DAS KIND IN MIR WILL ACHTSAM MORDEN von KARSTEN DUSSE – Meine Rezension …

Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 11. Mai 2020
ISBN-13: 978-3453424449
Autor: Karsten Dusse
Teil 2 der Reihe um Anwalt Björn Diemel
Meine Rezension zu Teil 1 findet ihr HIER.

Meine Meinung:
Auf diese Fortsetzung habe ich mich schon sehr gefreut, denn ich war bereits von Teil 1 absolut begeistert.
Das liegt vor allem am lebendigen und frechen Schreibstil von Karsten Dusse, der besonders den Fans schwarzen Humors sehr viel Spaß bereiten dürfte. Der Autor hat eben zu Recht schon mehrfach den Deutschen Comedypreis erhalten.

Normalerweise schaffen es gute Bücher diesen Genres, mich beim Lesen zum Grinsen oder Schmunzeln zu animieren. Karsten Dusse hat es allerdings wieder geschafft, mir wahrhaft laute Lacher zu entlocken, die sich an einer Stelle schon beinahe zum Lachkrampf entwickelten. Die kreative Entsorgung zweier Leichen auf einem E-Roller war aber auch zu gut …

Es gibt aber noch viele weitere Szenen, die man am liebsten zitieren würde, denn die Begeisterung möchte man so gerne teilen. Holt euch unbedingt beide Teile, falls ihr den Anwalt Björn Diemel noch nicht kennt: es lohnt sich!

Sehr schön an dieser Reihe finde ich auch, dass man durchaus etwas lernen kann aus Björns Abenteuern. Er hat sich ja im ersten Teil einem Therapeuten anvertraut und dieser lässt uns großzügig an seinen Weisheiten teilhaben. Joschka Breitners Zitate bilden zudem die Einleitung jeden Kapitels und bei aller Satire enthalten sie doch auch immer einen wahren Kern. So kann dieses Buch sogar dazu beitragen, eigene psychologische Probleme zu erkennen und den Leser dafür zu sensibilisieren. Die Thematik „inneres Kind“ kann tatsächlich lebensverändernd wirken, wenn man sich persönlich weiterentwickeln möchte, es kann sich sehr lohnen, sich damit näher zu befassen.

In erster Linie ist es aber einfach ein absolut erfrischendes, sehr lustiges Buch über einen Anwalt, der inzwischen aufgestiegen ist zum Chef zweier Unterweltclans und der nebenbei noch einen Kindergarten am Laufen halten muss. Humorvoll, emotional, spannend und sehr unterhaltsam!

Bewertung:

DER GRÜNE HEDONIST von ALEXANDER VON SCHÖNBURG – Meine Rezension …

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Piper Verlag
Erscheinungsdatum: 6. April 2020
ISBN-13: 978-3492070317
Autor: Alexander von Schönburg

Meine Meinung:
Besonders in der momentanen schwierigen Zeit (Corona lässt grüßen), haben doch viele Menschen endlich mal die nötige Zeit, sich mit ihrer eigenen Lebensweise auseinanderzusetzen. Vieles steht gerade auf dem Prüfstand, worüber wir uns in der Vergangenheit nicht mal ansatzweise Gedanken gemacht haben. Mal schnell in die Stadt fahren zum Bummeln und Shoppen, die nächste Urlaubsreise planen, mit Freunden spontan zum Grillen verabreden und noch schnell ein paar Steaks aus dem Supermarkt holen … Was können wir aus der aktuellen Krise lernen? Was kann jeder Einzelne bewirken, um solche Szenarien künftig vielleicht sogar zu vermeiden?

Antworten darauf kann dieses Buch liefern, dessen Veröffentlichung wirklich in eine Zeit fällt, in der sie besser nicht aufgehoben sein könnte. Wir sehen gerade live auf der gesamten Erde, wie sich plötzlich Smog verzieht, die Natur wieder aufatmen kann und Wasser klarer wird … nur, weil wir Menschen endlich mal in unsere Schranken gewiesen wurden. Muss dazu erst ein kleines Virus kommen oder schaffen wir das nicht vielleicht auch freiwillig in Eigenverantwortung?
Alexander von Schönburg geht der Frage auf den Grund, „wie man stilvoll den Planeten rettet“. Er geht dabei extrem behutsam vor und vor allem mit einer gehörigen Portion Humor. Man hat an keiner Stelle das Gefühl, dass einem jemand mit erhobenem Zeigefinger gegenübersteht, eher im Gegenteil.
Der Autor gibt offen seine eigenen Vorbehalte und Defizite zu und stellt sich damit oft auf die Seite des (vielleicht noch kritischen) Lesers, der langsam an die Dinge herangeführt werden möchte.
Er geht auf die wichtigsten Themenbereiche ein, angefangen beim Essen über Autofahren, Reisen, Wohnen bis hin zu Sport und Tierliebe.
Dabei deckt er auch so manche Vorbehalte auf, die bei näherem Hinterfragen vielleicht gar nicht so haltbar sind, wie zum Beispiel gegen die Kleidungsindustrie in Bangladesch. Er geht vielen Dingen auf den Grund und kommt dabei zuweilen zu Ergebnissen, die keine üblichen Klischees bedienen, sondern die wirklich fundiert und logisch erscheinen.
Mir hat diese prima Mischung einfach gut gefallen und dass er stets skeptisch an die Sachen herangeht, aber mit einer Intelligenz und Aufgeschlossenheit, die bewundernswert ist.

Das Buch ist damit nicht nur sehr unterhaltsam, sondern auch gleichzeitig extrem informativ und auch für Zweifler an der „grünen Lebensweise“ ein prima Einstieg in die Materie. Denn hier schreibt jemand, der selbst kein Fanatiker ist und auch nicht von heute auf morgen das ganze Leben umkrempeln will, sondern der sinnvolle (für jeden mögliche) Wege aufzeigt, wie jeder Mensch ein bisschen dazu beitragen kann, dass es unserer Welt wieder besser gehen könnte.
Absolute Kauf- und Leseempfehlung!

Bewertung:

DAS GEHEIMNIS DER LEBENSENERGIE IN UNSERER NAHRUNG von RUEDIGER DAHLKE – Meine Rezension …

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Arkana
Erscheinungsdatum: 20.04.2015 / überarbeitete Fassung 20.01.2020
ISBN-13: 978-3442341719
Autor: Ruediger Dahlke

Meine Meinung:
Von Ruediger Dahlke habe ich bereits mit großer Begeisterung ein Buch übers Fasten gelesen, das sehr interessant und aufschlussreich war. Seine Ansichten und sein Lebensstil sind genau das, was ich auch einmal erreichen möchte.
Vegetarisch ernähre ich mich schon seit über 10 Jahren, aber ich würde sehr gerne auch den Schritt zur veganen Lebensweise wagen und das sollte man nicht gänzlich uninformiert in Angriff nehmen.

Ruediger Dahlke beleuchtet in diesem Buch die gesamte Bandbreite an Ernährungsarten. Er nimmt dabei Bezug auf zahlreiche Studien und Experten, außerdem zeigt er die Vor- und Nachteile bestimmter Nahrung auch anhand der Empfehlungen anderer Autoren auf und analysiert deren Empfehlungen. So werden zum Beispiel die Folgen einer kohlenhydratarmen (Low Carb), fettreichen Mischkost oder auch die der Atkins-Diät (viel Eiweiß und Fett, vor allem Fleisch) aufgezeigt.
Sehr sympathisch fand ich, dass Ruediger Dahlke auch eigene Fehleinschätzungen der Vergangenheit ganz offen zugibt und nun mit einer überarbeiteten Fassung korrigiert, ganz nach dem Motto von Linus Pauling: „Wissenschaft ist Irrtum auf den letzten Stand gebracht.“
Wir lernen täglich weiter, wir entwickeln uns und wir werden wohl niemals alle Geheimnisse unseres Körpers und des ganzen Universums, mit dem wir alle in enger Verbindung stehen, ergründen können. Deshalb ist es lebenswichtig, dass wir nicht auf dem Wissensstand von gestern bestehen, sondern offen sind für Neues.

