SUCHE MICH NICHT von HARLAN COBEN – Meine Rezension …

Broschiert: 480 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Erscheinungsdatum: 18. Juni 2019
ISBN-13: 978-3442205455
Autor: Harlan Coben

LESEPROBE

Meine Meinung:
Die Story ist ungewöhnlich und beginnt noch recht gemächlich, doch sie nimmt schnell Fahrt auf.
Erst lernen wir Simon und seine Familie kennen. Er ist ein erfolgreicher Finanzberater, arbeitet zusammen mit seiner Schwägerin und seine Frau Ingrid ist Kinderärztin. Sie haben drei Kinder: Sam, Anya und Paige.
Um die älteste Tochter Paige geht es hauptsächlich in diesem Buch, denn sie hat große Probleme. Irgend etwas hat dazu geführt, dass sie sich mit den falschen Leuten eingelassen hat und in die Drogenszene abgerutscht ist. Nachdem sie monatelang verschwunden war, gelingt es Simon, sie in einem Park wieder aufzuspüren. Doch dann kommt es zu einer unschönen Auseinandersetzung zwischen Simon und Paiges Freund und sie rennt wieder weg.
Simon will nicht aufgeben und sucht wieder nach ihr, diesmal intensiver, denn inzwischen ist ein Mord geschehen und niemand weiß, was mit Paige passiert ist …

Der Schreibstil von Harlan Coben ist einfach genial. Absolut mitreißend, stellenweise auch etwas frech-humorvoll und immer wirklich fesselnd und atmosphärisch. Seine Charaktere haben Ecken und Kanten, wirken aber trotzdem liebenswert und sehr authentisch. Außerdem entpuppen sich manche Figuren als überraschend anders, als man zunächst dachte.

Wir tauchen in dieser Story tief ein in einen Sumpf aus Abhängigkeiten, Missbrauch, Unterwerfung, Gier und der Vertuschung alter Geheimnisse. Die Geschichte ist super durchdacht und wartet immer wieder mit Wendungen und neuen Erkenntnissen auf, die man so nicht erwartet hätte.
Sehr schön ist auch, dass die emotionale Seite nicht zu kurz kommt, so dürfen wir vor allem mit Simon mitfiebern und an seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben.

Die Morde werden nicht unnötig blutrünstig beschrieben, so dass auch Fans von eher unblutigen Psychothrillern gerne zu diesem Buch greifen dürfen. Ein wirklich spannender und fesselnder Thriller, den ich gerne weiterempfehle!

Bewertung:

AUF DIE SEELE HÖREN von MICHAEL TISCHINGER – Meine Rezension …

Broschiert: 240 Seiten
Verlag: Herder
Erscheinungsdatum: 28. Juni 2019
ISBN-13: 978-3451600845
Autor: Michael Tischinger

Meine Meinung:
Nachdem ich jetzt schon viele Bücher zum Thema „selbstbestimmtes Leben“ gelesen habe, empfand ich dieses hier wie eine sehr gelungene Zusammenfassung all dessen.
Dr. med. Michael Tischinger ist nicht nur Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin, sondern auch Diplom Theologe. In seinem Buch lässt er uns auch sehr viel an seinen persönlichen Erfahrungen teilhaben und man fühlt sich direkt gut aufgehoben, da er nicht wie ein allwissender Lehrer auftritt.

Er spricht wirklich alle Themen an, die ich bereits aus anderen Büchern kannte, wie Gelassenheit, die heilende Kraft der Natur, die Verbundenheit von allem oder dass man mit weniger Widerstand weiter kommt im Leben. Seine eigenen Erfahrungen, die Erlebnisse einiger Patienten und allgemeine Wahrheiten verbindet er sehr gelungen mit schönen Zitaten und vielen Übungen.
Michael Tischinger kommt fast gänzlich ohne esoterische Begriffe aus und auch ohne zu sehr ins Religiöse zu gehen, er findet einfach die richtigen Worte, die jeder versteht und unterstreicht dies mit einleuchtenden Beispielen.
So kann man das Buch auch guten Gewissens Menschen empfehlen, für die das Ganze noch eher Neuland ist und die mit Esoterik eigentlich nicht viel zu tun haben.

Besonders gut hat mir auch gefallen, dass das Buch so vielseitig alles Wichtige abdeckt, ohne dass ein Thema unnötig lange behandelt wird und es zu Wiederholungen kommt. Das hat mich in vergleichbaren Büchern oft gestört.

Die Übungen sind eine Einladung zur Entschleunigung, zur Rückkehr zum Wesentlichen, zur Einkehr, zur Ruhe. Sie sind nicht kompliziert und meist auch prima zu Hause in den eigenen vier Wänden praktizierbar – unabhängig von Jahreszeiten und Wetter.

Das Buch war für mich nochmal eine wertvolle Zusammenfassung all dessen, was ich erst einmal theoretisch aus zahlreicher Lektüre mitgenommen habe. Jetzt ist es an der Zeit, das Ganze auch wirklich ernsthaft umzusetzen und in den Alltag zu integrieren. Im Rückblick hätte ich mir viele andere Bücher wohl sparen können, wenn ich gleich auf dieses hier gestoßen wäre, deshalb empfehle ich es gerne wärmstens weiter.

Bewertung:

OPFER von BO SVERNSTRÖM – Meine Rezension …

Taschenbuch: 592 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 23. Juli 2019
ISBN-13: 978-3499276293
Autor: Bo Svernström

LESEPROBE (PDF)

Meine Meinung:
Ein Journalist, der über eine Journalistin schreibt … und zwar richtig grandios.
Kaum zu glauben, dass dies das erste Buch von Bo Svernström ist, denn es gibt wirklich gar nichts daran auszusetzen.

Der Schreibstil ist mitreißend, er liefert immer genau die richtige Menge an Details, damit man mitten in der Story ist. Seine Charaktere wirken sehr glaubwürdig und lebensecht mit Ecken und Kanten und einer regen Gefühlswelt, an der wir Anteil haben dürfen.
Hauptperson ist der 50-jährige Hauptkommissar Carl Edson, zu dem ich gleich einen ganz guten Draht aufbauen konnte. Er ist kein Sonnenscheinchen, aber auch keiner der typischen abgewrackten Ermittlertypen, die den ganzen Tag die Finger nicht von Alkohol oder schlimmeren Dingen lassen können und deprimiert durch die Gegend schlurfen.
Er ist ein geschiedener Mann mit Teenagertochter, der einfach in seinem Leben schon zu viel Schlimmes gesehen hat. Wenn er eine Spur aufgenommen hat, dann ist er hartnäckig, aber er hält sich an den Dienstweg und ist kein Draufgänger. Sein Team besteht aus sehr fähigen Mitarbeitern, die zwar im Umgang nicht einfach sind, aber dafür umso brillanter arbeiten.
Ebenfalls eine wichtige Rolle spielt die Journalistin Alexandra Bengtsson. Sie ist auch geschieden und hat eine Tochter im Teenageralter, was nicht immer einfach ist. Wir erfahren viel über ihre Vergangenheit, den Druck bei der Arbeit und über ihre Familienverhältnisse.

Die Story wird so spannend erzählt, dass man das Buch kaum noch weglegen möchte, aber aufgrund der doch recht hohen Seitenzahl lässt sich das leider nicht vermeiden.
In der ersten Hälfte geht es extrem blutig und grausam zur Sache und die Beschreibung der Foltermorde ist manchmal nichts für schwache Mägen. Doch dann beginnt der zweite Teil und dieser wirkt fast völlig anders: hier liegt der Fokus deutlich auf psychologischer Spannung.
Das Ganze ist also eine sehr stimmige und durchaus überraschende Mischung aus Folterhorror und Psychothriller.
Da es sich bei den Opfern meist um Männer handelt, die selbst schlimmste Verbrechen begangen haben, dürfte sich das Mitleid des Lesers allerdings größtenteils in Grenzen halten, was es wieder ertragbarer macht.

Die Art und Weise, wie der Autor uns diese Geschichte erzählt, ist wirklich etwas besonderes und sorgt für viele Stunden allerbester Leseunterhaltung. Hoffentlich darf Carl Edson weiter ermitteln, ich würde mich über eine Fortsetzung sehr freuen.

Bewertung:

BITTERHERZ von Samuel Bjørk – Meine Rezension …

Bitterherz von Samuel Bjork

Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 18. Juni 2019
ISBN-13: 978-3442482276
Autor: Samuel Bjørk
Teil 3 der „Holger Munch“-Reihe

LESEPROBE

Meine Meinung:
Nachdem ich schon mit großer Begeisterung die ersten beiden Teile dieser Reihe gelesen hatte, freute ich mich sehr auf ein Wiedersehen mit den liebgewonnenen Figuren.
Kommissar Holger Munch und seine Kollegin Mia Krüger haben im letzten Band ja wirklich viel durchmachen müssen. Sie sind immer persönlich sehr stark in die Fälle involviert und so ist es auch diesmal wieder.

Holger ist geschieden und man merkt oft, dass er immer noch darunter leidet. Auch von seiner Tochter erfahren wir Neues in diesem Teil, es geht wieder aufwärts nach den schlimmen Vorkommnissen in der Vergangenheit.
Mia hat ebenfalls einige Schrecken überwunden und sogar eine Therapie hinter sich. Als sie jedoch endlich den dringend nötigen Urlaub antreten möchte, wird sie von Holger gebeten, sie stattdessen bei einem Fall zu unterstützen.
Die geborene Spürnase kann natürlich nicht Nein sagen, so wird das Team wiederbelebt. Auch Curry, Gabriel, Ylva und viele andere alte Bekannte sind wieder mit von der Partie.

Es geht diesmal um eine geheimnisvolle Mordserie, bei der die Ermittler lange im Dunkeln tappen, da das Motiv und ein Zusammenhang zwischen den Opfern nicht ersichtlich ist. Eine tote Tänzerin, ein Musiker und schließlich sogar ein Teenager – was verbindet diese Personen? Die Auflösung ist originell, vielleicht etwas zu sehr zurechtgebogen, aber schon recht stimmig, wenn man bedenkt, welche Abgründe der menschliche Geist haben kann.

Holger und auch einige Mitglieder seines Teams kämpfen mal wieder mit ihren eigenen Dämonen und Süchten. Dies nimmt einigen Raum ein in der Geschichte und macht die Personen menschlicher und wohl auch irgendwie authentisch.
Die Szenen beschreibt der Autor sehr ausführlich und schafft dadurch eine lebendige Atmosphäre, derer man sich schwer entziehen kann.
Ich fand das Buch wieder sehr fesselnd und ich würde mich freuen, noch mehr von Holger und seiner Truppe lesen zu dürfen.
Sehr blutig geht es nicht zur Sache, so dass das Buch auch für Fans von Psychothrillern gut geeignet ist.
Aufgrund der Entwicklung der Protagonisten und der Hintergrundstories würde ich aber empfehlen, alle Bände der Reihe nach zu lesen.

Bewertung:

PRISONERS von GEORGE PELECANOS – Meine Rezension …

Taschenbuch: 229 Seiten
Verlag: ars vivendi Verlag
Erscheinungsdatum: 18. Juni 2019
ISBN-13: 978-3747200117
Autor: George Pelecanos

Meine Meinung:
Auf dem Buchrücken wird der Roman als „Noir“ bezeichnet, aber durch den schönen, irgendwie Ruhe vermittelnden, eindrücklichen Schreibstil des Autors wirkt alles gar nicht so düster.
Das liegt aber nicht am Fehlen von Gewalt oder Action, doch Pelecanos erschafft eine Atmosphäre, in der einfach keine richtige Aufregung entstehen kann.
Seine Protagonisten, Schauplätze und Anderes, wie Autos, Musik und natürlich Bücher beschreibt er mit viel Liebe zum Detail. Die Literatur spielt sowieso eine sehr entscheidende Rolle in diesem Buch.

