Die Herrin von Helmut Barz – Meine Rezension …

Taschenbuch: 280 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (17. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1511744065
ISBN-13: 978-1511744065

Über den Autor:
Helmut Barz wuchs in St. Peter-Ording an der Nordseeküste auf. Dort machte er 1988 sein Abitur. Nach zwei Jahren Arbeit an verschiedenen Berliner Theatern begann er 1990 das Studium der Theaterwissenschaften in Gießen. Aufbauend darauf studierte er von 1995 bis 1998 Theaterregie in Frankfurt am Main. Seit 1998 ist er freier Regisseur und Autor. Er inszenierte unter anderem in Kapstadt, Stuttgart, Frankfurt und Celle. Nebenher begann er für die Werbung zu arbeiten. Zurzeit ist er freiberuflicher Kreativdirektor, Texter und Consultant. Er wohnt in Offenbach am Main und verbringt sehr viel Zeit auf Reisen.
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Die Facebookseite der „Herrin“ findet ihr HIER. Sehr empfehlenswert ist auch der Besuch der Internetseite der Herrin.

Die Geschichte:
Deutschland 1921: Jonathan Hansen zieht mit seiner frisch angetrauten Ehefrau Katharina in das kleine norddeutsche Städtchen Broiversum, um dort die Stelle als Amtsrichter anzutreten. Sie werden von den Bewohnern sehr herzlich aufgenommen, doch sie merken auch schnell, dass irgend etwas in dieser Gemeinschaft nicht ganz koscher ist.
Seltsame Morde geschehen in dieser idyllischen Landschaft und niemand scheint sich besonders daran zu stören, dass regelmäßig tote junge Mädchen an der Küste von Broiversum angespült werden. Im Volksmund kursieren viele Gerüchte und alte abergläubische Geschichten – ob vielleicht ein Körnchen Wahrheit in den Sagen steckt?
Als Jonathan Besuch von seinem besten Freund Mies van Helsing bekommt und schließlich auch noch eine Sturmflut über die Stadt hereinbricht, spitzt sich die Lage plötzlich zu. Ein Kampf um Leben oder Tod beginnt …

Meine Meinung:
Die Krimis von Helmut Barz überzeugten mich bereits mit dem ironisch-einfallsreichen Stil und so war ich auch sehr gespannt auf dieses neue Projekt: eine Vampirgeschichte.

Und ich kann gleich zu Beginn sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Auch dieses Buch ist im gewohnt tollen Schreibstil verfasst, der den Leser mitten in die Geschichte katapultiert und alles schön lebendig werden lässt. Eigentlich hätte daraus ja ursprünglich ein Theaterstück werden sollen – und ich kann mir die Szenen sehr gut vorstellen beim Lesen.
Besonders gefällt mir die gewisse Portion Humor, die fast dazu führt, dass man das Gruseln vergisst. 🙂 So richtig blutrünstige Szenen bleiben auch eher aus, was aber der fesselnden Spannung nicht schadet.

Zahlreiche Anspielungen auf Szenen der großen Vampirliteratur von Bram Stoker & Co. sorgen immer wieder für ein Schmunzeln bei den Kennern des Genres. Aber trotz der Tatsache, dass man von Anfang an weiß, worum es geht, schafft es der Autor noch, diverse Überraschungen und Wendungen einzubauen, mit denen man nicht unbedingt rechnet.

Jonathan und Katharina sind ein sympathisches Paar und auch einige andere Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Die titelgebende „Herrin“ ist auch eine sehr interessante Figur, die beim Leser recht widersprüchliche Gefühle hervorrufen kann. Darf man sie mögen oder soll man sie für ein Monster halten? Ich fand sie eigentlich eher liebenswürdig und witzig.

Das Buch hat mich bestens unterhalten, eine tolle durchdachte Story mit einem stimmigen Abschluss! Freu mich schon auf das nächste Buch aus der Feder von Helmut Barz – egal aus welchem Genre! 🙂

Fazit:
Eine schön zu lesende Vampirstory mit sympathischen Charakteren und einigen Überraschungen … eher humorvoll als gruselig – und sehr fesselnd!

Bewertung:
5pfoten

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