DAS BUCH DER SPIEGEL von E. O. Chirovici – Meine Rezension …

Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (27. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442314496
ISBN-13: 978-3442314492
Originaltitel: The Book of Mirrors
Autor: E. O. Chirovici

Die Geschichte:
Der Literaturagent Peter Katz erhält ein Manuskript, das ihm ein gewisser Richard Flynn unaufgefordert zugesandt hat. Da ihn das Anschreiben irgendwie anspricht, liest er die Seiten bald durch und erfährt, dass es um die Ermordung des bekannten Psychologieprofessors Joseph Wieder geht. Dieses bisher ungeklärte Verbrechen liegt aber bereits mehr als zwanzig Jahre zurück.
Katz hat großes Interesse daran, das Manuskript komplett zu lesen, doch leider ist der Autor inzwischen an einer fortgeschrittenen Krebserkrankung verstorben und die Seiten sind unauffindbar.
Da die Neugier nun einmal geweckt ist, beschließt Katz, auf eigene Faust zu recherchieren und beginnt, in der Vergangenheit zu graben. Immer mehr Zeitzeugen kommen zum Vorschein, doch jeder präsentiert seine eigene Version der damaligen Ereignisse.

Meine Meinung:
Auf dieses Buch habe ich mich schon sehr gefreut, denn die bisherigen Meinungen dazu sind ja durchwegs sehr positiv. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen, als ich mit dem Lesen begonnen habe.

Die Geschichte entwickelt sich recht langsam, denn der Autor pflegt einen sehr ausführlichen, detailreichen Schreibstil. Dadurch wirkt alles sehr gut vorstellbar und vor allem ziemlich realistisch. Die handelnden Personen erhalten durch viele Hintergrundinformationen Tiefe und Authentizität, besonders ans Herz gewachsen ist mir aber eigentlich niemand.

Als Leser habe ich mich wie ein stiller Beobachter gefühlt, der bald nicht mehr zwischen Fiktion und Wahrheit unterscheiden kann.
Doch ist es wirklich die Wahrheit, und gibt es überhaupt eine definitive Wahrheit oder hat jeder Mensch seine ganz eigene Sicht auf die Welt und damit seine eigene Realität? Das zumindest will uns das Buch wohl auch vermitteln und ich persönlich bin schon lange dieser Ansicht. Das bestätigt sich auch immer wieder in höchst widersprüchlichen Zeugenaussagen, bei denen sich die Menschen aber jeweils sicher sind, dass ihre Version die einzige richtige ist.

Da ich normalerweise eher Krimis und Thriller lese, hab ich wohl auch hier etwas zu viel Spannung erwartet. Aber vorrangig geht es ja eigentlich mehr um den psychologischen Aspekt und die vielen verschiedenen Sichtweisen der beteiligten Personen. So habe ich das Buch zwar als fesselnd erlebt, aber manchmal habe ich auch ein klein wenig Ungeduld verspürt.

Insgesamt ein interessantes Buch, das noch etwas mitreißender hätte sein können. Aber es ist durchaus empfehlenswert und unterhaltsam zu lesen.

Fazit:
Ein kleiner Exkurs in die Psychologie, aber hauptsächlich eine sehr krimiähnliche Geschichte, die über viele Umwege schließlich zur Lösung des Falles führt.

Bewertung:

Juhuuuuuu, Überraschungspost! :)

Heute erreichte mich überraschend ein dicker Brief und ich verrate euch mal, was drin steckte:

Buchpost von der lieben Maria W. Peter, die sich bereits über die 2. Auflage ihres neuesten Romans „Die Festung am Rhein“ freuen kann. Ganz lieben Dank, Maria. 🙂
Ich freue mich total über diese gelungene Überraschung und werde bald mit diesem historischen Roman in die Vergangenheit und in mein Herzensland Frankreich reisen. Danke!