Michael Hudson ist 28 und eigentlich ein guter Kerl, aber er lässt sich als Fahrer auf ein Verbrechen mit einigen Kumpels ein und wird prompt verhaftet. Im Gefängnis ist er sehr beeindruckt von der jungen Bibliothekarin Anna, die die Insassen wöchentlich mit Büchern versorgt und auch einen Lesekreis organisiert.
Michael entdeckt seine Leidenschaft fürs Lesen durch sie und lässt sich gerne Tipps von ihr geben.
Durch das Eingreifen des Privatdetektivs Phil Ornazian kommt er allerdings recht schnell wieder frei und gibt sich große Mühe, wieder Fuß zu fassen. Ein Job als Tellerwäscher ist ein guter Anfang. Doch dann taucht Phil auf und fordert eine Gegenleistung für seine Hilfe …

Michael ist ein sympathischer Kerl, der nicht ohne Fehler ist, aber doch immer bemüht, das Richtige zu tun. Phil ist eigentlich nicht sehr viel anders, aber er ist ein Draufgänger, der es mit dem Gesetz nicht so genau nimmt, wenn es darum geht, Geld von Verbrechern zu stehlen oder begangenes Unrecht zu rächen. Unterstützt wird er bei seinen Coups von einem Ex-Cop in Rente.

Die Story ist fesselnd und hat viele Höhen und Tiefen, denn einerseits ist da die beinahe heile Welt, die Michael sich nach der Haft aufbauen will und andererseits sind da die Feldzüge von Phil und Ward. Beides scheint nicht miteinander vereinbar und es ist spannend zu sehen, wie Michael damit zurecht kommt.
Und dann ist da auch noch Anna, die er nach der Entlassung wieder trifft. Glaubhafte Emotionen kommen nicht zu kurz in diesem wunderbar geschriebenen Roman.
Als Hundeliebhaber ist mir besonders aufgefallen, dass Hunde eine große Rolle spielen, der Autor mag sie wohl auch sehr … sympathisch!
Was ebenfalls oft Thema ist: wie unterschiedlich auch heute noch Menschen anderer Herkunft oder Hautfarbe behandelt werden. Auch dies liegt dem Autor wohl sehr am Herzen.

Das Buch empfehle ich gerne allen Lesern, die Lust auf eine spannende und trotzdem mal etwas andere Story haben. Mir hat es einige Stunden bester Leseunterhaltung beschert!

Bewertung:

NEUN TAGE UNENDLICHKEIT von ANKE EVERTZ – Meine Rezension …

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Ansata
Erscheinungsdatum: 1. April 2019
ISBN-13: 978-3778775462
Autorin: Anke Evertz
Interview mit der Autorin zum Buch

Meine Meinung:
Es heißt, wenn man auf der Suche ist nach seinem wahren Ich und das ernsthaft will, dann kommen die Dinge ganz von selbst zu einem, die dabei helfen können. So war es also irgendwie klar, dass dieses Buch genau zur rechten Zeit zu mir gefunden hat. Und es war wirklich eine Offenbarung und Festigung dessen, was ich bereits erfahren habe.

Anke Evertz erzählt in diesem Buch ihre eigene Geschichte, in der sie von einem (im Nachhinein nicht wirklich tragischen) Brandunfall berichtet, der ihr gesamtes Leben veränderte.
Sie war nicht wirklich glücklich mit ihrem Dasein und dann folgte die Wende: durch ihre schlimmen Verbrennungen dritten Grades wurde sie in ein neuntägiges Koma versetzt. In dieser Zeit erfuhr sie die wundervollsten Dinge und gelangte zu überirdischen Erkenntnissen, die sie uns hier schildert. Vieles war so unbeschreiblich, dass es eigentlich keine passenden Worte dafür gibt, aber trotzdem hat mich ihre Geschichte so tief berührt und wirklich mitgenommen. An einigen Stellen schossen mir sogar unweigerlich Freudentränen in die Augen.

Sie spricht zum Leser wie zu einem guten Freund, man fühlt sich sofort angenommen, gut aufgehoben, verstanden. Ihre Erlebnisse, die sie losgelöst von ihrem irdischen Körper machte, sind so wundervoll und tröstlich und sie bergen so viele Weisheiten.

Das Buch kann ich jedem Leser nur wärmstens ans Herz legen, der ebenfalls aus dem starren irdischen Denkmuster ausbrechen möchte und sich selbst in seiner Gänze erfahren möchte. Denn wir sind mehr als Menschen, wir sind unser eigener Schöpfer, ewige Seelen, wunderbare geliebte und liebende Wesen, die alles schaffen können, was sie möchten.
Einen ganz herzlichen Dank an die Autorin für ihre wunderbaren, berührenden Worte, die mir sehr geholfen haben auf meinem Weg.

Bewertung:

DIE LIEFERUNG von ANDREAS WINKELMANN – Meine Rezension …

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 18. Juni 2019
ISBN-13: 978-3499275173
Autor: Andreas Winkelmann
Leseprobe

Buchtrailer

Meine Meinung:
Auf eine Fortsetzung mit Kommissar Jens Kerner und seinen sympathischen Kolleginnen Rebecca und Carina habe ich mich schon sehr gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Ein weiteres Mal präsentiert uns Andreas Winkelmann hier einen Einblick in die finstersten Albträume, die man als Frau nur haben kann.
Wieso sind eigentlich meist Frauen die Opfer? Gute Frage, die ich mir so noch nie bewusst gestellt hatte. Wahrscheinlich weil die Täter fast ausschließlich Männer sind.

In diesem Thriller wird es dadurch sehr beängstigend, weil die Opfer aus der vermeintlichen Sicherheit ihrer eigenen Wohnung heraus spurlos verschwinden. Die einzige Verbindung, die zunächst sichtbar ist, scheint ein Lieferdienst zu sein, denn unangetastete Pizzen fanden sich an den Tatorten.

Jens ist ein sehr engagierter Polizist, dem wirklich an den Fällen gelegen ist. Wenn er auf einer Spur ist, dann lässt er sich davon nicht mehr abbringen, wenngleich er Wege abseits der Dienstvorschriften einschlagen muss. Seine Kollegin Rebecca sitzt im Rollstuhl und unterstützt ihn mit ihrer brillanten Auffassungsgabe, ihrem Kombinationstalent und ihrer Fähigkeit, sich Gesichter unauslöschlich einzuprägen.
Auch privat verbindet die beiden zusehends mehr, was mich für die beiden sehr freut.

Eine völlig abgemagerte, psychisch total verwirrte Frau taucht in einem Wald auf und Jens gelingt es, sie in eine Klinik zu bringen. Offensichtlich wurde sie jahrelang gefangen gehalten, doch niemand weiß, wer sie ist. Bevor sie Hinweise zu ihrer Identität geben kann, verstirbt sie leider.
Weitere Vermisstenfälle und eine tote Frau geben noch mehr Rätsel auf. Bis sie hinter die ganze Tragweite des Verbrechens kommen, wird es für Rebecca und Jens selbst sehr gefährlich …

Der Schreibstil ist einfach toll zu lesen, ich habe das Buch in einem Rutsch beendet. Wenn man einmal anfängt, kann man es auch kaum noch aus der Hand legen. Winkelmann schreibt fesselnd, eindrücklich, atmosphärisch.
Seine Charaktere finde ich bestens konstruiert, sie wirken sehr sympathisch, was es leicht macht, mit ihnen mitzufiebern – eine ganz wichtige Komponente in einem Buch.
Die Story selbst ist beklemmend, erschreckend und obwohl man auch die Sicht des Täters kennenlernt, nicht leicht zu verdauen. Man möchte sich da immer gar nicht vorstellen, dass die Wirklichkeit noch um einiges schlimmer ist, als wir uns ausdenken können.

Ein Thriller, der eher nichts für ängstliche Menschen ist. Weitgehend unblutig, aber psychisch dramatisch. Ich empfehle das Buch gerne an spannungshungrige Leser weiter! Ich fand es super und ich freue mich schon auf eine hoffentlich erscheinende Fortsetzung der Reihe!

Bewertung:

ICH VERLASSE DICH, WEIL ICH LEBEN WILL von SISSEL GRAN – Meine Rezension …

Broschiert: 336 Seiten
Verlag: Verlag Herder
Erscheinungsdatum: 20. Mai 2019
ISBN-13: 978-3451600708
Autorin: Sissel Gran
Leseprobe

Meine Meinung:
Trennungen sind niemals einfach, auch nicht für denjenigen, der sie angestoßen hat. Dabei spreche ich aus eigener leidvoller Erfahrung, die inzwischen zwei Jahre zurückliegt, mich aber immer noch oft beschäftigt.
Es reicht nicht, dass man bei Bekannten, Verwandten und im gesamten Umkreis irgendwie als „der/die Böse“ angesehen wird, wenn man sich von seinem Partner trennt. Man plagt sich auch selbst mit Schuldgefühlen, obwohl man die Entscheidung selbst eigentlich nicht anzweifelt, denn dieser geht ein langer Prozess voraus.
Doch warum fühlen wir uns schuldig, wenn wir aus einer Beziehung ausbrechen, deren Weiterführen uns sinnlos erscheint?
Dieser Frage widmet sich Sissel Gran in ihrem aufwühlenden Buch. Sie ist Paartherapeutin und Psychologin und sie hat mit zahlreichen Betroffenen gesprochen und deren Erfahrungen gibt sie hier wieder.
Ich habe mich in vielen Kommentaren wiedergefunden und ich musste mich beim Lesen einigen Dingen wieder stellen. Das führte dazu, dass ich immer wieder Lesepausen brauchte, denn es nahm mich psychisch schon etwas mit.
Es tat aber auch gut, zu lesen, dass man mit den Schuldgefühlen und Zweifeln nicht allein ist und die Autorin beleuchtet viele Aussagen durch ihre Kommentare in einem anderen Licht. Es hilft immer, wenn man etwas aus der Sicht Unbeteiligter betrachten kann, ohne zu sehr von den eigenen Gefühlen vereinnahmt zu werden.
Sehr interessant fand ich auch das Kapitel, in dem es um die Trennungskinder geht. Das Ende einer Beziehung ist irgendwie eine Art Tod, den man erst mal verkraften muss. Das fällt schon dem Ex-Paar nicht leicht, aber den Kindern erst recht nicht.
Ein sehr eindrückliches, gut verständlich geschriebenes Buch, das ich gern weiterempfehle.

Bewertung:

SCHAMANISCHE SCHÖPFERKRAFT von ALBERTO VILLOLDO – Meine Rezension …

Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Ansata
Erscheinungsdatum: 22. April 2019
ISBN-13: 978-3778775479
Autor: Alberto Villoldo

LESEPROBE

Meine Meinung:
Auf meinem Weg zu einem erfüllten, gesunden, glücklichen Leben im Einklang mit Natur und Schöpfung war mir dieses Buch eine weitere Hilfe.
Der Autor ist medizinischer Anthropologe und Psychologe und hat in vielen Jahren den Schamanismus in den Anden und im Amazonas studiert. Über seine Reisen und Erfahrungen erzählt er uns in diesem Buch.
Ich habe es als absolut interessant, ich würde fast sagen „erleuchtend“ empfunden. Vieles, das ich schon aus anderen Quellen wusste, wurde mir bestätigt oder nochmals von einer etwas anderen Seite beleuchtet.
Der Autor schreibt sehr locker und er lässt auch humorvolle Anekdoten nicht aus.
Die praktischen Übungen halten sich eher in Grenzen, was ich aber nicht negativ empfunden habe. Es muss sowieso jeder Mensch selbst den Weg finden, der für ihn richtig ist.

Wir können aus seinen Erfahrungen lernen, dass wir uns aktiv ein neues, wahres Leben schaffen können, indem wir unsere alten „Albträume“ hinter uns lassen und unsere destruktiven Glaubenssätze umprogrammieren. Wir müssen zwischen Realität, Traum und Wahrheit unterscheiden können, um selbst zu bestimmen, wie unser Weg aussehen wird. Der Weg zu einem Leben mit Liebe, Dankbarkeit und im Einklang mit der Lichtenergie, die alles umfasst und aus der auch wir (unsere irdischen Körper) geschaffen wurden.

Ein Buch, das uns die Augen öffnen kann durch die Weisheiten der Laika, der Schamanen der Anden, und der Prophezeiungen der Inka. Die Welt befindet sich in einer Phase des Umbruchs, als leuchtende Krieger werden wir das neue Zeitalter maßgeblich gestalten können und alles zum Besseren wenden für die Natur und uns Menschen. Ich empfehle das Buch gerne weiter an alle, die mehr vom Leben erwarten als ein fremdbestimmtes Dasein zu fristen, das von Materialismus und Konsumismus bestimmt wird.

Bewertung:

SEELENVERTRÄGE von LEILA ELEISA AYACH – Meine Rezension …

Taschenbuch: 160 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 8. April 2019
ISBN-13: 978-3453703674
Autorin: Leila Eleisa Ayach

Meine Meinung:
Auch Leser, die sich noch nicht mit dem Thema „Seelenverträge“ befasst haben, werden in diesem verhältnismäßig dünnen Buch alles finden, was sie für den Start in ein erfüllteres Leben benötigen.
Die Autorin erklärt sehr verständlich, was Seelenverträge sind, warum sie unser aller Leben bestimmen und wie wir damit am besten umgehen können.
Es gibt in unserem Sein keine „Zufälle“, alles hat einen tieferen Sinn, wenngleich wir diesen manchmal nicht sofort erkennen können. Wir haben vor unserer Inkarnation Verträge geschlossen, uns teilweise selbst schwere Bürden auferlegt, durch die wir wachsen wollen und etwas lernen sollen. Als unsterbliche Seelen haben wir schon oft ein irdisches Dasein geführt und so manche Blockaden, die unseren Alltag erschweren, stammen noch aus früheren Leben. Wir können diese erkennen und auflösen.
Mit einigen Seelen stehen wir stets in Verbindung, wir treffen sie immer wieder, schließen mit ihnen zusammen Verträge, helfen uns gegenseitig, unsere Ziele zu erreichen. Dabei spielen wir verschiedene Rollen, die nicht immer auf den ersten Blick positiv erscheinen, aber eben dem höheren Zweck dienen.

Das Buch ist in einer Form geschrieben, die den Leser direkt anspricht. Es kam mir im Großen und Ganzen fast wie eine Predigt vor. Gestört hat mich irgendwann die ständig wiederholte Formulierung „Wir wissen, wer diese Zeilen liest. Wir wissen es.“
Das war mir einfach zu viel, aber insgesamt ist das Buch aufgrund der so wichtigen und gut verständlichen Informationen ein Muss für jeden Leser, der sich auf dem Weg in ein Leben im Einklang mit der Schöpfung befindet.
Ich empfehle es sehr gerne weiter, es hat mir wirklich geholfen.

Bewertung: