GLITZER, GLAMOUR, WASSERLEICHE von Tatjana Kruse – Meine Rezension …

Broschiert: 256 Seiten
Verlag: Haymon Verlag; Auflage: 1 (5. Juli 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3852189780
ISBN-13: 978-3852189789
Autorin: Tatjana Kruse

Verlagsspecial zum Buch

Die gesamte bisherige “Pauline Miller”-Reihe:

Die Geschichte:
Die Opernsängerin Pauline Miller ist mit ihrer Entourage in Bregenz angekommen. Sie darf auf der berühmten Seebühne die Hauptrolle in “Turandot” singen. Mit in ihrem Gefolge ist nicht nur ihr geliebter Hund Radames, sondern auch ihr Vater, der sie häufiger in peinliche Situationen bringt.
Doch das könnte Pauly ja noch verkraften, aber viel schlimmer ist die Tatsache, dass in Bregenz ein gemeiner Hundeentführer sein Unwesen treibt. Und dann ist tatsächlich Radames verschwunden …
Pauline ist krank vor Sorge und zu allem Überfluss taucht auch noch eine Wasserleiche auf!

Meine Meinung:
Den ersten Teil der Reihe kenne ich zwar nicht, aber das ist für das Verständnis auch nicht nötig. Man kann diesen Krimi auch gut einzeln lesen. Die Charaktere werden allesamt sehr gut beschrieben und man kann sich alles richtig bildlich vorstellen.
Pauline wäre im wahren Leben wohl kaum meine Freundin, denn sie ist schon sehr speziell und pflegt auch gern ihren Ruf als Diva. Aber was uns absolut verbindet, das ist unsere Liebe zu unseren Hunden.
So ist es nicht verwunderlich, dass Boston Terrier Radames eine große Rolle in diesem Buch spielt: ohne ihn geht bei Pauly gar nichts. Als er dann verschwunden ist, habe ich echt mit ihr mitgelitten.

In manchen Krimis gibt es ja mehrere Handlungsstränge und Nebenhandlungen, aber hier ist alles absolut gekonnt miteinander verwoben, so dass nichts überflüssig wirkt. Nur die Wasserleiche hat ihren ganz eigenen Auftritt bekommen – und der sorgte bei mir immer für extrem viel Schmunzeln.
Tatjana Kruses Schreibstil ist einfach super: ironisch-witzig und trotzdem schafft sie es, auch Spannung aufkommen zu lassen. So manche Formulierungen oder Eigenheiten der skurrilen Figuren (wie ein narkoleptischer Hund) sorgen dafür, dass man stellenweise wirklich lachen muss – bei allem gebotenen Ernst, wenn es um Entführungen und Wasserleichen geht.

Hat man das Buch einmal in der Hand, will man es gar nicht mehr weglegen. Als ich fertig war, hatte ich das Gefühl, dass ich gerne noch weiterlesen möchte, aber das Ende war so stimmig und rund, dass dem eigentlich erst mal nichts mehr hinzuzufügen ist. Über ein weiteres Abenteuer mit Pauly, Radames und dem Rest der Truppe würde ich mich allerdings schon freuen, denn es hat wirklich sehr großen Spaß gemacht!

Fazit:
Der supertolle humorvolle Schreibstil sorgt dafür, dass man dieses Buch gar nicht mehr weglegen möchte. Doch auch die Spannung kommt in diesem gut durchdachten Krimi nicht zu kurz. Unbedingt lesen!

Bewertung:
5pfoten

NIGHT FALLS von Jenny Milchman – Eine Gastrezension von Tina …

Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (15. Juli 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548287557
ISBN-13: 978-3548287553
Originaltitel: As Night Falls
Autorin: Jenny Milchman

Tinas Meinung zum Buch:

Sandra wohnt mit Mann Ben und Tochter Yvi in einem etwas abgelegenen Haus. Eines Abends schleichen sich 2 Unbekannte an, die aufgrund ihrer Kleidung wahrscheinlich aus dem Gefängnis geflohen sind. Damit beginnt eine albtraumhafte Nacht für Sandra und ihre Familie, die sie unweigerlich in ihre Kindheit zurückführt.

Schon der Anfang verlief ein kleines bisschen schleppend. Die Autorin geht sehr genau auf die einzelnen Protagonisten ein und verliert sich dabei schon mal in der ein oder anderen Alltagsszene. Der Klappentext verrät sehr viel über die Handlung, im Grunde genommen beinhaltet der Thriller einen zeitlichen Umfang von wenigen Stunden und schweift mit kurzen Kapiteln in die Vergangenheit ab. Viele Szenen wirken dadurch übertrieben “übererzählt” um auf Teufel komm raus Spannung zu erzeugen.

Frau Milchman benutzt für ihre Handlung ein außergewöhnliches Stilmittel; durch Szenen und Abläufe, die so detailliert beschrieben sind, dass sie wie in Zeitlupe ablaufen, versucht sie der Spannungskurve Herr zu werden. Dies gelingt aber nur bedingt. Man ahnt bereits was als nächstes geschieht und hat oft das Gefühl die handelnden Personen erstmal kräftig durchschütteln zu müssen.

Die Protagonisten sind mehr als skurril. Zwei Verbrecher, von denen der eine kaum bis 10 zählen kann, der andere allerdings überdurchschnittlich intelligent sein soll. Merken tut man allerdings bei Letzterem davon auch nicht viel.

Ein sehr enttäuschendes Ende rundet den Lesealbtraum dann schließlich ab.

Fazit: Ein Thriller der absolut nicht überzeugt und sehr viele Schwächen hat. Ich wollte erst gut gemeinte 3 Sterne geben, entscheide mich aber für die teilweise unsinnigen Abläufe für 2 Sterne.

TODESMAL von Elias Palm – Meine Rezension …

Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (17. Dezember 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442476976
ISBN-13: 978-3442476978
Autor: Elias Palm

Die gesamte bisherige “Ella Andersson”-Reihe:

Die Geschichte:
Die 39-jährige Gerichtsmedizinerin Ella Andersson steht gerade an einem Wendepunkt in ihrem Leben: nach einer langjährigen Beziehung haben sie und Markus die Trennung beschlossen. Doch nicht nur die Suche nach einer neuen Wohnung hält sie auf Trab, sondern auch ein seltsamer Skelettfund, den einer ihrer Kollegen bearbeitet, beschäftigt sie sehr. Bei der Leiche wurde eine Perlenkette gefunden, die exakt so aussieht, wie eine, die sie in ihrer Kindheit besaß. Aus der gleichen Zeit stammt auch eine Standuhr, die sie zufällig bei einer Internetauktion findet.
Das wirklich Seltsame daran ist, dass beide Dinge eigentlich gar nicht mehr existieren dürften, da vor 34 Jahren ein schlimmer Brand Ellas Elternhaus zerstörte. In diesem Feuer starb auch ihr Vater – und ihre Familie hat den Mantel des Schweigens über die Sache gebreitet.
So schnell gibt Ella allerdings nicht auf: sie forscht weiter nach und stößt auf ungeheuerliche Dinge in ihrer Vergangenheit …

Meine Meinung:
Auf dieses Buch bin ich eher zufällig gestoßen, aber ich würde es schon jetzt als eines meiner Highlights des Jahres bezeichnen. Hier stimmte für mich einfach alles: vom Schreibstil über die Figuren bis hin zur bestens durchdachten Story. Und dann handelt es sich auch noch um eine Reihe, also muss ich auf die liebgewonnenen Charaktere auch nicht gleich wieder verzichten.

Der schwedische Autor ist selbst Doktor der forensischen Pathologie, hält nebenbei Vorlesungen und modelt sogar (eine Bildersuche im Internet lohnt sich *g*). Er weiß also, wovon er spricht und genau so realistisch wirkt auch die Arbeit seiner Protagonistin Ella Andersson.
Er legt keinen Wert auf actionreiche Massenmördergeschichten, sondern er möchte den Leser vielmehr mit eher alltäglichen Verbrechen unterhalten, die weitaus glaubwürdiger wirken, aber nicht minder spannend sind.

Da der erste Fall, den Ella hier zu lösen hat, natürlich sehr persönlich ist, dreht sich vieles um ihr Privatleben und vor allem um ihre familiäre Vergangenheit. Von ihren Verwandten hat sie sich nämlich inzwischen sehr distanziert und beim Lesen wird auch sehr schnell klar, warum das so ist. Vor allem ihre Großmutter wirkt wie der sprichwörtliche “alte Drache”: gefühlskalt, egoistisch, herrisch und verschlossen.

Mir war Ella gleich sympathisch, was wohl auch nicht zuletzt daran liegt, dass wir uns in vielen Dingen recht ähnlich sind, angefangen beim Alter. Aber es gibt noch mehr liebenswürdige Figuren in dieser Geschichte, die ich gleich in mein Leserherz geschlossen habe.
Auch die emotionalen Momente kommen nicht zu kurz in diesem Buch, es ist insgesamt eine rundum gelungene Mischung aus Spannung, Gefühlen und Information. Auch für Leser, die es nicht so blutig mögen, ist es durchaus empfehlenswert, denn der Autor übertreibt es mit solchen Szenen nicht.

Hoffentlich wird auch der dritte Band, der in Schweden bereits 2013 erschienen ist, noch übersetzt.

Fazit:
Sehr schade, dass dieser Autor bei uns nicht bekannter ist. Im Gegensatz zu vielen Büchern, um die ein regelrechter Hype veranstaltet wird und die nicht wirklich halten können, was sie versprechen, hätte diese Reihe mehr Aufmerksamkeit verdient.
Sympathische Charaktere und ein sehr realistisches Setting machen diesen Roman zu einem absoluten Lesevergnügen. Man darf keinen atemlosen Thriller erwarten, sondern kann sich über eine Geschichte freuen, die von schrecklichen Geheimnissen, Intrigen und Lügen handelt, gekrönt mit einer ordentlichen Portion Emotionen. Für mich ein rundum gelungenes Debüt!

Bewertung:
5pfotenplus

BOY IN THE PARK von A. J. Grayson – Meine Rezension …

Broschiert: 368 Seiten
Verlag: Droemer TB (1. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426305712
ISBN-13: 978-3426305713
Originaltitel: The Boy in the Park
Übersetzer: Karl-Heinz Ebnet
Autor: A. J. Grayson

Die Geschichte:
Dylan ist Verkäufer in einem kleinen Laden für Nahrungsergänzungsmittel in San Francisco und lebt auch sonst ein eher beschauliches, ruhiges Leben. Seine Mittagspause verbringt er immer im nahen Park auf “seiner” Bank mit Blick auf einen Teich. Täglich taucht dort zur gleichen Zeit am gegenüberliegenden Ufer auch ein kleiner Junge auf, der für Dylan bald zum Alltag gehört.
Eines Tages fällt Dylan auf, dass der Junge eine blutende Verletzung am Arm hat. Er macht sich große Sorgen und dann geschieht etwas Unfassbares: der Junge wird vor Dylans Augen in ein Gebüsch gezogen und taucht nicht mehr auf. Die Polizei nimmt seine Vermisstenmeldung natürlich nicht sehr ernst, denn er kennt ja noch nicht einmal den Namen des Jungen, kann ihn nicht richtig beschreiben und kann auch nicht ausschließen, dass ihn nur der Vater oder die Mutter vom Teich weggebracht haben.
Die Sache lässt ihm keine Ruhe und dann findet er tatsächlich eine Spur, die ihn in die kleine Stadt Redding führt. Was er dort erlebt, verändert sein Leben für immer …

Meine Meinung:
Bemerkenswert an diesem Buch ist der stellenweise beinahe poetische Schreibstil, der sehr ausführlich, detailreich und atmosphärisch ist. Das passt gut zur Hauptfigur Dylan, der ein sehr ruhiger, beinahe andächtig wirkender Mann ist, der seine Freizeit damit verbringt, Gedichte zu schreiben.

Weniger gut passt dieser manchmal etwas ausschweifende Schreibstil allerdings zu einer Geschichte, die eigentlich Spannung aufbauen soll. An vielen Stellen hatte ich nämlich das Gefühl, einige Seiten vorblättern zu müssen, damit ich der Lösung des Geheimnisses näherkomme bzw. um zu erfahren, ob ich mit meinen Vermutungen richtig liege.
In eingestreuten Kapiteln dürfen wir an den Sitzungen einer Psychologin mit ihrem Patienten teilhaben. Das bringt etwas Abwechslung in die Story, aber auch noch mehr Verwirrung.
Man kann zwar schon früh erahnen, wohin alles führt, aber die Auflösung fand ich dann trotzdem noch sehr gelungen und stimmig.

Als Psychothriller würde ich persönlich das Buch nicht bezeichnen, dafür fehlte es mir einfach an durchgehender Spannung. Es kam durch die Beschreibungen scheinbarer Nebensächlichkeiten oftmals zu kleinen Längen, die nicht hätten sein müssen. Für mich ist es eher ein Psychodrama, das für Leser, die das Thema “Kindesmisshandlung” scheuen, nicht so geeignet sein dürfte. Zu blutigen, brutalen Szenen kommt es im Verlauf der Geschichte durchaus, diese erzeugten bei mir aber keinerlei Thrill, sondern Mitgefühl und Unverständnis.

Insgesamt lässt sich das Buch aber durchaus gut lesen und es ist bestens durchdacht, verwirrend und im Nachklang sieht man vieles mit anderen Augen.

Fazit:
Ein Buch, das ich aufgrund der Thematik und des atmosphärisch-detailreichen Schreibstils eher als Psychodrama bezeichnen würde. Mir fehlte es manchmal leider etwas an Spannung.

