SIEBEN STUNDEN IM APRIL von Susanne Preusker – Meine Rezension …

Taschenbuch: 192 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (18. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344215748X
ISBN-13: 978-3442157488
Autorin: Susanne Preusker

Auf die wahre Schicksalsgeschichte von Susanne Preusker bin ich eigentlich über einen „Umweg“ aufmerksam geworden: Martin Rütter besuchte in „Der Hundeprofi unterwegs“ verschiedenste Menschen, denen ihre Hunde Kraft und Hoffnung geben. Susanne Preusker hat sogar schon ein Buch über ihr Zusammenleben mit „Emmi“ geschrieben, die seit 2010 zur Familie gehört:

Die wahre Geschichte:
Susanne Preusker war die Leiterin einer sozialtherapeutischen Abteilung für Sexualstraftäter. Am 07. April 2009 führte sie kurz vor Feierabend noch ein Gespräch mit einem Insassen, den sie seit einigen Jahren therapierte. Plötzlich überwältigte sie der Mann, er verbarrikadierte die Tür, fesselte und knebelte Susanne. Was dann folgte, waren die wohl schlimmsten 7 Stunden ihres Lebens …
Wie hat sie diesen Angriff überlebt und wie ging es ihr danach? Das erzählt sie uns in diesem ehrlichen Buch.

Meine Meinung:
Susanne Preusker hat einen schönen Schreibstil, den sie trotz aller Tragik des Themas an vielen Stellen sogar noch mit etwas Humor würzt. Einfach wunderbar zu lesen.
Ihre Geschichte schildert sie sehr eindrücklich und emotional. Man muss dazusagen, dass sie dem Tathergang nur verhältnismäßig wenige Seiten widmet, das fand ich sehr gut. Sie will mit ihren Schilderungen nicht die Sensationsgier befriedigen, sondern vielmehr die Folgen eines solchen Verbrechens in den Vordergrund stellen.

Das tut sie, in dem sie uns in kurzen Kapiteln von verschiedenen Menschen und Erlebnissen erzählt, die ihr in ihrem „neuen Leben“ geholfen haben, wieder Kontrolle über ihre Ängste, Panikattacken und andere Spätfolgen zu erlangen. Sie berichtet von Rückschlägen, von Fortschritten und ihren Erkenntnissen. Sie ist dabei immer sehr bescheiden, denn sie weiß, dass es keine Patentrezepte gibt. Aber ich glaube schon, dass ihre Zeilen anderen betroffenen Frauen durchaus eine gute Hilfestellung sein können.
Sie schildert das Ganze immer sehr lebendig und lässt uns an ihren manchmal quälenden Gedankengängen teilhaben, denen sie in der Zeit nach dem Angriff nicht entkommen konnte. Auch als Mensch, der selbst glücklicherweise noch nie Opfer von Gewalt wurde, kann man viel Nützliches und Sinnvolles aus ihrer Geschichte mitnehmen. Und damit meine ich nicht nur die Rezepte (ja, tatsächlich: Rezepte!) am Ende des Buches.

Fazit:
Das Buch fand ich sehr interessant und es hat mich emotional wirklich berührt. Es ist bei aller Ernsthaftigkeit des Themas auch noch echt unterhaltsam und ich empfehle es gerne weiter!

Bewertung:
5pfoten

Bei Daggis Buch-Challenge hake ich hiermit Punkt 43 ab.

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