Heimweh von Marc Raabe – Meine Rezension …

Broschiert: 432 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (8. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548286909
ISBN-13: 978-3548286907
Autor: Marc Raabe

Die Geschichte:
Der Arzt Jesse erlebt einen Albtraum: eines Abends findet er seine ermordete Ex-Frau und die gemeinsame Tochter Isa ist spurlos verschwunden. Der Täter hat eine Botschaft hinterlassen: „Du hast sie nicht verdient“ – was steckt dahinter?
Alles deutet darauf hin, dass die Lösung in Jesses Vergangenheit zu finden ist. Er verbrachte einen Teil seiner Kindheit in einem Kinderheim in Garmisch-Partenkirchen. Sofort fährt er in die verschneiten Berge, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen und seine Tochter wieder zu finden. Sein Albtraum ist noch nicht zu Ende …

Meine Meinung:
Die beiden vorherigen Bücher von Marc Raabe („Schnitt“ und „Der Schock“) habe ich geradezu verschlungen und mit Höchstwertung versehen. „Heimweh“ konnte für mich da leider nicht so ganz mithalten. Das kann aber auch ein bisschen mit einem unglücklichen Zufall zusammenhängen: erst kürzlich habe ich einen Thriller gelesen, der thematisch recht ähnlich war, also war die Auflösung noch früher erkennbar. Das nahm etwas die Spannung raus.

Aber trotzdem ist „Heimweh“ wieder ein toll geschriebenes Buch, das ich Thrillerlesern gern weiterempfehle: die Story ist gut durchdacht und überzeugt mit einigen Wendungen und Überraschungen.

Der Protagonist Jesse war mir schnell sympathisch, genau wie seine Tochter Isa und Mitstreiterin Jule. Auch wenn ich an vereinzelten Stellen das Verhalten mancher Figuren nicht ganz nachvollziehen konnte, wirkten sie meistens authentisch und glaubwürdig.

Die Geschichte wird durch den häufigen Schauplatz- und Zeitenwechsel nie langweilig: Berlin, Garmisch-Partenkirchen und immer wieder Rückblicke in die Kindheit von Jesse bzw. noch weiter zurück. Das Setting war jetzt nicht ganz neu inklusive Showdown im fast eingeschneiten, etwas gruseligen Internat / Kinderheim in den Bergen, aber Marc Raabe holt doch einiges an Gänsehautpotential aus den Szenen, nicht nur bei den Exkursionen durch den Kellertrakt des alten Gebäudes.

Fazit:
Spannend, gut durchdacht und überraschend – wieder ein toller Thriller von Marc Raabe. Wenn ihr „Schnitt“ und „Der Schock“ noch nicht kennt: unbedingt auch lesen!

Bewertung:
4pfoten

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