Die Brücke der Gezeiten – Die scharlachrote Armee von David Hair – Meine Rezension …

Broschiert: 512 Seiten
Verlag: Penhaligon Verlag (29. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3764531398
ISBN-13: 978-3764531393
Originaltitel: The Scarlet Tides (The Moontide-Quartet 2) Part One
Übersetzer: Michael Pfingstl
Autor: David Hair

Hier findet ihr eine LESEPROBE!

Bisherige Bücher der Reihe:

Die Geschichte:
Im dritten Teil der Saga erhebt sich die Leviathanbrücke nach 12 Jahren endlich wieder aus den Fluten und wird passierbar. Dies nutzt die scharlachrote Armee, unter ihnen befindet sich auch Ramon.
Elena hat zunächst den Kampf gegen ihren Widersacher Gurvon Gyle verloren, doch sie hat noch lange nicht aufgegeben. Ihre Wege kreuzen sich irgendwann mit denen Kazims.
Ramita befindet sich nach dem Tod ihres Mannes in großer Gefahr, denn sie ist schwanger. Sind die Zwillinge von Kazim oder von Antonin, dem verstorbenen Erzmagus?
Und dann verfolgen wir in diesem Teil natürlich auch, wie es mit Cym weitergeht, die sich gerade mit der Skytale auf der Flucht befindet – und mit Alaron, der sie verzweifelt sucht.

Meine Meinung:
Für die Stammleser der Reihe ein weiterer spannender Teil der Saga, für Neuleser ist ein Einstieg bei Band 3 nicht empfehlenswert, denn ohne die Vorgeschichte zu kennen, wird man vielem leider nicht folgen können. Da hilft auch ein kurzes „Was bisher geschah“ am Anfang des Buches wenig weiter.
Sogar ich als Fan tat mich anfangs etwas schwer, wieder in die Geschichte hineinzufinden, denn es geht gleich wieder voll zur Sache: es werden neue Ränke geschmiedet, Allianzen geknüpft, Herrscher erpresst und Fallen gestellt. Bis ich mich wieder vollständig an das „Wer gegen wen“ erinnert habe, sind einige Seiten vergangen.

Für das bessere Verständnis findet man immer einen umfangreichen Anhang in den Büchern, der die wichtigsten Personen aufführt und grundlegende Dinge erklärt (Zeitrechnung, Religionen, etc.). Außerdem sind innen im Umschlag detaillierte Karten der Kontinente abgedruckt.

Die Geschichte wird ja in wechselnden Handlungssträngen erzählt, in denen wir jeweils andere Personen begleiten: hauptsächlich Ramita, Kazim, Alaron, Ramon und Elena. Doch natürlich hängen diese Einzelschicksale alle zusammen, sind verbunden durch ein großes Ganzes, das immer wieder sichtbar wird.

Sehr interessant fand ich in diesem Band die Erlebnisse von Alaron, der sich auf der Suche nach Cym und der Skytale befindet. Sie werden gejagt von der Inquisition und dabei kommt es zu Szenen, die mich stark an die Flucht von Hobbit Frodo vor den Ringgeistern erinnerten. Immer mehr „Gnosisgeschöpfe“ tauchen in diesem Band auf, also durch Magie erschaffene Mischwesen, die mitunter ganz schön furchteinflößend beschrieben werden.

Die wichtigsten Charaktere kannte ich ja bereits aus den Vorgängerbänden und die meisten von ihnen haben sich auch schon einen festen Platz im Leserherz erobert. Vor allem Alaron und Elena mag ich sehr gerne.
So fand ich es umso grausamer, dass dieser Band ausgerechnet mitten in einer Szene mit Elena endet und man eigentlich sofort wissen möchte, wie es weitergeht. Gut, dass ich dieses Mal auf die Fortsetzung nur bis Oktober warten muss. 😉

David Hair hat mit dieser Saga eine Fantasywelt erschaffen, die unserer realen Welt leider oft etwas zu ähnlich ist. Viele Begriffe werden einfach leicht abgeändert, so wird zum Beispiel aus „Porridge“ „Porrij“ oder aus „Yoga“ wird „Goyo“ und so weiter. Auch die Kontinente, Völker und Religionen orientieren sich übermäßig stark an echten Vorbildern: Indien ist deutlich erkennbar, aber auch die sizilianische Mafia und vieles andere.
Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt und es stört mich nicht mehr allzu sehr, vor allem weil in diesem Teil die vielen Gnosisgeschöpfe für Abwechslung und echtes Fantasygefühl sorgen. 🙂

In die Charakterisierung seiner Protagonisten legt er allerdings viel Herzblut und auch die Beschreibungen der Umgebung wirken sehr lebendig und eindrücklich.

Auf die Fortsetzung freue ich mich schon sehr und kann es kaum erwarten. Der Spannungsbogen am Ende des Buches war recht hoch und dann endete es leider sehr abrupt.

Fazit:
Für Fans der Saga natürlich ein Muss, für alle anderen: bitte mit Band 1 beginnen und die Bücher der Reihe nach genießen, sonst kann man den Zusammenhänge kaum verstehen.

Bewertung:
4,5pfoten

Und damit geht´s schon im Oktober 2015 weiter:

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