehle ich gerne weiter!<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong><br \/>\nEin akribisch recherchierter Krimi mit viel Wissenswertem \u00fcber die damalige Zeit. Spannend, fesselnd erz\u00e4hlt und sehr unterhaltsam.<\/p>\n<p><strong>Bewertung:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/blog.beastybabe.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/5pfoten.jpg\" rel=\"attachment wp-att-690\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blog.beastybabe.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/5pfoten-300x45.jpg\" alt=\"5pfoten\" width=\"300\" height=\"45\" class=\"alignnone size-medium wp-image-690\" srcset=\"https:\/\/blog.beastybabe.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/5pfoten-300x45.jpg 300w, https:\/\/blog.beastybabe.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/5pfoten-624x95.jpg 624w, https:\/\/blog.beastybabe.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/5pfoten.jpg 709w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bei <a href=\"http:\/\/www.daggis-welt.de\/21387\/daggis-buch-challenge-2016-die-ausschreibung\/\" target=\"_blank\">Daggis Buch-Challenge<\/a> hake ich hiermit Punkt 46 ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Broschiert: 256 Seiten Verlag: berlin.krimi.verlag im be.bra verlag; Auflage: 1., Aufl. 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