EISENBERG von Andreas Föhr – Meine Rezension …

Broschiert: 512 Seiten
Verlag: Knaur HC (1. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426653966
ISBN-13: 978-3426653968
Autor: Andreas Föhr

Die Geschichte:
Die Strafrechtsanwältin Rachel Eisenberg steht im Mittelpunkt der neuen Buchreihe von Andreas Föhr. Sie führt zusammen mit ihrem Noch-Ehemann Sascha eine erfolgreiche Kanzlei und lebt seit Kurzem allein mit ihrer 13-jährigen Tochter in München im Bezirk Neuhausen-Nymphenburg.
Eigentlich übernimmt Rachel eher lukrativere Fälle und mimt nur selten den Part eines Pflichtverteidigers, doch ein aufsehenerregender Mord an einer jungen Frau hat ihr Interesse geweckt. Der mutmaßliche Täter Heiko Gerlach ist ein Obdachloser und die Sache scheint aufgrund belastender DNA-Spuren recht klar zu sein.
Womit Rachel allerdings überhaupt nicht gerechnet hat: sie kennt ihren Mandanten von früher, hatte sogar zwei Jahre lang eine Beziehung mit ihm. Heiko Gerlach hieß früher Heiko Opitz und er ist ein hochintelligenter Physikprofessor, der nach der Trennung von seiner Frau in die Obdachlosigkeit abstürzte.
Zunächst leugnet Heiko die brutale Tat, doch dann legt er plötzlich ein Geständnis ab. Rachel weiß nicht mehr, was sie glauben soll. Sie steckt in einem Wechselbad der Gefühle und stellt daraufhin eigene Nachforschungen an, denn die Polizei hat manche Spuren nur unzulässig verfolgt. Dabei stößt sie auf weitere Verbrechen und begibt sich selbst in größte Gefahr …

Meine Meinung:
Nachdem ich ja ein großer Fan der „Wallner & Kreuthner“-Reihe von Andreas Föhr bin, war ich auch sehr gespannt auf den Auftakt zur neuen Serie, in der nun die Anwältin Rachel Eisenberg die Hauptrolle spielt.
Während es mit Leo Kreuthner immer recht humorvoll und teilweise fast skurril zur Sache geht, haben hier eher ernsthaftere und emotionalere Töne die Oberhand. Man merkt auch an vielen Stellen, dass der Autor sich damit richtig in seinem Milieu befindet, denn er ist ja selbst Jurist.

Die Figuren sind sehr gut charakterisiert, wirken lebendig und glaubwürdig. Auch ihre Handlungen konnte ich größtenteils nachvollziehen und so habe ich schnell einen Draht gefunden zu Rachel, Sascha und Tochter Sarah. Auch einige weitere Personen sind recht sympathisch, so dass man auch gerne wissen will, wie es mit ihnen weitergeht: beste Voraussetzungen also für eine lange Bücherreihe.
Rachel ist eine zielstrebige Frau, die auch ihre Meinung sagt, wenn sie damit aneckt. Die Zusammenarbeit mit ihrem Ex gestaltet sich nicht immer einfach, aber sie boxt sich durch.

Die Story entwickelt sich langsam und wird zunächst noch von Ermittlungen und Nachforschungen geprägt. Da die Polizei sich so frühzeitig auf Heiko als Täter eingeschossen hat, bleiben andere Spuren fast gänzlich unbeachtet. Aus diesem Grund nehmen Rachel und ihre Mitstreiter das Ganze selbst in die Hand – manchmal auch etwas abseits der Legalität.
Im weiteren Verlauf der Geschichte sorgen dann einige spektakuläre Wendungen für fesselnde Spannung. Je näher das Ende rückt, desto actionreicher wird es und alles wirkt mehr und mehr wie ein Thriller. In Thrillern geht es auch mal gern etwas übertrieben und unglaubwürdig zur Sache, dieses Gefühl hatte ich hier auf den letzten Seiten auch ein bisschen, aber dem Lesegenuss hat es keinen Abbruch getan.
Allzu blutig wird es in diesem Buch nicht, trotzdem gibt es schon einige Stellen, an denen man sich wünscht, es würde besser enden. Die Spannung entsteht aus den vielen Geheimnissen und der Tatsache, dass man oft nicht weiß, wem man trauen kann und wem nicht.

Fazit:
Eine prima durchdachte, spannende Story mit vielen Wendungen und einem überraschenden Ende bildet den Auftakt zu einer neuen Reihe. Mir hat das Buch sehr viel Lesefreude bereitet und ich warte schon gespannt auf die Fortsetzung!

Bewertung:
5pfoten

I AM DEATH – DER TOTMACHER von Chris Carter – Meine Rezension …

Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (17. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548287131
ISBN-13: 978-3548287133
Originaltitel: I Am Death
Übersetzerin: Sybille Uplegger
Autor: Chris Carter

Die gesamte bisherige „Robert Hunter“-Reihe:

Die Geschichte:
Endlich ist Carlos Garcia aus dem Urlaub zurück, das Team Hunter / Garcia ist wieder vollständig und muss auch auf den nächsten Fall nicht lange warten: eine schlimm zugerichtete Tote wird in der Nähe des Flughafens gefunden.
Schnell wird klar, dass sie es mit einem Täter zu tun haben, der absolut skrupellos, hochintelligent und extrem selbstbewusst ist. Er schreibt den Ermittlern sogar Briefe, in denen er Hinweise versteckt. Und in wenigen Tagen ermordet er gleich mehrere Frauen, wobei er immer brutaler vorgeht.
Hunter und Garcia tappen im Dunkeln, doch dann erhalten sie einen entscheidenden Hinweis …

Meine Meinung:
Nachdem ich ja vom sechsten Teil der Reihe doch etwas enttäuscht war, da er sich las wie eine Zusammenfassung verschiedener Filme, war ich sehr gespannt, ob Band 7 wieder besser wird. Leider hat wohl auch diese Story in weiten Teilen sehr große Ähnlichkeit mit einem Film, den ich allerdings selbst nicht kenne, aber ein anderer Rezensent hat glaubhaft darauf hingewiesen.
Das ist schon irgendwie recht schade, genau wie der Umstand, dass ich dieses Mal schon vor Seite 100 wusste, wer der Täter ist. Für mich gab es dann zwar im weiteren Verlauf noch einige Überraschungen (die für Kenner des Filmes auch ausbleiben dürften), aber es war insgesamt doch zu leicht durchschaubar.

Wie in der Reihe üblich wird wieder extrem viel Blut vergossen, wobei ich das Gefühl hatte, dass sich das hier noch gesteigert hat. Es geht wirklich unglaublich eklig, brutal und unbarmherzig zur Sache und der Umstand, dass man die Opfer vorher noch ein bisschen „kennenlernen“ darf, macht das noch schwerer zu ertragen. Für Leser mit schwachem Magen auf keinen Fall empfehlenswert!

Das Buch ist ja im Gegensatz zu den früheren Teilen fast schon etwas dünn und irgendwie kommt es einem am Ende auch so vor, als hätte der Autor das Ganze schnell fertig schreiben wollen. Man könnte meinen, man hätte einige Seiten versehentlich überblättert, aber die Auflösung der Geschichte wird im Eiltempo abgehandelt.

Trotzdem hat mich das Wiedersehen mit Hunter und Garcia gefreut. Mir sind die beiden Ermittler einfach sehr sympathisch und ich werde wohl auch dem nächsten Teil der Reihe noch eine Chance geben. Hoffentlich kann Chris Carter dann wieder an seine frühere Form anknüpfen.

Fazit:
Etwas zu durchschaubar, aber trotzdem fesselnd zu lesen. Die Morde sind extrem brutal und nichts für zarte Gemüter!

Bewertung:
3pfoten

ALTE ZIEGENWIESE von Fritzi Sommer – Meine Rezension …

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (13. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453438523
ISBN-13: 978-3453438521
Autorin: Fritzi Sommer

Die gesamte bisherige „Mops-Krimi“-Reihe:

Die Geschichte:
Den ersten Teil der Reihe muss man zwar nicht unbedingt gelesen haben, um an diesem Buch hier viel Freude zu haben, aber empfehlen würde ich es trotzdem. Frauchen Josis Privatleben erfährt nämlich in „Zum wilden Eck“ einige turbulente Wendungen, deren Folgen natürlich auch in „Alte Ziegenwiese“ eine Rolle spielen. So hat ihr beispielsweise ihre eigene Mutter Christa ein großes Familiengeheimnis vorenthalten, was sich nicht gerade förderlich auf ihre zwischenmenschliche Beziehung auswirkte.
Umso geschockter reagiert Josi nun, als ihre Mutter plötzlich vor der Tür steht und sich ungefragt im Loft einquartiert. Christa hat ihre Wahlheimat Italien verlassen, um vorübergehend in Hamburg den Schrebergarten einer Freundin zu hüten, bis diese von einer Kreuzfahrt zurück kommt.
Das Mops-Trio Henri, Viktor und Wilma findet den unerwarteten Besuch allerdings äußerst angenehm, denn Christa hat viel Zeit für die Vierbeiner und nimmt sie sogar mit in die Kleingartensiedlung. Dort lernen sie allerhand interessante, freundliche Menschen und Tiere kennen, aber es gibt dort auch einen sehr unangenehmen Zeitgenossen: keiner in der Kolonie scheint Franz leiden zu können.
So verwundert es auch niemanden, dass er eines Morgens mit einer Gabel im Rücken tot auf dem Komposthaufen liegt. Die Trauer unter den Bewohnern hält sich nicht nur in Grenzen, sondern ist praktisch gar nicht vorhanden. Wie soll die Polizei dann dieses Verbrechen jemals aufklären, wenn Franz‘ Nachbarn dem Täter am liebsten einen Orden verleihen möchten? Doch Henri und sein kleines Ermittlungsteam lassen nicht so schnell locker: sie gehen einer heißen Spur nach und entdecken Unglaubliches …

Meine Meinung:
Schon den ersten Teil der Reihe fand ich sehr humorvoll und toll zu lesen, aber aus meiner Sicht hat sich die Autorin noch gesteigert.
Dieser Fall ist wieder sehr knifflig und kann mit einigen Überraschungen aufwarten, die bis zum Schluss für fesselnde Unterhaltung sorgen. Und dafür ist gar kein großes Blutvergießen erforderlich, so dass das Buch auch für Jugendliche und empfindlichere Leser prima geeignet ist.

Josi ist dieses Mal nicht ganz so präsent, denn in die menschliche Hauptrolle schlüpft ihre Mutter Christa. Das verschafft dem sympathischen Mops-Trio auch deutlich mehr Freiräume für die Ermittlungen, denn in der Kleingartenkolonie geht es sehr locker zu und außerdem bedeutet eine Hecke noch kein unüberwindbares Hindernis für Henri. Dank vieler Ablenkungen und eines folgenschweren Sommerfestes nimmt es Christa oft nicht so genau mit der Überwachung ihrer vierbeinigen Begleiter.
Auch in den Nebenrollen tauchen wieder viele skurrile und freundliche Charaktere auf. So mancher Kleingartenbesitzer hat es faustdick hinter den Ohren und nicht nur einmal fällt das Urteil „Je oller, desto doller!“. Das sorgt zusätzlich für einige Schmunzler beim Lesen, wenngleich es Henris Nachforschungen eher behindert.

Henri, der im ersten Band erfahren musste, dass er nur ein Halbmops ist, ist wieder mit Feuereifer bei der Sache. Viktor und Wilma, die mit einem gemächlicheren Leben auch ganz zufrieden sind, helfen trotzdem tatkräftig mit: sie observieren, spionieren, sichern Beweismaterial und tragen so maßgeblich zum Erfolg bei. Die verfressene Wilma hat sogar einen besonderen Auftritt, den man ihr gar nicht zugetraut hätte. Viktor glänzt vor allem mit seiner umfassenden Tagesschau-Bildung, die zusammen mit Henris Hartnäckigkeit und kriminalistischem Gespür dafür sorgt, dass sie am Ende das Rätsel tatsächlich lösen.
Diese Truppe muss man einfach mögen und ihre Dialoge untereinander sind so humorvoll, dass das Lesen zum echten Vergnügen wird.

Mir hat der zweite Teil der Reihe sehr gut gefallen, die Geschichte ist eine absolut runde Sache mit einem wunderbar überraschenden Ende. Jetzt freue ich mich auf eine hoffentlich baldige Fortsetzung!

Fazit:
Ein fesselnder Krimi zum Wohlfühlen, Schmunzeln und Miträtseln … Henri, Viktor und Wilma muss man einfach lieben. Im Gegensatz zu Möpsen haben wir Menschen richtige Nasen – und die sollte man am besten in dieses Buch stecken!

Bewertung:
5pfoten

CLEAN EATING – DER 21-TAGE-PLAN von Dörte und Jesko Wilke – Meine Rezension …

Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (14. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442176182
ISBN-13: 978-3442176182
Autoren: Dörte und Jesko Wilke

LESEPROBE (PDF)

Wir leben heute in einer modernen, bequemen und hochtechnisierten Welt, was gleichzeitig leider auch zahlreiche Nachteile hat: unser Alltag erscheint uns oft stressig, kurzlebig, anstrengend und ungesund.
Das weckt in vielen Menschen den Wunsch nach einer Rückkehr zu einem einfacheren, weniger industrialisierten Dasein und zwar in vielen Bereichen. Urlaub ohne WLAN und Handyempfang wird beispielsweise immer attraktiver, aber vor allem auch beim täglichen Essen besinnen sich viele wieder auf alte Werte: Fleisch gibt es – wenn überhaupt – nur noch zu besonderen Anlässen („Sonntagsbraten“) und überhaupt möchte man sich wieder etwas von den angeblichen Errungenschaften der sog. „Nahrungsmittelindustrie“ distanzieren. Industriell verarbeitetes Essen mag vielleicht gut aussehen und länger haltbar sein, aber die ganze Chemie, die darin steckt, ist mit Sicherheit nicht gesundheitsfördernd. So wurde ein neuer Trend geboren, der sich „Clean Eating“ nennt und der die Rückkehr zu einfachen, unbelasteten Lebensmitteln propagiert, die mit wenig Aufwand und natürlichen Zutaten zu schmackhaften Gerichten verarbeitet werden.

Dieses Buch ist ein guter Einstieg in die neue Lebensweise, denn man erhält umfangreiche Basisinformationen. Die Autoren erklären, worum es beim „Clean Eating“ eigentlich geht, welche „Lebensmittel“ (die industriell verarbeiteten Sachen verdienen diese Bezeichnung oft gar nicht wirklich) oder Zusatzstoffe man meiden sollte und was man am besten gleich aus dem heimischen Kühlschrank verbannen sollte.
Wer dabei beispielsweise auf sein geliebtes Ketchup nicht verzichten möchte, der findet auch tolle Rezepte für einige Basics in diesem Buch, unter anderem auch für aromatischen Senf oder Kartoffelchips. „Clean Eating“ bedeutet ja nicht Verzicht auf leckeres Essen, sondern soll die Lust auf ursprüngliche Genüsse wieder wecken.
Sehr interessant fand ich auch die Erklärungen zu vielen verschiedenen Bio-, Fleisch- und anderen Siegeln und Labeln, mit denen Hersteller und Supermärkte ihre Waren verzieren. Wem kann man trauen, was steckt dahinter und worauf sollte man beim Einkauf achten.

Übersichtlich nach Monaten gegliedert beschreiben die Autoren dann auch noch, welche Lebensmittel man zu welcher Jahreszeit am besten einkaufen sollte. Auch hier sind wieder einige Rezepte zu finden, die sich mit den saisonalen und regionalen Produkten prima zubereiten lassen. Ebenso wird auf die wichtigsten Inhaltsstoffe hingewiesen, so dass man auch immer gleich den gesundheitlichen Aspekt im Blick hat.

Dann geht es los mit der eigentlichen Nahrungsumstellung, die man – wie immer – am besten mit einer kleinen Fasten- bzw. Entgiftungsphase starten sollte.
Wenn man die Tipps bezüglich regionalem und saisonalem Einkaufen einhalten will, dann eignen sich die Rezepte bestens für einen Start des 21-Tage-Programms im Frühsommer, denn die erste Zutatenliste beginnt gleich mit Erdbeeren. Sehr gut finde ich, dass alle Mengenangaben für eine Person berechnet sind. Es gibt auch eine übersichtliche Einkaufsliste und die Rezepte berücksichtigen immer die Reste, die an Vortagen anfallen, so dass nichts verschwendet wird.
Vorwiegend wird natürlich vegan oder vegetarisch gekocht, da Fleisch einfach keine besonders gute Klimabilanz aufweisen kann und selbst in Bioqualität nur die absolute Ausnahme auf dem Speiseplan bleiben sollte. In der dritten Woche findet man allerdings an manchen Tagen Fisch in den Rezepten.

Doch auch für die Menschen, die nicht gleich rigoros ihren Speiseplan umkrempeln möchten, lohnt sich dieses Buch, denn es gibt viele Denkanstöße, die nicht nur das Essen betreffen. Die Autoren gehen auch auf andere Bereiche des Lebens ein: die Kapitel „Clean Living“ und „Clean Sports“ runden das Ganze gekonnt ab.

Fazit:
Vieles über das Thema „Clean Eating“ wusste ich zwar schon, aber ich konnte meinen berühmten inneren Schweinehund noch nicht überwinden, es auch komplett umzusetzen. Auf so manche Sünde, wie Limonade oder Pralinen, kann ich einfach nicht verzichten. Den 21-Tage-Plan habe ich bisher nicht durchgezogen, als alleinlebender Single würde ich das sicher sofort probieren, aber ich koche nicht nur für mich und muss deshalb auch die Wünsche der anderen berücksichtigen.
Aber viele Tipps kann man ohne großen Aufwand in den Alltag integrieren und schon kleine Schritte in die richtige Richtung bedeuten ein Plus für die Lebensqualität und die Gesundheit.
Sich ganz loszusagen von den Verlockungen im Supermarkt wird wohl den allerwenigsten Menschen gelingen, aber es ist schon gut, wenn man etwas genauer auf die Zutatenlisten schaut und sich Gedanken darüber macht. Die Umstellung beginnt ja praktisch sowieso beim Einkaufen: was man nicht zu Hause hat, das „muss“ bzw. kann man auch nicht essen!

Das Buch empfehle ich als Einstieg in die Welt des „Clean Eating“ gerne weiter, es ist eine gute Informationsquelle und ein prima Denkanstoß für Interessierte!

Bewertung:
5pfoten

ZUM WILDEN ECK von Fritzi Sommer – Meine Rezension …

Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (11. Mai 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453418514
ISBN-13: 978-3453418516
Autorin: Fritzi Sommer

LESEPROBE (PDF)

Die gesamte bisherige „Mops-Krimi“-Reihe:

Die Geschichte:
Henri, Viktor und Wilma genießen ihr ruhiges Mopsleben in einem modernen Loft in der Hamburger Hafen-City mit Frauchen Josi, einer Scheidungsanwältin. Wobei nicht alle drei Hunde gleichermaßen zufrieden sind, denn Henri sehnt sich doch eher nach etwas Action. Mit großer Begeisterung sieht er Krimis im Fernsehen und weiß beim „Tatort“ schon immer früh, wer der Mörder ist. Aber vor Sherlock Holmes hat er doch Respekt: dessen Fälle sind nicht so leicht zu knacken.
Mit dem überraschenden Tod von Josis Onkel Fritz ist es dann auch tatsächlich schnell mit der heimischen Ruhe vorbei, denn sie erbt das „Wilde Eck“ von ihm: einen Campingplatz am Strand. Henri ist begeistert, als Josi die Hunde ins Auto packt, um sich vor Ort einmal umzusehen. Dort lernt sie Conny kennen, die Nachbarin von Fritz und freundet sich schnell mit ihr an.
Nach einem lustigen Grillabend findet das Mops-Trio morgens Conny, die tot in ihrer Hollywoodschaukel sitzt. Entsetzen macht sich breit – und die Ermittlerinstinkte von Henri erwachen …

Meine Meinung:
Wer gerne Krimis mit viel Humor und ungewöhnlichen Ermittlern liest, der ist hier genau richtig.
Henri und seine Mitmöpse Viktor und Wilma sind drei ganz unterschiedliche Typen, die ihre jeweiligen Fähigkeiten immer bestmöglich einsetzen können, um am Ende auch die kniffligsten Fälle zu lösen.

Natürlich geht das nicht so schnell, deshalb ist das Tempo dieses Krimis auch eher gemächlich und weniger actionreich. Das liegt hauptsächlich an den oft begriffsstutzigen Menschen, die die Genialität der Hunde einfach nicht erkennen wollen. Ein Mops, der aufgeregt von seinen neuesten Ermittlungserfolgen berichtet, klingt in den Ohren der Zweibeiner nur wie ein bellender Hund, der mal Gassi gehen möchte oder sich einen vollen Futternapf wünscht – was bei Wilma gar nicht so abwegig ist.
Aber Henri lässt niemals locker, gegen alle Widerstände kämpft er an, um am Ende der Polizei den Täter zu präsentieren. Doch ganz ohne Hilfe schafft auch er es nicht, deshalb spielen noch weitere Vierbeiner eine wichtige Rolle in diesem Buch.
Die Dialoge sind sehr humorvoll, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Vierbeiner unsere menschlichen Redewendungen oft etwas zu ernst nehmen oder sich über widersprüchliche Verhaltensweisen wundern.

Neben den drei Ermittlerhunden stehen natürlich auch einige Menschen im Mittelpunkt. Allen voran Frauchen Josi, die eigentlich Josephine Hartmann heißt. Sie war mir ganz sympathisch, wenngleich sie im Lauf der Story erst etwas auftauen und lockerer werden muss.
Dafür sorgt maßgeblich auch Conny, die freundliche Nagelstudiobesitzerin, die schnell Josis harte Schale knackt und sie für das einfache Leben abseits der schicken Hafen-City begeistern kann.

Der Kriminalfall ist gut durchdacht und kann mit einigen Wendungen und Überraschungen auch für Spannung sorgen.
Mir hat das erste Abenteuer von Henri, Viktor und Wilma bestens gefallen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung, die kürzlich erschienen ist.

Fazit:
Ein zwar eher ruhiger, dafür umso humorvollerer Krimi, in dem drei lustige Vierbeiner dafür sorgen, dass auch die Polizei am Ende den richtigen Riecher hat.

Bewertung:
5pfoten

CODENAME TESSERACT von Tom Wood – Meine Rezension …

Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (14. März 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442472571
ISBN-13: 978-3442472574
Originaltitel: The Killer
Übersetzer: Leo Strohm
Autor: Tom Wood

LESEPROBE (PDF)

Die gesamte bisherige „Victor“-Reihe:

Die Geschichte:
Der Auftragskiller „Tesseract“, der sich selbst Victor nennt, hat den Auftrag, in Paris eine Zielperson zu eliminieren und einen USB-Stick an sich zu bringen.
Der Job ist fast lächerlich einfach für Victor, doch als er zurück in sein Hotel kommt, erwartet ihn dort ein ganzes Killerkommando und er wird selbst zum Gejagten. Er lässt den Termin zur Übergabe seiner Beute platzen, da er vermutet, dass sein Auftraggeber hinter der Säuberungsaktion stecken könnte.
Mit dieser Entscheidung macht sich Victor endgültig zur lebenden Zielscheibe, denn viele einflussreiche Parteien sind hinter den Daten auf dem Stick her, eine atemlose Hetzjagd beginnt …

Meine Meinung:
Zwischendurch lese ich ja sehr gerne actionreiche Agenten- und Killerstories und so habe ich mich schon sehr auf den Beginn dieser bald sechsbändigen Reihe gefreut.
Im Großen und Ganzen wurde ich auch nicht enttäuscht, denn der einzige Kritikpunkt bezieht sich auf einige Passagen, die man gerne etwas hätte kürzen können. Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch, ausführlich und für meinen Geschmack an manchen Stellen einfach ein klein wenig zu detailreich.
Eine Kampfszene, die sich über mehrere Seiten erstreckt, habe ich beispielsweise großzügig quergelesen, aber viele Thrillerfans werden sicher große Freude daran haben. Alles wirkt wie ein spannender Actionfilm mit zahlreichen Verfolgungsjagden, Schießereien, Explosionen, Nahkämpfen, Hinterhalten und am Schluss der großen Abrechnung mit dem ebenbürtigen Endgegner. Dabei fließt natürlich auch reichlich Blut, aber alles noch im erträglichen Rahmen.

Mir gefiel besonders die Entwicklung von Victor vom strikten Einzelgänger zu einem Kerl, der langsam sein Herz öffnet und Gefühle zulässt. Das lässt ihn im Lauf der Geschichte immer sympathischer werden – ungeachtet dessen, dass er sein Geld mit der Ermordung anderer Menschen verdient. Richtig viel erfahren wir im ersten Band auch noch nicht über ihn, aber der zweite Teil liegt ja schon bereit.

Die Story ist sehr komplex, nicht zuletzt durch die vielen Parteien, die in das Geschehen involviert sind. Man kann der Geschichte trotzdem immer prima folgen und verliert nie den Überblick, wenngleich Victor praktisch kreuz und quer um den Globus reist.
Das Ende lässt einigen Raum für Spekulationen und so freue ich mich umso mehr auf den nächsten Teil.
Mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen, denn es bietet fesselnde Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Seite. Und wer – ebenso wie ich – auf unnötige Bettszenen verzichten kann, der wird hier auch nicht enttäuscht, denn der Autor verzichtet gänzlich darauf, solche Nebenhandlungen einzubringen.

Fazit:
Eine spannende Katz- und Mausjagd rund um die Welt mit einer sympathischen Hauptfigur und jeder Menge Action!

Bewertung:
4pfoten

IM AUGENBLICK DES TODES von Vincent Kliesch – Meine Rezension …

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (17. August 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734100542
ISBN-13: 978-3734100543
Autor: Vincent Kliesch

Die gesamte „Severin Boesherz“-Reihe:

Die Geschichte:
Severin Boesherz wird mit den Schrecken seiner Vergangenheit konfrontiert. Ein mysteriöser Fremder bringt ihn zu einer Arztpraxis, in der eine furchtbar zugerichtete Leiche auf ihn wartet. Der Tote wurde ausgeweidet und in einer grotesken Pose zur Schau gestellt – genau wie ein anderer Arzt vor inzwischen 16 Jahren. Das damalige Verbrechen ereignete sich im Rheingau, der Heimat von Severin. Und er konnte den Mord niemals aufklären, was absolut untypisch ist, denn Severin ist praktisch ein Genie, dem kein Detail entgeht.
Die Ermittlungen erweisen sich als schwierig und werden zusätzlich überschattet von Problemen innerhalb des Teams: Severin verhält sich absolut seltsam und scheint ein schlimmes Geheimnis zu bergen …

Meine Meinung:
Wer die „Julius Kern“-Reihe von Vincent Kliesch bereits gelesen hat, der kennt automatisch auch schon einen Teil der hier agierenden Personen, denn der schrullige Kommissar Severin Boesherz trat in „Bis in den Tod hinein“ die Nachfolge von Julius Kern an. Das finde ich als Bücherreihenfan absolut super, denn so bedeutet jede weitere Folge ein Wiedersehen mit vielen „alten Bekannten“, die man teilweise schon sehr ins Leserherz geschlossen hat.

Severin ist ein sympathischer, aber nicht ganz einfacher Charakter: hochintelligent, mit zahlreichen Macken und einem Hang zu Alleingängen. Da ich ihn gern mag, ließ ich mich von den unglaublichen Dingen, mit denen man in diesem Band konfrontiert wird, nicht beeindrucken und erahnte schon früh einen Teil der Lösung.
Über seine Kollegen bzw. ihr Privatleben erfährt man diesmal nicht viel, es steht eindeutig Severin im Mittelpunkt.

Wie schon angedeutet, geht es in dieser Geschichte recht turbulent und ungewöhnlich zur Sache. Von normalen Ermittlungen kann kaum die Rede sein, es ist alles sehr verworren und geheimnisvoll. Für fesselnde und spannende Unterhaltung sorgt das ganz sicher, dem Glaubwürdigkeitscheck konnte es für meinen Geschmack nicht ganz standhalten, aber das ist ja nicht unbedingt Sinn eines Thrillers.
Reichlich Blut fließt natürlich auch wieder, aber nicht unnötig detailliert und schaurig. Das Besondere an diesem Fall liegt eher im psychischen Bereich, in dem seltsamen Verhalten von Severin und seinen Geheimnissen.

Auch der zweite Fall hat mich wieder bestens unterhalten und das gelungene Ende lässt mich auf eine baldige Fortsetzung hoffen, auf die ich mich schon sehr freue.

Fazit:
Ein ungewöhnlicher Thriller mit vielen Geheimnissen und einem ausführlichen Blick in Severins Vergangenheit. Unbedingt lesen!

Bewertung:
4,5pfoten

EIN WUNDERBARER SOMMER von Kerry Fisher – Meine Rezension …

Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (16. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442482127
ISBN-13: 978-3442482122
Originaltitel: The Island Escape
Übersetzerin: Karin Dufner
Autorin: Kerry Fisher

LESEPROBE (PDF)

Die Geschichte:
Octavia und Roberta sind Freundinnen seit Schulzeiten und stehen inzwischen mitten im Leben. Octavia ist verheiratet mit Jonathan, leitet einen Kindergarten und hat auch zu Hause alle Hände voll zu tun mit ihren drei Kindern und Hund Stan. Roberta hat eine Tochter und ist mit Scott verheiratet, der leider ein ziemlicher Egoist und Tyrann ist.
Kurz vor ihrem 40. Geburtstag trennt sich Roberta schließlich von Scott und auch in Octavias Leben tut sich einiges: ihr Mann verliert seinen Job und geht ihr zu Hause mit seiner pedantischen Art sehr auf die Nerven.
Immer häufiger denkt Octavia zurück an schönere Zeiten, an einen wundervollen Sommer auf Korsika mit ihrer großen Liebe Xavi, den sie auch nach zwanzig Jahren nicht vergessen konnte. Wird sie den Mut haben, ihrem Alltag zu entfliehen und ihr Glück zu finden?

Meine Meinung:
Für mich gibt es in diesem Buch nicht wirklich eine Hauptperson, denn die Kapitel wechseln immer zwischen Roberta und Octavia, die somit beide im Mittelpunkt stehen. Durch die unterschiedlichen Perspektiven erhält die Geschichte noch mehr Tiefe und beleuchtet so manche Situation von mehreren Seiten.

Wir dürfen diese beiden sympathischen, wenngleich auch sehr verschiedenen Frauen ein Stück in ihrem Leben begleiten, mit ihnen einige Höhen und Tiefen erleben. Die Autorin schaffte es dabei, die Figuren so lebensnah und glaubwürdig zu charakterisieren, dass sie mir schnell ans Herz gewachsen sind und ich gerne mit ihnen mitgelitten und -gelacht habe. Octavias Verhalten konnte ich zwar an manchen Stellen nicht gut nachvollziehen, da war sie mir einfach zu zögerlich und vernagelt, aber sonst wäre das Buch wohl einfach zu kurz ausgefallen. Ein paar Fallstricke und Umwege auf dem Pfad ins Glück müssen ja einfach sein für die Spannung.

Vieles kann man natürlich voraussehen, aber es gab doch noch einige Überraschungen bis zum gelungenen Ende. Nicht zuletzt durch die beiden tollen Hauptfiguren und viele weitere sympathische Charaktere empfand ich die Story sowieso als sehr fesselnd, denn man möchte einfach ständig wissen, wie es mit ihnen weitergeht.

Es ist der Autorin jedenfalls grandios gelungen, einen Roman zu schreiben, der sich vor allem um die Liebe dreht, der dabei aber keinerlei Kitsch oder gar (in meinen Augen überflüssige) langatmige Bettszenen enthält. Vielmehr zeigt sie uns eine vielschichtige Gefühlswelt mit all ihren Zweifeln, Ängsten und Glücksmomenten, die man wirklich gut nachvollziehen kann.

Fazit:
Eine sehr unterhaltsame, mitreißende Geschichte aus dem Leben zweier Frauen, die hart um ihr Stück vom Glück kämpfen – nicht nur als Urlaubslektüre sehr empfehlenswert!

Bewertung:
4,5pfoten

DAS MUSS LIEBE SEIN von Katja Kessler – Meine Rezension …

Broschiert: 352 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth) (13. Mai 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3431039464
ISBN-13: 978-3431039467
Autorin: Katja Kessler

Worum geht´s?
Es geht – wie das Cover unschwer erkennen lässt – um die schönste Sache der Welt: die Liebe. Und zwar mit all ihren Folgen, Begleiterscheinungen und möglichen Gefahren.
Auf absolut humorvolle Art und Weise will uns Katja Kessler das tägliche Leben mit unserem Partner etwas leichter machen. Dazu hat sie viel recherchiert und präsentiert uns hier einen ganz besonderen Ratgeber mit vielen Tipps, Statistiken, Selbsttests und vor allem lustigen Anekdoten aus ihrem eigenen Ehealltag.

Meine Meinung:
Dieser Ratgeber richtet sich gezielt an alle Frauen, wenngleich das aus dem Cover noch nicht direkt ersichtlich ist. Aber der Inhalt ist auf jeden Fall aus weiblicher Sicht verfasst, was spätestens auf Seite 10 vollkommen klar sein dürfte, wenn es heißt:
„Ein Störfaktor in der Ehe und der größte Schmerz überhaupt heißt: Mann.“

Wer jetzt aber ein männerfeindliches Buch erwartet, der irrt sich gewaltig. Denn Katja Kessler rechnet nicht nur mit den Macken der Männer ab, sondern sie deckt auch unsere weiblichen Schwächen und Ticks auf, über die wir uns mal Gedanken machen sollten.

Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt, wobei sich aber inhaltlich immer wieder Überschneidungen ergeben. Zunächst geht es um die rosarote Zeit der Verliebtheit und wie es überhaupt dazu kommt, dass man sich auf eine Ehe einlässt. Dann dreht sich alles um das Eheleben und am Ende wird natürlich auch das Thema „Trennung“ bzw. „Scheidung“ nicht ausgespart.
Begleitet von vielen statistischen Zahlen, Gesetzestexten, Zitaten und Beispielen aus allen möglichen wissenschaftlichen Abhandlungen oder anderer Lektüre vermittelt uns dieser Ratgeber auch einiges an Fakten. Einiges hat mich sehr überrascht, anderes wiederum bestens amüsiert.

Apropos Humor: so viel gelacht habe ich schon lange nicht mehr beim Lesen eines Ratgebers. Das Ganze wird noch wundervoll begleitet durch die immer wieder auftauchenden Illustrationen von Peter „Bulo“ Böhling, die durch den Zweifarbdruck sogar noch besser zur Geltung kommen.

Der Erzählstil ist extrem humorvoll, locker und man fühlt sich als Leserin immer irgendwie persönlich angesprochen. Das hat die Autorin wirklich super gemacht. Durch ihre eigenen Familienanekdoten schafft sie eine gewisse Nähe und man fühlt sich fast, als würde man mit einer alten Bekannten seine Problemchen bequatschen.

Bei allem Humor kann dieser Ratgeber aber auch wirklich etwas bewirken, denke ich. Man sieht danach manches mit anderen Augen und vielleicht etwas gelassener.
Es ist ein Plädoyer für Toleranz, Familie, Liebe und die Ehe, die so wunderbar sein kann, wenn beide Partner nie aufhören, an sich zu arbeiten und sich gegenseitig genug Freiräume lassen.

Fazit:
Dieses Buch hat mich bestens unterhalten, ich hab mich köstlich amüsiert und wirklich nebenbei auch etwas gelernt. Diesen humorvollen Ratgeber empfehle ich gerne weiter!

Bewertung:
5pfoten

DIE STILLE BESTIE von Chris Carter – Meine Rezension …

Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (11. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548287123
ISBN-13: 978-3548287126
Originaltitel: An Evil Mind
Übersetzerin: Sybille Uplegger
Autor: Chris Carter

Die gesamte bisherige „Robert Hunter“-Reihe:

Die Geschichte:
Nach dem letzten schlimmen Fall, den Robert Hunter erfolgreich mit seinen Kollegen lösen konnte, wurde ihm nahegelegt, erst einmal zwei Wochen Urlaub zu machen. So befindet er sich gerade fast schon auf dem Weg zum Flughafen, als ihn ein dringender Anruf erreicht. Er soll zum FBI nach Quantico reisen, um dort mit einem Mann zu sprechen, der einige Tage vorher durch einen Zufall festgenommen werden konnte. Im Kofferraum seines Wagens wurden die abgetrennten Köpfe zweier Frauen gefunden.
Für Profiler Robert Hunter wird dies zu einer echten Herausforderung, denn er kennt den Beschuldigten Lucien aus seiner Studienzeit – und die beiden waren sehr eng befreundet. Was steckt hinter der Sache? Ist Lucien wirklich schuldig?

Meine Meinung:
Die letzten Bücher der Reihe haben mir ja immer sehr gut gefallen und auch hier kann der lebendige, atmosphärische Schreibstil von Chris Carter wieder überzeugen. Aber leider war ich vom Inhalt dieses Mal nicht so begeistert, obwohl der Autor anfangs ankündigt, dass der Thriller sich sehr von den vorherigen unterscheidet, da ein Großteil auf wahren Begebenheiten beruhen würde und es für die Figuren authentische Vorbilder aus seiner Berufserfahrung als Psychologe in der Forensik gäbe.
Mir kam beim Lesen eher der Gedanke, dass ich beispielsweise gerade „Das Schweigen der Lämmer“ vor mir sehe. Szenen, wie das Verhör mit dem Gefangenen, der nur durch eine Panzerglasscheibe von den Agenten getrennt ist. Oder die Sache mit dem Kannibalismus und noch viele Ähnlichkeiten mehr. Es waren einfach viel zu viele Parallelen, als dass man sie einfach ignorieren könnte.

Auch der Umstand, dass man sehr früh erfährt, wer der Täter ist und sich der Rest der Geschichte hauptsächlich darum dreht, in Rückblicken Näheres über die Opfer und Morde zu lesen, kostet doch sehr viel Spannung.
Es wäre aber natürlich kein richtiger „Carter“, wenn nicht doch noch einige Überraschungen und Wendungen auf uns warten würden. Und das war stellenweise auch wirklich sehr gelungen und sorgte wieder dafür, dass das Buch doch noch fesseln konnte.

Robert ist ein hochintelligenter, sympathischer Kerl, dem ich wünsche, dass er seine traumatische Vergangenheit endlich mal aufarbeiten kann, um so persönlich etwas Glück zu finden. Seine Lebens- und Leidensgeschichte ist auch ein Teil der Story und bringt uns den Protagonisten noch ein Stück näher.
Sein Partner Garcia wird nur einmal erwähnt, aber er spielt leider in diesem Buch keine Rolle.

Jetzt bin ich sehr gespannt, was im nächsten Teil der Reihe auf uns wartet. Mit Sicherheit wieder viel Blut und grausige Szenen, denn die gehören zur Grundausstattung bei Chris Carter!

Fazit:
Wieder mal ein Teil der Reihe, in dem Garcia leider nicht dabei ist. Mich hat die Story leider viel zu sehr an andere Bücher / Filme erinnert, das schmälerte die Lesefreude etwas.

Bewertung:
3,5pfoten