ROSALIE UND DER DUFT DER PROVENCE von Julie Lescault – Meine Rezension …

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (20. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442485320
ISBN-13: 978-3442485321

Die Geschichte:
Rosalie ist Friseurin und erbt überraschend ein Haus mit Salon in dem kleinen provenzalischen Dorf, in dem sie aufgewachsen ist. Eigentlich sahen ihre Pläne ganz anders aus und sie wollte nie wieder zurück, denn mit ihrer Familie versteht sie sich nicht besonders gut. Doch gewisse Zwänge und ihr Stolz sorgen schließlich dafür, dass sie die neue Dorffriseurin von Vassols wird.
Sie ist aber nicht die einzige Zurückgekehrte: auch Apotheker Vincent, den sie noch von früher kennt, baut sich gerade eine neue Existenz auf. Und gleich in dessen Nachbarschaft richtet sich der Einwanderer Rachid einen Gemüseladen ein.
Dann erschüttert ein furchtbarer Mord die provenzalische Idylle: der Winzer Rivas stirbt und da er nicht gerade beliebt war, gäbe es viele Verdächtige. Doch die Polizei in Gestalt von Rosalies Bruder will davon nichts hören, denn ein Algerier, der kurz vorher einen heftigen Streit mit Rivas hatte, passt einfach zu gut als mutmaßlicher Täter.
Rosalie bleibt nichts anderes übrig, als die Aufklärung des Falles selbst in die Hand zu nehmen. Mit Vincents und Rachids tatkräftiger Unterstützung gelingt es ihr tatsächlich, einige brisante Dinge aufzudecken …

Meine Meinung:
Als eingefleischter Südfrankreichfan bin ich natürlich sofort Feuer und Flamme, wenn ich auf einem Buchtitel etwas mit „Provence“ lese, vor allem in Kombination mit einem so stimmungsvollen Cover.

Der lebendige, leicht zu lesende Schreibstil der Autorin konnte mich dann auch sofort überzeugen und ich habe mich gerne von ihr in die wunderschöne Gegend entführen lassen. Sie beschreibt ihre Schauplätze sehr eindrucksvoll und wenn man Südfrankreich schon einmal besucht hat, kann man direkt die Pinien riechen und den Mistral auf der Haut spüren. Echtes Urlaubsfeeling für entspannte Lesestunden …

Rosalie war mir gleich sehr sympathisch, denn sie ist eine toughe Frau, die schon einiges einstecken musste in ihrem Leben. Trotz allem lässt sie sich aber niemals unterkriegen und stellt sich mutig allen Herausforderungen. Vincent und Rachid sind ebenfalls liebenswerte Charaktere, die man schnell ins Leserherz schließt. Bin gespannt, ob sich Rosalie irgendwann noch zwischen den beiden wird entscheiden können.

Einen kleinen Punktabzug gibt es für diesen Roman allerdings doch von mir, denn für mich war der Kriminalfall einfach viel zu durchschaubar. Schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt konnte ich Motiv und Täter erraten. Das macht das Lesen aber nicht weniger fesselnd, denn man will ja schließlich immer noch wissen, ob man richtig liegt.
Auch für zartbesaitete Leser ist das Buch übrigens gut lesbar, denn zu wirklich blutigen Szenen kommt es selten. Allerdings waren für mich als sehr tierlieber Mensch einige Passagen, in denen Tiere zu Schaden kommen, schwer zu ertragen.

Insgesamt ein sehr gelungener Auftakt zu einer neuen Reihe, die ich mit Sicherheit weiter verfolgen werde. Das Buch hat mir einige sehr unterhaltsame Lesestunden beschert und ich empfehle es gerne weiter!

Fazit:
Leider ist der Kriminalfall sehr durchschaubar, aber das Drumherum ist fast perfekt! Urlaubsfeeling pur!

Bewertung:

ZAPFIG von Felicitas Gruber – Meine Rezension …

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Diana Verlag (13. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453358511
ISBN-13: 978-3453358515
Autorin(nen): Felicitas Gruber ist das Pseudonym der beiden wundervollen Autorinnen Brigitte Riebe und Gesine Hirsch.

Die gesamte bisherige Reihe:

Die Geschichte:
Dr. Sofie Rosenhuth ermittelt wieder und zwar original zünftig bayerisch im Umfeld zweier Privatbrauereien. Zunächst stirbt die künftige Ehefrau des Rößlbier-Erbens und kurz darauf wird auch noch dessen Mutter tot in einem Braukessel gefunden. Wer hat es auf den Mann abgesehen, oder ist alles nur ein Zufall? Sofie und ihr Freund, der Kriminalkommissar Joe gehen verschiedenen Spuren nach – und nebenbei versuchen sie eine gemeinsame Wohnung zu finden.

Meine Meinung:
Diese Krimireihe hat einfach alles, was für beste Leseunterhaltung nötig ist: sympathische Charaktere, spannende Stories, viel Lokalkolorit und einen süßen Hund! Kein Wunder also, dass wir inzwischen bereits den vierten Teil genießen dürfen und was mich betrifft: ich warte schon wieder auf die Fortsetzung.

Dr. Sofie Rosenhuth ist keineswegs perfekt, aber gerade das macht sie zu einer so liebenswerten Hauptfigur: man kann besonders als Frau immer sehr gut mitfühlen mit ihren Stimmungen, Gewichtsproblemchen oder ihren Überlegungen in Liebesdingen. Doch darüber hinaus ist sie auch noch eine exzellente Spürnase, die nicht eher locker lässt, bis sie einen Fall gelöst hat.
In ihrem Umfeld finden sich allerhand weitere tolle Charaktere, allen voran natürlich ihr Ex- und Wieder-Mann Joe, der Kommissar, mit dem sie auf Spurensuche geht.

Alle Figuren wirken sehr lebensecht, glaubwürdig und genauso gut vorstellbar wie die wunderbar beschriebenen Schauplätze.
Der mitreißende und fesselnd zu lesende Schreibstil sorgt dafür, dass man gar nicht merkt, wie schnell man die Seiten umblättert. Einfach Lesespaß pur mit Humor und einigen Dialektpassagen, die das bayerische Feeling aufleben lassen.

Der Fall ist für lange Zeit recht undurchschaubar, aber dann wird langsam deutlich, wie alles zusammenhängt. Man kann prima miträtseln und hautnah den Ermittlungen folgen. Interessante Einblicke in die Rechtsmedizin zeigen, dass auch einiges an Recherchearbeit in der Geschichte steckt.

Sehr gut fand ich auch, dass das Thema „Fremdenfeindlichkeit“ einen Platz im Buch gefunden hat und es wäre wünschenswert, wenn es im echten Leben mehr solch schöne Happy Ends gäbe.

Fazit:
Diese Krimireihe kann ich nur empfehlen: beste Leseunterhaltung mit allem Drum und Dran!

Bewertung:

BITTERER CALVADOS von Catherine Simon – Meine Rezension …

Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (16. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442485401
ISBN-13: 978-3442485406
Autorin: Catherine Simon

Die Geschichte:
Im dritten Teil der Reihe muss Kommissar Leblanc den Tod des bekannten Krimiautors Jean-Paul Picard aufklären.
Ein großes Krimi-Festival lockt allerhand Fans und Schriftsteller nach Deauville, der Star der Veranstaltung wird allerdings vergiftet in seinem Hotelzimmer aufgefunden. War es Selbstmord oder gibt es einen Täter? An Verdächtigen mangelt es leider gar nicht, denn JPP war nicht gerade beliebt, mal abgesehen von den zahlreichen Fans, die ihn aber nicht persönlich kannten.

Meine Meinung:
Die ersten beiden Teile der Reihe kenne ich zwar nicht, aber ich habe mich trotzdem sofort in der Story zurechtgefunden. Die Autorin schafft es prima, genügend Informationen aus der Vergangenheit einzuflechten, ohne dass es überladen wirkt.
Auch die Charaktere, die ich ja bisher als Erstleser nicht kannte, bringt sie dem Leser so nahe, dass man schnell eine Beziehung aufbauen kann. Leblanc ist mir ganz sympathisch, wenngleich er ein irgendwie chaotisches Verhältnis zur Frauenwelt pflegt. Er kommt trotzdem nicht wie ein Aufreißer oder so etwas rüber, sondern eher zuweilen ein bisschen tragisch bei manchen Annäherungsversuchen. Auch seine Kollegen fand ich ganz angenehm, ein insgesamt tolles Ermittlerteam, das hier am Werk ist.

