TODESWUT von JIM FORD – Meine Rezension …

Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (16. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442481805
ISBN-13: 978-3442481804
Originaltitel: The Bug House
Autor: Jim Ford

Meine Meinung:
In diesem Thriller ermittelt DCI Theo Vos und sein Team in einem zunächst recht mysteriös anmutenden Fall: die Leiche eines unbekannten Mannes ist anscheinend aus großer Höhe in den Garten eines bekannten Sportlers gefallen. Ein Bein fehlt und der Körper sieht sehr übel aus.
Als sie endlich die Identität des Toten kennen, wird klar, dass es um eine große Sache geht: Drogendeals und Organisierte Kriminalität. Vos ahnt noch nicht, dass er sich damit auch persönliche Feinde macht und diese schrecken vor nichts zurück.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, manche Szenen werden eher im Zeitraffer beschrieben, andere dagegen recht ausführlich. Die Charaktere haben genug Tiefe, um sich ein ausreichendes Bild von ihnen machen zu können. Vos mochte ich ganz gerne, er kümmert sich toll um seinen Sohn und als Polizist ist er auch ein zuverlässiger Ermittler und freundlicher Kollege. Auch das übrige Team fand ich sehr nett.
So richtig viel Hochspannung kam jetzt zwar nicht auf, aber das Buch war so fesselnd, dass ich es in einem Rutsch durchgelesen habe. Weitere Bücher aus der Reihe gibt es zwar in Deutschland noch nicht, aber ich würde sie lesen.

Bewertung:

DAGGIS BUCH-CHALLENGE 2018 – 5 JAHRE FREUDE AM LESEN!

Schon zum fünften Mal ruft die liebe Daggi uns Lesewütige dazu auf, an ihrer wunderbaren Buch-Challenge teilzunehmen. Und natürlich bin ich wieder supergern dabei. 🙂

Die Aufgaben und mein Fortschritt:

11/60

Lese
1. ein Buch mit einem überwiegend blauen oder lilafarbenen Cover
2. ein Buch mit einem überwiegend rosa oder roten Cover
3. ein Buch mit einem überwiegend grünen oder türkisen Cover
4. ein Buch mit einem überwiegend gelben oder orangen Cover
5. ein Buch, das aus mehr als einer Perspektive erzählt wird
6. ein Buch, das dich traurig oder nachdenklich gemacht hat
7. ein Buch, das verfilmt wurde, gerade verfilmt wird oder für das eine Verfilmung geplant ist
8. ein Buch, das mit einem Cliffhanger endet
9. ein Buch mit mindestens einer Person auf dem Cover
10. ein Buch mit einem Tier oder einer Pflanze auf dem Cover
11. ein Buch mit etwas Essbarem oder einem Getränk auf dem Cover
12. ein Buch mit einem Gebäude oder Bauwerk auf dem Cover
13. einen Krimi oder Thriller
14. ein Kinder- oder Jugendbuch
15. ein Sachbuch oder eine Biografie
16. einen Frauen- oder Erotik-Roman
17. einen Klassiker (bei Fabelhafte Bücher – hier die PDF zur Liste – wurde eine Liste zur ZDF-Leserwahl veröffentlicht, zu lesen ist entweder ein konkretes Buch von dieser Liste oder alternativ ein anderes Buch eines Autoren von dieser Liste)
18. ein Buch in dem Politik oder Religion eine Rolle spielen
19. ein Buch in dem Musik, TV, Film oder Kunst eine Rolle spielen
20. ein Buch in dem Krankheit oder Tod eine Rolle spielen
21. ein Buch mit einer Zahl auf Cover oder Titel
22. ein Buch mit einem einzelnen Buchstaben auf Cover, Titel oder im Namen des Autoren (Initiale)
23. ein Buch mit einem Palindrom im Titel (Wort, das auch rückwärts gelesen einen Sinn ergibt)
24. ein Buch mit einer Verneinung im Titel (nein, kein, nicht, nie, niemand, nirgendwo …)
25. ein Buch rund um das Thema Weihnachten oder Winter im Titel oder auf dem Cover
26. ein Buch rund um das Thema Frühling oder Ostern im Titel oder auf dem Cover
27. ein Buch rund um das Thema Sommer oder Urlaub im Titel oder auf dem Cover
28. ein Buch rund um das Thema Herbst im Titel oder auf dem Cover
29. ein Buch rund um die sieben Todsünden im Titel oder auf dem Cover Hochmut (auch Stolz, Übermut), Geiz (auch Habgier), Neid (auch Eifersucht), Zorn (auch Wut, Rachsucht), Wollust, Völlerei (auch Maßlosigkeit), Trägheit
30. ein Buch mit einem der vier Elemente im Titel oder auf dem Cover (Feuer, Wasser, Luft, Erde)
31. ein Buch mit etwas, was man am Himmel findet, im Titel oder auf dem Cover (Sonne, Mond, Sterne, Wolke, Regenbogen)
32. ein Buch mit einem Tierkreiszeichen im Titel oder auf dem Cover (Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann, Fische)
33. ein Buch eines Autors, dem / der Du Dich regional verbunden fühlst (den Begriff regional darfst Du selbst auslegen)
34. ein Buch eines Autoren, der einer der folgenden Gruppierungen angehört: Qindie, Autorensofa, Romance-Alliance, Das Syndikat
35. ein Buch von einem Autoren, der nicht aus Deutschland, Großbritannien oder den USA stammt
36. ein Buch eines Autoren, der die gleichen Initialen hat, wie Du
37. ein Buch das von einem Autoren-Duo geschrieben wurde
38. ein Buch eines Selfpublishers
39. ein Buch aus einem Indie-Verlag
40. ein Buch das bei einem Verlag außerhalb Deutschlands erschienen ist
41. ein Buch das du vor dem Erscheinungsdatum lesen durftest
42. ein Buch das 2017 erschienen ist
43. ein Buch das 2016 erschienen ist
44. ein Buch das schon mindestens ein Jahr auf deinem SuB liegt
45. ein Buch das in der Schweiz, Österreich oder Liechtenstein spielt
46. ein Buch das in Schottland, (Nord-)Irland, Wales spielt
47. ein Buch das in Asien, Afrika oder Australien spielt
48. ein Buch das in Dänemark, Schweden, Norwegen oder Finnland spielt
49. ein Buch in dem der Protagonist / die Protagonistin eine Reise, einen Urlaub, einen Roadtrip unternimmt
50. ein Buch bei der der Protagonist sich auf einer Insel befindet
51. ein Buch bei dem der / die Protagonisten an einen Ort / Platz / eine Sehenswürdigkeit o. ä. geht / gehen, den Du selbst schon besucht hast
52. ein Buch mit einem Protagonisten, dessen Vorname mit dem gleichen Buchstaben beginnt wie dein eigener Vorname
53. ein Buch das dir jemand empfohlen hat
54. ein Buch das dir geschenkt wurde
55. ein Buch das bereits ein anderer Teilnehmer der Challenge gelesen hat (bitte dessen Rezension verlinken)
56. ein Buch das du vorbestellt hast
57. ein Buch das auf deiner Wunschliste stand
58. ein Buch das du schon einmal abgebrochen hast
59. ein Wanderbuch, ein Buch, das du einer Wanderbuchkiste entnommen hast, ein Buch aus einem öffentlichen Bücherschrank oder ein Buch, das über Bookcrossing zu Dir gefunden hat
60. ein Buch das jemand für dich bestimmt hat – du wählst drei bis fünf Bücher aus, fotografierst oder stellst sie anderweitig auf deinem Blog vor und lässt deine Leser abstimmen, welches du als nächstes lesen sollst

DER ADVENTKILLER von ALASTAIR GUNN – Meine Rezension …

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (20. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442481473
ISBN-13: 978-3442481477
Autor: Alastair Gunn
Teil 1 der „DCI Antonia Hawkins“-Reihe

Meine Meinung:
Dieser Thriller ist blutiger als das Cover vermuten lässt, zart besaitete Leser sollten sich auf einige Szenen einstellen, bei denen man als empathischer Leser durchaus mitleiden muss.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, manchmal vielleicht etwas ausführlich, aber insgesamt prima zu lesen. Auch die nötige Spannung war von Anfang bis zum Showdown vorhanden. Der Autor hat sich recht realistische Charaktere ausgedacht, die – wie im richtigen Leben – nicht alle sehr sympathisch rüberkommen. Vor allem Antonias Vorgesetzter ist eher das, was man als „Kotzbrocken“ bezeichnen würde. Antonia selbst war als Hauptperson auch nicht uneingeschränkt liebenswürdig, aber trotzdem habe ich sie ins Leserherz geschlossen, weil ich selbst auch oft so impulsiv und unbeherrscht reagiere wie sie und ihr Dilemma wohl gut nachvollziehen kann. 🙂 Sie sagt oft Sachen, die sie hinterher am liebsten sofort zurücknehmen würde und sie leidet im Job darunter, wenn sie ihre gesteckten Ziele nicht erreichen kann.
Wir erfahren einiges aus ihrem Privatleben, aber den Großteil des Buches nehmen doch die Ermittlungen ein, die sehr ausführlich beschrieben werden. Auch der Killer selbst kommt von Anfang an zu Wort und wir erleben die Taten auch aus seiner Sicht. Etwas durchschaubar fand ich die Story manchmal, aber insgesamt konnte sie mich trotzdem fesseln bis zum Ende.
Was die blutigen Szenen betrifft: sie werden nicht unnötig lange zelebriert und in allen grausigen Einzelheiten geschildert, aber doch schon so, dass man sich alles nur zu gut vorstellen kann. Vielleicht sollte man das Buch lieber nicht lesen, wenn man dann alleine zu Hause ist.

Bewertung:

KLEINE SÜNDEN ERHALTEN DIE LIEBE von JANET EVANOVICH – Meine Rezension …

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (20. Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442478227
ISBN-13: 978-3442478224
Originaltitel: Wicked Business
Autorin: Janet Evanovich
Teil 2 der „Lizzy Tucker“-Reihe

Meine Meinung:
Dieses Buch wird gelegentlich als „Liebesroman“ angeboten, aber ich würde ihn eher grob unter „Fantasy“ einstufen. Es geht um Menschen, die besondere Fähigkeiten haben, um Magie und Hexerei. Im Mittelpunkt steht Lizzy Tucker, die nicht nur extrem gut backen kann, sondern auch die Gabe hat, Magie zu spüren. Damit unterstützt sie einen sehr gutaussehenden Typ namens Diesel, der nichts Geringeres vor hat, als die Welt zu retten. Es gibt sieben magische Steine, die die Todsünden verkörpern. Werden sie alle zusammengebracht, wird die Menschheit untergehen … das müssen Diesel und Lizzy verhindern.
Hilfe bekommen die beiden dabei noch von Glo, die man wohl als „Hexe“ bezeichnen könnte, von Diesels lustigem Affen Carl und auch Katze Nr. 7143 fährt im richtigen Moment die scharfen Krallen aus.
Eine richtige Traumbesetzung, denn alle Charaktere sind total liebenswürdig und die Dialoge darüber hinaus noch sehr humorvoll. Nicht nur Affe Carl mit seinem Stinkefinger hat mich des Öfteren zum Lachen gebracht.
Die Story wird sehr lebendig und fesselnd erzählt, es liest sich stellenweise ein bisschen wie eine Schatzsuche a´la Indiana Jones. Auch in den Nebenrollen finden sich einige Figuren, die einfach nur liebenswürdig, schrullig und lustig sind. Von Anfang bis Ende sehr unterhaltsam und durch den wunderbar flüssigen und lebendigen Schreibstil merkt man gar nicht, wie schnell man die Seiten umblättert.

Ich habe mich beim Lesen allerbestens amüsiert und bin sehr gespannt, wie es im Februar 2018 im nächsten Teil weitergeht. Den Vorgängerband „Zuckersüße Todsünden“ werde ich mir auch noch kaufen, denn dieses Buch hat mich absolut überzeugt.

Bewertung:

WEISSES LICHT von MARINA HEIB – Meine Rezension …

Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 2 (September 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492271243
ISBN-13: 978-3492271240
Autorin: Marina Heib
Teil 1 der bisher 5-teiligen „Christian Beyer“-Reihe
2012 neu erschienen unter dem Titel „Der Bestatter“

Meine Meinung:
Dieser Krimi hat es wirklich in sich und ist nichts für schwache Nerven, denn es geht um Kinderhandel und Pädophilie. In drastischen Worten erzählt uns die Autorin eine sehr fesselnde Geschichte, die unter die Haut geht.
Ihr Schreibstil ist wunderbar zu lesen, nur anfangs kamen mir ein paar Formulierungen etwas übertrieben vor, aber das legte sich mit der Zeit.
Die Charaktere werden gut beschrieben und ich mochte das Ermittlerteam rund um Christian Beyer sehr gerne. Es sind durchwegs lebendige Figuren, die sehr facettenreich und realistisch wirken. Menschliche Schwächen und Emotionen geben vielen Szenen zusätzlich ein hohes Maß an Authentizität.
Leider ist die ganze Story viel zu vorstellbar und die Thematik ist schwer verdaulich. Marina Heib schont ihre Leser auch nicht, sie prangert den organisierten Missbrauch von Kindern an und bedient sich dafür eines konkreten Beispiels, bei dem sie die Spätfolgen eindrucksvoll aufzeigt.
Sehr viel Raum nimmt dabei die psychologische Komponente ein, die gleich durch zwei sympathische Protagonisten beleuchtet wird: der Profiler Pete und die Psychologin Anna unterstützen das Sonderermittlungsteam.

Der Krimi, der stellenweise eher wie ein Thriller wirkte, hat mich bestens unterhalten. Durchgehend fesselnd und spannend, aber nichts für schwache Gemüter. Die Reihe werde ich auf jeden Fall weiter verfolgen, denn das Ermittlerteam ist mir schon ans Herz gewachsen.

Bewertung:

MÖRDERQUOTE von THOMAS HERMANNS – Meine Rezension …

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (20. August 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442476380
ISBN-13: 978-3442476381
Autor: Thomas Hermanns

Meine Meinung:
Einen Comedy-Thriller habe ich bisher noch nie gelesen und eine gewisse Skepsis im Vorfeld kann ich nicht verleugnen, aber ich wurde positiv überrascht.
Der Schreibstil von Thomas Hermanns, den man normalerweise eher als Moderator von beispielsweise „Quatsch Comedy Club“ kennt, ist wirklich bestens zu lesen. Er hat eine sehr humorvolle Art und man merkt auch direkt, dass er „vom Fach“ ist und diesen ganzen Showzirkus wirklich als Insider kennt.
An vielen Stellen musste ich schmunzeln und manchmal sogar richtig lachen, denn die immer etwas überzogene Art, mit der Situationen beschrieben werden, ist einfach toll:
„Seine Mundwinkel hingen wieder so tief, dass die Maskenbildnerin schon seit Minuten Puder in diesen Gräben versenkte. Das war nicht mehr Schminken, das war Aufschütten!“
(S. 125)

Entgegen aller Befürchtungen war das Buch aber zusätzlich auch noch sehr fesselnd und spannend, denn fast bis zur letzten Seite wartet der Autor mit neuen Überraschungen auf.
Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Tanya, einem Jurymitglied und Sascha, einem Teilnehmer der Castingshow erzählt. Tanya war mir ganz sympathisch, mit ihr habe ich gut mitfühlen können, nicht nur weil wir im gleichen Alter sind. 😉
Man hat beim Lesen ständig lebendige Bilder im Kopf, die meistens sehr reale Medienstars zeigen, denn – rein zufällig natürlich – werden manche Figuren doch fast exakt wie ein paar Promis beschrieben, die man im Umfeld von Castingshows üblicherweise antrifft. Die Geltungssucht und das Streben nach Ruhm und Geld werden sehr gut beschrieben, sowohl unter den Kandidaten als auch bei der Jury oder den Verantwortlichen der Show.
Und trotz der vielen Todesfälle, die die Sendung überschatten, heißt es doch immer wieder „The Show must go on“.

Wenn Thomas Hermanns einen weiteren Comedy-Thriller schreiben würde, dann würde ich diese gerne lesen. Bin angenehm überrascht!

Bewertung:

WER IM DUNKELN BLEIBT von DEBORAH CROMBIE – Meine Rezension …

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (16. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344248023X
ISBN-13: 978-3442480234
Originaltitel: To Dwell in Darkness
Band 16 der „Kincaid-James“-Reihe
Autorin: Deborah Crombie

Meine Meinung:
Und schon wieder eine Reihe entdeckt, die bisher leider spurlos an mir vorübergegangen ist. Die Wunschliste für 2018 wird immer länger …

Bereits 17 Bände sind aus dieser Reihe erschienen, in der zwei Polizisten die Hauptfiguren sind. Das Besondere daran: sie sind ein Ehepaar und sie arbeiten in verschiedenen Revieren.
Superintendent Duncan Kincaid war bis vor Kurzem noch bei Scotland Yard als Leiter des Morddezernats angestellt, aber nun muss er sich in einem neuen Wirkungskreis zurechtfinden. Ihm fehlt sein früherer Partner Doug Cullen, der nach einem Unfall erst einmal einen Schreibtischjob ausüben muss. Mit seiner neuen Kollegin Sidana wird er nicht so wirklich warm, denn sie nimmt ihm wohl übel, dass er den Posten bekommen hat, auf den sie eigentlich spekuliert hatte.
Inspector Gemma James ist seine Ehefrau und gemeinsam kümmern sie sich um drei Kinder, deren Vorgeschichte Thema früherer Bände war. Es macht schon neugierig, wenn man immer wieder einige Andeutungen liest und ich werde wohl die ganze Reihe noch nachlesen, denn die Figuren habe ich nach diesem einen Buch schon sehr ins Leserherz geschlossen.

Die Balance zwischen Privatleben der Ermittler und der Polizeiarbeit ist optimal, das Buch ist gleichermaßen spannend wie auch emotional. Charaktere und Schauplätze beschreibt die Autorin so ausführlich, dass man immer ein lebendiges Bild vor Augen hat. Trotz Unkenntnis der vorherigen Bände habe ich nie das Gefühl großer Wissenslücken gehabt, aber trotzdem möchte ich alle Figuren noch näher kennenlernen.

Die beiden Fälle sind sehr komplex und fesselnd aufgebaut, wobei Gemmas Anteil etwas geringer ausfällt. Das Hauptaugenmerk liegt auf einem Anschlag im Londoner St. Pancras Bahnhof, den Duncan aufklären muss. Es steckt viel mehr dahinter, wie man im ersten Moment ahnen könnte und die Story endet leider teilweise in einem Cliffhanger, so dass ich unbedingt wissen muss, wie es im nächsten Band weitergeht.
Das Besondere bei den Ermittlungen ist auch, dass Duncan nicht immer den normalen Dienstweg geht, er entscheidet oft nach Bauchgefühl und obwohl offiziell nicht alle zusammenarbeiten, greift hier ein Rädchen ins andere und es scheinen immer alle an einem Strang zu ziehen. Ein wirklich tolles Team, das man mit viel Freude bei der Arbeit begleitet.

Ein fesselnder Krimi, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Charaktere sind absolut sympathisch und an Spannung mangelt es auch an keiner Stelle. Kann ich nur empfehlen!

Bewertung:

BÖSES SPIEL von HARLAN COBEN – Meine Rezension …

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (18. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442484626
ISBN-13: 978-3442484621
Originaltitel: The Final Detail
Teil 6 der „Myron Bolitar“-Reihe
Autor: Harlan Coben

Meine Meinung:
Bücherreihen lese ich sehr gerne, weil man einfach mit der Zeit den Hauptfiguren immer näher kommt, man begleitet sie oft über viele Jahre und erlebt mit, wie sie sich entwickeln. Dass die Reihe um Myron Bolitar bisher völlig an mir vorbeigegangen ist, kann ich gar nicht verstehen, aber man kann schließlich auch nicht alles lesen, was so auf den Markt kommt. Allerdings kann man es nachholen, wenn man erst einmal „auf den Geschmack gekommen“ ist und das bin ich hier definitiv.
„Böses Spiel“ ist bereits Teil 6 von momentan insgesamt 11 Büchern und ich habe Myron, Esperanza, Big Cyndi und Win erst nun kennenlernen dürfen. Obwohl mir (noch) jegliche Vorkenntnisse fehlen, fand ich die Protagonisten sofort sehr liebenswürdig und ausreichend charakterisiert, so dass man eine gute Vorstellung von allen hat.

Besonders toll fand ich an diesem Thriller, dass auch eine große Portion Humor in der Geschichte steckt. Hauptsächlich in den erfrischenden Dialogen zwischen Myron und seinem Freund Win kommt dies zum Tragen, man hat oft das Gefühl, man würde ein paar echt guten Kumpels beim Blödsinn quatschen zuhören.
Myron ist ein total sympathischer Kerl und wir haben sogar einiges gemeinsam, ich kann sein Verhalten immer sehr gut nachvollziehen. Sein Verhältnis zu seinen Eltern ist auch prima und er wirkt dadurch irgendwie noch realistischer, facettenreicher und lebendiger.
Win ist witzig, scheint auf den ersten Blick sehr skrupellos zu sein und ist einflussreich und wohlhabend. Er ist immer für Myron da und verfügt über nützliche Connections.

Zusammen lösen die beiden einen sehr verworrenen kniffligen Fall, bei dem ein berühmter Sportler getötet wurde und ausgerechnet Esperanza, die Geschäftspartnerin und Freundin von Myron, wird wegen Mordverdachts festgenommen.
Harlan Cobens Schreibstil ist einfach wundervoll, man ist immer mitten im Geschehen und kann richtig mitfiebern. Durchgehend fesselnd erzählt er uns eine Geschichte, die sehr vielschichtig und undurchsichtig ist. Erst auf den letzten Seiten kommt wirklich Licht ins Dunkel und das ganze Ausmaß wird sichtbar.

Spannend bis zur letzten Seite, toller Humor und sehr sympathische Charaktere – die Reihe hat einen neuen Fan!

Bewertung:

IN EWIGER SCHULD von HARLAN COBEN – Meine Rezension …

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: 1. Auflage (21. August 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442205190
ISBN-13: 978-3442205196
Originaltitel: Fool Me Once
Autor: Harlan Coben

Meine Meinung:
Die Bücher von Harlan Coben finde ich eigentlich fast immer perfekt und so wurde ich auch in diesem Fall nicht enttäuscht. Seine Thriller sind wirklich etwas Besonderes.
Zunächst wäre da natürlich der Schreibstil, der toll zu lesen ist … flüssig, mitreißend, atmosphärisch, lebendige Dialoge und anschauliche Beschreibungen der Schauplätze. Auch seine Charaktere haben die nötige Tiefe, damit man eine gute Beziehung zu ihnen aufbauen kann.

In dieser Geschichte geht es um die Ex-Soldatin Maya, deren Mann Joe erschossen wurde. Eigentlich litt sie noch genug unter einem Trauma, das ihr letzter Kriegseinsatz mit sich gebracht hat und jetzt auch noch dieser Schicksalsschlag. Nach der Beerdigung bekommt Maya von einer Freundin eine Nanny-Cam geschenkt. Zunächst ist sie von der Idee nicht begeistert, aber dann siegt die Neugier: sie stellt die Kamera auf. Als sie einige Tage später einmal wieder die Aufnahmen herunterlädt, traut sie ihren Augen nicht: auf dem Film ist ihr verstorbener Mann zu sehen, der mit ihrer Tochter spielt.
Maya beginnt nachzuforschen, findet bald Parallelen zum Tod ihrer Schwester, die ebenfalls vor kurzer Zeit ermordet wurde. Sie sticht damit in ein Wespennest und legt sich auch noch mit Joes wohlhabender, einflussreicher Familie an. Sie bringt sich selbst in große Gefahr, aber sie kann nicht aufhören, bevor sie die Wahrheit ans Licht gebracht hat …

Von der ersten bis zur letzten Seite ist dieser Thriller absolut fesselnd und spannend. Manche Szenen halten vielleicht dem Realitätscheck nicht so stand, aber das ist in dem Genre auch nicht das Hauptkriterium. Insgesamt ist die Story prima durchdacht und die Puzzleteile fallen erst nach und nach an ihren Platz. Man kann durchgehend miträtseln, es bleibt geheimnisvoll bis zum Ende.
Ich kann das Buch nur empfehlen, auch für Leser, die es gerne etwas weniger blutig mögen, denn es geht mehr in die Richtung „Psychothriller“.

Bewertung:

DIE VERGESSENEN von ELLEN SANDBERG – Meine Rezension …

Broschiert: 512 Seiten
Verlag: Penguin Verlag (27. Dezember 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 332810089X
ISBN-13: 978-3328100898
Autorin: Ellen Sandberg

Meine Meinung:
Wer hinter dem Pseudonym „Ellen Sandberg“ steckt, dürfte sich schon herumgesprochen haben und umso mehr habe ich mich auf dieses besondere Buch gefreut.
Wenn man weiß, dass eine Geschichte dem Autor so richtig am Herzen liegt, liest man die Seiten irgendwie mit noch mehr Begeisterung und fast schon etwas Ehrfurcht. Zumindest ging es mir mit diesem Roman so, was aber sicher auch den Themen geschuldet ist, die hier aufgegriffen werden: Kriegsverbrechen aus längst vergangener Zeit. Die Frage nach Schuld, Sühne, Rache und Bestrafung … Die Auswirkungen auf die Angehörigen der damaligen Opfer, die sogar noch in nachfolgenden Generationen ihren giftigen Stachel spüren lassen.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht zunächst der geheimnisvolle Manolis Lefteris, der auf eine recht bewegte Vergangenheit zurückblicken kann. Obwohl er noch nicht alt ist, leidet auch er indirekt unter etwas, das vor sehr langer Zeit in den Wirren des Zweiten Weltkriegs geschehen ist. Er ist geprägt davon und es hat ihn zu dem Mann gemacht, der er heute ist: ein Problemlöser im Auftrag eines einflussreichen Gönners. Er nimmt spezielle Aufträge an, man könnte fast sagen, er ist so eine Art Geheimagent, zumindest kam mir dieser Vergleich beim Lesen oft in den Sinn. Mir ist Manolis sehr sympathisch und auch seine Familie habe ich schnell ins Leserherz geschlossen.

Die zweite Person, die wir bei einem lebensverändernden Abenteuer begleiten dürfen, ist die Journalistin Vera Mändler. Ihre Tante Kathrin hatte leider einen Schlaganfall und sie hat die Betreuung für die alte Dame übernommen. Dass sie dadurch in eine extrem brisante Angelegenheit verwickelt wird, ist ihr zunächst noch nicht klar.

In Rückblicken lernen wir die jüngere Kathrin kennen, die während des Krieges als Krankenschwester tätig war. Was sie dabei erlebt, wird sie nie mehr loslassen.

Irgendwann kreuzen sich die Wege von Manolis und Vera und gemeinsam kämpfen sie für Gerechtigkeit. Die Story liest sich wie ein waschechter Krimi und als dann auch noch Kommissar Dühnfort erwähnt wurde, musste ich doch etwas schmunzeln.
Durchgehend fesselnd erzählt die Autorin eine spannende und tiefgreifende Geschichte, die sich ganz nah an wahren Begebenheiten orientiert, was sie noch eindrücklicher und schrecklicher macht. Sie wirft auch Fragen auf nach Recht und Unrecht, ob man Gleiches mit Gleichem vergelten darf, was der richtige Weg ist, wenn es um solch unsagbare Gräueltaten geht. Das Thema geht unter die Haut, regt zum Nachdenken an und erweckt vielleicht auch in manchem Leser die Neugier nach der eigenen Familiengeschichte.
So langsam stirbt die Generation unserer Groß- oder Urgroßeltern aus, die noch Zeitzeugen der Kriegsereignisse waren. Viele haben sich lebenslang in Schweigen gehüllt, aber die Auswirkungen konnte man doch häufig spüren. Wird alles irgendwann wirklich vergessen sein, haben wir Menschen aus unseren Fehlern gelernt oder ist es wichtig, immer wieder daran zu erinnern?

„Die Vergessenen“ ist ein fesselnder, spannender Roman, der zu Herzen geht. Er regt zum Nachdenken an und auch nach dem Zuklappen des Buches ist zu spüren, dass das Thema nachklingt und einen nicht so schnell loslässt. Ich kann jedem nur empfehlen, es zu lesen!

Bewertung: