Treuepunkte von Susanne Fröhlich – Meine Rezension…

Audio CD
Verlag: Argon Verlag GmbH
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866101023
ISBN-13: 978-3866101029

Über die Reihe:
Mit und über Andrea Schnidt gibt es bereits folgende Bücher:

Über die Autorin:
Susanne Fröhlich ist erfolgreiche Fernseh- und Rundfunkmoderatorin. Ihre Sachbücher und Romane wurden alle zu Bestsellern – auch als Hörbücher. Susanne Fröhlich lebt zusammen mit ihrer Familie im Taunus.
http://www.froehlich-susanne.de/

Die Kurzbeschreibung:
Ein Reihenmittelhaus, zwei hübsche Kinder und ein erfolgreicher Ehemann – wohl alles doch zu perfekt, glaubt Andrea Schnidt, nachdem ihr Mann Christoph in letzter Zeit verdächtig oft Überstunden in der Kanzlei macht. Und das mit der Neuen, die zu Andreas Leidwesen geradezu unanständig gut aussieht. Hätte Belle Michelle einen fiesen Sprachfehler, einen Silberblick oder wenigstens O-Beine, würde Andrea vielleicht ein Auge zudrücken. So aber muss sie ein paar energische Ehemann-Rückruf-Maßnahmen ergreifen. »Was der kann, kann ich auch! Ich werde nicht wie eine eifersüchtige, gekränkte, beleidigte, hasserfüllte und gedemütigte Ehefrau wegrennen oder auf dem Sofa liegen und mich im Selbstmitleid suhlen.« Andrea legt sofort los: neue Frisur, neues Date, neuer Job. Aber dass ihr Rachefeldzug diese Wendung nehmen würde, hätte sie nicht erwartet …
Quelle: Argon Verlag

Meine Meinung:
Keine Ahnung, in welcher Stimmung man sein muss für dieses Hörbuch… ich war definitiv in der falschen! Diese Frau Schnidt hat mich praktisch von der ersten Sekunde an genervt – und zwar richtig!
Leider hat dazu auch die Stimme von Susanne Fröhlich beigetragen, die das Hörbuch selbst spricht. Es kommt alles so zickig-schnippisch rüber, alles andere als sympathisch.
Wenn man so eine Frau zu Hause hat, dann kann man nur die Flucht ergreifen. Ich hatte also vollstes Mitgefühl mit dem Mann Christoph. Andrea ist launisch, nervig, schnippisch, zickig, intrigant, neugierig, egoistisch und eine Lügnerin sondergleichen. Mit einem Wort: sie ist mir unsympathisch!
Susanne Fröhlich schreibt zwar sehr gut und über so manche Formulierung und gekonnten Wortwitz musste ich schmunzeln, aber das hielt sich leider in Grenzen.

Fazit:
Andrea Schnidt und ich werden niemals Freundinnen sein!!!

Wertung:
2 von 5 Sternen

Bei Daggis Buch-Challenge 2014 hake ich hiermit Punkt 3 ab.

Versunkene Gräber von Elisabeth Herrmann – Meine Rezension…

Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (16. Dezember 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442479959
ISBN-13: 978-3442479955

Über die Reihe:
Joachim Vernau hat schon mehrere Abenteuer mit seiner Freundin und Kollegin Marie-Louise erlebt. Bisher sind bereits drei Bücher dieser Reihe erschienen:

Über die Autorin:
Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Sie machte Abitur auf dem Frankfurter Abendgymnasium und arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman „Das Kindermädchen“ ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Vernau sehr erfolgreich mit Jan Josef Liefers vom ZDF. Elisabeth Herrmann erhielt den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis 2012. Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin.
(Quelle: randomhouse.de)

HIER findet ihr auf der Verlagsseite von Goldmann diverse Links zu weiterführenden Informationen über ihre Bücher, sowie ein Interview mit der Autorin!

Der Klappentext:
Der Berliner Anwalt Joachim Vernau erhält eine schockierende Nachricht aus Polen: Sein alter Freund Jazek steht unter Mordverdacht und beteuert seine Unschuld. Gleichzeitig verschwindet Vernaus Ex-Partnerin Marie-Louise spurlos, und es mehren sich die Hinweise, dass sie Jazek in der Mordnacht gesehen hat. Voller Sorge reist Vernau auf die andere Seite der deutsch-polnischen Grenze. Die erste Spur ist ein verfallender Friedhof. Etwas hat sich dort vor langer Zeit zugetragen, das ihn mitten in die Vergangenheit zieht – hinein in die dramatischen Ereignisse des Jahres 1945, als sich die Schicksale von Tätern und Opfern kreuzten und Entsetzliches geschah. Doch erst Generationen später steigt das Grauen noch einmal aus dem Grab, und wer sich ihm entgegenstellt, muss sterben.

Die Geschichte:
Die Schatten des Zweiten Weltkrieges reichen noch bis in unsere heutige Zeit. In diesem Fall geht es um das deutsch-polnische Grenzgebiet, das früher teilweise noch zu Deutschland gehörte. Viele Menschen wurden während des Krieges aus ihren Häusern und aus ihrer Heimat vertrieben, andere Familien zogen in deren verlassene Dörfer und versuchten, dort heimisch zu werden. Für beide Seiten eine sehr verstörende Erfahrung, die ihre Spuren hinterlassen hat und oftmals noch nachfolgende Generationen beschäftigt.
Jazek lebt mit seinem Vater Marek in so einem Haus, das früher einmal Deutschen gehörte, gleich neben einem uralten Friedhof, auf dem angeblich Geister umgehen sollen. Als eines Nachts ein deutscher Besucher auf Jazeks Grundstück erschlagen wird, fällt natürlich der Verdacht sofort auf ihn und er wird verhaftet.
Joachim Vernau wird in Berlin von einer polnischen Anwältin aufgesucht, die sich nach dem Verbleib von Marie-Louise erkundigt. Erst da wird Joachim bewusst, dass er schon länger nichts mehr von seiner Ex-Kanzleipartnerin und Freundin gehört hat. Sie scheint spurlos verschwunden zu sein. Und auch sie steht im Verdacht, irgend etwas mit dem Mord zu tun zu haben. Kann Joachim sie finden und den wahren Täter entlarven?

Meine Meinung:
Als großer Fan von Elisabeth Herrmann und der „Joachim Vernau“-Reihe habe ich mich schon sehr auf diese Fortsetzung gefreut.

Ihr Schreibstil ist einfach grandios: sie beschreibt ihre Szenen so lebendig, dass man sofort mitten im Geschehen ist. Dazu noch eine gewisse Prise Ironie und Humor, so dass man oft ein Grinsen im Gesicht hat beim Lesen.
Die fein gezeichneten, teilweise recht ungewöhnlichen Charaktere schließt man schnell ins Herz und fiebert mit, wenn einer der Protagonisten mal wieder in Gefahr gerät.
Spannung entsteht hier nicht durch blutrünstige Szenen, sondern mehr durch das Geheimnisvolle, das sich durch die ganze Geschichte zieht.
In Rückblicken erleben wir immer wieder Szenen aus der Nachkriegszeit, die emotional sehr berührend sind.
Auch für dieses Buch hat Elisabeth Herrmann wieder viel recherchiert und interessante Fakten in diesen Krimi eingeflochten, die sie in ihrer Danksagung auch noch genauer erläutert.

Apropos Danksagung: ich lese diese Zeilen oder Seiten am Ende eines Buches immer sehr gerne, da man häufig noch etwas über den Hintergrund der Geschichte erfährt, über deren Entstehung und über den Autor selbst. Hier war ich echt schockiert, weil Elisabeth Herrmann berichtet, sie hätte in einer Rezension gelesen, dass sich Leser darüber beschweren, denn „für dieses endlose Geschwafel hätten sie nicht bezahlt“. Über den Intellekt dieses Schreiberlings möchte ich mich nicht näher auslassen (wahrscheinlich hat sie / er auch keine Rezension, sondern eine Rezession verfasst 😉 ). Echt traurig solche Aussagen, aber die Autorin nimmt in ihrer (durchaus sehr interessanten und lesenswerten) Danksagung diesen Kritikern galant den Wind aus den Segeln.

Abschließend noch kurz zum Plot: gut durchdacht und mit einigen Wendungen und Überraschungen findet die Geschichte zu einem schlüssigen Ende. Etwaige Unklarheiten werden durch geschickt eingefügte Zusammenfassungen des Geschehenen ausgeräumt und am Ende gewährt der Epilog noch einen kleinen Blick in die Zukunft. So einen Schluss lobe ich mir – und für eine Fortsetzung bleibt natürlich auch noch genug Raum!

Fazit:
Ein spannender Krimi, der nicht nur durch den atmosphärischen Schreibstil überzeugt, sondern auch durch sympathische Protagonisten, bestens recherchierte Hintergrundinfos und einen klugen Plot! Die „Joachim Vernau“ – Reihe kann ich jedem empfehlen, der auf der Suche nach Krimis mit Hirn und Humor ist.

Wertung:
5 von 5 Sterne

Bei Daggis Buch-Challenge 2014 hake ich hiermit Punkt 35 ab.

Zum Diana Gabaldon – Fan wird hoffentlich bald…

So, Mitternacht ist vorbei und ich habe mich sofort an die Auslosung gemacht. Bei nur 20 Teilnehmern war die Liste bei random.org schnell getippt und hier ist das Ergebnis des Zufallsgenerators:

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Herzlichen Glückwunsch an Ulrike! 🙂
Du bekommst gleich noch eine Mail von mir und bald eines dieser tollen Bücher:

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Bin schon sehr gespannt, ob damit eine neue Leserin vom Highlandfieber befallen wird. Ganz viel Freude mit dem Buch, es lohnt sich!
HIER ist übrigens meine Rezension, falls jemand an meiner Begeisterung teilhaben möchte! 😉

Alle anderen Teilnehmer: nicht traurig sein, denn es gibt noch mehr zu gewinnen…

Damit kündige ich hier auch gleich noch mein neues Gewinnspiel an: dieses Mal gibt es aber gleich einen ganzen Stapel an Büchern zu gewinnen – und zwar je 5 Bücher für zwei Glückliche!

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Auf meiner Facebookseite fehlen noch einige „Gefällt mir“ – Klicks bis zur magischen 100er-Marke und die würde ich gerne mit eurer Hilfe knacken!

Näheres zur Verlosung gebe ich bald bekannt!

Neue Bücher ziehen ein…

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Auch heute möchte ich euch wieder ein paar Neuzugänge vorstellen:

Am Mittwoch habe ich mir in Fr. Seybold´s Sortimentsbuchhandlung das neue buchjournal geholt und wenn man schon mal da ist, kann man natürlich nicht ohne Buch wieder gehen! 🙂
Die freundliche Buchhändlerin hat mir die Reihe von Ben Aaronovitch empfohlen und so wanderte der erste Teil „Die Flüsse von London“ an die Kasse. Es handelt sich dabei um einen Fantasy-Krimi und ich bin schon sehr gespannt, wie mir das gefallen wird. Die Reihe hat aber schon sehr viele Fans, vielleicht zähle ich mich bald dazu?!

Das zweite Buch mit dem Titel „Lauren, vermisst“ ist ein Jugendbuch für 12 – 15-jährige und mein Patenkind und ich dürfen es testlesen für die Buchhandlung Meister.
Zuerst darf es mein Patenkind (14) lesen, dann werde ich mich darauf stürzen! 🙂 Ganz lieben Dank schon mal dafür!

Und zu guter Letzt hätten wir da noch einen Krimi mit dem lustigen Titel „Sticken, stricken, strangulieren“. Der Handlungsort Schwäbisch Hall ist gar nicht weit von uns entfernt und ich freue mich schon sehr aufs Lesen. Ein herzliches Dankeschön für das Buch geht an Droemer Knaur. Man kann sich auf deren Homepage registrieren, an tollen Gewinnspielen teilnehmen und sich für Rezensionsexemplare bewerben – und dieses Mal war die Glücksfee auf meiner Seite! 🙂

Weitere Infos zu den Büchern:

Tanz der Tarantel von Kirsten Wulf – Meine Rezension…

Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: KiWi-Taschenbuch (18. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3462046446
ISBN-13: 978-3462046441

Über die Autorin:
Kirsten Wulf, geboren 1963 in Hamburg, arbeitete als Journalistin in Mittel- und Südamerika, Portugal und Israel. Seit 2003 lebt und schreibt sie in Italien.

Über die Reihe:
Zunächst dachte ich, das wäre der Anfang einer Reihe, da auf der Buchrückseite „der erste Fall für Commissario Cozzoli und Elena von Eschenburg“ steht, aber während des Lesens wurde immer wieder auf die Vergangenheit verwiesen und alles schien so, als hätten die Protagonisten schon einiges gemeinsam erlebt.
Es gibt tatsächlich bereits ein Buch, das allerdings nicht als „Krimi“ betitelt wurde, aber die Vorgeschichte zu „Tanz der Tarantel“ beinhaltet:

Der Klappentext:
Am ersten Abend des Festes Santo Paolo feiert Nicola Capone, der erfolgreichste junge Pizzica-Musiker Apuliens, noch einen furiosen Auftritt in der kleinen Stadt Galatina. Am Morgen des dritten Tages liegt er ermordet in einer Kapelle.
Commissario Cozzoli, der vor Kurzem erst aus Mailand in den Süden versetzt wurde, beginnt zu ermitteln – gemeinsam mit der Hamburger Journalistin Elena von Eschenburg. Sie hatte den Musiker für eine Reportage tagelang begleitet. Das ungewöhnliche Ermittlerpaar erkennt schnell, dass in Apulien nichts so ist, wie es scheint – und dass manche Wahrheiten nur die Musik erzählen kann.

Die Geschichte:
Elena lebt nach ihrer Scheidung mit Sohn Ben bei ihrem Onkel Gigi in Apulien. Sie wohnt noch nicht lange in Italien und lernt erst so nach und nach die Bräuche der Gegend kennen. So auch die Tradition der „Pizzica“-Musik, die früher angeblich die Wirkung hatte, besessene Frauen (die sog. „tarantate“) zu heilen, die von einer Tarantel gebissen wurden und deshalb unter einer Art Fluch oder Wahn zu leiden schienen.
Elena lernt den Musiker Nicola kennen, der mit dieser Musik und seiner Band sogar bis über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde. Sie begleitet den Mann und seine bunte Truppe einige Tage lang, um Material und Fotos für eine Reportage zu sammeln.
Es steht ein großes Fest bevor zu Ehren der alten Bräuche und der Auftritt von Nicola und seiner Band wird einer der Höhepunkte sein.
Am Morgen des dritten Festtages erhält Elena frühmorgens eine mysteriöse SMS von Nicola, der sie in einer kleinen Kapelle sehen will. Sie packt ihre Kamera ein und fährt trotz einiger Bedenken zum Treffpunkt. Doch dort wartet nicht Nicola auf sie, sondern nur seine sterblichen Überreste – und die Polizei, die sie sofort als Mordverdächtige verhaftet.
Kommissar Cozzoli sitzt derweil noch in Mailand fest, um seine Aussagen bei einem Mafia-Prozess zu machen. Während seiner Abwesenheit beginnt Elena auf eigene Faust mit den Ermittlungen und gerät dabei selbst in Gefahr…

Meine Meinung:
Kirsten Wulfs Schreibstil gefällt mir sehr gut, ihre Charaktere wirken lebendig und authentisch. Großen Wert legt sie auf ausführliche Beschreibungen der Schauplätze und Besonderheiten der Umgebung. Bei so viel Lokalkolorit kann man sich dem literarischen Ausflug nach Süditalien kaum entziehen, man wird unweigerlich in Urlaubsstimmung versetzt.
Die Story an sich ist gut durchdacht, beinhaltet einige unerwartete Wendungen und findet ein schlüssiges Ende.
Leider hat mir die Spannung gefehlt, die trotz des klugen Plots bei mir nicht aufkommen wollte. Vielleicht lag es daran, dass Nebenhandlungen und die Sache mit den Bräuchen sehr viel Raum einnahmen. So wirkte das ganze Buch irgendwie sehr ruhig, ohne besondere Höhen und Tiefen.
Ein weiterer Kritikpunkt ist eigentlich nur eine Kleinigkeit, aber es hat mich leider beim Lesen gestört: Elenas Chefin heißt „Angela M. Brunkhorst“ und diese wurde dann meistens (nicht immer) mit „Angela M.“ abgekürzt. Das „M.“ hätte wirklich nicht sein müssen und wirkte irgendwie deplatziert.
Insgesamt hat mich das Buch aber ganz gut unterhalten und ich wäre nicht abgeneigt, auch weitere Fälle von Elena und Kommissar Cozzoli zu lesen.

Fazit:
Ein eher ruhiger, solider Krimi mit sehr viel Lokalkolorit, dem es ein bisschen an Spannung fehlt.

Wertung:
3 von 5 Sterne
Wäre das Buch nicht als „Krimi“ sondern als „Roman“ betitelt worden, hätte ich 4 Sterne vergeben.

Die verrückte Ballonfahrt von Neil Gaiman – Meine Rezension…

Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: Arena (3. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401600133
ISBN-13: 978-3401600130
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 9 – 11 Jahre

Audio CD
Verlag: Silberfisch (21. Februar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3867427151
ISBN-13: 978-3867427159
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 – 10 Jahre

Über den Autor:
Neil Gaiman, 1960 in Portland (England) geboren, arbeitete zunächst in London als Journalist und wurde durch seine Comic-Serie „Der Sandmann“ bekannt. Im „Dictionary of Literary Biography“ wird er als einer der wichtigsten lebenden Autoren der Postmoderne aufgeführt – in England und den USA ist Neil Gaiman längst ein Superstar. Seine Romane und Comics sind mit zahlreichen Awards ausgezeichnet worden, u.a. mit dem World Fantasy Award und der Newbery Medal. Er lebt seit einigen Jahren mit seiner Familie in den USA. (Quelle: Amazon.de)

Über den Illustrator:
Chris Riddell (* 1962 in Südafrika) ist ein britischer Zeichner und Buch-Illustrator. Nach einem Studium der Illustration im englischen Brighton, in dem er noch heute lebt, verzierte er zahlreiche literarische Werke, darunter auch mehrere Bücher von Terry Pratchett, mit seinen charakterisierenden Zeichnungen. (Quelle: Wikipedia)

Über den Sprecher:
Andreas Fröhlich, 1965 in Berlin geboren, wurde vor allem als Sprecher von Bob Andrews aus der legendären Hörspielreihe Die drei ??? bekannt. Heute arbeitet er als Schauspieler und Synchronsprecher, so ist er beispielsweise die deutsche Stimme von Hollywoodgrößen wie Edward Norton, John Cusack und Ethan Hawke. Andreas Fröhlich wurde 2010 in der Kategorie „Bester Interpret“ mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet. (Quelle: Amazon.de)

Dieses fantasievolle, wunderschöne, lustige Buch habe ich parallel gehört und gelesen und es ist wirklich extrem schwer, euch jetzt nur eine der beiden Möglichkeiten zu empfehlen.

Das gebundene Buch ist schon äußerlich eine Augenweide: ein knallbuntes Cover, das noch dazu in allen Farben des Regenbogens schillert. Und dann erst der Inhalt… Chris Riddell hat die Geschichte so treffend und grandios illustriert, dass man es gerne wieder und wieder durchblättert und immer neue Details entdeckt. Am Ende des Buches hat er noch einmal verschiedenen Figuren einige Seiten gewidmet und ihnen sogar noch Namen gegeben, die in der Erzählung gar nicht erwähnt wurden. Das fand ich sehr schön und es zeigt mir, dass er an seiner Arbeit richtig viel Spaß hat, was man am Ergebnis auch deutlich sehen kann.

Und dann wäre da noch die Hörbuchausgabe, die zwar etwas weniger schillernd daherkommt, aber dafür umso stimmgewaltiger. Andreas Fröhlich übernimmt den Sprecherpart des Vaters, die Kinder werden von Levi Schultze und Amélie Versch vertont.
Die Stimme von Andreas Fröhlich passt einfach super zu dieser Geschichte, er liest sie mit tollen Betonungen und man hört einfach gerne zu.

Aber worum geht es eigentlich?

Die Geschichte:
Die Mutter lässt ihren Mann mit den beiden Kindern allein zu Hause, da sie beruflich einen Vortrag halten muss. Bevor sie geht, erinnert sie den Vater noch daran, dass er neue Milch kaufen muss. Leider vergisst er das zunächst, so dass am nächsten Morgen die Kinder vor ihren trockenen Knusperringen hocken. Sofort macht der Papa sich auf den Weg zum Laden an der nächsten Ecke, um eine Tüte Milch zu holen – und kommt eeeeewig nicht zurück.
Als er dann endlich wieder auftaucht, erzählt er den beiden Kindern von seinen Erlebnissen: Außerirdische hätten ihn entführt, er ist auf einem Piratenschiff gelandet, wurde von einem Dinosaurier in einem Heißluftballon gerettet und löste gefährliche Vampire in Rauch auf.
Die Kinder glauben ihm kein Wort, doch zum Beweis hält er die Tüte Milch in seinen Händen…

Meine Meinung:
Es ist eine so fantasievolle und lustige Geschichte, der man gerne zuhört bzw. die sich sehr schön lesen lässt.
Neil Gaiman hat herrlich skurrile und stellenweise recht liebenswerte Charaktere geschaffen, mit denen dieses Abenteuer einfach großen Spaß macht.
Auch die „Bösen“ wirken natürlich nicht wirklich bedrohlich, so dass keine Alpträume bei der eigentlichen Zielgruppe der 8- bis 11-Jährigen zu befürchten sind.
Da während der wilden „Durch-die-Zeit-Reise“ auch einige Überschneidungen zwischen Gegenwart, Zukunft und Vergangenheit vorkommen, kann es sein, dass man der Handlung in gedruckter und illustrierter Form manchmal besser folgen kann als in der Hörbuchversion. Aber das ist nur eine Vermutung – und Kinder hören die Hörbücher sowieso mehrmals.
Was mir in der Buchversion besser gefallen hat, das war das Ende: Chris Riddell hat in der Zeichnung der Schlussszene noch ein Detail eingebaut, das den Wahrheitsgehalt der Geschichte noch einmal unterstreichen soll. Im Text wird dies allerdings nicht erwähnt und somit leider auch im Hörbuch nicht.

Fazit:
Für Kinder eine wunderschöne, fantasievolle Geschichte mit lebendigen Charakteren, die zum „Weiterspinnen“ einlädt. Für ältere Leser / Hörer ebenfalls eine schöne Unterhaltung und Anregung fürs eigene Geschichtenerzählen!

Wertung:
5 von 5 Sterne

Bei Daggis Buch-Challenge 2014 hake ich hiermit Punkt 23 ab.

Aktueller Leseturm und ein geheimnisvoller Bücherstapel…

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Das ist mein aktueller Lesestapel für die nächsten Tage (oder eher Wochen? 🙂 ). Als erstes ist „Tanz der Tarantel“ dran, das heißt ich mache heute Urlaub in Italien! *freu*
Danach werde ich wahrscheinlich den 2. Teil von „Die Brücke der Gezeiten“ lesen – und vier andere Bücher habe ich auch schon angefangen bzw. fast beendet: Crescendo, 13 Tage, Versunkene Gräber und Treibland. Ja, ich bin ein Parallelleser, ich geb´s zu! 😉

Außerdem möchte ich euch heute noch einen anderen Bücherstapel vorstellen:

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Meine Facebookseite hat inzwischen 70 Likes, aber ich würde gerne die 100er-Marke überschreiten. Aus diesem Grund wird es demnächst ein tolles Gewinnspiel geben, bei dem der ganze Bücherberg verlost wird. Und zwar nicht einzeln, sondern zwei glückliche Gewinner dürfen sich über je ein Lesepaket á 5 Bücher freuen!

Suuuuuuper Neuzugänge… *freu*

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Sehnsüchtig von mir erwartet und heute lag es endlich im Briefkasten! 🙂 Der zweite Teil der „Brücke der Gezeiten“-Saga von David Hair… freu mich schon so aufs Lesen und ein Wiedersehen mit einigen liebgewonnenen Charakteren.
Gaaaanz lieben Dank an den Penhaligon Verlag!

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Michael Frey Dodillet, der Autor von „Herrchenjahre“, hat sich eine supertolle Aktion einfallen lassen: zugunsten des Tierheims TiNO, das leider im Mai einen Brand überstehen musste, verkaufte er auf seinem Blog „Die Krawallmaus® Tagebücher“ 70 vom ganzen Rudel signierte Ausgaben von „Herrchenjahre“.
Wir hatten Glück und konnten uns noch ein Exemplar sichern: Nr. 39 von 70 ist heute angekommen und wurde mit großer Begeisterung vom Rudel im Empfang genommen! 🙂
Ganz lieben Dank für die tolle Widmung und an dieser Stelle auch nochmal alles, alles Gute für die weitere Genesung der Krawallmaus!!!

Wir bleiben bei Herrchen mit Hund: Jens Franke wanderte mit seinem Husky Aiko 100 Tage durch unsere wunderschöne deutsche Heimat und berichtet darüber in „100 Tage Heimat“ und HIER auf seinem Blog.
Bin sehr gespannt, was die beiden so erlebt haben… die schönen Fotos in der Mitte des Buches machen jedenfalls Lust aufs Lesen!
Danke an das „LandIdee“-Magazin für dieses tolle Buch!

Und dann hätten wir da noch „XXX – Ein Atomkraft-Krimi“ von Martin Sudermann. Das Buch habe ich bei einer Blogverlosung gewonnen. Ganz lieben Dank und viele herzliche Grüße an Mona alias Tintenhain. 🙂

Hier gibt es weitere Infos zu den Büchern:

Große Ärsche auf kleinen Stühlen von Benni-Mama – Meine Rezension…

Audio CD
Verlag: Argon Verlag; Auflage: 4 (4. Oktober 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 383981281X
ISBN-13: 978-3839812815

Über die Autorin:
Seit ihr Sohn einen Kindergarten besucht, hat sie keinen Namen mehr, keinen Beruf, keine Hobbys. Sie ist nur noch »Benni-Mama«, also die Mutter von Ben. Zumindest für die anderen Eltern… In ihrem Leben außerhalb des Kindergartens ist Benni-Mama freie Journalistin und Autorin.

Über die Sprecherin:
Mirja Boes ist seit der Sketchcomedy „Die dreisten Drei“ aus dem deutschen Fernsehen nicht mehr wegzudenken und erhielt gleich dreimal den Deutschen Comedypreis. Als zweifache Mutter ist sie mittendrin im Kita-Kampf.

Die Kurzbeschreibung:
»Elternabend oder Darmspiegelung? Vor die Wahl gestellt würde ich lieber zum Arzt gehen!« Benni-Mama weiß, wovon sie spricht: Intrigen und Korruption, Mobbing und Machtspiele kommen nicht nur unter Managern vor.
Wo sich Jungs- und Mädchenmütter, Erzieher der alten Schule und Kuschelpädagogen, Kümmermamas und Karrieredaddys auf kleinen Stühlen zum Elternabend treffen, um einen Laternenumzug zu organisieren oder den Speiseplan zu erörtern, fliegen die Fetzen. Benni-Mama packt aus!

Meine Meinung:
„Benni-Mama“ packt wirklich schonungslos aus in diesem herrlich unterhaltsamen Buch. Voller Ironie und mit scharfem Blick auf die Dinge rechnet sie ab mit dem Alltag von Müttern (aber auch Vätern), die ihre Sprösslinge in einer Kita unterbringen wollen oder müssen.
Es wird nichts ausgelassen, beginnend von der demütigenden Suche nach einem freien Platz bis hin zur Organisation der gesellschaftlich wichtigsten Veranstaltung überhaupt: dem Kindergeburtstag!
„Benni-Mama“ zeigt uns eine ganz eigene Welt: der Mikrokosmos der Kitas… hier gelten harte Gesetze, hier wird geschleimt, bestochen und gemobbt was das Zeug hält.
Es wäre interessant zu erfahren, ob Kinderlose oder selbst Betroffene sich mehr über dieses Buch amüsieren können. Mir hat es jedenfalls bestens gefallen und ich bin froh, diese Erfahrungen nicht selbst machen zu müssen.

Mirja Boes ist als Sprecherin eine grandiose Wahl: man hört ihr einfach gern zu und es wirkt ein bisschen wie einer ihrer Comedyauftritte – einfach stimmig!

Fazit:
Ein eindrucksvoller, schonungsloser, ironisch-bissiger Einblick in die „ganz normale“ Welt der Kitas! Wenn ihr Nachwuchs plant, dann gehört dieses Buch zur Pflichtlektüre… und nicht vergessen: mit der Suche nach einem freien Platz beginnt man schon VOR der Geburt! 🙂

Wertung:
5 von 5 Sternen

Bei Daggis Buch-Challenge 2014 hake ich hiermit Punkt 43 ab.