Die Story entwickelt sich langsam und wir dürfen ausführlich an der Ermittlungsarbeit teilnehmen. Es erscheint alles ganz glaubwürdig und nachvollziehbar mit vielen Befragungen und etlichen Spuren, denen nachgegangen wird. Das Buch liest sich durchaus fesselnd, an wirklicher Spannung hat es mir persönlich allerdings gemangelt.
Den Krimi können auch zartbesaitete Leser absolut genießen, zumal auch noch ein wenig Lokalkolorit, schöne Landschaftsbeschreibungen und einige Ausflüge in die kulinarischen Genüsse Frankreichs für echte Urlaubsstimmung sorgen können.

Fazit:
Ein sehr ruhiger, unblutiger Ermittlerkrimi in schöner Kulisse, empfehlenswert!

Bewertung:

SCHLAFLIED von Cilla & Rolf Börjlind – Meine Rezension …

Broschiert: 576 Seiten
Verlag: btb Verlag (20. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442757169
ISBN-13: 978-3442757169
Originaltitel: Sov du lilla videung
Übersetzerin: Christel Hildebrandt
Autoren: Cilla & Rolf Börjlind

Die gesamte bisherige Rönning & Stilton – Reihe:

Die Geschichte:
Die Leiche eines Jungen wird vergraben im Wald gefunden. Hat ein in der Nähe wohnender Pädophiler mit seinem Tod zu tun? Dann verschwinden weitere Jugendliche: unbegleitete Flüchtlingskinder. Zur gleichen Zeit trifft die Obdachlose Muriel auch auf ein Flüchtlingsmädchen und nimmt sich ihrer an. Sie verstecken sich in einem Haus im Wald. Ob das eine gute Idee ist?
Olivia, Mette und ihre Kollegen sind sehr betroffen von diesem Leichenfund und wollen unbedingt aufklären, was dem Jungen zugestoßen ist. Wird ihnen Tom dabei helfen können?

Meine Meinung:
Gleich nach dem Zuklappen dieses Buches haben die Entzugserscheinungen wieder eingesetzt: ich liebe diese Truppe rund um Tom, Olivia und Mette einfach total. Am liebsten würde ich gleich weiterlesen.
Umso mehr hat es mich gefreut, dass die Reihe inzwischen sogar teilweise verfilmt wurde und demnächst auch in Deutschland ausgestrahlt wird. Juhuuu!
Aber nun mal zum Buch: man merkt einfach sofort, dass die Autoren geübte Drehbuchschreiber sind. Man ist immer direkt mitten im Geschehen, kann sich alles bestens vorstellen und miterleben.
Die Charaktere sind sehr vielschichtig und wirken authentisch, wenngleich sie nicht gerade „normale“ Lebensgeschichten haben. Tom Stilton beispielsweise ist Ex-Polizist, der durch einen schweren Schicksalsschlag sogar eine Zeitlang auf der Straße lebte. Inzwischen hat er aber wieder eine Partnerin und unterstützt Olivia und ihre Kollegen bei der Aufklärung des aktuellen, sehr brisanten Kriminalfalls.
Es geht um Flüchtlinge, genauer um unbegleitete Jugendliche, die plötzlich spurlos verschwinden. Schreckliche Mordfälle, Pädophile und sogar das organisierte Verbrechen weit entfernter Länder spielt eine Rolle. Absolut spannend und manchmal auch nicht so wirklich für Zartbesaitete geeignet. Es geht blutig, tragisch und auch sehr actionreich zur Sache, aber auch der Humor kommt nicht zu kurz. Eine absolut gelungene Mischung, die ich jedem Thrillerfan einfach nur wärmstens empfehlen kann!

Fazit:
Spannende Fälle, sympathische Charaktere, viel Action und akute Suchtgefahr! Diese Reihe ist einfach grandios … bitte unbedingt mit Band 1 beginnen, denn die Figuren erleben auch privat sehr viel und entwickeln sich ständig weiter.

Bewertung:

OHNE AUSWEG von Kathrin Lange – Meine Rezension …

Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (19. Dezember 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734102650
ISBN-13: 978-3734102653
Autorin: Kathrin Lange

Die gesamte bisherige Reihe:

Die Geschichte:
Der SERV-Sonderermittler Faris Iskander wird auch im dritten Teil der Reihe nicht geschont: er geht undercover ins Gefängnis. Es gilt, einen geplanten Terroranschlag zu verhindern und um das zu schaffen, muss Faris einen berüchtigten Insassen zum Reden bringen. Ob ihm das noch rechtzeitig gelingen wird?
In Berlin sind nämlich schon einige selbsternannte „Soldaten“ unterwegs, die scheinbar wahllos Giftgasanschläge verüben. Dies ist jedoch nur die Vorhut und niemand weiß, wo der eigentliche große Anschlag stattfinden wird.
Derweil wird immer klarer, dass es in den Reihen der Polizei einen oder mehrere Verräter geben muss. Faris ist nicht sicher bei seiner Mission und er weiß nie, wem er noch vertrauen kann …

Meine Meinung:
Nachdem mir der zweite Teil leider nicht so gefallen hat, war ich gespannt auf die Fortsetzung. Am Ende von „Gotteslüge“ haben wir ja schon erfahren, dass ausgerechnet Faris‘ Psychiaterin Andrea zur Gegenseite gehört – eine richtig unsympathische falsche Schlange. Doch sie ist natürlich nicht allein: ein großes Netzwerk des Bösen plant einen furchtbaren Anschlag und einen Großteil der Spannung macht die Frage aus, wer noch dazugehört.
Man kann einfach niemandem mehr trauen und Faris steckt mittendrin in einer hochgefährlichen Mission, bei der er dringend jede nur erdenkliche Unterstützung benötigt.

Der sehr eindrückliche, lebendige Schreibstil hat dafür gesorgt, dass ich richtig mitfiebern konnte. Die Spannung steigert sich stetig und findet ihren Höhepunkt in einigen überraschenden Wendungen und Enthüllungen, die alles in Frage stellen.
Ein bisschen Abzug gibt es von mir nur, weil ich manchmal echt nicht nachvollziehen konnte, wie Faris gehandelt hat. Das erschien mir etwas abwegig, aber insgesamt war der Thriller leider näher an der Realität, als wir uns wünschen würden.

Was die Charaktere betrifft, so habe ich mich gefreut, dass das Team wieder netten Zuwachs bekommen hat: Marian ist ein guter neuer Partner für Faris. Die Autorin haucht ihren Figuren viel Leben ein, so dass man sie wirklich leidenschaftlich hassen (Andrea) oder echt sympathisch finden kann.
Am Ende bleiben einige Fragen offen, die neugierig auf eine Fortsetzung machen. Die Bedrohung bleibt leider bestehen, es gibt noch viel zu tun für die Sonderermittlungseinheit SERV … ich freu mich drauf!

Fazit:
Actionreich, atemlos, brisant … Faris Iskander muss wieder einiges aushalten und geht bis an seine Grenzen! Spannende Thrillerunterhaltung!

Bewertung:

DAS FEST VON AQUESTA von Michael J. Sullivan – Meine Rezension …

Taschenbuch: 380 Seiten
Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 1 (20. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3608960163
ISBN-13: 978-3608960167
Originaltitel: Wintertide
Autor: Michael J. Sullivan

Die gesamte bisherige „Ryria“-Reihe:

Die Geschichte:
Im inzwischen fünften Teil der Reihe müssen Hadrian und Royce, die beiden Meisterdiebe, wieder einiges durchleiden. Das Neue Imperium will seine Macht ausdehnen und missbraucht dafür Thrace alias Modina als Marionette: Intrigen werden hinter ihrem Rücken gesponnen und sie soll nur vorbereitete Ansprachen vorlesen. Die einzige Vertraute, die sie hat, ist das Küchenmädchen Amilia, das zur Baronesse ernannt wurde.
Hadrian erhält auch einen Titel, den er eigentlich gar nicht will: er wird zum Ritter erklärt und soll im großen Turnier antreten. Es geht um Leben oder Tod, aber nicht um sein eigenes, sondern um das seines Freundes Royce und von Prinzessin Arista, die beide im Kerker auf ihre Hinrichtung warten …

Meine Meinung:
Diese Fantasyreihe ist einfach toll und man muss sie unbedingt von Anfang an lesen. Hadrian und Royce sind ein absolutes Dreamteam und inzwischen aufgestiegen: früher waren sie noch Meisterdiebe, heute arbeiten sie für einen König. Ihre Entwicklung zu verfolgen hat mir extrem viel Spaß gemacht, denn durch den lebendigen, zuweilen humorvollen Schreibstil von Michael J. Sullivan ist man immer mittendrin und kann richtig gut mit den Protagonisten mitfühlen.
Wer normalerweise mit Fantasy nicht viel anfangen kann, sollte vielleicht trotzdem mal in diese Reihe reinlesen, denn außer ein paar Zwergen, Elben und Zauberern geht es meistens recht „normal“ zu. Das Besondere sind hier viel mehr die vielen sympathischen Charaktere, die einem schnell ans Herz wachsen und die man gar nicht mehr missen möchte.
Auch dieser Band endet wieder mit einem Cliffhanger, aber ich habe mit dem Lesen extra so lange gewartet, dass ich sofort mit dem nächsten Teil weitermachen kann.
An diesem Buch fand ich auch sehr gut, dass man keine ellenlangen Schlachten oder ähnlich langwierige Szenen ertragen muss, sondern man wird bestens unterhalten mit einer genial durchdachten Story, die für viel Spannung und fesselndes Lesevergnügen sorgt.

Fazit:
Wieder ein grandioser Teil dieser Reihe: sympathische Charaktere, super Story mit viel Spannung und Abwechslung. Unbedingt lesen – aber bitte von Anfang an!

Bewertung:

GOTTESLÜGE von Kathrin Lange – Meine Rezension …

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442383463
ISBN-13: 978-3442383467
Autorin: Kathrin Lange

Die gesamte bisherige Reihe:

Die Geschichte:
Sondereinheitsermittler Faris Iskander kämpft noch mit den Nachwirkungen der Schrecken, die er im letzten Band „40 Stunden“ erleben musste. Doch ihm bleibt kaum Zeit zum Luftholen, denn er gerät sofort in den nächsten Alptraum: ein junger Mann droht mit einem Selbstmordattentat und Faris soll zum Tatort kommen.
Er begreift schnell, dass es sich um etwas Persönliches handelt, denn er kennt den Jungen und dieser soll ihm eine Botschaft übermitteln: er wird der Nächste sein, der auf den Auslöser drückt.
Wer steckt hinter diesem perfiden Racheplan, der Faris zum Mörder machen soll? Wird das Druckmittel, das der Täter hat, wirklich ausreichen, um einen Polizisten in einen Attentäter zu verwandeln? Eine atemlose Jagd nimmt ihren Lauf und nicht alle Beteiligten überleben den Wahnsinn …

Meine Meinung:
Der erste Teil der Reihe hat mir echt gut gefallen und so war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Leider konnte mich dieses Buch aber nicht wirklich überzeugen – trotz des gewohnt tollen, lebendigen Schreibstils.

Faris steht absolut im Mittelpunkt dieser Geschichte, andere Personen werden zu Randfiguren, die ihm mehr oder weniger im Weg stehen bei diesem Alptraum. Er wird von einem unbekannten Täter erpresst und um die Geisel zu schützen, tut er fast alles, was von ihm verlangt wird. Es ist eine richtige Katz- und Mausjagd, die mir aber irgendwie zu eintönig war. So richtig mitfiebern konnte ich nicht, denn vieles erschien mir zu konstruiert und vor allem unglaubwürdig. Ok, Authentizität ist nicht das Hauptkriterium, wenn es darum geht, einen Thriller zu bewerten, denn diese schießen gerne mal etwas übers Ziel hinaus. Aber hier gibt es Szenen, in denen der als intelligent beschriebene Täter als absolut naiv und leichtgläubig rüberkommt. Außerdem erweist sich einiges am Ende als nicht besonders schlüssig und offensichtliche Spuren wurden wohl nicht verfolgt.
Vielleicht wird einiges davon noch im nächsten Band aufgelöst, denn dieses Buch endet mit einem recht fiesen Cliffhanger.

Fazit:
Auch wenn mir dieser Band nicht so gut gefallen hat, werde ich der Fortsetzung eine Chance geben, denn Faris ist mir eigentlich recht sympathisch. Ich wünsche ihm, dass er in Teil 3 nicht wieder so gequält wird, denn sonst wird es eintönig …

Bewertung: