DIE SCHWARZE DAME von ANDREAS GRUBER – Meine Rezension …

Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (18. Dezember 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442480264
ISBN-13: 978-3442480265
Autor: Andreas Gruber
Teil 1 der „Peter Hogart“-Reihe vor „Die Engelsmühle“

Meine Meinung:
Kaum zu glauben, dass dies wirklich der erste Thriller aus der Feder von Andreas Gruber ist. Natürlich wurde er vor der Taschenbuchveröffentlichung noch etwas überarbeitet, aber ich denke, er war vorher schon beinahe perfekt. Dieses Buch hat einfach alles, was wir Spannungsfans uns wünschen können.
Beginnen wir bei Peter Hogart, der Hauptfigur dieser Reihe: er ist Privatdetektiv und ein echt sympathischer Kerl. Er setzt sich für Gerechtigkeit ein und gibt auch nicht auf, wenn eine Sache aussichtslos erscheint. Ebenso liebenswürdig fand ich Ivona, ebenfalls eine Privatdetektivin, die er in Prag kennenlernt.

In diese schöne Stadt führt ihn der Auftrag einer Versicherungsgesellschaft, bei dem er aufklären soll, warum eine ihrer Mitarbeiterinnen spurlos verschwunden ist, nachdem sie anscheinend einen Betrug aufgedeckt hat. Hogart legt sich dabei schnell mit den falschen Leuten an und er kann froh sein, dass Ivona immer wieder ihre schützende Hand über ihn hält und die richtigen Kontakte in der Stadt hat. Nachdem die beiden nur knapp einem Brandanschlag entkommen, wird ihnen klar, dass sie auf der richtigen Spur sind.
Eine grausame Mordserie erschüttert die Stadt seit einigen Monaten: Männer und Frauen wurden geköpft und brutal verstümmelt aufgefunden. Mit dieser Sache ist Ivona schon länger beschäftigt und langsam wird klar, dass es einen Zusammenhang mit Peters Fall gibt. Trotz fleißiger Helfer wird es noch sehr brenzlig für das Detektivduo, das sich leider auch oft nicht auf Rettung durch die örtliche Polizei verlassen kann.

Zwei Fälle, zwei Detektive und jede Menge fesselnder, atemloser Spannung: das erwartet den Leser im Thrillerdebüt von Andreas Gruber. Der locker zu lesende Schreibstil mit sehr eindrücklichen Schilderungen der Schauplätze und Charaktere sorgt dafür, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen will. Die Kapitel haben genau die richtige Länge und der Spannungsbogen ist gleichmäßig hoch bis zum überraschenden Showdown.

Mir hat dieses Buch einige Stunden großer Lesefreude bereitet. Es geht thrillertypisch natürlich blutig zu, aber der Autor geht niemals zu sehr in unnötige Details. Einfach fesselnd und super durchdacht – kann ich nur empfehlen!

Bewertung:

DAHAM IS HALD DAHAM von LORE SCHERB – Meine Rezension …

Gebundenes Buch: 64 Seiten
Verlag: Fritz Majer & Sohn, Leutershausen (1985)
Sprache: Fränkisch
ISBN-10: 3-922 175-14-7
Text: Lore Scherb, Herrieden
Illustrationen: Martin Kiss, Herrieden
Aus der Mundartreihe „Fränkisch gredd“

Meine Meinung:
Dieses kleine Büchlein hat mir wohl meine Oma mal vermacht, es ist eine richtige Rarität aus dem Jahr 1985.
Nicht das allein ist besonders, sondern dass es eben genau aus unserer Gegend hier kommt, quasi vor der Haustür entstanden ist.
In den Gedichten und Texten geht es um unsere Heimat, allerdings natürlich eher zu einer früheren Zeit. Auch typisch fränkische Eigenarten werden zum Thema, sowie die Landschaft und die Menschen.

„Mier Franggn soongs groodraus,
woos uns gfälld, woos uns drüggd.
Groodougsochd is gscheider,
wie noogwerchd und derschtiggd.“

Na, wer kann es entziffern? 🙂
Die Illustrationen begleiten die Texte sehr stimmig und das Aquarell auf dem Cover finde ich sehr gelungen. Es zeigt den Rathauseingang in Herrieden.
Ein echtes Stück Heimatgeschichte, da lohnt sich vielleicht auch mal das Stöbern auf Floh- und Büchermärkten.

