DAS GRAB UNTER ZEDERN von REMY EYSSEN – Meine Rezension …

Kriminalroman
477 Seiten / Ullstein Verlag
ISBN-13 978-3-548-28907-6
Erscheinungsdatum: 11.05.2018
Band 4 der „Leon Ritter“-Reihe
Autor: Remy Eyssen

Meine Meinung:
Als großer Fan dieser Reihe musste ich natürlich unbedingt wissen, wie es mit Leon, Isabelle und Lilou weiter geht. Im Privatleben des Paares gibt es allerdings keine großen Veränderungen, dafür wird es wieder sehr spannend, was den Fall angeht.
Zunächst wird Leon, der ja „nur“ Rechtsmediziner ist, von einigen Polizisten lediglich müde belächelt, als er einen Unfalltoten und einen Selbstmörder als Mordopfer identifiziert. Doch je mehr er eigene Nachforschungen anstellt, umso klarer wird, dass er einer ganz großen Sache auf der Spur ist, die weiter in die Vergangenheit und auf die idyllische Insel Porquerolles führt.
Allerlei skurrile Gestalten vom nervenden Medizinerkollegen über eine Hexe bis hin zum rollstuhlfahrenden Ex-Fremdenlegionär mit Schoßhündchen machen die Story alleine schon zu einem Lesevergnügen, aber natürlich hat dieser Krimi noch viel mehr zu bieten.
Eine spannende Geschichte, die von allerlei Überraschungen und Wendungen begleitet wird und die den Leser zu fesseln weiß von der ersten bis zur letzten Seite. Besonders gefällt mir an dieser Reihe auch, dass alles recht realistisch wirkt: die kleinen Zwistigkeiten in der Beziehung zwischen Leon und Isabelle, die Reibereien im Kollegenkreis bei der Polizei und der Rechtsmedizin und auch das Leben in Südfrankreich im Allgemeinen.
Für mich ist dieses Buch auch wieder ein Stückchen Urlaub gewesen und ich freue mich schon heute auf eine Fortsetzung.

Bewertung:

WAHRHEIT GEGEN WAHRHEIT von KAREN CLEVELAND – Meine Rezension …

Broschiert: 352 Seiten
Verlag: btb Verlag (10. April 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442716748
ISBN-13: 978-3442716746
Originaltitel: Need to know
Autorin: Karen Cleveland

Meine Meinung:
Dieser Thriller hat mich wirklich sehr in seinen Bann gezogen, obwohl ich normalerweise Psychothriller nicht ganz so gut finde und als solchen muss man „Wahrheit gegen Wahrheit“ wohl bezeichnen.

Alles dreht sich um Vivian Miller und ihren Ehemann Matt: sie arbeitet beim CIA als Analystin in der Abteilung Spionageabwehr „Russland“ und Matt ist IT-Spezialist.
Viv steht kurz vor einem großen Durchbruch, denn es ist ihr gelungen, sich in den Computer eines Verdächtigen zu hacken. Was sie dort allerdings findet, verändert ihr komplettes Leben in Sekundenbruchteilen.
Jeder Agentenbetreuer ist angeblich für fünf Schläfer zuständig und Viv entdeckt fünf Fotos verschiedener Personen: einer davon ist ihr Mann Matt.
Sie stellt ihn zur Rede und er streitet nichts ab. Was Vivian erfährt, wirft ein völlig neues Licht auf ihr gesamtes Leben mit Matt. Doch was soll sie jetzt mit diesen Informationen tun? Sie kann nicht für sich allein entscheiden, denn sie und Matt haben vier gemeinsame Kinder. Was ist ihr wichtiger? Ihre Familie oder die Treue zu ihrem Vaterland?

Die Geschichte wird aus der Sicht von Vivian erzählt und verbindet geschickt die Gegenwart mit vielen Rückblicken in die Vergangenheit. Was sie jahrelang als Wahrheit angenommen hatte, erscheint im Nachhinein in einem ganz anderen Licht. Viele Situationen gehen ihr wieder durch den Kopf und was ihr damals seltsam erschien, ergibt plötzlich einen Sinn.
Vivs innere Zerrissenheit und ihr Kampf um die Wahrheit sind stellenweise sehr emotional, ich habe zwar keine Kinder, aber ich konnte gut mit ihr mitfühlen.
Die ganze Story ist ein Auf und Ab, mal besteht wieder Hoffnung, dann erscheint alles aussichtslos. Überraschende Momente und fesselnde Unterhaltung sorgen dafür, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen möchte.
Echt heftig fand ich auch das Ende, das ja geradezu nach einer Fortsetzung schreit.

Das Buch ist spannend, fesselnd und lebt von der ständigen Ungewissheit, in der Vivian schwebt. Für Fans unblutiger Thriller auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung!

Bewertung: