FEDERGRAB von Samuel Bjørk – Meine Rezension …

Broschiert: 480 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (17. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442205255
ISBN-13: 978-3442205257
Originaltitel: Uglen
Übersetzer: Gabriele Haefs
Autor: Samuel Bjørk

INTERVIEW mit dem Autor

Die gesamte bisherige „Kommissar Munch“-Reihe:

HIER könnt ihr die Protagonisten näher kennenlernen!

Die Geschichte:
Eigentlich ist Mia noch nicht wieder im Dienst, doch Holger Munch und sein Team benötigen schon wieder ihre Hilfe. Eine Jugendliche wurde tot aufgefunden und der Täter hat ihre Leiche seltsam zugerichtet, aufgebahrt wie zu einem Ritual, geschmückt mit Federn und Perücke. Was steckt dahinter?
Bald gibt es gleich mehrere Verdächtige, doch Mias Gefühl sagt ihr, dass sie immer noch auf der falschen Spur sind. Und dann wird es plötzlich sehr gefährlich – nicht nur für Mia …

Meine Meinung:
In „Engelskalt“ habe ich bereits Holger Munch, Mia Krüger und ihr ungewöhnliches Team ins Leserherz geschlossen. Umso mehr habe ich mich auf die Fortsetzung gefreut.
Dass Mia durch den frühen Tod ihrer Zwillingsschwester furchtbar leidet, erfährt man schon im ersten Teil, aber der Autor thematisiert ihre psychischen Probleme, die sie mittels Alkohol und Tabletten zu bekämpfen sucht, noch einmal sehr ausführlich. Manchmal etwas zu ausführlich für meinen Geschmack, denn es kommt zu Szenen, bei denen man das Gefühl hat, man stecke in einer Endlosschleife. Auch manche Dialoge ziehen sich auf diese Weise sehr hin.

Der Schreibstil ist zwar sehr gut lesbar und die Geschichte wird durch viele Dialoge aufgelockert, aber manche Dinge werden einfach zu oft erwähnt. Aufmerksame Leser fühlen sich dadurch schnell gelangweilt.

Bei Buchreihen spielt das Privatleben der Figuren meistens eine größere Rolle, so auch hier. Was das betrifft, ist der Autor aber wohl ein klein wenig über das Ziel hinausgeschossen: die persönlichen Befindlichkeiten der Ermittler nehmen auffallend viel Raum ein, was den Spannungsaufbau immer wieder beeinträchtigt.

Eigentlich ist die Geschichte ja durchaus fesselnd, vielschichtig durch Rückblicke in die Vergangenheit und undurchsichtig durch viele Verdächtige. Aber bis kurz vor dem Ende zieht sich das Ganze aus den vorgenannten Gründen etwas hin und dann überschlagen sich die Ereignisse plötzlich förmlich. Viele Personen, die vorher noch eine Rolle gespielt haben, werden einfach nicht mehr erwähnt. Doch vielleicht finden diese auch im nächsten Teil wieder Erwähnung, genau so hat es der Autor nämlich mit ein paar netten Figuren aus „Engelskalt“ gemacht.

Für einen Reihenjunkie wie mich ist ein etwas schwächerer Teil natürlich kein Hinderungsgrund, sich auf eine hoffentlich baldige Fortsetzung zu freuen. Der Schluss lässt bereits erahnen, dass es für Munch in der Zukunft nicht leichter werden wird. Vielleicht sorgt das allerdings dafür, dass Mia sich endlich aus ihrem Tief befreien kann … ich bin gespannt!

Fazit:
Kommt leider nicht ganz an Band 1 heran, ist aber trotzdem gut durchdacht und fesselnd zu lesen!

Bewertung:
3,5pfoten

2 Gedanken zu „FEDERGRAB von Samuel Bjørk – Meine Rezension …

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