Bewertung:

DEIN WILLE GESCHEHE von MICHAEL ROBOTHAM – Meine Rezension …

Taschenbuch: 592 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (18. Oktober 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442474582
ISBN-13: 978-3442474585
Originaltitel: Shatter
Autor: Michael Robotham
Teil 4 der „Joe O’Loughlin und Vincent Ruiz“ – Reihe

Meine Meinung:
Diese Thrillerreihe ist ein echter Spannungsgarant und wird niemals eintönig.
Dafür sorgt schon allein der tolle, lebendige Schreibstil von Michael Robotham, der einen sofort ganz tief in die Geschichte eintauchen lässt. Alles wird greifbar: die Schauplätze, die Charaktere, die nervenaufreibende Stimmung, die Gefühlslage der Figuren.
Der Psychologe Joe ist ein sehr sympathischer Protagonist, der mit der tückischen Parkinson-Krankheit leben muss. Er hat zwei Töchter, um die er sich kümmert, während seine Frau viel arbeitet. Vincent Ruiz ist Ex-Polizist seine Freundschaft mit Joe begann eher ungewöhnlich mit dessen Verhaftung. Inzwischen sind sie aber ein geniales Team und gemeinsam lösen sie auch die kniffligsten Fälle.
Joe gerät auch in diesem Teil der Reihe wieder selbst in große Gefahr, als er zufällig der Polizei helfen soll, eine Selbstmörderin von einer Brücke zu holen. Die Frau springt vor seinen Augen in den Tod und damit nimmt das Schicksal seinen Lauf … eine atemlose Jagd mit vielen Opfern beginnt, bei dem ein gefährlicher Gegner allein durch seine Stimme Dinge in Gang setzt, die niemand für möglich hält. Ob Joe und Vincent ihn rechtzeitig stoppen können?

Trotz der vielen Seiten habe ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Wenn man mal angefangen hat, kann man nicht mehr aufhören, der Spannungsbogen ist gleichmäßig hoch und immer wieder sorgen Wendungen für noch mehr fesselnden Lesegenuss. Kann ich nur weiterempfehlen!

Bewertung:

HOFFEN, DASS DER SCHULBUS NICHT FÄHRT von STEFAN SCHADE – Meine Rezension …

Taschenbuch: 176 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (11. Dezember 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453604458
ISBN-13: 978-3453604452

Meine Meinung:
Dieses Buch ist das ideale Geschenk für „Dorfkinder“ wie mich. Wer in einem kleinen Nest mit wenigen Häusern lebt, kann fast auf allen Seiten zustimmend nicken oder schmunzeln. Allerdings muss ich zugeben, dass mir der Party- und Alkoholaspekt in der eigenen Erfahrung etwas fehlt und ich auch niemals ein Spiegelei über dem offenen Feuer auf einem Spaten gebraten habe. 🙂 Aber jeder Leser wird sich in vielen der Farbfotos und der kurzen Sprüche dazu mit Sicherheit wiederfinden.
Könnte mir gut vorstellen, dass es als Partygeschenk in geselliger Runde für viele tolle „alte Geschichten“ sorgt, über die man sich dann gemeinsam amüsieren kann. Es weckt Erinnerungen an unvergessliche Momente in der Kindheit (zum Beispiel wenn der Schlitten vom Traktor gezogen wurde) und die Naturaufnahmen sind auch sehr schön anzuschauen.
Einziger Kritikpunkt: bei den kurzen Texten hätte sich kein Schreibfehler einschleichen dürfen (eingenscheit).

Mir hat das Buch sehr viel Freude bereitet und ich werde es bestimmt noch öfters in die Hand nehmen. Es ist immer wieder unterhaltend, darin zu blättern, zu schmunzeln und in den Erinnerungen zu schwelgen, die es hervorruft. Als Geschenk auch besonders zu empfehlen und auch als Partyunterhaltung bestimmt toll.

Bewertung:

UND AM MORGEN WAREN SIE TOT von LINUS GESCHKE – Meine Rezension …

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: Taschenbuch (14. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548287034
ISBN-13: 978-3548287034
Teil 2 der „Jan Römer“-Reihe:

Meine Meinung:
Im zweiten Teil der Reihe erwartet den Leser ein extrem spannender Kriminalfall, bestens durchdacht und sehr fesselnd präsentiert.

Linus Geschke schreibt sehr lebendig und anschaulich, die Mischung aus Krimianteil und Infos aus dem Privatleben der Charaktere ist absolut stimmig. Die Figuren sind mir schon ans Leserherz gewachsen: Jan Römer, ein Journalist, der im ersten Teil der Reihe ein sehr persönliches Verbrechen aufklärt, das ihn selbst betroffen hat und seine Freundin „Mütze“ sind ein tolles Team. Dazu kommen noch ein paar sympathische Freunde und einige Kollegen aus der Redaktion, bei denen ich mich auch über ein Wiedersehen gefreut habe.
Jan ist ein emotionaler Charakter, den seine Erlebnisse gerne bis in die Träume verfolgen. Wenn er sich an einer Sache festgebissen hat, ist er sehr zielstrebig und gibt nicht auf, dabei bringt er sich auch oft selbst in große Gefahr. „Mütze“ ist eine ehemalige Kollegin von ihm, sie ist ein Recherchegenie und hat auch keine Angst vor brisanten Situationen.

Es geht in diesem Buch wieder um einen alten ungelösten Kriminalfall, in den zwei junge Pärchen verwickelt waren: ein Mann und eine Frau wurden beim Zelten brutal ermordet, die anderen beiden sind seitdem spurlos verschwunden. Zahlreiche Theorien ranken sich um die Geschichte, aber Jan will endlich Licht ins Dunkel bringen. Dabei legt er sich mit einem extrem gefährlichen Mann an, der scheinbar ohne Skrupel über Leichen geht und in allerlei Verbrechen verwickelt ist.

Mir hat dieser Krimi sehr viel Spaß gemacht, den halben Punktabzug gibt es nur von mir, weil ich es nicht leiden kann, wenn Tiere getötet werden (hier gleich eine Katze und ein Hund). Ansonsten habe ich an dieser Geschichte nichts auszusetzen: spannend, fesselnd und super durchdacht mit vielen Wendungen und Überraschungen. Unbedingt lesen!

Bewertung:

HOCHSOMMERMORD von JOCHEN FRECH – Meine Rezension …

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: btb Verlag (9. Dezember 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442744644
ISBN-13: 978-3442744640
Autor: Jochen Frech
Teil 1 der „Moritz Kepplinger“-Reihe, im August 2017 erschien „Dezembermord“

Meine Meinung:
Jochen Frech hat einen neuen Fan gewonnen, denn dieser Krimi hat einfach alles, was ich mir von spannender Lektüre wünsche: einen sympathischen, interessanten Protagonisten, eine gut durchdachte, spannende Story und das nötige Maß an Emotionen.

Im Mittelpunkt steht Moritz Kepplinger, dem als ganz frisch gebackener Kriminalkommissar sofort die Leitung eines Vermisstenfalles übertragen wird. Hilfe bei der Aufklärung bekommt er nicht nur von seinen durchgehend sympathischen Kollegen, sondern auch von Lea, einer Streifenpolizistin. Alle arbeiten so wunderbar zusammen, es gibt kein Kompetenzgerangel und keine Rivalität, was zur Abwechslung mal ganz tröstlich ist.

Der Fall ist sehr fesselnd und da das Opfer ein unschuldiges Mädchen ist, auch etwas tragisch. Es ist zwar schon ein Ermittlerkrimi, aber es wird an keiner Stelle langweilig, die nötige Action ist auch vorhanden. Die Figuren wirken genauso lebendig wie die Schauplätze und die Dialoge. Ein toller Schreibstil, der dafür sorgt, dass man das Buch nicht mehr weglegen möchte. Das hohe Maß an Authentizität ist auch ein Pluspunkt, schließlich weiß der Autor aus eigener Erfahrung, worüber er da schreibt.

Mich hat dieser Krimi absolut bestens unterhalten und ich freue mich schon auf den zweiten Teil, der sofort auf meine Wunschliste gewandert ist. Von mir eine klare Leseempfehlung.

Bewertung:

VOR HUNDERT JAHREN UND EINEM SOMMER von JÜRGEN-THOMAS ERNST – Meine Rezension …

Gebundene Ausgabe: 500 Seiten
Verlag: Braumüller Verlag (1. September 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3992001393
ISBN-13: 978-3992001392
Autor: Jürgen-Thomas Ernst

Meine Meinung:
Der Autor erzählt uns die sehr atmosphärische und detailreiche Lebensgeschichte von Annemie und Jonathan, die gemeinsam bei Zieheltern aufwuchsen. In einem fast märchenhaft beschriebenen Tal, an dessen malerischen Hängen Kirschbäume gedeihen, verbringen sie ihre Jugend bevor sie das Schicksal in die Ferne treibt.
Ein hartes, aber ereignisreiches Leben beginnt für Annemie, die wir auf ihrer Reise in den Süden begleiten dürfen. Schlimme Erfahrungen lassen sie oft verzweifeln und manchmal ist sie dem Tod näher als dem Leben, aber schließlich findet sie nach Hause zu ihrem Ziehvater, der sie mit offenen Armen empfängt. Nicht nur sie kehrt heim, auch Jonathan taucht wieder auf und eine wundervolle Zeit beginnt.
Doch dann ziehen erneut Schatten auf: der Krieg bricht über das Land herein, Jonathan muss wieder fort … ob es ein erneutes Happy End geben kann?

Lest selbst, wie die Geschichte von Annemie, ihrer Mutter Sofie, ihren Zieheltern und Jonathan ausgeht. Es ist eine fesselnde und sehr ausführlich erzählte Story mit lebendigen Protagonisten und sehr anschaulichen Beschreibungen der Schauplätze. Eine Menge Emotionen und zuweilen auch etwas humorvolle und skurrile Szenen runden alles ab, einzig der etwas altertümlich anmutende Schreibstil hat mich zuweilen gestört. Wer mit diesem zurecht kommt, wird große Freude an diesem Buch haben. Eine Szene nehme ich dem Autor aber übel: der arme Hund … 🙁

Bewertung:

LONDON STALKER von OLIVER HARRIS – Meine Rezension …

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Karl Blessing Verlag (13. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3896675605
ISBN-13: 978-3896675606
Originaltitel: The House of Fame (Belsey 3)
LESEPROBE (PDF)

Teil 3 der „Nick Belsey“-Reihe nach diesen beiden Büchern:

Meine Meinung:
Nachdem ich bereits die ersten beiden Teile der Reihe mit großer Begeisterung gelesen habe, musste ich natürlich wissen, wie es mit Nick Belsey weitergeht. Für Neueinsteiger: lasst euch die Vorgängerbände nicht entgehen und haltet die Reihenfolge ein, es lohnt sich!

Nick Belsey ist inzwischen vom Dienst suspendiert und sein Revier wurde geschlossen. Kurzerhand besetzt er das Gebäude und wohnt dort heimlich, bis eine Frau an die geschlossene Eingangstür klopft. Sie wurde von jemandem hergeschickt und sucht nach ihm, damit er ihr behilflich ist, ihren verschwundenen Sohn zu finden. Wer weiß von seinem Versteck? Das erste Fragzeichen in einer wahren Flut von Rätseln, in die Nick hineingerät.
Es folgt ein atemloses Abenteuer, das sich dermaßen fesselnd und unglaublich liest, dass man das Buch nur noch schwer aus der Hand legen kann. Und alles wird so eindrücklich geschildert, dass es wie ein megaspannender Thriller vor dem inneren Auge abläuft. Man kann nur hoffen, dass diese Reihe irgendwann einmal verfilmt wird.

Nick ist sicher kein unverletzlicher Superheld, aber er ist so smart und gerissen, dass er immer einen Ausweg aus jeder Situation findet. Er scheint oft wie ein Fisch, den alle fangen wollen und der ihnen ständig wieder aus den Händen gleitet. Dabei ist er durchaus sympathisch und setzt sich immer für die Schwächeren ein. Er schert sich aber auch nicht groß um Recht und Gesetz, wenn ein anderer Weg schneller ans Ziel führt. Es macht einfach Spaß, ihn bei seinen Abenteuern zu begleiten.

Oliver Harris serviert uns hier eine Story, die sehr komplex und absolut toll durchdacht ist. Bis zur allerletzten Seite extrem spannend und fesselnd. Die wahren Hintergründe kristallisieren sich erst ganz langsam heraus, ständig sorgen neue Wendungen für Überraschungen. Nicks Spießrutenlauf zwischen privater Ermittlung und Unterstützung der Polizei liest sich einfach grandios. Schon heute freue ich mich auf eine Fortsetzung, denn gemeinerweise endet die Geschichte mit einem astreinen Cliffhanger, der noch viele Fragen offen lässt. Der Fall an sich ist aber abgeschlossen und kann theoretisch auch unabhängig von der Reihe gelesen werden.

Einer der besten Thriller, die ich in diesem Jahr lesen durfte, vielleicht sogar der Beste! Kann ich nur empfehlen!

Bewertung:

LOST PLACES von JOHANNES GROSCHUPF – Meine Rezension …

Taschenbuch: 250 Seiten
Verlag: Oetinger Taschenbuch; Auflage: 1 (1. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3841502482
ISBN-13: 978-3841502483
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre

Meine Meinung:
Die Geschichte spielt in Berlin, einer Stadt, die unglaublich viele beeindruckende „Lost Places“ ihr Eigen nennen kann. Verlassene Vergnügungsparks, Krankenhäuser, Schlachthäuser und andere gruselige Gebäude, die gerne von „Urban Explorern“ aufgesucht und fotografiert werden.
Diesem Hobby gehen auch Lennart und seine Freunde Moe, Chris, Steven und Kaya nach, doch dadurch geraten sie unbeabsichtigt in große Schwierigkeiten mit einer berüchtigten Rockergang.

Der Autor hat einen schönen, lebendigen Schreibstil, der einem die verlassenen, eindrucksvollen Orte und Protagonisten sehr anschaulich näherbringt. Lennart ist der Erzähler der Geschichte und er war mir relativ sympathisch, abgesehen von einigen Verhaltensweisen, die ich nicht nachvollziehen kann, aber gut: ich bin auch keine 17 mehr. 🙂
Der Rest der Truppe ist auch ganz ok, auf jeden Fall halten sie im Zweifelsfall immer zusammen.
Während es in anderen Büchern zu störenden Längen oder Wiederholungen kommt, geht es hier manchmal fast zu schnell. Das mag aber auch wieder der eigentlichen Zielgruppe gewidmet sein, die es vielleicht nicht so ausschweifend mag.

Die Geschichte ist jedenfalls spannend, manchmal etwas unglaubhaft, durchaus blutig (Vorsicht: auch ein Tier wird leider getötet) und fesselnd.

Bewertung:

REICHES ERBE von DONNA LEON – Meine Rezension …

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Diogenes; Auflage: 4 (23. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3257242670
ISBN-13: 978-3257242676
Originaltitel: Drawing Conclusions
Teil 20 der „Commissario Brunetti“-Reihe

Meine Meinung:
Eigentlich sollte man ja mit dem Anfang beginnen, aber nach dem Zuklappen dieses Buches möchte ich erst einmal für das tolle versöhnliche Ende schwärmen. Commissario Brunetti ist ein wundervoller Mann mit einem großen Herz, der seine Entscheidungen nicht nur nach dem Gesetzbuch trifft, sondern vielmehr auf sein eigenes Gewissen hört. So nahm dieser spannende Fall ein unerwartetes, schönes Ende.
Aber vorher dürfen wir natürlich Brunetti, seinen sympathischen Kollegen Vianello und die unverzichtbare Recherchekönigin Signorina Elettra bei den umfangreichen Ermittlungen begleiten, die oft nicht immer ganz legal vonstatten gehen. Aber der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel und Vice-Questore Patta muss einfach oft mit Tatsachen konfrontiert werden, um letztendlich die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Die Story ist prima durchdacht und durchgehend fesselnd geschrieben.

Für mich war es tatsächlich das erste Buch von Donna Leon, das ich gelesen habe. Bisher habe ich die Reihe nur als Verfilmungen genossen und das wundervolle Venedig als Schauplatz hat einfach einen ganz besonderen Reiz. Vor allem, wenn man selbst schon vor Ort war und durch die kleinen Gassen gelaufen ist, kann man sich noch besser hineinversetzen. Der Schreibstil ist wunderbar zu lesen, lebendig und atmosphärisch, gewürzt mit einem kleinen Quäntchen Humor. Und die liebenswürdigen Protagonisten sorgen natürlich auch dafür, dass man diese Reihe einfach lieben muss.
Von mir gibt es dafür eine klare Leseempfehlung!

Bewertung: