Blutwinter von Markus Flexeder – Meine Rezension …

Taschenbuch: 180 Seiten
Verlag: ars vivendi verlag; Auflage: 1 (30. November 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3869134704
ISBN-13: 978-3869134703

Über den Autor:
Markus Flexeder wurde 1973 im niederbayerischen Wildthurn geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in Eichendorf und einer Lehre zum Maschinenbauer erlangte er die Fachhochschulreife. Im Anschluss an sein abgebrochenes BWL-Studium arbeitete er als Finanzberater, Fitness-/Personaltrainer, Küchenverkäufer und ab 2008 als Technischer Kaufmann im industriellen Vertrieb. Seit 1988 lebt er in Landshut.

Der Buchrückentext:
Winter 1920, kurz vor dem Nikolaustag: Durch den knietiefen Schnee kommt das Böse in das Tal hinabgestiegen. »Der Teufel war´s«, erzählt man sich später über den Unbekannten, der 25 Bauersleute ermordete und dabei keine Gnade kannte. Im Jahr 2005 machen sich zwei Journalisten auf, das Rätsel um die Blutnacht von Wolfsham endgültig zu lüften. Mithilfe archivierter Zeugenaussagen – voll von Geschichten über Raunächte, Aberglauben und den Teufel – versuchen sie, die Fragmente Stück für Stück zusammenzufügen. Doch nur die 95-jährige Maria Stadler vermag ihre offenen Fragen womöglich noch zu beantworten. Aber die gibt nur äußerst widerwillig Auskunft …

Die Geschichte:
Die Journalisten Korbinian Lallinger und Norbert Aumüller haben sich vorgenommen, die Vorkommnisse der sog. „Blutnacht“ vom 05.12.1920 in Wolfsham näher zu untersuchen. Eine einzige Zeitzeugin konnten sie noch ausfindig machen: die 95-jährige Maria Stadler, die damals als Zehnjährige alles miterlebt hat. Ausgestattet mit einem alten Fallordner der Polizei besuchen die beiden Journalisten Maria im Altersheim.
Sie lesen ihr die damaligen Zeugenaussagen vor, um ihrem Gehirn etwas auf die Sprünge zu helfen. Doch das ist überhaupt nicht nötig: die Ereignisse haben sich unauslöschlich in Marias Gedächtnis gebrannt. Nie würde sie vergessen, was in jener nebligen Winternacht geschehen ist …

Meine Meinung:
Der atmosphärische Schreibstil gefiel mir gleich sehr gut: alles wirkte lebendig und ich war sofort mitten im Geschehen.
Auch die Protagonisten erschienen mir authentisch und das Schicksal mancher Charaktere ging mir schon nahe. Wie sie gerade noch alltägliche Dinge verrichtet hatten und dann so brutal aus dem Leben gerissen wurden … wirklich hart.
Zunächst dreht sich im Buch alles um die Vergangenheit und die damaligen Lebensumstände werden durch Rückblicke und die Zeugenaussagen sehr schön dargestellt. Ein karges, einfaches Leben, noch im Schatten des unlängst vergangenen Krieges und auch geprägt von dörflichem Aberglauben und alten Ängsten.
Unerwartete Wendungen und praktisch durchgehende Spannung sorgten dafür, dass ich mich bestens unterhalten fühlte. Alles klärte sich am Ende schlüssig auf und wirkte durchaus glaubhaft.

Fazit:
Gruselig-spannende Unterhaltung, die lebendige Bilder im Kopf entstehen lässt … echt gut geschrieben!

Bewertung:
4,5pfoten

Bei Daggis Buch-Challenge hake ich hiermit Punkt 1 ab.

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