Das Geheimnis des Genter Altars von Klaus-Jürgen Wrede – Meine Rezension …

Broschiert: 444 Seiten
Verlag: Acabus Verlag; Auflage: 1 (3. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3862823679
ISBN-13: 978-3862823673
Autor: Klaus-Jürgen Wrede

Die Geschichte:
Daniel findet seinen Nachbarn und Freund Juri leblos in dessen völlig zerstörter Wohnung auf. Fast gleichzeitig taucht Juris Schwester Mara auf und berichtet Daniel von einem Geheimnis, das wohl zu diesem Verbrechen geführt hat. Die Täter waren auf der Suche nach etwas, für das sie sogar über Leichen gehen.
Daniel und Mara entschlüsseln gemeinsam die Hinweise, die Juri ihnen hinterlassen hat und begeben sich auf eine spannende, abenteuerliche Reise. Ihr Weg führt sie zunächst nach Belgien, denn das Geheimnis hat mit der 1934 verschwundenen Tafel des berühmten Genter Altars zu tun.
Leider sind ihnen diverse Verfolger immer dicht auf den Fersen und sie geraten in so manch brenzlige Situation.
Am Ende landen sie in Südfrankreich und folgen der Fährte bis in eine Gegend, in der früher die Templer sehr aktiv waren. Haben auch sie mit dem Geheimnis zu tun, das Daniel und Mara so verzweifelt zu ergründen versuchen?

Meine Meinung:
Klaus-Jürgen Wrede hat sich ja bisher als Spieleerfinder einen großen Namen gemacht, aber auch als Autor muss er sich wahrlich nicht verstecken.
Der Schreibstil ist zwar stellenweise eher einfach und schnörkellos, aber für einen Thriller ist dies genau richtig. Da erwarte ich keine literarischen Höhenflüge, sondern einfach spannende Action und das bietet dieses Buch auf jeden Fall.

Die Protagonisten hat er auch wunderbar charakterisiert: sie wirken lebendig und sympathisch – auch die Nebendarsteller.
Manchmal erscheinen sie auch ein bisschen übermenschlich „unkaputtbar“, aber das müssen sie wohl sein, denn der Autor geht nicht gerade zimperlich mit seinen Figuren um. 😉 Mara und Daniel geraten in so viele lebensbedrohliche Situationen, dass ich beim Lesen oft das Gefühl hatte, dass sie da einfach unter normalen Umständen niemals heil davon gekommen wären. Aber sie schaffen es glücklicherweise immer wieder und es hat mir echt Spaß gemacht, mit den beiden mitzufiebern.

Was zunächst wie eine Schnitzeljagd beginnt, wird schnell zu einer fesselnden Schatzsuche á la Dan Browns „Sakrileg“. Es gibt einige Parallelen, was aber nicht weiter verwunderlich ist, denn um die Geschichte der Templer, Merowinger, Katharer, etc. und deren Geheimnissen ranken sich so viele Legenden, dass dies Stoff für Hunderte von Büchern geben würde. Durch die umfassenden Recherchen des Autors erfahren wir auch viele reale Begebenheiten, die geschickt mit der fiktiven Story verknüpft wurden.

Am Ende finden wir uns in einer Gegend wieder, die ich persönlich ja nur zu gerne mag: Südfrankreich. Hier sind die Berge oft von ausgedehnten Höhlensystemen durchzogen, die geradezu zur Schatzsuche einladen. Die realistischen Beschreibungen der Schauplätze haben mir sehr gut gefallen, denn man kann sich alles prima vorstellen.

Wie schon erwähnt, wird es an manchen Stellen ein klein wenig unglaubwürdig, wenn Daniel und Mara ihre Superman-Gene entdecken und zäh wie sonst nur Indiana Jones selbst größte Gefahren meistern. Aber das passte prima zu diesem actionreichen Thriller und deshalb gibt es dafür keinen Punktabzug.
Die Geschichte hat mich bestens unterhalten und mir einige wirklich schöne und aufregende Lesestunden beschert.

Fazit:
Sehr spannend, gut recherchiert und dazu noch die interessanten Schauplätze … bin begeistert von diesem Debüt!

Bewertung:
5pfoten

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