Bewertung:
3,5pfoten

BRETONISCHE BRANDUNG von Jean-Luc Bannalec – Meine Rezension …

Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (15. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442479282
ISBN-13: 978-3442479283
Autor: Jean-Luc Bannalec ist ein Pseudonym; der Autor ist in Deutschland und im südlichen Finistère zu Hause

Die bisherigen Bücher der Reihe:

Die Geschichte:
Im zweiten Teil der Reihe ermittelt Kommissar Dupin ausnahmsweise nicht auf dem Festland, sondern auf den berühmten Glénan-Inseln. Auf einer der vielen kleinen Eilande werden drei tote Männer gefunden, die anscheinend ertrunken sind. Der erste Eindruck ist eindeutig: es handelt sich um einen bedauernswerten Unfall, denn in der vorherigen Nacht tobte ein schlimmer Sturm und die Gegend ist auch für erfahrene Seeleute eine Herausforderung.
Trotzdem befragt Dupin die wenigen Einwohner der Inseln und bald stellt sich heraus, dass hier nicht alles so friedlich ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Am Ende hat er mehr Verdächtige als ihm lieb ist …

Meine Meinung:
Dieser Krimi ist wie ein kleiner Urlaub, zumindest was die wundervollen, atmosphärischen Landschaftsbeschreibungen betrifft. Einen Reiseführer kann man sich nach dieser Lektüre eigentlich sparen, denn alles Wissenswerte über die einmalig schönen Glénan-Inseln vermittelt diese Geschichte praktisch nebenbei.

Kommissar Dupin ist ein recht sympathischer Charakter, der zwar seine Ecken und Kanten hat, aber trotzdem noch ganz umgänglich ist. Mit seinen Kollegen kommt er mehr oder weniger gut aus – wie im richtigen Leben. Überhaupt wirken alle Charaktere und das ganze Setting sehr glaubwürdig und realistisch.
In diesem Teil der Reihe spielt das Privatleben von Dupin kaum eine Rolle und lenkt damit überhaupt nicht vom eigentlichen Fall ab.

Einen Großteil der Geschichte nehmen dagegen die ausführlichen Ermittlungen ein, bei denen wir den Kommissar und sein Team begleiten dürfen. Zahllose Befragungen, viele Hintergrundrecherchen, immer wieder Bootsfahrten und dann auch noch ein schlimmer Sturm, der alles lahmlegt – es passiert sehr viel.
Manchmal war mir das dann leider auch zu viel, denn durch die zahlreichen Verdächtigen und möglichen Motive erschien mir alles etwas kompliziert und ich hatte das Gefühl, die Story dreht sich im Kreis.
Die Auflösung hat mir ganz gut gefallen, alles wirkte stimmig und es bleiben keine Fragen offen.

Fazit:
Die vielen Verdächtigen machen die Sache stellenweise etwas kompliziert, aber die wunderschönen Landschaftsbeschreibungen machen diesen Krimi trotzdem zu etwas Besonderem. Urlaub für Zuhause!

Bewertung:
3,5pfoten

Dieses Buch wurde übrigens auch schon verfilmt:

NIEMAND SIEHT MICH KOMMEN von Lisa Scottoline – Meine Rezension …

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 1 (17. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3352008841
ISBN-13: 978-3352008849
Originaltitel: Every Fifteen Minutes
Übersetzerin: Kathrin Bielfeldt
Autorin: Lisa Scottoline

LESEPROBE (PDF)

Die Geschichte:
Manchmal kommt es eben wirklich hart im Leben, das muss in diesem Thriller vor allem der Psychiater Eric Parrish feststellen. Als Abteilungsleiter in der Klinik trägt er große Verantwortung – nicht nur für seine Patienten, sondern auch für die Mitarbeiter. Eine Studentin übertreibt es etwas mit ihrer Bewunderung, was schließlich in der Anschuldigung endet, dass Eric sie sexuell belästigt hätte.
Doch das ist nicht das einzige Problem, mit dem er sich gerade herumplagen muss: seine Ex-Frau hat einen neuen Partner und will Eric den Kontakt zu seiner geliebten 7-jährigen Tochter Hannah erschweren.
Als er von seiner Kollegin Laurie gebeten wird, sich um eine krebskranke Frau und deren depressiven Enkel Max zu kümmern, zögert Eric keinen Moment. Nichtsahnend, dass damit Ereignisse ihren Lauf nehmen, die alles zerstören, was er sich so mühsam aufgebaut hat …

Meine Meinung:
Am Ende dieses Thrillers bin ich irgendwie recht unschlüssig, was ich davon halten soll. Das Buch ist alles andere als schlecht, aber es gab eben auch einige Sachen, die mir nicht so gefallen haben.
So zum Beispiel die sehr ausführlichen Dialoge, nicht nur zwischen Eric und seinem Patienten Max, sondern im Allgemeinen … an manchen Stellen wurde ich da beim Lesen schon etwas ungeduldig.

Sehr gut haben mir dagegen die immer wieder eingestreuten Kapitel gefallen, in denen ein Soziopath aus seinem Leben berichtet. Das lockerte die Story etwas auf. Man bekommt das Gefühl, schon sehr früh zu wissen, was hinter der Sache steckt. Doch weit gefehlt: die Autorin hat noch viele Wendungen in der Hinterhand, die vor allem am Ende mehr Action in die ansonsten eher ruhige Geschichte bringen. Für mich war es fast eine Wendung zu viel oder man hätte die Spannungselemente vielleicht besser gleichmäßiger verteilen sollen.
Grundsätzlich war das Ganze aber gut ausgedacht und das Buch konnte mich schon fesseln, denn schließlich will man wissen, ob man mit seinen Vermutungen am Ende Recht behält.

So richtig mitfiebern konnte ich mit Eric aber nicht immer, denn er legte ein Verhalten an den Tag, das mir selbst absolut fremd und nicht nachvollziehbar war. Das machte ihn zu einem Charakter, der mir nicht uneingeschränkt sympathisch war. Lieber war mir dagegen sein Anwalt Paul, der immer sehr humorvoll auftritt und für ein bisschen Abwechslung sorgt. Außerdem habe ich die krebskranke Oma und Tochter Hannah sofort ins Leserherz geschlossen, auch sie bilden einen Lichtblick in diesem Thriller.
Die Autorin hat auch für die Nebenrollen gut ausgearbeitete Figuren erdacht, durch die die Geschichte realistisch und lebendig wird. Wir erfahren viel aus dem Klinikalltag von Eric und das kam mir ziemlich glaubwürdig vor.

Der Thriller ist eigentlich eher ein Psychothriller, denn es geht weitgehend unblutig zu. Die Bedrohung und Spannung ergibt sich vielmehr aus den Erlebnissen, die Eric verkraften muss. Man bekommt als Leser einen Einblick in Situationen, in denen man niemals selbst stecken möchte.

Fazit:
Ein gut durchdachter Thriller, der mit vielen Überraschungen bis zum Schluss spannend bleibt. Manchmal gab es allerdings ein paar Längen und das Verhalten von Eric konnte ich oft nicht nachvollziehen.

Bewertung:
4pfoten

TEUFELSTRITT von Ursula Hahnenberg – Meine Rezension …

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (20. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442484154
ISBN-13: 978-3442484157
Autorin: Ursula Hahnenberg

LESEPROBE (PDF)

Die Geschichte:
Julia Sommer lebt getrennt von ihrem Ex-Mann mit ihrer Oma Martha und ihrem Sohn Florian in einem alten Forsthaus. Besondere Erinnerungen verbinden sie mit diesem Ort, denn sie hat dort einen Teil ihrer Kindheit verbracht. Leider wurde die schöne Zeit damals durch einen tödlichen Autounfall ihrer Eltern jäh beendet und sie wuchs bei ihrer Oma auf.
Jetzt ist sie in die Fußstapfen ihres Vaters getreten und arbeitet als Försterin für Waldbesitzer Ludwig Voss. Doch ihr Verhältnis zu ihm ist nicht ungetrübt, denn er ist ein machthungriger Mensch, der kaum Grenzen kennt. Trotzdem trifft es Julia hart, als sie eines Morgens Ludwigs Leiche im Wald findet.
Doch damit fangen Julias Probleme erst an, denn die Dorfbewohner halten sie für die Mörderin. Kann sie ihre Unschuld beweisen und den wahren Täter finden?

Meine Meinung:
Es handelt sich bei diesem Buch ja um einen Debütroman und ich habe vor jedem Autor großen Respekt, der es geschafft hat, sein erstes “Baby” zu veröffentlichen. Von Erstlingswerken erwarte ich auch nicht unbedingt Perfektion, so ist auch hier noch einige Luft nach oben für künftige Teile der Reihe, deren Anfang dieser Krimi darstellt.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut lesbar, sie beschreibt sehr ausführlich die Arbeit einer Försterin und damit den Alltag von Julia. Auch ihre Schauplätze gestaltet sie realistisch und gut vorstellbar.

Was mir allerdings nicht so sehr gefallen hat, das war leider die Hauptfigur Julia: ich wurde mit ihr bis zum Ende nicht wirklich warm. Sie wirkte auf mich oft unfreundlich, ungeduldig, voreingenommen und auch ihre Handlungen überzeugten mich nicht. An vielen Stellen hätte ich sie am liebsten schütteln mögen, um sie zur Vernunft zu bringen. Das alles sorgte dafür, dass ich sie nicht sympathisch finden konnte, was leider für eine Reihe keine gute Voraussetzung ist. Auch die Verhaltensweisen einiger anderer Charaktere waren für mich oft nicht nachvollziehbar.
Am liebsten mochte ich Tom, den Sohn des Opfers: ein ruhiger, liebenswerter Mann, der sehr geheimnisvoll wirkt.

Die Story ist recht vielschichtig, stellenweise auch spannend und das Ende hat mich durchaus überrascht. Allerdings finde ich, dass Julia nicht wirklich viel zur Aufklärung beigetragen hat, die eigentlichen Ermittlungen liegen schon deutlich in den Händen der Polizei, die in Gestalt von Kommissarin Baumgartner und Kollege Winkler sehr präsent ist. Die Försterin ist viel mehr auf der Suche nach Antworten auf Geheimnisse ihrer eigenen Familiengeschichte – und außerdem jagt sie einen Wilderer.
Am Schluss nimmt die Geschichte noch an Fahrt auf, die Ereignisse überschlagen sich fast und im Gegensatz zum restlichen Buch werden die letzten Seiten wie im Zeitraffer abgehandelt. Mir fehlten noch ein paar Details, die diverse Umstände plausibel erklären und Antwort geben könnten auf einige Fragen, die man sich beim Lesen gestellt hat.

Fazit:
Ein solides Krimidebüt, bei dem ich mich leider nicht so ganz mit der Hauptfigur anfreunden konnte. Trotzdem gut durchdacht und geschrieben: eine eher unblutige Geschichte mit vielen Facetten!

Bewertung:
3,5pfoten

BLINDE SEKUNDEN von Sonja Rüther – Meine Rezension …

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (17. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746632269
ISBN-13: 978-3746632261
Autorin: Sonja Rüther

Die Geschichte:
Ein Entführer und Mörder geht in Hamburg um und er holt sich seine weiblichen Opfer ausgerechnet in gut überwachten 5-Sterne-Hotels. Die Frauen verschwinden spurlos und tauchen erst nach vielen Wochen tot wieder auf.
Auch Silvia besucht solch ein Hotel, um sich dort mit Sven zu treffen. Das Pikante daran: die beiden sind kein Paar, sondern auf dem besten Weg, eine Affäre zu beginnen. Doch so weit kommt es nicht, denn auch Silvia ist plötzlich nicht mehr auffindbar.
Die Vermisstenmeldung landet auf dem Schreibtisch des kurz vor der Pensionierung stehenden Kommissars Eberhard Rieckers und er schwört sich, diesen Fall unbedingt noch aufzuklären. Dank seiner Hartnäckigkeit hat er auch bald eine heiße Spur, doch was er dann herausfindet, übersteigt seine Vorstellungskraft …

Meine Meinung:
In weiten Teilen hätte dieser Thriller auch sehr gut das Prädikat “Psychothriller” tragen dürfen, denn es sind hier nicht so oft die actionreichen, blutigen Szenen, die für Gänsehaut sorgen.
Viel mehr sind es die Situationen, in denen Menschen einem Gegenüber hilflos ausgeliefert sind und vor allem die Tatsache, dass im Grunde genommen nichts wirklich so ist, wie es im ersten Moment erscheint.
Daraus strickt die Autorin eine meisterhaft durchdachte Story, die mit sehr vielen Überraschungen und Wendungen durchgehend für fesselnde Unterhaltung sorgt.
Einen Teil der Lösung kann man als geübter Krimi- / Thrillerleser zwar recht früh erkennen, aber es bleiben noch genügend Aspekte übrig, auf die man nicht so leicht kommt. Vor allem das Ende fand ich sehr gelungen und unvorhersehbar.

Die Charaktere sind ganz prima gestaltet mit glaubhaften Emotionen und vielen Facetten, die sie realistisch wirken lassen. Die Autorin lässt uns auch sehr viel am Privatleben der Menschen teilhaben, so dass einem die Figuren schnell nahe sind und man wirklich mit ihnen mitfühlen kann.
Eberhard und Sven stehen im Mittelpunkt der Erzählung und Eberhard war mir gleich sympathisch, genau wie seine Frau Marianne, die eine absolut umgängliche, freundliche Person ist.

Die Story weist ein recht hohes Tempo auf, was nicht zuletzt auch daran liegt, dass hier die Ereignisse von Mai 2009 bis Februar 2011 geschildert werden. Es handelt sich also nicht um einen Kriminalfall, der mal eben in wenigen Tagen gelöst werden kann.
Der Leser darf viel mehr an den Ermittlungen teilhaben, die auch einmal weniger erfolgreich verlaufen können oder in einer Sackgasse enden. Dabei wird die Arbeit der Polizei meist recht glaubwürdig geschildert und erst zum Ende hin gibt es Szenen, die thrillertypisch etwas überzogen wirken können. Aber das ist für einen spannenden Showdown einfach nötig und ich fand das ganze Buch von der ersten bis zur letzten Seite absolut gelungen.

Fazit:
Eine super durchdachte Geschichte, die beim Lesen oft für Gänsehaut sorgen kann. Der sympathische Ermittler Eberhard gibt nicht eher auf, bis er alle schrecklichen Geheimnisse aufgedeckt hat – und er sorgt am Ende noch für einige Überraschungen. Ein wirklich empfehlenswerter (Psycho-)Thriller!

Bewertung:
5pfoten

LÜGENMAUER von Barbara Bierach – Meine Rezension …

Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: List Taschenbuch (15. Juli 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548613063
ISBN-13: 978-3548613062
Autorin: Barbara Bierach

Die Geschichte:
Im irischen Sligo wird ein bekannter protestantischer Pfarrer in seinem Haus tot aufgefunden. Er wurde stranguliert und niemand kann sich vorstellen, welches Motiv hinter diesem Mord stecken könnte. Emma Vaughan leitet die Ermittlungen der Mordkommission, doch sie und ihre Kollegen tappen zunächst im Dunkeln.
Erst als sie einige Bekannte und Angehörige des Verstorbenen vernehmen wird klar, dass der Mann vielleicht doch nicht so beliebt war wie angenommen – und dass er es mit der ehelichen Treue nicht so genau nahm.
Emma verfolgt im Alleingang noch eine weitere Spur. Diese bringt sie nicht nur selbst in Gefahr, sondern konfrontiert sie auf unangenehme Weise mit ihren eigenen Schrecknissen der Vergangenheit …

Meine Meinung:
Dies ist der erste Fall, in dem Emma Vaughan ermittelt und damit der Auftakt zu einer neuen Krimireihe.
Bei Bücherserien sind die Ermittler doch immens wichtig: man muss sich mit ihnen wohlfühlen, sich vielleicht sogar mit ihnen identifizieren können oder sie zumindest sehr humorvoll, skurril oder anderswie besonders finden.
Barbara Bierach hat hier einige vielschichtige, interessante Charaktere erschaffen, von denen mir einige sofort sympathisch waren. Emma ist zwar eher eine Figur, die man erst ein bisschen näher kennenlernen muss, um sie besser verstehen zu können, aber spätestens am Ende des Buches hatte sie mein Leserherz erobert. Ihr Kollege James hatte es etwas leichter: mit seiner offenen, humorvollen Art mochte ich ihn gleich.
Emmas Ex-Mann Paul ist dagegen ein absolutes Ekel, der ihr trotz Trennung immer noch das Leben schwer macht. Teenagersohn Stevie bietet dazu unfreiwillig Anlass und aufgrund von Nichtigkeiten will Paul sogar das alleinige Sorgerecht erstreiten. Als ob Emma nicht schon genug Probleme mit ihrer Gesundheit hätte: die Spätfolgen eines Unfalls machen ihr zu schaffen und haben sie in die Schmerzmittelabhängigkeit getrieben.

Den Untertitel “Irland-Krimi” nimmt die Autorin übrigens sehr ernst, denn in diesem Buch steckt extrem viel Wissen über Land, Leute und Geschichte. Vor allem die konkurrierenden Religionen werden stark in den Fokus gerückt und ich finde es sehr gut, wie alle möglichen Verbrechen unter dem Deckmantel der Frömmigkeit hier angeprangert werden. Man merkt, dass viel Recherchearbeit dahinter steckt und alles wirkt sehr realistisch und glaubwürdig, was es umso erschreckender macht.

Die Story ist wirklich gut durchdacht und wird auf mehreren Zeitebenen erzählt. Doch nicht nur die Rückblicke in die Vergangenheit bringen geübte Krimileser möglicherweise sehr bald auf des Rätsels Lösung. Das führte bei mir dazu, dass ich Ermittlungen in andere Richtungen dann eher als überflüssig empfand und mehr über die wahren Hintergründe erfahren wollte. Insgesamt blieb das Buch also trotzdem spannend und fesselnd.
Das Ende hat mich dann noch sehr überrascht, denn mit diesem Ausgang hätte ich nicht gerechnet. Wirklich super gelöst und ein wunderbarer, gelungener Abschluss des ersten Bandes.

Wer also gerne mehr über Irland erfahren möchte und (unblutige) spannende Krimis mag, der sollte bei diesem Buch unbedingt zugreifen.

Fazit:
Ein gut durchdachter, spannender erster Fall für Emma Vaughan, der mit einer echten Überraschung endet. Bitte mehr von dieser Ermittlerin und ihrem sympathischen Kollegen!

Bewertung:
4,5pfoten

CHICKEN HIGHWAY von Elisabeth Herrmann – Meine Rezension …

Audio CD
Verlag: der Hörverlag (27. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 384452102X
ISBN-13: 978-3844521023
Autorin: Elisabeth Herrmann
Sprecher: Martin Reinke, Sandra Borgmann, Laura Maire, Lena Dörrie, Nicole Heesters, Bjarne Mädel und viele mehr

Diese CD-Box enthält vier spannende Hörspiele, in denen Hauptkommissarin Bettina Breuer im Norden und Osten Deutschlands ermittelt. Tatkräftig unterstützt wird sie dabei von einem Freund: Jac Garthmann ist eigentlich Pianist, aber er ermittelt auch gerne “undercover” für die Polizei.

Jac mochte ich gleich ganz gerne, denn er ist ein sehr offener, herzlicher Mensch. Er trifft auch in den Geschichten so manch unorthodoxe Entscheidung, die ihn noch sympathischer erscheinen lässt.
Bettina dagegen wirkt oft etwas unterkühlt und ihre Art hat mich nicht so angesprochen. Zusammen bilden sie aber ein gutes Team, mit dem man gerne auf Verbrecherjagd geht.

Und damit sind wir auch schon bei den vier Fällen, die es hier zu lösen gilt.
Angefangen habe ich mit “Schlick”: Bettina ist eingeladen, bei der Jungfernfahrt eines Kreuzfahrtschiffs mitzureisen. Doch das spurlose Verschwinden des Schiffsoffiziers lässt die Pläne buchstäblich ins Wasser fallen.
Jac ermittelt an Bord, Bettina geht den Spuren an Land nach …

In “Das Grab der kleinen Vögel” befindet sich Jac gerade zur Kur in Mecklenburg, um seine Knieprobleme auszukurieren. Dabei lernt er schnell drei ältere Damen kennen, die sich bereits seit vielen Jahren kennen und immer wieder in der Kurklinik treffen.
Als eine der Frauen tot aufgefunden wird, deutet alles auf einen Selbstmord hin. Aber Jac will daran nicht glauben und überredet Bettina, ihn bei seinen Nachforschungen zu unterstützen …

Im titelgebenden “Chicken Highway” dreht sich alles um Massentierzucht bzw. Hähnchenmast im großen Stil. Die Autobahn A31 wird im Volksmund auch “Chicken Highway” genannt, da in dieser Gegend viele solcher Anlagen ansässig sind. Bettina soll den Mord an einem Tierarzt aufklären, der offensichtlich illegal mit Antibiotika gehandelt hat. Dabei gerät sie zwischen die Fronten: Tierschützer, Fabrikbesitzer, Politiker … alle möglichen Parteien scheinen in die Sache verwickelt zu sein und das Morden ist noch nicht vorbei.

“Versunkene Gräber” erzählt fast eine Kurzform des gleichnamigen Buches von Elisabeth Herrmann. Ein toter Kurierfahrer führt Bettina bis ins deutsch-polnische Grenzgebiet. Sie hatte ihn schon länger im Visier, da sie ihn des Zigarettenschmuggels verdächtigte. Aber liegt darin das Mordmotiv begründet oder steckt mehr dahinter? Jac begibt sich diesmal selbst in große Gefahr bei seinen verdeckten Ermittlungen …

Mir haben alle vier Hörspiele sehr gut gefallen, aber mein Favorit ist “Das Grab der kleinen Vögel”. Mit einigen gelungenen Wendungen und einem sehr versöhnlichen Ende war dies wirklich ein großes Hörvergnügen.
In “Chicken Highway” fand ich besonders toll, dass die Autorin die schlimmen Zustände in der Massentierhaltung anprangert. Die geschilderten Vorgänge sind mit Sicherheit näher an der Realität als wir uns wünschen würden.

Alle Geschichten sind prima durchdacht und werden von den vielen Sprechern sehr glaubhaft und lebendig vertont. Auch die allgemeine Geräuschkulisse ist sehr gut gelungen und unterstreicht die Dramatik an vielen Stellen gekonnt.

Fazit:
Vier sehr gut durchdachte Geschichten, die von vielen begabten Sprechern spannend und lebendig vorgetragen werden. Mir hat diese Box einige Stunden Hörgenuss geschenkt und ich empfehle sie gerne weiter!

Bewertung:
5pfoten