Sei ganz still von Sebastian Thiel – Meine Rezension …

Broschiert: 277 Seiten
Verlag: Gmeiner Verlag (4. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839217016
ISBN-13: 978-3839217016

Über den Autor:
Sebastian Thiel, geboren 1983 in Viersen, lebt und arbeitet als freier Autor in Tönisvorst am Niederrhein. Nach einer Ausbildung zum Fachinformatiker arbeitete er als IT-Manager in einem mittelständischen Dienstleistungsunternehmen, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete.
Mehr auf www.sebastianthiel.net oder auf der Autorenseite bei Gmeiner

Der Buchrückentext:
Die Jagd beginnt!
Im Sommer des Jahres 1938 brodelt die Stimmung im Deutschen Reich. Hitler verlangt nach mehr Lebensraum im Osten, das Volk stimmt blind vor Euphorie ein. Nur der Schläger, Trinker und Polizist Friedrich Wolf bekommt von alldem nichts mit.
Eingesperrt im Strafgefangenenlager schuftet er unter schlimmsten Bedingungen, bis ein mysteriöser SS-Arzt ihn herausholt und ihn beauftragt, ein ganz bestimmtes Mädchen in der Düsseldorfer Unterwelt ausfindig zu machen. Eine Jagd beginnt, die Wolf an seine Grenzen bringt. Und bald schon wird aus dem Jäger ein Gejagter …

Die Geschichte:
Friedrich Wolf war eigentlich Polizist, doch seine Ermittlungs- und Verhörmethoden fanden keine Zustimmung bei seinen Vorgesetzten und so landete er schließlich selbst als Krimineller in einem Strafgefangenenlager. Nach einem besonders harten Tag mit vielen Misshandlungen taucht plötzlich ein SS-Arzt auf und Wolf darf das Lager mit ihm verlassen. Zunächst glaubt Friedrich noch an eine Falle, doch an einem offenen Grab in seiner Heimatstadt Düsseldorf erfährt er schließlich die Hintergründe seiner wundersamen Befreiung: er soll die Verlobte des SS-Arztes ausfindig machen, die eigentlich tot dort im Sarg liegen sollte.
Eine Jagd beginnt, die geprägt ist von Gewalt und Verrat, aber auch von Hoffnung, Liebe und Freundschaft.

Meine Meinung:
Dies ist nicht das erste Buch, das ich von Sebastian Thiel gelesen habe – und sicher auch nicht das letzte. Er schreibt einfach toll: man fühlt sich sofort mitten im Geschehen, kann die lebendig geschilderten Situationen bestens nachvollziehen und fiebert mit den Protagonisten. Er schafft in diesem Krimi eine so düstere, spannende Atmosphäre, der man sich nicht entziehen kann. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Die Hauptfigur Friedrich Wolf ist ein vielschichtiger Charakter, dessen harte und weiche Seite sehr gut verdeutlicht werden. Er schreckt vor Gewalt nicht zurück und erfährt sie auch immer wieder am eigenen Leib. Trotzdem hat er ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden und ist insgesamt einfach ein sympathischer Kerl.

Von der Story war ich wirklich begeistert. Allein der erschreckend reale Hintergrund (die Vernichtung „unwerten Lebens“ in der NS-Zeit) verursacht Gänsehaut und beschleunigt den Puls. Die Gräuel dieser Zeit ergeben zusammen mit der gut durchdachten Geschichte einen wirklich spannenden, fesselnden Krimi, bei dem auch einiges an Blut fließt.

Das Ende bleibt in einigen Punkten etwas offen, was auf eine baldige Fortsetzung hoffen lässt. Der Fall selbst ist aber abgeschlossen und den Schluss fand ich auch sehr gelungen.

Fazit:
Ein sehr spannendes Buch mit einem erschreckend realen Hintergrund. Der „böse Wolf“ muss unbedingt seine eigene Buchreihe bekommen! Bitte mehr davon!

Bewertung:
5pfoten

Bei Daggis Buch-Challenge hake ich hiermit Punkt 15 ab.

Ein Gedanke zu „Sei ganz still von Sebastian Thiel – Meine Rezension …

  1. Hallo Angi,

    das ist ein Tipp, den ich mir sofort auf meinen Einkaufszettel geschrieben habe. Und ich weiß schon jetzt, dass auch Nina es sicher lesen wird ♥.

    Liebe Grüße
    Sandra

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