Der Autor zeigt auch viele sehr neue wissenschaftliche Ergebnisse, wie der Zusammenhang zwischen Sonnenstrahlung und der Energie unserer Nahrung. Überhaupt ist die Sonne ein ganz wichtiger Faktor für unser gesamtes Leben und ohne sie gäbe es uns nicht.
Aber nicht nur Aktuelles ist wichtig, sondern vor allem auch der Blick auf unsere Geschichte, denn hier findet man viele Antworten.

Es wäre wünschenswert, dass sich jeder Mensch genauer mit seiner Ernährung befassen würde, denn ein Großteil aller Krankheiten ist ernährungsbedingt. Dies können auch die größten Leugner inzwischen nicht mehr ignorieren, denn die schädlichen Auswirkungen des Konsums von Fleisch, Milch und auch Gluten ist allgegenwärtig und betrifft bereits die Mehrheit der Bevölkerung. Wir essen uns systematisch krank, aber das müsste nicht sein.

Wer auch lieber vollkommen gesund alt werden und nicht jahrzehntelang krank dahinsiechen möchte, der sollte zu diesem Buch greifen. Ich empfehle es wärmstens, es kann euer Leben in vielerlei Hinsicht zum Positiven verändern!

Bewertung:

DAS GIFT DES BÖSEN von SHARON BOLTON – Meine Rezension …

Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Erscheinungsdatum: 17. Februar 2020
ISBN-13: 978-3442488742
Originaltitel: The Poisoner
Autorin: Sharon Bolton

LESEPROBE

Meine Meinung:
Zu diesem Buch habe ich gegriffen, weil Sharon Bolton eine meiner Lieblingsautorinnen ist. Ich wusste also nicht, dass es bereits Teil 2 einer Serie ist, sonst hätte ich die Bücher auf jeden Fall der Reihe nach gelesen, das ist mir generell wichtig.
Man kann diesen Thriller aber auch ohne Vorkenntnisse genießen. Es wird genügend erklärt, so dass man sich alles halbwegs zusammenreimen kann. Natürlich niemals so gut, als hätte man den Vorgänger wirklich gelesen, zumal die Autorin selbst in einem Vorwort erklärt, dass „Das Gift des Bösen“ sowohl Folgeroman als auch ein Vorläufer von „Der Schatten des Bösen“ ist. Die Erzählzeiten überschneiden sich nämlich: wir springen zwischen 1999 und 1969.

Die Story führt die inzwischen ranghöchste Beamtin der englischen Polizei Florence Lovelady zurück in die Provinz nach Sabden. Gleichzeitig ist es eine Rückkehr zu einem Fall, der sehr persönlich und einschneidend für die damals noch junge Frau war. Sie hat dort vor 30 Jahren einen Serienmörder überführt, mit dem sie eine Zeit lang sogar im gleichen Haus gelebt hat.
Den Kontakt zu Larry Glassbrook hat sie auch nach seiner Inhaftierung nie wirklich abgebrochen. Und er ist es schließlich auch, der sie kurz vor seinem Tod auf etwas Ungeheuerliches aufmerksam macht. In der Nähe des ehemaligen Waisenhauses, das damals aufgrund von Florences Ermittlungen geschlossen wurde, wurden vier Kinderskelette gefunden. Die offizielle Darstellung besagt, dass diese dort schon vor sehr langer Zeit vergraben wurden, doch Larry ist sich sicher, dass dies eine Lüge ist.
Zunächst will Florence der Sache nicht nachgehen, denn zu viele schlimme Erinnerungen verbinden sie mit dieser Stadt, doch dann kann sie einfach nicht anders. Ob das auch an den Hexen in Sabden und einem besonderen Zauber liegt?

Ehrlich gesagt, war ich etwas überrascht, als es plötzlich in Richtung Zauberei, Hexen und Übersinnliches ging, wobei ich solchen Dingen gegenüber überaus aufgeschlossen bin. Ich hatte sie nur in diesem Thriller nicht erwartet.
Es passt aber super zur Story und wirkte auf mich durchaus stimmig.
Ohne Vorkenntnisse muss man aber schon aufmerksam lesen, um die vielen Protagonisten auf den beiden Zeitebenen nicht durcheinander zu bringen. Zur Erleichterung gibt es am Ende des Buches ein Personenverzeichnis, das ich allerdings erst am Schluss gesehen habe.

Die Geschichte ist sehr komplex, irgendwie düster und auf jeden Fall hochspannend. Mich hat das Buch von Anfang bis Ende so gefesselt, dass ich es an einem einzigen Tag regelrecht verschlungen habe.
Florence war mir gleich sympathisch und ich könnte mir auch gut vorstellen, noch weitere Bücher mit ihr als Hauptperson zu lesen. Aber auch die weiteren Personen wirkten glaubwürdig, lebensecht und vielschichtig.
Der Schreibstil von Sharon Bolton ist sowieso prima: sie versteht es, die Leser in ihren Bann zu ziehen. Man ist richtig im Geschehen und kann sich alles sehr gut vorstellen.

Für mich bleiben natürlich trotzdem noch einige offene Detailfragen, die aber der erste Teil beantworten sollte. Den werde ich mir zeitnah besorgen und freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen mit Florence.

Ein wirklich empfehlenswerter Mysterythriller, den man möglichst mit Vorkenntnissen lesen sollte. Ich fand ihn durchgehend spannend und unterhaltsam.

Bewertung:

DAS GROSSE BUCH VOM FASTEN von RUEDIGER DAHLKE – Meine Rezension …

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Überarbeitete Neuausgabe: 16. September 2019
ISBN-13: 978-3442222872
Autor: Ruediger Dahlke

Meine Meinung:
Auf meinem Weg zu einem Leben mit mehr Gesundheit, Achtsamkeit und einer besseren Verbindung zum „großen Ganzen“ kam ich natürlich auch um das Thema „Fasten“ nicht herum. Fasten ist eine wunderbare Möglichkeit, durch Verzicht seinen Geist zu erweitern und Dinge zu erleben, die man nicht für möglich halten würde.
Das funktioniert aber nur, wenn man mit der richtigen geistigen Haltung an die Sache herangeht, sonst verkommt es zur sinnlosen „Nulldiät“, was der Autor auch recht eindrücklich in diesem Buch hier beschreibt.

Das Buch ist unheimlich informativ und sehr übersichtlich in größere Kapitel und in gut gegliederte Abschnitte unterteilt, die seitlich durch kleine Überschriften oder Schlagworte gekennzeichnet sind. Das erleichtert das Wiederfinden wichtiger Passagen und man kann wirklich gut mit diesem Buch arbeiten.
Er weißt auch sehr viel auf den historischen Hintergrund des Fastens hin und vermittelt auch hier einiges Wissen, unter anderem zahlreiche Zitate aus dem Essener Evangelium.
Wir erfahren auch, welche homöopathischen Mittel hilfreich sein können während des Fastens. Außerdem gibt er viele nützliche Tipps zu Krisenzeiten und evtl. auftretenden Problemen. Wenn man dieses Buch gelesen hat, fühlt man sich auf jeden Fall gut gerüstet für die Fastentage.

Durch die Lektüre habe ich viel Neues gelernt, das mir bisher vom Fasten noch nicht so bewusst war. Außerdem bin ich dank des Buches auf die „Sharepflaume“ gestoßen, die die zeitaufwändigen Einläufe während der Fastenzeit unnötig machen kann. Für diese Erkenntnis bin ich dem Autor wirklich sehr dankbar. So kann man das Fasten viel leichter in den Alltag integrieren, wenn man es länger machen möchte und sich nicht so viel Urlaub nehmen kann.

Sehr interessant fand ich auch die eigenen Erlebnisse des Autors in Bezug auf die „Lichtnahrung“ und seine Informationen hierüber. Vielleicht werde ich eines Tages auch mal dieses Stadium erreichen, wir werden sehen.

Auf jeden Fall hat mir das Buch sehr weitergeholfen und ich empfehle es gerne weiter. Es ist wirklich eine Art „Fastenbibel“, die man immer wieder zur Hand nehmen kann zum Nachschlagen.

Bewertung: